Nur Haaransatz waschen: Anleitung und Tipps für gesundes Haar

Viele Frauen waschen täglich ihre Haare. Wer zu schnell fettendem Haar neigt, tut sich jedoch keinen Gefallen damit, die Haare oft zu waschen. Denn die Pflegeprodukte reizen die Kopfhaut, es wird noch mehr Talg produziert und das Haar fettet schneller nach. Deshalb ist es bei fettigen Haaren sinnvoll, das Haarewaschen möglichst lange hinauszuzögern.

Wer kein Trockenshampoo nutzen möchte, um den Ansatz aufzufrischen, kann zur Alternative greifen: die Oberkopfwäsche. Außerdem geht es schneller, wenn Sie nur den Haaransatz waschen. Tragen Sie Extensions, ist es ebenfalls sinnvoll, nur den Ansatz zu waschen.

Haare richtig waschen - Tipps zum Haare Waschen

Warum nur den Haaransatz waschen? Die Vorteile

  • Schonung der Haarlängen und Spitzen: Dadurch schonen Sie Ihre Längen und Spitzen und müssen trotzdem nicht auf das Gefühl von frischem Haar verzichten.
  • Reduzierung der Talgproduktion: Denn die Pflegeprodukte reizen die Kopfhaut, es wird noch mehr Talg produziert und das Haar fettet schneller nach.
  • Zeitersparnis: Außerdem geht es schneller, wenn Sie nur den Haaransatz waschen.
  • Ideal für Extensions: Tragen Sie Extensions, ist es ebenfalls sinnvoll, nur den Ansatz zu waschen.

So waschen Sie Ihren Ansatz richtig

Je nach Haarlänge ist es gar nicht so einfach, nur den Ansatz zu waschen und die restlichen Haare dabei trocken zu lassen. So gehen Sie bei der Oberkopfwäsche vor:

  1. Teilen Sie Ihre Haare am Hinterkopf an der sogenannten Hutlinie ab.
  2. Beugen Sie sich nun über das Waschbecken oder die Badewanne und befeuchten Sie das restliche Haar.
  3. Nutzen Sie ein mildes Shampoo.
  4. Nehmen Sie ein Handtuch und tupfen Sie den Ansatz trocken.

Alternativen zur Haarwäsche: No Poo-Methoden

Haare waschen ohne Shampoo? Klingt seltsam. Doch immer mehr Menschen entdecken diese natürliche Methode für sich. No Poo - Waschen ohne Shampoo - verspricht gepflegtes, glänzendes Haar und eine gesunde Kopfhaut. Doch was bringt Haare ohne Shampoo waschen wirklich? Was verbirgt sich hinter No Shampoo?

Die No Shampoo-Bewegung hat ihren Ursprung in den USA und ist längst ein Hit auf Social Media. Anstelle von Shampoo setzen viele auf natürliche Alternativen. Warum? Wie funktioniert Haare waschen ohne Shampoo? Haare ohne Shampoo waschen klingt simpler als es ist. Es gibt nämlich nicht die eine Methode, sondern viele verschiedene Varianten. Ob Du komplett auf Shampoo verzichten, die Waschfrequenz reduzieren oder auf natürliche Hausmittel setzen möchtest - Du hast die Wahl.

Verschiedene No Poo-Methoden

  • Water-Only-Methode: Dabei verzichtest Du komplett auf Shampoo und reinigst Deine Haare ausschließlich mit Wasser.
  • No Poo-Light: Mit No Poo-Light kannst Du Deine Haare mit wenig Shampoo waschen, entlastest damit Deine Kopfhaut und unterstützt die natürliche Öl-Balance. Unser Wahre Schätze Sanfte Hafermilch Beruhigendes Shampoo eignet sich als mildes Shampoo besonders für empfindliche Kopfhaut. Angereichert mit Reiswasser und Stärke sorgt unser Wahre Schätze Glättendes Shampoo mit Reiswasser für glattes und glänzendes Haar.
  • Co-Washing: Bei dieser Methode ersetzt Du Shampoo komplett durch einen Conditioner.

Natürliche No-Poo-Helfer

  • Apfelessig: Apfelessig ist ein echter Alleskönner für Haut und Haar.
  • Natron: Für eine gründliche Reinigung eignet sich Natron. Lasse die Lösung kurz einwirken (ca. Wichtig: Natron kann bei häufiger Anwendung austrocknen.

Die Haare nur mit Wasser waschen - ist das bloß ein Trend? So neu ist diese Art der Haarpflege eigentlich gar nicht. Die Haare nur mit Wasser zu waschen hört sich erst einmal ungewöhnlich an, funktioniert jedoch. Du kannst Fett und Straßenstaub nur mit Wasser - also ohne Shampoo - aus deinen Haaren waschen. Ideal ist diese Methode für Kurzhaarfrisuren und feines Haar. Aber auch lange und dicke Haare kannst du nur mit Wasser waschen.

