Schöne, lange Haare sind der Traum vieler, aber die richtige Pflege ist entscheidend. Regelmäßige Schnitte, milde Pflegeprodukte und ein achtsamer Umgang mit Haarbürste und Kamm sind die Grundpfeiler gesunder Haare. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre langen Haare optimal pflegen - mit bewährten Tipps, die aktuelle Trends und Erkenntnisse berücksichtigen. Damit Ihre Haare nicht nur glänzen, sondern auch gesund bleiben, gibt es einiges zu beachten.
Von der richtigen Haarwäsche bis zum Einsatz hochwertiger Pflegeprodukte - die Details machen den Unterschied. Mit diesen 13 Tipps bringen Sie Ihre Haarpflege-Routine aufs nächste Level.
Waschen Sie Ihre Haare zwei- bis dreimal pro Woche, um den natürlichen Schutzfilm Ihrer Kopfhaut zu bewahren. Wenn du fettiges Haar hast, ist auch eine tägliche Wäsche mit einem milden Shampoo okay. Gehen Sie zart und einfühlsam mit Ihrem Haar um, da Kopfhaut und Haare sonst spröde werden können.
Bürsten Sie Ihre Haare vor der Haarwäsche, um Rückstände von Stylingprodukten zu entfernen. Das verhindert, dass Ihre Haare beim Waschen zu stark verheddern - und das anschließende Kämmen wird viel leichter.
Dein Shampoo sollte zu den Bedürfnissen deiner Haare passen. Für normales Haar empfehlen wir ein Produkt mit neutralem pH-Wert (5,5), wie das von Sebamed. Bei gefärbtem, trockenem oder strapaziertem Haar wähle spezielle Pflegeprodukte wie das Bain Chroma Respect Shampoo von Kérastase.
Ein walnussgroßer Klecks Shampoo reicht völlig aus. Verteile das Shampoo erst mit etwas lauwarmem Wasser in den Händen und massiere es dann sanft in kreisenden Bewegungen mit den Fingerspitzen in die Kopfhaut ein. Lasse die Spitzen außen vor - sie bekommen beim Ausspülen genug Pflege ab. Spülen Sie Ihr Haar gründlich mit lauwarmem Wasser aus und schließe mit kaltem Wasser ab, um die Schuppenschicht zu glätten. Spülst du das Haar zu wenig aus, können Pflegerückstände dein Haar fettig aussehen lassen und beschweren. Einmal Shampoonieren reicht bei regelmäßiger Haarwäsche übrigens völlig aus, es sei denn, du hast dein Haar mit viel Haarwachs gestylt.
Bei Tön- und Farbunfällen kann ein Haarpeeling Erste Hilfe leisten. Du kannst damit verfärbtes Haar ein wenig entfärben. Nach dem Haarpeeling solltest du deinem Haar in jedem Fall eine Kur gönnen - es ist nun wieder empfänglich für pflegende Wirkstoffe.
Spülungen und Conditioner dringen nicht tief in die Haarstruktur ein, sie machen das Haar dafür weich und gut kämmbar - das ist vor allem bei trockenem und sprödem Haar sinnvoll. 1 Minute Einwirkzeit reicht völlig aus. Die Wirkstoffe legen sich wie ein feiner Schutzfilm ums Haar, verhindern ein Verfilzen, eine statische Aufladung und versiegeln die Feuchtigkeit im Haarinneren. Produkte ohne Silikone, wie das Moisture Hero Duo von Hairlust, spenden Feuchtigkeit, ohne dein Haar zu beschweren.
Gönnen Sie Ihren Haaren mindestens alle zwei Wochen eine tiefenwirksame Kur, vor allem, wenn Sie behandeltes Haar haben. Für strapaziertes Haar ist das Restore Treatment von Kevin Murphy ideal. Haarkuren reparieren die Haarstruktur und lassen dein Haar gesund aussehen.
Sonne, Chlor- und Salzwasser im Sommer sowie trockene Heizungsluft im Winter können dein Haar strapazieren. Schütze es mit UV-filtrierenden Pflegeprodukten oder Hüten und eventuell einer Badekappe. Feuchtigkeitsspendende Haarmasken wie die Dream Length Super Aufbaumaske von L'Oréal Elvital (im Sommer und Winter) oder eine After-Sun-Pflege helfen deinem Haar, sich zu regenerieren. Der Winter belastet das Haar durch Kälte und trockene Heizungsluft. Gönne ihm deshalb öfter eine Pflegekur.
Kopfhaut-Seren wie das Regulatpro Hair Serum von Dr. Niedermaier können eine wertvolle Ergänzung in der Haarpflege sein, insbesondere wenn du mit Trockenheit, Schuppen oder Haarausfall zu kämpfen hast. Sie enthalten oft konzentrierte Inhaltsstoffe wie Vitamine, Pflanzenextrakte und manchmal auch medizinische Wirkstoffe, die speziell darauf abzielen, die Gesundheit der Kopfhaut zu fördern.
Im nassen Zustand ist das Haar sehr empfindlich. Die Schuppenschicht ist durch das Waschen noch aufgequollen und kann leicht verletzt werden. Rubbel dein Haar nicht mit dem Handtuch, sondern tupfe es vorsichtig trocken. Spezielle Handtücher aus Bambusfasern sind besonders schonend für deine Haare.
Lass dein Haar am besten komplett trocknen, bevor du es kämmst, damit es nicht zum Haarbruch kommt. Falls du nicht so lange warten kannst, verwende statt einer Bürste unbedingt einen grobzinkigen Kamm, um nasses Haar zu entwirren, und arbeite dich von den Spitzen nach oben vor.
