Der große Haarbürsten-Test: Welche Bürste ist die Richtige für Sie?

100 Bürstenstriche am Tag sollen schönes, gesundes Haar zaubern. Dieser Beauty-Tipp soll von Kaiserin Sissi stammen, die als eine der schönsten Herrscherinnen Europas gilt. Doch mit welcher Haarbürste kämmte sich die Adelige wohl einst?

Sicher ist, dass es damals nicht so eine große Auswahl an Haarbürsten gab wie heute. Deshalb haben wir 29 Haarbürsten getestet, um die beste zu finden. Die meisten Haarbürsten sind gut, viele sehr gut. Allerdings gilt es zu unterscheiden, für welchen Haartyp und für welchen Zweck eine Haarbürste überhaupt gebraucht wird.

Haar ist nicht gleich Haar und Bürste ist nicht gleich Bürste. Deshalb sollten Sie beim Kauf einer Bürste zunächst auf die Struktur Ihrer Haare schauen.

Welche Bürste für welchen Haartypen?

Die Qual der Wahl: Welche Haarbürste passt zu meinem Haartyp?

Bei der Wahl der richtigen Haarbürste spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Hier ein Überblick, welche Bürste für welchen Haartyp geeignet ist:

  • Feine Haare: Sanfte Borsten, die weich und flexibel sind und möglichst weit auseinanderliegen. Haarbürsten mit natürlichen Borsten, wie Wildschweinborsten, sind ideal.
  • Dünnes Haar: Haarbürsten mit dicht aneinander stehenden Borsten oder Kämme sind geeignet.
  • Dicke Haare: Stabile Kunststoffborsten, die sich nicht biegen.
  • Trockene Haare: Naturborsten schenken Glanz und verteilen das Sebum in den Längen des Haares.
  • Normales Haar: Flexible oder feste Borsten, je nachdem, was Ihnen und Ihren Haaren besser liegt. Eine Haarbürste, die die Kopfhaut massiert, ist empfehlenswert.
  • Lockige Haare: Skelettbürste mit starren Borsten oder ein Kamm. Locken sollten stets nur im nassen Zustand gekämmt werden.

Die wohl gängigsten Borsten-Varianten bei Haarbürsten sind Kunststoff und Wildschweinborsten. Generell lässt sich sagen, dass Kunststoffborsten effektiver entwirren und die Kopfhaut angenehm massieren, während Naturborsten die Haare durch die Verteilung von Talg und Co. besser ins Gleichgewicht bringen.

Die Testsieger im Überblick

Hier sind einige der getesteten Haarbürsten, die besonders gut abgeschnitten haben:

Ninabella Bio Haarbürste

Die Spiral Bio Haarbürste von Ninabella überzeugt mit ihrem beweglichen Bürstenkopf ebenso wie mit ihren Detangling-Künsten. Eine super Haarbürste, die außerdem für jeden Haartyp und jeden Einsatzbereich geeignet ist. Der Bürstenkopf ist beweglich und spiralförmig angelegt. Insbesondere auf der Kopfhaut erzeugt die ergonomische Form ein herrlich wunderbares Gefühl. Aber auch beim Entwirren enttäuscht die Allzweckbürste nicht. Schnell, einwandfrei und ohne Ziepen werden Kletten und Co. aufgelöst. Dabei ist besonders schön, dass sich die schmalen, recht langen und doch weit auseinanderliegenden Borsten für alle Haartypen und alle Einsatzsituationen eignen, wie etwa zum Entwirren, Stylen und beim Föhnen. Die Bürste aus Bio-Kunststoff (29 % aus Stroh) ist superleicht, robust und unempfindlich, wodurch sich die Haarbürste simpel reinigen lässt. Der Bürstenstiel ist flach und mit einem Blumenmuster verziert - wodurch die Haarbürste nicht rutscht und gut in der Hand liegt. Die Ninabella Bio Haarbürste wird als die angenehmste Haarbürste der Welt angepriesen - und wir können diesem Urteil einfach nur zustimmen.

