Haartransplantation: Ein Thema für Männer (und Günther Jauch?)

Das Thema Haartransplantation ist längst kein Tabu mehr. Auch in der Unterhaltungsbranche wird offen darüber gesprochen, wie ein Auftritt in der Sendung "Wer wird Millionär?" zeigte. Dort stellte Günther Jauch fest: "Die einzige Naturschönheit, die hier sitzt, bin in aller Bescheidenheit ich". Dieser Kommentar fiel im Zusammenhang mit zwei Kandidaten, die sich beide einer Haartransplantation unterzogen hatten.

Jan Cassola aus Essen freute sich über 125.000 Euro und hatte 4500 Euro in Düsseldorf bezahlt, um seinen Haaransatz auffüllen zu lassen. Lars Hermes zahlte 2000 Euro weniger, weil er sich in Istanbul unters Messer gelegt hatte. Jauch wusste zu berichten: "Das kostet halb so viel, aber ich kenne grässliche Geschichten von Entstellungen". Hermes entgegnete: "Es ist Zocken" und konnte dieses Selbstbewusstsein später tatsächlich rechtfertigen.

Verschiedene Methoden der Haartransplantation

FUE oder FUT: Die Qual der Wahl

Immer wieder stellt sich die Frage, welche Methode die richtige ist: FUE (Follicular Unit Extraction) oder FUT (Follicular Unit Transplantation). Viele Männer entscheiden sich für eine FUE-Haartransplantation, um sich im schlimmsten Fall die Option offen zu halten, eine Glatze zu rasieren.

In Online-Foren wird intensiv darüber diskutiert, ob nach einer FUE-Haartransplantation eine Millimeter-Frisur noch möglich ist. Die Meinungen gehen auseinander. Einige User berichten, dass die winzigen Narben im Spenderbereich kaum zu erkennen sind, es sei denn, der Arzt hat nicht sorgfältig gearbeitet.

Andere User weisen darauf hin, dass durch die Entnahme von Haaren Unregelmäßigkeiten oder "Löcher" in der Frisur entstehen können, wenn die Haare sehr kurz geschnitten werden.

Einige Diskussionspunkte aus den Foren:

  • Sichtbarkeit der Narben: Bei einer kompletten Glatze könnten die Narben kritisch werden. Es kommt auf die entnommene Menge, das Alter und die persönliche Wundheilung an.
  • Dichte des Spenderbereichs: Wenn nur jedes 10. Haar entnommen wurde, wirken 3mm anders als bei einem "abgegrasten" Donor.
  • Haartätowierungen: Als Alternative oder Ergänzung gibt es Haartätowierungen.

Einige User betonen, dass sie selbst nach einer FUE-Haartransplantation mit einer 3mm-Frisur keine Probleme haben. Andere sind skeptischer und warnen vor zu hohen Erwartungen.

Ein User berichtet von drei Eingriffen mit insgesamt ca. 2350 Grafts. Was die Narben bei sehr kurzen Haaren sehr betont, ist, dass an jenen Punkten eben eine Follikulare Einheit fehlt. Da sind halt Löcher im Haarkleid. Das sticht zumindest bei mir bei 1-4 mm eben ins Auge.

Es gibt auch die Erfahrung, dass sich die Pigmentierung der Narben mit der Zeit an die Umgebungshaut angleichen kann.

FUE (links) hinterlässt punktförmige Narben, FUT (rechts) eine lineare Narbe

Die Rolle der Ärzte

Ein wichtiger Punkt ist, dass der Punkt "kann ich nach einer HT noch eine Glatze im Notfall tragen" von keinem Arzt angesprochen wird. Das ist schon auch sehr schade!

Es wird empfohlen, Ärzte, die auch Reparaturfälle annehmen, nach Bildern von Patienten zu fragen, die bereits eine FUE hatten und bei denen der Spenderbereich wieder rasiert wurde.

Barthaartransplantation als Alternative?

Auch die Entnahme von Barthaaren für eine Haartransplantation wird diskutiert. Hier stellt sich die Frage, ob durch die Narbenbildung eine Vollrasur nicht mehr möglich ist und die Narben mit einem Dreitagebart kaschiert werden müssen.

Ein plastischer Chirurg erklärte, dass bei der Barthaarentnahme nur max. 0,6 mm Entnahmewerkzeug verwendet wird und die Gesichtshaut generell weniger zu Narbenbildung neigt als Haut an anderen Stellen des Körpers.

Oliver Welke und die Haare

Auch Prominente wie Oliver Welke sind vom Thema Haarausfall betroffen. In einem Interview wurde er auf die Haartransplantation von Jürgen Klopp angesprochen. Welke konterte jedoch humorvoll: "Man stelle sich vor: Sich die Haare vom Hinterkopf nach vorne transplantieren zu lassen und dann ein halbes Jahr mit Mütze rumrennen, wie’s der Klopp getan hat. Wie sieht denn das aus?"

Auf die Frage, ob er selbst über eine Haartransplantation nachgedacht habe, antwortete Welke: "Ich habe mich schon vor Jahren aufgegeben, und das in vielerlei Hinsicht."

Ein anderer User schrieb: "Naja, das wäre mir dann zu sehr Oliver-Welke-Style . Ich habe mir über das Design der Haarlinie lange Gedanken gemacht, ich bin eigtl. ganz zufrieden so; sicher, etwas weiter nach unten wäre schön, aber geht halt wg. der begrenzten Graftszahl nicht; weiter nach oben kann ich aber gar nicht nachvollziehen, weil wie daniel91 schon anmerkte, mein Haaransatz eh schon relativ hoch ist - Kritik kam eher immer deswegen!?"

Fazit

Das Thema Haartransplantation ist komplex und individuell. Es gibt keine allgemeingültige Lösung. Wichtig ist, sich umfassend zu informieren, verschiedene Meinungen einzuholen und einen erfahrenen Arzt zu konsultieren.

tags: #oliver #welke #haartransplantation

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