Marlene Dietrich: Informationen zu Perücken und ihrem legendären Stil

Marlene Dietrich, geboren als Marie Magdalene Dietrich am 27. Dezember 1901, war eine Ikone des 20. Jahrhunderts, die mit ihrem selbstbewussten Glamour und ihrer umwerfenden Schönheit neue Maßstäbe setzte. Ihre Karriere begann in den 1920er-Jahren als Bühnen- und Filmschauspielerin in Berlin, bevor sie in den 1930ern zum Hollywoodstar avancierte. Ihr einzigartiger Stil, geprägt von der Eleganz einer Femme Fatale und dramatischem Glamour, machte sie zu einer unvergesslichen Figur.

Ein wesentlicher Bestandteil ihres legendären Looks waren ihre Perücken. Sie experimentierte gern mit verschiedenen Stilen und Farben, um ihren Auftritt zu perfektionieren. Es heißt, dass ihre Perücken sogar mit echtem Goldstaub zum Glänzen gebracht wurden, was ihren mystischen Effekt verstärkte.

Einen Koffer in Berlin - Marlene Dietrich

Kylie Minogue hat sich für eine Fotostrecke des Magazins „Sorbet“ in Schauspiel-Ikone Marlene Dietrich verwandelt und ist kaum wiederzuerkennen. Die Zutaten für das perfekte Marlene-Styling: Blonde Perücke, Schulterpolster, jede Menge Schmuck und gaaaaanz viel Make-up. Kylie selbst kommentierte ihre Verwandlung auf Instagram mit: „Oh WOW!!! Marlene ist daaa!! Ich habe mich selbst im Spiegel nicht wiedererkannt!“

Marlene Dietrichs Einfluss auf Mode und Film

Marlene Dietrich setzte im Verlauf ihrer Karriere immer wieder Trends. Sie experimentierte gern mit Herrenkleidung und kreierte damit einen Stil, der auch heute noch in der Modewelt angesagt ist. Ihr selbstbewusster Stil war durch die Eleganz einer Femme Fatale und dramatischen Glamour geprägt.

Ihr Hollywood-Look war das Werk von Mr. Max Factor, der ihre Gesichtszüge besonders dramatisch betonte und die Augen durch mehrere Schichten Lidschatten größer wirken ließ. Zu den Smokey Eyes kamen betonte Wangenknochen und präzise nachgezeichnete Lippen.

"GLAMOUR IST WAS ICH VERKAUFE, SOZUSAGEN MEIN KAPITAL!"

Auch heute noch gilt sie als Vorbild für alle Frauen, die ihren eigenen Stil entwickeln möchten.

Die späten Jahre in Paris

Nach ihrer Film- und Showkarriere zog sich Marlene Dietrich mit 75 Jahren in ihr Appartement in Paris zurück. Dort lebte sie zurückgezogen und wurde von Schlaftabletten und Alkohol abhängig. Nur Maximilian Schell gelang es 1984, sie noch einmal zum Sprechen zu bringen. Für seinen Film "Marlene" erklärte sie sich zu Interviews bereit, jedoch ohne Kamera.

Marlene Dietrich litt in den Pariser Jahren an extremer Schlaflosigkeit. Die Erinnerungen ließen sie nicht zur Ruhe kommen. Dann gab sie oft die Nacht verloren, knipste ihre Nachttischlampe aus Alabaster an, nahm ein Blatt von einem bereitliegenden Stapel Papier und schrieb nieder, was sie gerade bewegte. Manches tippte sie auch auf der Hermes-Schreibmaschine, die der Dramatiker Noël Coward, einer der Männer ihres Lebens, ihr vermacht hatte.

Einblick in Marlene Dietrichs "Nachtgedanken"

Viele von Marlene Dietrichs Nachtgedanken sind getränkt in Selbstmitleid und es sind größtenteils "Nach-Gedanken", Blicke zurück. So als habe sie mit dem Einzug in das Pariser Appartement, aufgehört ein authentisches Leben zu leben. Stattdessen ordnet sie die Erinnerungen an mehr als 40 Menschen, die in ihrem Leben eine Rolle gespielt haben.

Die leidenschaftliche Affäre mit dem bodenständigen französischen Schauspieler Jean Gabin währte zehn Jahre. Sie begann 1938 in Hollywood. Nur einen einzigen Film drehten die so gegensätzlichen Superstars miteinander. Marlene Dietrich soll Gabin in ihrem gemeinsamen Haus in den Hügeln von Brentwood oft mit den Pantoffeln in der Hand sehnsüchtig erwartet haben. Er war die große Liebe ihres Lebens.

