Rote Haare sind ein echter Hingucker und fallen auf. Sie sind selten und machen nur etwa ein bis zwei Prozent der Weltbevölkerung aus. Besonders häufig kommen sie in Nordeuropa vor, etwa in Schottland und Irland, wo bis zu zehn Prozent der Menschen naturrote Haare haben. In Deutschland liegt der Anteil bei rund ein bis zwei Prozent, also etwa 650.000 Menschen.
Rote Haare sind ein echter Hingucker und fallen auf.
Die Ursache für rote Haare liegt im sogenannten "Ginger-Gen", genauer gesagt im MC1R-Gen. Es handelt sich dabei um eine Veränderung dieses Gens, welches bei den meisten Rothaarigen funktionslos ist. Dieses Gen beeinflusst die Produktion von Melanin, also der Pigmente, die für Haut-, Haar- und Augenfarbe verantwortlich sind.
Bei Menschen mit rotem Haar funktioniert dieses Gen etwas anders: Statt dunklem Eumelanin bildet der Körper mehr Phäomelanin - ein Pigment, das für die charakteristische rot-goldene Haarfarbe sorgt. Verantwortlich für die Haarfärbung ist das Pigment Melanin. Es wird von speziellen Hautzellen, den Melanozyten, produziert und in die Haare eingelagert. Von dem Farbstoff gibt es zwei Varianten: das dunkle Eumelanin und das helle Phäomelanin.
Je nachdem, in welchem Mengenverhältnis die beiden Pigmente gebildet werden, nehmen die Haare unterschiedliche Farbtöne zwischen hellblond und schwarz an. Das führt dazu, dass das Pigment Eumelanin nicht gebildet werden kann und somit das Pigment Phäomelanin überwiegt. Bei "normalen" Menschen sind die beiden Pigmente nämlich im Gleichgewicht, was bedeutet, dass die roten Haare eigentlich bloß ein Gendefekt sind.
Die rote Haarfarbe vererbt sich rezessiv - das heißt, beide Elternteile müssen Träger:innen des Gens sein, damit ein Kind mit roten Haaren geboren wird. Deshalb kann es durchaus vorkommen, dass in einer Familie ohne sichtbare Rothaarige plötzlich ein Kind mit leuchtend roten Locken zur Welt kommt.
Es gibt zwar viele Leute, die ein "Ginger-Gen" in sich tragen, jedoch hat der jeweilige Partner nur selten auch die Gen-Mutation. Kinder mit roten Haaren werden seltener geboren, da die für die roten Haare verantwortliche Gen-Mutation (MC1R) rezessiv vererbbar ist.
Tatsächlich sind rothaarige Menschen selten. Sie machen nur ein bis zwei Prozent der Weltbevölkerung aus. Der größte Anteil (13%) lebt nämlich in Schottland. Erst danach folgen Irland und anschließend Wales. In Deutschland leben dagegen nur etwas zwei Prozent.
Rothaarige haben oft eine besondere Kombination aus heller Haut, Sommersprossen und lebendiger Haarfarbe.
Rotschöpfe haben weniger Haare als Blonde und Brünette.
Ob naturrot oder coloriert - rote Haare brauchen gezielte Pflege, um gesund, glänzend und farbintensiv zu bleiben. Denn gerade rote Pigmente neigen dazu, schneller zu verblassen als andere.
Unsere wichtigsten Pflege-Tipps:
Wer sich für rote Haare entscheidet, hat die Qual der Wahl - von zartem Rotblond bis hin zu intensivem Bordeaux. Wichtig ist: Der Farbton sollte zum Hautunterton und zur Augenfarbe passen.
Rote Haare zu färben - ob von Rot auf Braun oder von Rot zu Blond -, erfordert etwas Know-how:
| Haarfarbe | Anteil an der Weltbevölkerung | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Rote Haare | 1-2% | Häufig in Schottland und Irland |
| Blonde Haare | Ca. 2% | Häufig in Nordeuropa |
| Braune Haare | Am häufigsten | Weltweit verbreitet |
| Schwarze Haare | Ebenfalls sehr häufig | Vor allem in Asien und Afrika |
tags: #orangene #haare #natürlich #vorkommen
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.