Böden sind immer in Bewegung - bei Regen und vor allem Starkregen können sie absacken, bei Frost und Kälte heben sie sich.
Das Fundament gibt dem Bauwerk nicht nur Stabilität, sondern sorgt außerdem dafür, dass sich Türen und Fenster nicht verziehen und sich keine Risse in den Wänden bilden.
Ein Fundament ist mehr als nur eine Basis; es schützt Ihren Schuppen vor den Elementen und sorgt für eine lange Lebensdauer.
Es verhindert, dass sich Türen und Fenster verziehen oder Risse in den Wänden entstehen.
Um dem Gartenhaus bestmögliche Standfestigkeit zu geben, stellst du das Gartenhaus möglichst nicht nur auf das Fundament.
Befestige stattdessen die Grund- oder Trägerbalken des Gartenhauses direkt am Fundament.
Dafür verwendest du Winkelhaken.
Durch die Befestigung hält das Gartenhaus auch Winterstürmen und Unwettern besser stand.
Ist der Boden tragfähig, dann kann auch ein Streifenfundament für kleinere Gartenhäuser ausreichend sein.
Tipp: Wähle im Zweifelsfall die stärkere Fundamentart aus.
Eine Übersicht der unterschiedlichen Fundamentarten sowie ihre Einsatzzwecke findest du in unserem verlinkten Ratgeber.
Für kleine Geräteschuppen oder wetterfeste Schränke genügt meist eine dicke Kiesschicht.
Sie brauchen kein gegossenes Fundament.
Dafür hebst du den Boden etwa 10 cm tief aus und verdichtest die Grube mit einer Rüttelplatte oder einem Handstampfer.
Schütte dann mit Kies auf.
Kleine Gerätehäuser gibt es meist in Ständerbauweise.
Sie haben eine Grundfläche von maximal 1 m².
Diese stellst du auf Einschlaghülsen aus Metall.
Verwendest du zum Einschlagen einen Vorschlaghammer, steckst du zuvor ein Stück Holz in die Hülsen.
Ansonsten verbiegen sich die Hülsen beim Einschlagen.
Der Vorteil beim Plattenfundament besteht darin, dass die Gehwegplatten auf verdichtetem Schotter aufliegen und kein Gießen von Beton nötig ist.
Die Gehwegplatten halten einem Gewicht von etwa 90 kg/ m² stand und eignen sich deshalb nicht für große Punktbelastungen.
Ein Fundament aus Gehwegplatten benötigt einen tragfähigen und ebenen Untergrund.
Die Platten verlegst du in einem etwa 5 cm tiefen Splittbett.
Zuvor schachtest du die Fläche 20 cm tief aus.
Fülle diese mit Kies und verdichte ihn.
Anschließend verteilst du feinen Splitt oder Sand.
Ziehe diesen mit einem Abziehbrett glatt.
Zum Abschluss legst du die Platten auf.
Schlämme dann die Fugen mit Sand ein.
Für kleine und mittlere Gartenhäuser und Geräteschuppen bietet sich das Punktfundament an.
Im Vergleich zu anderen gegossenen Fundamenten ist es in kürzerer Zeit gebaut.
Beginne für das Punktfundament mit dem Einebnen des Bodens.
Danach markierst du die Fundamentpunkte.
Mithilfe von Schnurnägeln und einer Maurerschnur richtest du alle Punkte exakt und auf gleicher Höhe aus.
Hast du einen lockeren Boden im Garten, brauchst du eine Verschalung.
Verwende dafür dicke KG-Rohre.
Diese füllst du mit Beton.
Ist der Beton ausgehärtet, befestigst du die Gartenhausbalken mit Betonankern oder Winkelhaken.
Fülle bei Häusern aus Holz den Raum zwischen den Fundamentpunkten mit Schotter.
Somit staut sich kein Wasser.
Baust du ein großes Gartenhaus, ist ein Streifenfundament empfehlenswert.
Bei dieser Variante verteilt sich das Gewicht des Hauses auf einen rund 30 cm breiten Betonstreifen.
