Philips Laser-Haarentfernung: Risiken, Nebenwirkungen und sichere Anwendung

Lifestyle bedeutet Lebensart, Genuss und Lebensfreude. Doch das Styling des Körpers birgt auch Risiken, die den meisten gar nicht bekannt sind. Eine solche Methode ist die dauerhafte Haarentfernung mit Laser. Mit Hilfe der Laser-Haarentfernung können Sie unerwünschte Haare in jedem Bereich loswerden und Stoppeln am Körper für immer vergessen.

Die Anwendung von IPL-Haarentfernung bietet eine Möglichkeit, starken Haarwuchs langfristig in den Griff zu bekommen. Vor der Anwendung von IPL tauchen bei vielen Menschen jedoch häufig Fragen auf. Dieser Artikel befasst sich mit den potenziellen Risiken und Nebenwirkungen der Philips Laser-Haarentfernung und gibt Ratschläge zur Minimierung dieser Risiken und zur sicheren Anwendung.

Dauerhafte Haarentfernung: Alles, was du zur Vorbereitung wissen musst.

Was ist IPL und wie funktioniert es?

„Intense Pulsed Light“ oder „Intensiv pulsierendes Licht“ ist die eigentliche Bezeichnung der gängigsten Laser Haarentfernung. Auf dem Markt werden unterschiedliche IPL Geräte für dauerhafte Haarentfernung zur Verfügung gestellt, die mit IPL, FPL und CPL arbeiten. Vor der Anwendung wird die betroffene Hautstelle rasiert, bevor sie mit einem IPL-Gerät behandelt wird. Jene Haarfollikel, die dabei getroffen werden, bilden zukünftig keine Haare mehr.

Die IPL Risiken sind bei richtiger Anwendung verschwindend gering, sodass sogar Dermatologen die Behandlung anbieten. Falls du dich von einem Spezialisten beraten lassen möchtest, suche am besten eine Hautarztpraxis auf.

Ist IPL-Haarentfernung schädlich?

Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass IPL krebserregend sein könnte. IPL arbeitet mit Lichtimpulsen, die nur in die obersten Hautschichten eindringen und das Erbgut der Zellen nicht beeinflussen. Wenn du dennoch unsicher bist oder sonstige Bedenken hast, ist es immer eine gute Idee, eine Hautarztpraxis zu konsultieren, um dir Rat und Beruhigung zu holen.

Vorsicht bei Muttermalen und Tattoos

Muttermale können Behandlungen mit IPL erschweren, insbesondere, wenn sie sich mitten im entsprechenden Hautbereich befinden. Bei einer Anwendung würde IPL ebenso das Muttermal selbst erhitzen. Das kann zu Schmerzen führen, oder dazu, dass durch IPL Verbrennungen des Muttermals entstehen und es sich langfristig verändert. Daher gilt die Devise: Muttermale unbedingt aussparen. Ist allerdings nur ein einzelnes im Weg, dann kannst du vor der Behandlung mit IPL das Muttermal abdecken.

Generell ist es nicht empfehlenswert, IPL-Haarentfernung über Tattoos anzuwenden, da die dunklen Pigmente im Tattoo das Licht absorbieren können und zu Verbrennungen führen könnten. Wie auch bei Muttermalen und IPL ist es sicherer, tätowierte Hautpartien auszusparen und nur die umliegende Haut mit IPL zu behandeln.

Falls das Tattoo klein ist, kannst du aber die umliegende Haut behandeln. Es sollte ein Zentimeter Abstand zum Tattoo gelassen werden, da dieses sonst beschädigt werden kann.

Sommersprossen sind weniger problematisch als Muttermale. Eine IPL-Haarentfernung ist hier also durchaus möglich. Da aber Menschen mit Sommersprossen auch dazu neigen, mehr Muttermale zu besitzen, solltest du auch in diesem Falle zunächst ärztlichen Rat einholen.

