Viele Mütter stellen sich die Frage, ob das Haarefärben während der Stillzeit sicher ist. Hier finden Sie umfassende Informationen und Tipps, um eine informierte Entscheidung zu treffen.
Grundsätzlich gilt das Färben der Haare in der Stillzeit nach derzeitigem Wissensstand als unbedenklich. Die Hersteller von Färbeprodukten versichern, dass sie keine gesundheitsschädlichen Stoffe verwenden. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gibt Rückendeckung: "Hinweise auf gesundheitliche Risiken durch Haarfärbemittel, die während der Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden, liegen derzeit nicht vor."
Studien haben verschiedene chemische Substanzen wie Lösungsmittel oder Alkohole untersucht, die beim Haarefärben zum Einsatz kommen. Selbst bei Friseurinnen konnten Forscher keine Zunahme von Problemen in der Schwangerschaft nachweisen. Es wurden bisher keine nachteiligen Wirkungen oder gar Schädigungen des Kindes über die Muttermilch festgestellt, sodass gilt, dass Haarefärben und Dauerwellen legen in der Stillzeit möglich ist.
Um das Risiko zu minimieren, sollten Sie folgende Vorsichtsmaßnahmen beachten:
Falls Sie dennoch Bedenken haben oder so wenig Risiko wie möglich eingehen möchten, gibt es gute Alternativen, um die Haare ohne jegliche Chemie zu färben.
Viele stillende Mütter greifen zu Naturhaarfarben in der Annahme, dass diese grundsätzlich sanfter und unbedenklich sind. Häufig genannte Inhaltsstoffe sind hier Henna, Indigo oder pflanzliche Extrakte aus Rhabarberwurzel, Kamille oder Walnussschalen. Rein pflanzliche Haarfarben aus Henna oder Indigo gelten auch in der Schwangerschaft als sicher. Pflanzenhaarfarben haben ein geringeres Allergiepotenzial als chemische Oxidationshaarfarben.
Tönungen sind viel schonender für das Haar und die Kopfhaut, allerdings halten sie nicht so lange, weil sie sich schnell wieder herauswaschen lassen. Wegen des Mangels an den strittigen Chemikalien eignet sich die Tönung auch für Frauen, die stillen.
Da nur bei einer Komplettfärbung Chemikalien durch die Kopfhaut in den Blutkreislauf geraten können, sind Strähnchen eine gute Alternative. Hier wird vor allem das Deckhaar mit Strähnchen versehen, die Kopfhaut kommt mit der Farbe in der Regel nicht in Berührung.
Auch Färbeshampoos mit natürlichen Farbstoffen aus Walnuss, Kastanie oder Kamille frischen die Haarfarbe schonend auf und sind gesundheitlich unbedenklich.
Während der Stillzeit verändert sich Ihr Hormonhaushalt stark. Das führt bei einigen Frauen dazu, dass Sie unerwartet Unverträglichkeiten entwickeln oder allergische Reaktionen bei ihnen auftreten - selbst bei Produkten, die Sie zuvor gut vertragen haben.
Es gibt verschiedene Arten von Haarfärbemitteln:
Viele Haarfarben gibt es auch ohne Ammoniak, das - unabhängig von einer Schwangerschaft - die Atemwege reizen kann.
Rein pflanzliche Haarfarben aus Henna oder Indigo gelten auch in der Schwangerschaft als sicher. Eine Zeit lang stand das in Henna enthaltene Pigment Lawson zwar unter Verdacht, das Erbgut zu schädigen. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kam nach Auswertung der Studien aber zu dem Ergebnis, dass „nach heutigem Wissen kein erbgutschädigendes Risiko“ besteht.
Pflanzenhaarfarben haben ein geringeres Allergiepotenzial als chemische Oxidationshaarfarben. Eine allergische Reaktion kann trotzdem nicht ausgeschlossen werden.
Haarfarben müssen strengen Vorgaben entsprechen, um in Deutschland, Österreich und der Schweiz zugelassen zu werden. Sowohl chemische als auch pflanzliche Haarfarben von Herstellern außerhalb Europas und der Schweiz können dann gesundheitsschädliche Stoffe enthalten.
Checkliste: Tipps zum Färben und Blondieren in der Stillzeit
Ein Besuch im Friseursalon ist zu empfehlen, da die Profis Methoden anwenden, wodurch die Kopfhaut kaum mit Farbe in Berührung kommt. Wenn Sie sich in der Stillzeit die Haare färben möchten, lassen Sie sich am besten von einer Friseurin oder einem Friseur beraten.
Es gibt Unterschiede in den verschiedenen Haarfärbemitteln. Die Mittel sind verschieden zusammengesetzt und enthalten nicht alle die gleichen Stoffe. So gibt es auch hier Präparate, die belastender sind und welche, die weniger belastend sind.
Letztendlich muss sich jede Still-Mama selbst entscheiden, ob sie sich die Haare färbt oder nicht. Eine hundertprozentige Absicherung gibt es nicht. Die zuständigen Behörden geben jedenfalls das Go, wenn man sich an die nötigen Vorsichtsmaßnahmen hält.
Haare färben in der Schwangerschaft? Nägel lackieren? Sonnencreme? l mit Frauenarzt Dr. Wagner
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