Periorale Dermatitis: Ursachen, Symptome und Behandlung

Die periorale Dermatitis, umgangssprachlich auch als Stewardessen-Krankheit oder Mundrose bezeichnet, ist eine entzündliche Hauterkrankung, die vor allem im Gesicht auftritt. Obwohl sie nicht ansteckend ist, kann sie für Betroffene sehr unangenehm sein.

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Was ist Periorale Dermatitis?

Die periorale Dermatitis ist ein entzündlicher Hautausschlag, der in der Regel im Gesicht auftritt. Rote Stellen und Pickel um den Mund herum sind typisch. Der Ausbruch beginnt meist im Bereich um den Mund und das Kinn und kann sich von dort weiter über das Gesicht ausbreiten. Es kommt zu Rötungen und kleinen Pickelchen. Nur in schweren Fällen breitet sich der Ausschlag weiter auf den Hals aus.

Die Erkrankung wird oft mit Akne oder Rosacea verwechselt. Erst, wenn man genauer hinschaut, erkennt ein Fachmann oder eine Fachfrau die Unterschiede.

Der Begriff "Mundrose" ist ein anderes Wort für die periorale Dermatitis und leitet sich von den rötlichen Hautveränderungen ab, die in der Regel zunächst um den Mund herum auftreten.

Die Krankheit ist ungefährlich und auch nicht ansteckend. Dennoch kann der Ausschlag durchaus unangenehm sein und vor allem aus optischen Gründen als störend empfunden werden. Bei einigen Patient*innen kann die Krankheit so leider auch eine psychische Belastung auslösen.

In den Industrieländern, wie Deutschland, leidet ca. 1% der Bevölkerung an der perioralen Dermatitis. Am häufigsten betroffen sind Frauen im Alter von 20-45 Jahren. Seltener betroffen sind Kinder und Männer.

Typische Symptome der perioralen Dermatitis (Quelle: hautarztzentrum-kiel.de)

Wie erkenne ich Periorale Dermatitis?

Wie bereits erwähnt, tritt der Ausschlag vor allem im Mund- und Kinnbereich auf. Erste Anzeichen für die Krankheit sind kleine rote Pickel, die sich in dieser Zone ausbreiten und sich über einen relativ kurzen Zeitraum bereits stark vermehren.

Während des Krankheitsverlaufs können zusätzlich folgende Symptome auftreten:

  • Starker Juckreiz, bzw. brennendes Gefühl an den betroffenen Hautstellen
  • Teils eitrige, rote Knötchen und Papeln
  • Schuppige Haut
  • Spannungsgefühl auf der Haut

Sollten diese Symptome auf Deinen Ausschlag zutreffen dann solltest Du schnell mit einer Therapie beginnen und Dich gegebenenfalls auch auf den Weg in die Hautarztpraxis deiner Wahl gegeben, um die bestmögliche Therapiemethode für dich herauszufinden. Denn wenn die periorale Dermatitis nicht oder gar falsch behandelt wird, kann es zu Ausbreitungen des Ausschlags um die Wangen, Augenpartie bis auf den Hals kommen.

Woher kommt die Periorale Dermatitis?

Die genaue Ursache der perioralen Dermatitis konnte bisher leider noch nicht festgestellt werden. Man vermutet allerdings ein Zusammenspiel einer Vielzahl verschiedener Faktoren. Als eine der Hauptursachen wird eine Überpflegung der Haut vermutet. Sehr häufiges Verwenden von Pflegeprodukten oder Kosmetika schädigt die Hautbarriere. Die Haut ist somit nicht mehr so gut gegen Krankheitserreger geschützt, wodurch sich der Ausschlag ausbreiten kann. In diesem Fall gilt also die Regel "Weniger ist mehr!".

Weitere mögliche Auslöser, die einen Ausbruch der Krankheit begünstigen, können sein:

  • Viel Kontakt der Haut mit Sonne und UV-Strahlung
  • Hormonelle Verhütungsmittel, wie die Pille
  • Pilze auf der Haut oder bakterielle Infektionen

Weiter vermutet man, dass die entzündlichen Knötchen im Zusammenhang mit psychischen Belastungen, wie Stress oder Trauer, stehen können. Viele Hautkrankheiten können maßgeblich durch die Psyche beeinflusst werden.

Mögliche Ursachen der perioralen Dermatitis (Quelle: rosenfluh.ch)

Was hilft schnell gegen Periorale Dermatitis?

"Weniger ist mehr!" Das hört man häufig, doch hier ist es tatsächlich auch der erste Schritt zur Behandlung des Ausschlags im Gesicht, die sogenannte Nulltherapie. Das heißt auf jegliche Pflege- und Kosmetikprodukte zu verzichten. Die Nulltherapie sollte im Normalfall ca. 12 Wochen durchgeführt werden. Begleitend kann ein mildes Produkt verwendet werden, das die Dermatolog*innen verschreiben können. Zwar zeigt sich in den meisten Fällen schon nach wenigen Wochen eine Besserung, allerdings sollte die Behandlung dennoch nicht frühzeitig abgebrochen werden, da es sonst zu einem erneuten Ausbruch kommen kann.

Es ist besonders wichtig, dass ihr auf Produkte, wie kortisonhaltige Cremes, Parfüms, seifenhaltige Waschmittel und fluoridhaltige Zahnpasta verzichtet, da diese einen erneuten Schub der Krankheit auslösen können. Die Haut sollte während der Nulltherapie lediglich mit lauwarmem Wasser gereinigt werden.

Ist die Nulltherapie nicht ausreichend, können Fachärzt*innen für Dermatologie zusätzlich Medikamente verschreiben. Hier gibt es verschiedene Produkte, aber auch Antibiotika, die eingesetzt werden können. Welches Medikament für Deine individuelle Behandlung das richtige ist, gilt es dann gezielt abzuklären.

Behandlungsmethoden im Überblick

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Behandlungsmethoden zusammen:

Behandlungsmethode Beschreibung Hinweise
Nulltherapie Verzicht auf alle Pflege- und Kosmetikprodukte Dauer: ca. 12 Wochen, nur Reinigung mit lauwarmem Wasser
Medikamentöse Therapie Verschreibungspflichtige Cremes und Antibiotika Abklärung mit einem Dermatologen notwendig
Hausmittel Umschläge mit schwarzem Tee Wirken beruhigend und austrocknend

Weitere hilfreiche Tipps

  • Vermeide Überpflegung: Weniger ist mehr! Reduziere die Anzahl der verwendeten Produkte und achte auf Inhaltsstoffe.
  • Sanfte Reinigung: Verwende milde, seifenfreie Waschlotionen mit saurem pH-Wert.
  • Sonnenschutz: Schütze deine Haut vor UV-Strahlung mit einer Tagescreme mit Lichtschutzfaktor.
  • Stress reduzieren: Versuche, Stressmomente im Alltag zu vermeiden, z.B. durch Entspannungsübungen.
  • Ernährung: Achte auf eine ausgewogene Ernährung und vermeide scharfe Speisen und Alkohol.

Die periorale Dermatitis ist eine hartnäckige, aber therapierbare Hauterkrankung. Mit der richtigen Behandlung und Pflege können die Symptome gelindert und ein erneuter Ausbruch verhindert werden. Bei anhaltenden Beschwerden ist es ratsam, einen Hautarzt aufzusuchen, um eine individuelle Behandlungsstrategie zu entwickeln.

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