Häufige und seltene Nebenwirkungen der Philips Lumea

Ja, die Verwendung von Lumea kann zu Nebenwirkungen führen. Bekannte häufige Nebenwirkungen von Lumea sind:

  • Schmerzen/unangenehmes Gefühl: Lokale Schmerzen oder unangenehmes Gefühl im behandelten Bereich, während oder nach der Behandlung. Reduzieren Sie die Lichtintensität oder stellen Sie die Verwendung von Lumea ein, wenn Sie die Behandlung als schmerzhaft/unangenehm empfinden.
  • Juckreiz: Jucken im behandelten Bereich. Diese Reaktion klingt in der Regel innerhalb von einigen Stunden ab, kann aber bis zu eine Woche lang anhalten.
  • Warmes/brennendes Gefühl: Warmes oder brennendes Gefühl an der behandelten Stelle. Diese Reaktion klingt in der Regel innerhalb von einigen Stunden ab, kann aber bis zu eine Woche lang anhalten.
  • Hautrötung (Erythem): Rötung ohne deutlichen Rand im behandelten Bereich. Diese Reaktion klingt in der Regel innerhalb von einigen Stunden ab, kann aber bis zu einen Tag lang anhalten. Eine Hautrötung, die länger als einen Tag anhält, ist eine seltene Nebenwirkung von IPL und ein Zeichen für eine Hautverbrennung.

Bekannte seltene Nebenwirkungen von Lumea sind:

  • Schwellung (Ödem): Schwellungen um die Haarfollikel treten in Form von Beulen im behandelten Bereich auf. Manchmal gehen sie mit einer Rötung einher.
  • Trockene Haut: Die Haut im behandelten Bereich ist rau und schuppig.
  • Verbrennungen und Blasen: Starke Hautrötung, Schwellung und möglicherweise Blasen, begleitet von Schmerzen.
  • Oberflächliche Kruste: Ein deutlich begrenzter bräunlicher Bereich mit Kruste, kann bei dunkleren Hauttönen auftreten.
  • Follikulitis: Schwellung und Rötung um Haarfollikel in Verbindung mit Juckreiz und/oder Pustelbildung.
  • Pigmentverschiebungen/Verfärbung der Haut: Die Haut im behandelten Bereich erscheint dunkler oder heller als die sie umgebende Haut.
  • Hautinfektion: Tritt als entzündete Haut in Erscheinung. Dies ist eine Nebenwirkung, die nach einer Hautverbrennung oder anderen Verletzungen auftreten kann.
  • Narbenbildung: Eine Narbe kann als Nebenwirkung einer Verbrennung oder einer Hautinfektion auftreten.
  • Herpesausbruch: Kleine Bläschen oder offene Stellen, typischerweise in der Nähe der Lippen oder der Genitalien, bei Nutzern, die mit dem Herpes Simplex Virus infiziert sind.
  • Kopfschmerzen und Nachbilder: Bei empfindlichen Personen kann es zu Kopfschmerzen oder Nachbildern kommen, wenn der Lichtblitz das Auge erreicht.
  • Verstärkter Haarwuchs: Die Haarentfernung durch Intense Pulsed Light kann bei einzelnen Personen zu verstärktem Haarwuchs führen.
Nebenwirkung Häufigkeit Dauer Maßnahmen
Schmerzen/Unbehagen Häufig Bis zu einer Woche Lichtintensität reduzieren oder Behandlung abbrechen
Juckreiz Häufig Einige Stunden bis eine Woche Kühlpad verwenden
Hautrötung Häufig Einige Stunden bis ein Tag Kühlpad verwenden
Verbrennungen/Blasen Selten Einige Tage bis ein Monat Arzt aufsuchen, Behandlung pausieren, geringere Lichtintensität
Pigmentverschiebungen Selten Mehrere Wochen bis zu einem Jahr Bereiche erst behandeln, wenn Hautton normal ist, geringere Lichtintensität

Wie oft IPL anwenden?

Es wird empfohlen, die Behandlung in den ersten Wochen alle zwei Wochen durchzuführen, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Danach kannst du die Intervalle verlängern, sobald du merkst, dass der Haarwuchs nachlässt. Es wird allgemein empfohlen, die Haut zwischen den Behandlungen ruhen zu lassen, um Reizungen zu vermeiden.

