Die Wirkung von Pfefferminztee auf die Haare: Anwendung und Nutzen

Viele Menschen wünschen sich gesunde, lange und volle Haare. In der Drogerie gibt es zahlreiche Haarpflegeprodukte, die genau das versprechen. Doch auch natürliche Mittel wie Pfefferminztee können eine wertvolle Ergänzung für Ihre Haarpflege sein.

Die vielseitige Wirkung der Pfefferminze

Die Echte Pfefferminze (Mentha x piperita) ist vor allem bekannt für ihre krampflösende und gallenflussfördernde Wirkung. Sie lindert krampfartige Magen-Darm-Beschwerden. Außerdem wurden antimikrobielle, antivirale und harntreibende (diuretische) Wirkungen für die Heilpflanze beschrieben. Diese Heilkräfte werden hauptsächlich dem ätherischen Öl in den Blättern zugeschrieben. Es enthält als Hauptkomponente Menthol sowie in geringeren Konzentrationen Menthon, Menthylacetat und andere Verbindungen. Flavonoide und Gerbstoffe wie die Rosmarinsäure sind weitere wichtige Inhaltsstoffe der Pfefferminze.

Medizinisch anerkannte Anwendungen

  • Krampfartige Verdauungsbeschwerden und Blähungen
  • Krampfartige Beschwerden im Bereich der Gallenblase und Gallenwege
  • Spannungskopfschmerzen (äußerlich)
  • Symptomatische Behandlung von Erkältungen (innerlich und äußerlich)
  • Rheumatische Beschwerden, Mundschleimhautentzündungen, Juckreiz, Nesselsucht und schmerzhaften Hautreizungen (äußerlich)

Pfefferminztee für die Haare: Was bringt es?

Pfefferminztee kann auch positiv auf die Haare und Kopfhaut wirken. Er wird zur Behandlung von fettigem Haar angeraten. Der Pfefferminztee wirkt entfettend, da er die Talgproduktion in den Haarwurzeln auf natürliche Weise reguliert. Dazu wird abgekühlter Pfefferminztee nach dem Waschen der Haare in die Kopfhaut einmassiert und für einen langanhaltenden Effekt nicht ausgespült.

Die Anwendung von Pfefferminztee für die Haare

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Pfefferminztee in Ihre Haarpflege zu integrieren:

  • Haarspülung: Nach der Haarwäsche eine Tasse abgekühlten Pfefferminztee in die nassen Haare einmassieren und nicht ausspülen.
  • Kopfhautmassage: Pfefferminztee kann helfen, die Kopfhaut zu beruhigen und die Durchblutung zu fördern.

Pfefferminzöl für das Haarwachstum

Pfefferminzöl soll deine Haare besser wachsen lassen und die Kopfhaut beruhigen. Eine Studie hat sich dieser Frage angenommen. Forscher:innen untersuchten vier Wochen lang den Effekt, den Pfefferminzöl auf das Haarwachstum bei Mäusen hat. Die Ergebnisse der Studie deutet daraufhin, dass Pfefferminzöl tatsächlich für ein besseres Haarwachstum sorgt, da Follikelzahl und Follikeltiefe zunahmen. Haarfollikel sind die Strukturen um die Haarwurzel herum und sorgen für die Verankerung der Haare in der Haut.

Zwar lässt sich bisher nicht auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse sagen, ob Pfefferminzöl auch auf menschliche Haare positiv wirkt. Das ätherische Öl kannst du allerdings trotzdem zur Ergänzung deiner Haarpflege verwenden, um zu schauen, welche Wirkung es für dich hat.

Pfefferminzöl als Haarkur

Pfefferminzöl kann vermischt mit Kokosöl als Haarkur dienen. Willst du Haaren und Kopfhaut mit Pfefferminzöl etwas Gutes tun, musst du nicht extra ein Pflegprodukt kaufen, das das ätherische Öl enthält. Denn mit Pfefferminzöl lässt sich ganz einfach und aus nur zwei Zutaten eine Haarkur herstellen. Vermische die beiden Öle miteinander. Trage die Mischung auf deine Kopfhaut auf und lasse sie mindestens eine Stunde, am besten aber über Nacht einwirken.

Weitere Kräuter für die Haarpflege

Neben Pfefferminze gibt es noch viele weitere Kräuter, die in der Haarpflege eingesetzt werden können:

Rosmarin bei Haarausfall, Schuppen, Mundgeruch, Demenz, niedrigem Blutdruck - natürliches Heilmittel

Wichtige Inhaltsstoffe für die Haarpflege:

  • Saponine
  • Gerbstoffe
  • Schleimstoffe
  • Kieselsäure

Kräuter und ihre Wirkung auf die Haare:

Die Mehrzahl der derzeit im Drogeriesegment erhältlichen Haarpflegeprodukte mit Kräutern setzt allerdings weniger auf die reinigende Funktion von Seifenkraut, sondern auf die Effekte von Kräuterextrakten, die den unterschiedlichen Bedürfnissen von Kopfhaut und Haar angepasst sind.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe von Kräutern, die dabei zum Tragen kommen, sind Gerbstoffe und Schleimstoffe.

Gerbstoffe wirken auf das Haar adstringierend, zusammenziehend. Beim Haarewaschen wird die Schuppenschicht eines jeden einzelnen Haares durch die Tenside (= waschaktive Substanzen, die für Schaum und Reinigung sorgen, z.B. Sodium Laureth Sulfate, Sodium Lauryl Sulfate, Sodium Coco Sulfate, Coco Glucoside) aufgeraut. Gerbstoffe legen die Schuppenschicht wieder an und sorgen so dafür, dass das Haar glänzt.

Schleimstoffe hingegen überziehen das Haar mit einem natürlichen, glättenden Schutzfilm - vergleichbar mit Silikonen (z.B. Dimethicone, Cyclodimethicone, Polymethylsiloxan), Quats (Quaternium, Polyquaternium), Glycerin oder Polymeren.

Daneben können andere Inhaltsstoffe von Kräutern die Haarstruktur durch Kieselsäure stärken wie Ackerschachtelhalm (Zinnkraut), das Haarwachstum unterstützen, Haarausfall mindern, Juckreiz stillen, die übermäßige Fettproduktion regulieren und der Entstehung von Schuppen entgegenarbeiten.

Folgende Kräuter sind besonders häufig in Shampoos und Spülungen (Naturkosmetik und konventionelle Kosmetik) enthalten:

Haarproblem Kräuter
Schuppen Beinwell, Ringelblume, Rosmarin, Weidenrinde, Wacholder, Thymian
Glanzlos Kamille, Brennnessel, Zitronenmelisse, Ringelblume, Ackerschachtelhalm
Fettige Haare Huflattich, Rosmarin, Salbei, Minze
Juckreiz Kamille, Schafgarbe, Ringelblume
Empfindliche Kopfhaut Kamille, Ringelblume, Lavendel, Spitzwegerich
Haarausfall Brennnessel, Rosmarin
Haarwachstumsfördernd Brennnessel, Schafgarbe

Weitere Tipps für gesunde Haare

Neben der Verwendung von Pfefferminztee und anderen Kräutern gibt es noch weitere Aspekte, die für die Gesundheit Ihrer Haare eine wichtige Rolle spielen:

  • Ernährung
  • Genetische Veranlagung
  • Hormonhaushalt (z.B. Schwangerschaft, Wechseljahre, Schilddrüse, Testosteron)
  • Jahreszeitlich bedingter Haarausfall im Frühjahr und Herbst

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