Die Kopfhaut sollte nach dem Waschen trocken geföhnt werden, um Feuchtigkeitsansammlungen zu vermeiden, die zu Problemen wie Pilz- und Bakterienbesiedlung führen können. Ob du die Haare föhnen möchtest, hängt von deinen Vorlieben ab. Da nasses Haar sehr empfindlich ist, kann es empfehlenswert sein, die Haare schnell zu trocknen und somit robuster zu machen. Vorher solltest du allerdings die Haare zunächst 10 bis 15 Minuten im Handtuch lassen und dann auf niedriger Temperatur und mit 15 cm Abstand föhnen. Ein Hitzeschutzspray bewahrt deine Haare vor Schäden.
Unterziehe deine Bürsten einer Kratzprobe auf dem Handrücken: Kratzt es, hat diese Bürste an deinem Haar nichts verloren! Bürsten mit scharfkantigen Metall- oder Plastikborsten und Kämme mit unpolierten Zinken richten Schaden an: Sie rauen die feine Schuppenschicht des Haares auf und schädigen die Struktur. Verwende daher Bürsten mit abgerundeten Borsten oder Noppen, um Haarbruch zu vermeiden. Eng stehende Borsten sind gut für kurzes und dünnes Haar, weit auseinanderstehende Borsten sind für dickes und langes Haar optimal. Reinige deine Bürsten regelmäßig, um Schmutz und Keime zu entfernen.
Zum Formen sind übrigens Rundbürsten und zum Föhnen Skelettbürsten, wie diese hier, mit weit auseinanderstehenden Borsten ideal. Bürste oder kämme deine Haare aber nicht zu viel: Das kann gestresste Haare zusätzlich strapazieren.
Egal welcher Haartyp, zunächst sollten Sie ein paar Grundregeln für Ihre Pflegeroutine festlegen. Morgens und abends sowie vor jeder Wäsche die Haare gut durchkämmen. Dabei immer bei den Spitzen beginnen und sich Schritt für Schritt zum Ansatz hocharbeiten. Am Ende noch einmal durchs gesamte Haare bürsten. Am besten eine Bürste mit Naturborsten verwenden, die schont Haare und Kopfhaut! Die Haare immer mit lauwarmem Wasser waschen. Eine haselnussgroße Portion Shampoo verwenden und am besten nur ins Deckhaar einmassieren, die Spitzen dabei auslassen. Anschließend gründlich ausspülen. Nach der Haarwäsche ist besondere Vorsicht geboten, denn im nassen Zustand sind die Haare am empfindlichsten. Zunächst die Haare vorsichtig mit dem Handtuch auswringen (nicht rubbeln!). Dann die Haare entwirren - das geht am besten mit den Fingern. Wenn möglich, die Haare an der Luft trocknen lassen oder mit sanfter Hitze föhnen.
Die Wahl der richtigen Produkte ist entscheidend für gesunde Haare.
Eine ausgewogene Ernährung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle:
Im Sommer können unsere Haare durch Sonne oder Salz- und Chlorwasser strohig und glanzlos werden. Um Ihre Haare vor UV-Strahlen zu schützen, tragen Sie einen Sonnenhut oder ein Basecap. So bewahren Sie es vor dem Austrocknen, Farbverlust und Spliss. Waschen Sie Ihre Haare jeden Abend, um Rückstände von Sand, Salz und Chlor zu entfernen. Verwenden Sie ein pflegendes Shampoo und eine Spülung, damit es wieder Geschmeidigkeit und Glanz erhält. UV-Licht und hohe Temperaturen strapazieren das Haar im Sommer. Belasten Sie es deshalb nicht zusätzlich durch hohe Föhnhitze. Lassen Sie die Haare häufiger an der Luft oder unter einem Handtuchturban trocknen.
Welche Haarpflegeprodukte eignen sich bei trockenem oder fettigem, feinem oder lockigem Haar?
Haarausfall sollte ärztlich geklärt werden. In manchen Fällen helfen Medikamente wie Finasterid oder Minoxidil. Bei nachgewiesenem Mangel ist die Einnahme von Eisen oder Zink sinnvoll.
Auch herkömmliches Olivenöl soll dabei helfen, die Haare wieder schön glänzend und geschmeidig zu bekommen. Es sorgt für Glanz, versorgt sie mit Feuchtigkeit, unterstützt das Haarwachstum, beugt Spliss vor und hilft sogar gegen Schuppen. Noch dazu ist Olivenöl günstig und frei von Chemikalien.
Grundsätzlich ist jedes Olivenöl für die Haarpflege geeignet. Ja, auch die herkömmliche Variante aus deinem Küchenschrank. Es lohnt sich aber definitiv, in ein hochwertigeres Öl zu investieren. Schließlich sind die Flaschen meist recht groß und du wirst lange etwas davon haben. Achte beim Kauf darauf, dass es sich um reines Olivenöl handelt und dieses aus einer Kaltpressung stammt. Wurde es erhitzt, können wichtige Inhaltsstoffe verloren gegangen sein und demnach auch nicht in dein Haar aufgenommen werden. Außerdem sollte das Olivenöl keine Chemikalien oder andere Zusatzstoffe enthalten.
| Haartyp | Häufigkeit der Anwendung |
|---|---|
| Dünnes bis normales Haar | Einmal pro Woche als Haarmaske oder nach dem Waschen |
| Dickes, sehr trockenes oder sprödes Haar | Zweimal pro Woche |
| Alle Haartypen (bei Bedarf) | Alle paar Tage 1-2 Tropfen in den Spitzen |
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