Dieser verläuft unter den tragenden Wänden.
Für schwerere Häuser bietet sich eine zusätzliche Betonplatte an.
Setzt du keine Platte, füllst du die Fläche mit Schotter auf oder pflasterst sie.
Zu Beginn überträgst du die Umrisse des Gartenhauses auf die gewünschte Stelle im Garten.
Verwende dafür Pflöcke und eine Maurerschnur.
Kennzeichne vor allem die tragenden Wände.
Anschließend hebst du einen 80 cm tiefen und mindestens 30 cm breiten Streifen aus.
Ist dein Boden sandig, setzt du außerdem Schalbretter ein, damit die Grube nicht einsackt.
Der Beton deckt hierbei die gesamte Fläche ab, sodass sich das Gewicht des Aufbaus bestmöglich verteilt.
Diese Fundamentart verwendest du bei großen Gartenhäusern oder nicht tragfähigen Untergründen.
Hebe zunächst die gesamte Grundfläche 30 cm bis 40 cm tief aus.
Dies ist nötig, da unter die 20 cm dicke Betonschicht noch 15 cm Kies kommen.
Das Loch sollte etwas größer als die geplante Bodenplatte sein.
Somit hast du noch Platz, um eine Verschalung anzubringen.
Ziehe im nächsten Schritt den Boden glatt.
Danach verdichtest du ihn mit einem Rüttler.
Bringe nun stabile Verschalungsbretter an.
Wichtig ist, dass sie genau mit der geplanten Oberfläche der Bodenplatte abschließen.
Anschließend füllst du eine etwa 15 cm hohe Kiesschicht ein.
Mit einer Wasserwaage überprüfst du, ob die Fläche weiterhin waagerecht ist.
Über die Kiesschicht legst du eine PE-Folie.
Gieße nun rund 5 cm Beton ein.
Lege dann eine Baustahlmatte zur Bewehrung aus.
Danach kommt eine weitere Betonschicht, die rund 10 cm hoch sein sollte.
Darauf legst du die zweite Matte.
Zum Abschluss füllst du die Verschalung komplett mit Beton und ziehst ihn glatt.
Bevor du das Fundament herstellst, planst du den gesamten Bau des Gartenhauses.
Für einen sicheren Halt befestigst du die Stützbalken mit Pfostenankern aus Metall.
Diese steckst du in der Regel in den noch flüssigen Beton.
Alternativ lässt du den Beton erst aushärten und befestigst die Anker später mit Schrauben und Dübeln im Fundament.
Der Vorteil dabei ist, dass du kleine Höhenunterschiede mit Unterlegscheiben ausgleichen kannst.
Prüfe bei beiden Methoden mit der Wasserwaage die korrekte Ausrichtung nach.
Ob du eine Baugenehmigung für dein Gartenhaus benötigst, hängt von der Größe und dem gewünschten Standort ab.
Zusätzlich spielt die Art der Nutzung eine Rolle.
Es ist ein Unterschied, ob du ein Gartenhaus als Geräteschuppen oder Sauna nutzen möchtest.
Von Bundesland zu Bundesland gelten unterschiedliche Vorgaben.
Hinzu kommen örtliche Bestimmungen sowie gegebenenfalls Richtlinien deines Kleingartenvereins.
Erfahre mithilfe dieser Übersicht, welche gesetzlichen Vorgaben in deinem Bundesland gelten, informiere dich vor der Umsetzung des Projektes aber zusätzlich bei deinem örtlich zuständigen Amt.
Hinweis: Rechtlich wird ein Baumhaus wie ein Gartenhaus behandelt.
Von Bundesland zu Bundesland unterscheiden sich die Vorgaben.
Hinzu kommen örtliche Bestimmungen sowie gegebenenfalls Richtlinien deines Kleingartenvereins.