Wichtige Hinweise zur Vermeidung von Nebenwirkungen

  • Geeignete Hauttypen: Die IPL Haarentfernung ist nicht für Menschen mit hellem, grauem oder rotem Haar geeignet. Am besten funktioniert die Methode bei heller Haut und dunklen Haaren.
  • Medikamente: Falls du Medikamente einnimmst, solltest du auf die Methode verzichten, beziehungsweise ein paar Wochen warten. Für lichtempfindliche Menschen ist die IPL Haarentfernung mit einem IPL Haarentferner nicht geeignet, da Verbrennungen entstehen könnten.
  • Sonnenbad: Durch Sonnenbrand ist deine Haut gereizt und reagiert empfindlich auf zusätzliches Licht. IPL, kannst du dir Verbrennungen zuziehen. 7 Tage nach der Behandlung gehen. Außerdem solltest du nach einer Rasur 1-2 Tage warten, um die Haut nicht zu belasten.
  • Hautkrankheiten: Leidest du unter Akne, Krampfadern, Besenreißern, Pilzen oder sonstigen Hautkrankheiten? Frage deinen Hautarzt!
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Falls du schwanger bist oder stillst, ist von einer IPL Anwendung abzuraten.

IPL-Geräte für den Hausgebrauch: Worauf ist zu achten?

Selbst-Enthaarung mit IPL liegt im Trend. Entsprechend sind im Beauty-Markt inzwischen vermehrt Blitzlampen mit Intense-Pulsed-Light (IPL)-Technologie zur Selbst-Enthaarung erhältlich. Zentrales Problem bei solchen Heimgeräten ist, dass jede Kontrolle fehlt. Gerade eine korrekte Dosierung erweist sich in diesem Zusammenhang als schwierig. Es besteht sowohl das Risiko einer zu Unterdosierung als auch einer Überdosierung. Darüber hinaus fehlt die ärztliche Diagnostik, so dass ggf. krankhafte Ursachen der (übermäßigen) Behaarung übersehen werden oder Hautstellen bzw. Ist die Licht-Dosierung im Rahmen der Selbst-Enthaarung zu schwach, zerstört man lediglich das Melanin in den Haaren nicht jedoch das Haarfollikel.

ESSEN. Die Intense-Pulsed-Light (IPL)-Technologie zur Selbstenthaarung ist der letzte Schrei auf dem Beauty-Markt. Bei den Home-used-Devices fehle jegliche Kontrolle. Andererseits könne es bei Überdosierung zu Verbrennungen kommen. Zu empfehlen sei zuvor zumindest eine fachärztliche Kontrolle, um zu beurteilen, ob die Behaarung krankheitsbedingt sein könnte. Einer übermäßigen Behaarung können endokrinologische Erkrankungen, zum Beispiel Nebennierenrindenerkrankungen, hormonelle Störungen oder ein polyzystisches ovarielles Syndrom (PCOS) zugrunde liegen. Durch die eigenmächtige Enthaarung falle dieses wichtige Diagnosekriterium weg.

Nach der Anwendung von IPL: Haare fallen nicht aus?

Nach der IPL-Anwendung scheint es zunächst, als ob sich gar nichts tut. Bei IPL wird lediglich die Haarwurzel erhitzt, um das weitere Haarwachstum zu hemmen. Die Haare selbst verbleiben in der Haut. Es kann bis zu 3 Wochen dauern, bis das behandelte Haar tatsächlich auf natürliche Weise ausfällt.

Pflege nach der Laser-Haarentfernung

Jede Art der Haarentfernung ist eine Belastung für die Haut. Daher muss die Haut während und nach der Behandlung gut gepflegt werden. Richtig ausgewählte Pflege und Befolgung der Empfehlungen nach der Sitzung werden die Haut vollständig von unangenehmen Rötungen und Juckreiz befreien.

Nach der Laser-Haarentfernung ist es verboten:

  • das Schwimmbad, die Sauna zu besuchen sowie mit heißem Wasser zu duschen
  • sich direkter Sonneneinstrahlung auszusetzen oder ein Solarium zu besuchen
  • enge oder synthetische Kleidung zu tragen
  • Sport zu treiben und zu schwitzen
  • Kosmetika auf Alkoholbasis zu verwenden
  • die Haut zu schrubben
  • Haare zwischen den Sitzungen der Laser-Haarentfernung mit einer Pinzette oder mit anderen Enthaarungsmethoden zu entfernen.

Es ist notwendig, die Haut nach dem Eingriff zu beruhigen, und man kann Unbehagen mit Hilfe von speziellen Cremes wie „Panthenol“ und „Bepanten“ minimieren. In den ersten Tagen nach der Behandlung muss die Haut ständig und gründlich mit Feuchtigkeit versorgt werden. Dazu sollten Sie Produkte ohne Alkohol, Öle und Retinol wählen.

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