Die Bürste bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und sorgt für knotenfreies, glänzendes Haar. Auch in unserem Test haben wir bewertet, wie gut und unkompliziert sich eine Haarbürste reinigen lässt. Unser Testsieger, die Ninabella Bio Haarbürste, konnte in diesem Punkt sehr gut abschneiden.

Ebelin Pflege und Glanz Haarbürste

Die Ebelin Pflege und Glanz Haarbürste überzeugt mit flexiblen Kunststoff- und Wildschweinborsten sowie einem angenehm massierenden Effekt auf der Kopfhaut. Im trockenen Haar gleitet sie mühelos und sorgt für ein glattes, glänzendes Finish. Im nassen Haar braucht es dagegen etwas mehr Geduld.

Der Bürstenkopf bringt spürbares Gewicht nach vorn, was sie beim Bürsten leicht kippen lässt - nicht dramatisch, aber auffallend. Der Griff ist schmal und liegt dennoch angenehm in der Hand. Zwischen den Wildschweinborsten sitzen sehr flexible Kunststoffborsten, die beim Durchziehen gut nachgeben. Hier ziept demnach gar nichts und dennoch wird zuverlässig entwirrt. Selbst kleine Verwirrungen werden zuverlässig erfasst, ohne dass man mehrfach ansetzen muss. Im nassen Haar braucht es ein paar Durchläufe mehr, bis alles vollständig entwirrt ist, aber auch hier bleibt das Gefühl angenehm - kein Reißen, kein Ziehen. Positiv fällt das Kopfhautgefühl auf. Die Bürste arbeitet intensiv, kratzt aber nicht an der Haut. Einzelne Haare lassen sich problemlos aus der Bürste ziehen.

Tangle Teezer Original

Die kleine Tangle Teezer hat es echt drauf: Die unterschiedlich hohen Borsten entwirren Haare problem- und schmerzlos. Die Tangle Teezer Original ist angeblich die weltweit meistverkaufte Haarbürste. Die Borsten der Tangle Teezer Original sind leicht flexibel und unterschiedlich lang - so kommen sie problem- und tatsächlich auch schmerzlos durch nasse und trockene Haare verschiedener Haartypen. Auch in unserem Versuch funktionierte das Entwirren sehr gut, schnell und ohne ein Ziepen. Uns persönlich kratzten die Borsten an der Kopfhaut ein wenig zu stark, aber das ist Sache der eigenen Empfindung. Die Haarbürste ist sehr leicht. Die Form dagegen ist recht gewöhnungsbedürftig. Es gibt keinen Griff, nur einen Bürstenkopf. Optisch bietet die Tangle Teezer Original eine große Vielfalt.

Geht einfach immer und für jeden: Der Tangle Teezer Original überzeugt mit einem guten Entwirrungsergebnis und seinem breiten Einsatzfeld. Unserer Meinung nach ist dieses kleine Modell zurecht so beliebt.

Beurer HT 10

Die Beurer HT 10 bringt Technik ins Spiel: Via Knopfdruck kann eine Ionenfunktion hinzugeschaltet werden. Schöne, glänzende Haare wünschen wir uns doch alle. Doch oft ist die Mähne schlicht stumpf. Die HT 10 von Beurer soll das ändern. Dazu müssen Sie einfach auf einen Knopf drücken und die Ionen freilassen. Tatsächlich erzielt die Beurer StylePro sehr gute Ergebnisse in unserem Kämm-Test. Sie entwirrt schnell, gut und ohne zu ziepen. Von der Optik erinnert die Ionen-Bürste irgendwie an die Original Tangle Teezer: Sie hat keinen Griff, eine leicht ovale Form und unterschiedlich lange Kunststoffborsten. Allerdings ist sie deutlich schwerer, besonders mit den zwei für die Ionen-Funktion nötigen Batterien.