Die Männer in ihrem Leben

Die Zahl der Liebhaber, die Marlene zugerechnet werden ist Legion. Manche wurden ihr zugedichtet, wie Ernest Hemingway, mit dem sie nur eine tiefe Freundschaft verband oder Maurice Chevalier, der Anfang der 30er Jahre in Hollywood ebenso fremd war wie die junge deutsche Schauspielerin.

Nicht alle Männer kommen gut weg in Marlene Dietrichs Poesiealbum. Auch hatten längst nicht alle Erfolg bei ihr. Meist schweigt sie gnädig. Aber manchmal setzt sie zur bösen Bemerkung an. Die mit Abstand schlechtesten Noten bekommt jedenfalls Charly Chaplin. Charlie Chaplin - Im richtigen Leben war er überhaupt nicht komisch. Ziemlich langweilig mit all seinen Geschichten über sexuelle Eroberungen.

Die Rückkehr nach Deutschland

Als Marlene Dietrich 1960 noch einmal nach Berlin kam, wurde sie von Willy Brandt empfangen. Aber vor dem Titania-Palast paradierten Demonstranten mit Schildern wie "Marlene go home" oder "Hau ab". Viele unverbesserliche Deutsche wollten ihr immer noch vorwerfen, dass sie in amerikanischer Uniform, Truppenbetreuung betrieben hatte. Als überzeugte Gegnerin des Nazi-Regimes.

Die Rückkehr nach Deutschland für ein paar Shows war für die Dietrich eine widersprüchliche Erfahrung. Die Liebe zu Berlin war geblieben und so singt sie für Maximilian Schnell in dessen Interviewfilm "Marlene" noch einmal alle Berlinlieder hintereinanderweg.

Ohne Josef von Sternberg keine Marlene Dietrich und natürlich auch kein Marlene-Dietrich-Buch. Von Sternberg hatte die junge Schauspielerin 1929 entdeckt und sie in seinem Film "Der blaue Engel" als kapriziöse Lola besetzt. Sieben weitere Filme drehte er mit ihr, schuf bis hin zu Kleidung, Gestik und Sprachmanierismen die Marke "Marlene Dietrich" und verhalf ihr zur märchenhaften Hollywoodkarriere.

Maria Riva: Tochter und Hüterin des Erbes

Am Ende muss die Rede noch auf Maria Riva kommen. Dietrich-Tochter und Herausgeberin dieses Buches. Sie hat ihre Last mit dem Leben als Tochter der berühmten Hollywooddiva schon vor einigen Jahren in einer Autobiografie abgearbeitet. Fühlte sie sich jemals geliebt in dieser Kunstwelt am Pool in Hollywood. Oder war sie das Geschöpf der Kunstfigur Dietrich?

Marlene Dietrichs Apartment in New York

Apartment 12e war die einzige Immobilie, die Marlene Dietrich jemals besitzen sollte. Sie erwarb es 1959 auf dem Höhepunkt ihres späten Comebacks als Cabaret-Star. Doch als sie 1975 von der Bühne stürzte und sich einen Oberschenkelknochen brach, hatte sie New York bereits mehr oder weniger den Rücken gekehrt und sich nach Paris zurückgezogen.

Ins Apartment 12e kehrte sie seit den späten 1970er-Jahren nie wieder zurück, und erstaunlicherweise wurde es kaum angerührt. 1997 versteigerte das Auktionshaus Sotheby’s das Inventar, anrührend bescheidene Schmuckstücke, deren Wert vor allem in den Geschichten bestand, die sie erzählten.

Einst jedoch waren diese eher bescheidenen Räume der Dreh- und Angelpunkt gewesen, um den sich Cocktailpartys und ein Karussell von Liebhabern drehten. In 12e jonglierte sie unter anderem mit Yul Brynner, Harold Arlen, Frank Sinatra, Edith Piaf, Kirk Douglas, Edward Murrow und Michael Wilding.

Marlene Dietrich zog es vor, in Hotels zu wohnen, und so war es untypisch für sie, dass sie - wie sich später herausstellte - noch eine zweite Wohnung erworben hatte, auf der anderen Seite des Flurs, um ihr Gepäck unterzubringen. Maria Riva erinnert sich, dass ihre Mutter von Engagement zu Engagement selten mit weniger als 70 Gepäckstücken reiste.

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Die Bedeutung von David Seidner

Der Mann, der diese Aufnahmen von Apartment 12e kurz vor seiner Auflösung gemacht hat, verdient Erwähnung: David Seidner, der kaum zwei Jahre später jung verstarb, war ein Fotograf von großem bildnerischem Geschick, ein Anhänger klassischer Ideale.

tags: #Marlene #Dietrich #Perücke #Informationen

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