Tipp: Ein ausgefallenes Baumhaus kannst du auch von einem Fachbetrieb bauen lassen.
| Bundesland | Baugenehmigung notwendig? |
|---|---|
| Baden-Württemberg | Baugebiet: bei über 40 m³ Rauminhalt, Außenbereich: bei über 20 m³ Rauminhalt |
| Bayern | Baugebiet: bei über 75 m³ Rauminhalt, Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
| Berlin | Baugebiet: bei über 10 m² Grundfläche, Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
| Brandenburg | Baugebiet: bei über 75 m³ Rauminhalt, Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
| Bremen | Baugebiet: bei über 30 m³ Rauminhalt, Außenbereich: bei über 6 m³ Rauminhalt |
| Hamburg | Baugebiet: bei über 30 m³ Rauminhalt, Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
| Hessen | Baugebiet: bei über 30 m³ Rauminhalt, Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
| Mecklenburg-Vorpommern | Baugebiet: bei über 10 m² Grundfläche, Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
| Niedersachsen | Baugebiet: bei über 40 m³ Rauminhalt, Außenbereich: bei über 20 m³ Rauminhalt |
| Nordrhein-Westfalen | Baugebiet: bei über 30 m³ Rauminhalt, Außenbereich: nur für Land- und Forstwirtschaft erlaubt |
| Rheinland-Pfalz | Baugebiet: bei über 50 m³ Rauminhalt, Außenbereich: bei über 10 m³ Rauminhalt |
| Saarland | Baugebiet: bei über 10 m² Grundfläche, Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
| Sachsen | Baugebiet: bei über 10 m² Grundfläche, Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
| Sachsen-Anhalt | Baugebiet: bei über 10 m² Grundfläche, Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
| Schleswig-Holstein | Baugebiet: bei über 30 m³ Rauminhalt, Außenbereich: bei über 10 m³ Rauminhalt |
| Thüringen | Baugebiet: bei über 10 m² Grundfläche, Außenbereich: grundsätzlich nur mit Baugenehmigung |
Wir empfehlen, dass du dich vorab bei der zuständigen Baubehörde erkundigst, welche Regelungen für den Aufbau eines Gartenhauses in deinem Ort gelten.
In der Regel kannst du mit einem Mindestabstand von 3 m zum Nachbargrundstück rechnen.
Halte folgende Unterlagen für eine Baugenehmigung bereit:
Hinweis: Für die Genehmigung musst du rund 50 € einplanen. Die genauen Kosten können sich aber ebenfalls je nach Bundesland und Gemeinde unterscheiden.
Möchtest du ein Gartenhaus, einen Geräteschuppen oder eine Grillkota im Garten aufbauen, dann benötigst du zunächst ein stabiles Fundament.
Du packst deinen Bausatz aus und beginnst damit, das Haus nach Herstellerangaben zusammenzubauen.
Beliebte Bauformen sind Blockbohlenhäuser.
In der Regel beginnt man mit dem Verlegen des Bodens, zieht dann die Wände hoch und baut zum Schluss das Dach.
Zuletzt baust du Türen sowie Fenster ein und bringst die Dachrinne an.
Am besten holst du dir zum Aufbauen eine zweite Person zu Hilfe.
Natürlich kannst du ein Gartenhaus auch selber ohne Bausatz bauen.
Erfahre in unseren Ratgebern, wie du ein Gartenhaus zusammenbaust, welche Wandstärke ideal ist und ob du eine Genehmigung dafür benötigst.
Hier eine Kurzübersicht der wichtigsten Schritte:
Die Wahl des richtigen Materials ist entscheidend für die Langlebigkeit deines Schuppens. Holz ist beliebt für seine natürliche Optik und Stabilität, während Metall für seine Wartungsarmut geschätzt wird.
Um Werkzeuge und Gartengeräte vor Wind und Wetter zu schützen, kannst du diese in einem Metallgerätehaus lagern.
Wie dir der Aufbau des Schuppens gelingt, liest du hier.
Mit der richtigen Planung und Ausführung wird dein Schuppen nicht nur funktional, sondern auch ein ästhetischer Gewinn für deinen Garten.
Ein solides Fundament ist dabei das A und O für eine lange Lebensdauer.
tags: #obi #schuppen #bauen #anleitung
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