Olivia Garden Ceramic + Ion

Aus Keramik und mit Ionen-Funktion: Diese Rundbürste bringt ein innovatives Design mit sich. Allen, die mit einer Rundbürste umgehen können, empfehlen wir die Ceramic + Ion von Olivia Garden. Zunächst ist da der Keramikkörper der Stylingbürste: Das Material ist sehr leicht und sorgt außerdem dafür, dass sich die Wärme stabil und schnell über den gesamten Bürstenkörper verteilt. Und dann sind da die Borsten aus ionisiertem Nylon. Sie verhindern fliegende Haare und sorgen für eine glänzende Mähne. Die Borsten sind extrem dünn und die Bürste hat echt viele. Damit gelingt das Entwirren sehr gut und ohne Ziepen. Die Rundbürste liegt gut in der Hand und ist schön ausbalanciert. Geeignet ist die Bürste für alle Haartypen, wobei Sie aus verschiedenen Größen für Ihre Frisur auswählen können.

Die richtige Anwendung: So pflegen Sie Ihr Haar optimal

In allererster Linie soll eine Haarbürste natürlich die Haare entwirren und von allen Kletten befreien. Tatsächlich kann eine Haarbürste aber noch mehr. Zum einen massiert sie die Kopfhaut, zum anderen wird die Durchblutung angeregt und die Haarstruktur mit wertvollen Nährstoffen versorgt. Aber auch als Frizz-Gegner oder als Styling-Tool kann die Haarbürste zum Einsatz kommen. Für Letzteres eignet sich besonders gut eine Rundbürste, mit der Sie sich direkt beim Föhnen eine Frisur stylen können. Durch das Durchkämmen wird außerdem der Talg von der Kopfhaut in die Länge der Haare verteilt. Verfügt die Haarbürste über Naturborsten wie Wildschweinborsten, erfüllt sie noch einen weiteren Zweck: Sie befreit die Haare von Schmutz und Styling-Rückständen.

Auch wenn Kaiserin Sissi davon überzeugt war, sind 100 Bürstenstriche nicht unbedingt immer das Beste. Besonders lockige Haare profitieren von einer Behandlung in Maßen. Generell empfiehlt es sich, seine Haare morgens und abends durchzubürsten. Jedoch: Vermeiden Sie es, wenn möglich, Ihre Haare direkt nach dem Waschen zu kämmen. Shampoo, die Hitze des Wassers und Co. öffnen die Schuppenschicht der Haare, wodurch diese besonders empfindlich werden.

In der Ruhe liegt die Kraft gesunder Haare! Wenn Sie zu hektisch oder grob durch Ihre Haare gehen, reißen Sie erstens welche aus und zweitens könnten die Haare von der ruppigen Behandlung abbrechen. Und ebenso wichtig: Vermeiden Sie es, immer direkt vom Ansatz bis in die Spitzen zu kämmen. Besser ist es, in den Spitzen zu beginnen. Die Haare oben am Ansatz mit einer Hand stabilisieren und dann langsam von unten nach oben vorarbeiten.

Vielleicht kennen Sie den Trick, die Haare über Kopf zu bürsten? Tatsächlich ist das eine gute Variante, um einerseits den Haaren - wenigstens für einen kurzen Moment - mehr Volumen zu schenken. Aber auch die Durchblutung der Kopfhaut wird so andererseits intensiver angeregt, ebenso die Lymphen.

Reinigung und Pflege der Haarbürste

Wie bereits erwähnt, nimmt eine Haarbürste einiges an Schmutz aus Ihren Haaren mit. Ob das Reste von Haarspray, Haargel und Co. sind oder einfach die körpereigenen Fette oder auch Schuppen - schnell sieht eine Haarbürste schmutzig aus. Deshalb ist eine regelmäßige Reinigung wichtig.

Legen Sie Ihre Haarbürste oder den Kamm einfach mit ein wenig Shampoo in ein warmes Wasserbad. Wer es noch gründlicher haben möchte, fährt mit den Fingern und einer Portion Shampoo zwischen den Borsten entlang. Weichen Sie die Beauty-Tools für ca. zwei Stunden ein (Borsten zeigen dabei nach unten) und spülen Sie sie anschließend gründlich ab.

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