Haare nur mit Wasser waschen oder „No Poo / Water Only (WO)“ heißt der Trend zur puristischen Haarpflege. Klingt unlogisch? Genau betrachtet ist der Fettfilm auf der Kopfhaut kein reines Fett, sondern eine Emulsion. Ohne diese Verbindung von Haartalg und Hautschweiß ließen sich fettige Haare nicht nur mit Wasser sauber waschen. Bei der Wäsche verdünnst du die bestehende Emulsion mit warmem Wasser, sodass sie sich ausspülen lässt.

Die Haare nur mit Wasser zu waschen, geht am besten unter der Dusche. Am besten geht es unter der Dusche, denn du brauchst fließendes Wasser. Dann massierst du systematisch die Kopfhaut. Teile dazu mit den Fingern etwa daumendicke Partien längs ab und reibe mit den Fingerkuppen auf diesen Scheiteln hin und her. Sei dabei vorsichtig mit den Fingernägeln, du solltest dich nicht kratzen. Am besten fängst du an einer Seite am Ohr an und gehst bis zum Oberkopf weiter. Während der Massage lässt du das Wasser immer wieder über den Kopf laufen.

Tägliches Bürsten gehört dazu, wenn du die Haare nur mit Wasser waschen willst. Dieser Schönheitstipp hat eine lange Tradition und wurde jetzt wiederentdeckt. Noch bis Anfang des 20. Dabei bürstest du gründlich dein Haar von der Kopfhaut aus in alle Richtungen. Fange unten am Nacken an zu kämmen und arbeite dich nach oben vor. Die darüberliegenden Haare steckst du einfach hoch. Dafür brauchst du eine weiche Naturhaarbürste, ideal sind Wildschweinborsten. Bürsten mit Kunststoffborsten sind nicht geeignet, da nur Naturborsten den Hauttalg aufnehmen und ihn im Haar verteilen können.

Übrigens: Nasse Haare solltest du nie mit einer Bürste kämen, dafür ist ein grobzinkiger Holzkamm oder Lockenkamm besser. Nasses Haar ist nicht so stabil wie trockenes. Eine Bürste könnte die Haarlängen beschädigen.

Die Haare nur mit Wasser zu waschen ist eine haut- und umweltfreundliche Methode. Der natürliche Schutzfilm bleibt erhalten: Seine Aufgabe ist es, die Haut vor Krankheitserregern zu schützen und er hält die oberen Hautschichten und die Haare elastisch. Verwendest du dagegen ein Shampoo, wäschst du mit dem Fett auch den natürlichen Schutzfilm ab. Die herkömmlichen Haarwaschmittel sind meist alkalisch und entfetten Haare und Kopfhaut. Die Talg- und Schweißdrüsen brauchen dann einige Zeit, bis sie den Schutzfilm wieder erneuert haben. In einer Studie bestätigen Forscher, dass alkalische Haarwaschmittel die Kopfhaut und die Haare austrocknen. Der Nachteil dieser hautneutralen Shampoos oder auch Syndets ist, dass sie größtenteils künstliche Tenside enthalten. Umweltfreundlicher sind dagegen die festen Haarseifen. Allerdings sind sie meistens alkalisch und entfetten die Haut. Die pflanzlichen oder tierischen Öle wirken zwar als Rückfetter zur Pflege der Haut, trotzdem wird die Kopfhaut erst mal entfettet. Mit pflanzlichen Ölen pflegst du zu trockene Spitzen.

Sich die Haare nur mit Wasser zu waschen, bedeutet erst einmal eine Umstellung. Blogger berichten im Netz von ihren Selbstversuchen. Einige betonen, dass ihre Haare eine Übergangsphase brauchten, bis sie sich wieder wie gewohnt locker frisieren ließen. Diese Erfahrungen können mit dem bisherigen Shampoo oder mit Haarstyling-Produkten zusammenhängen - vor allem, wenn du silikonhaltige Produkte verwendet hast. Wenn du also kein Shampoo mehr verwendest und dir die Haare nur mit Wasser waschen willst, solltest du auch deine Haarstyling-Produkte aus dem Badezimmer verbannen. Richte deine Frisur so ein, dass du kein aufwendiges Styling benötigst. Die „Water Only“-Methode wird nicht jede:n überzeugen können. Wie fettig oder trocken deine Haare sind, hängt grundsätzlich vom Hauttyp ab. Wenn du fettige Haut hast, bekommst du auch schneller fettige Haare.

Ist es gesund, Haare ohne Shampoo zu waschen?

Haare ohne Shampoo waschen lässt sich also auf vielfältige Weise umsetzen. Dennoch bleibt der No-Poo-Trend umstritten, denn wissenschaftlich lässt sich nicht eindeutig belegen, dass sich die Talgproduktion der Kopfhaut allein durch den Verzicht auf Shampoo reguliert - sie wird vor allem von Hormonen gesteuert. Zudem kann es ohne Shampoo schwieriger sein, Rückstände wie Pollen oder Stylingprodukte gründlich zu entfernen. Dennoch muss tägliches Shampoonieren nicht sein: Viele Dermatologen empfehlen einen Mittelweg und raten dazu, die Haare etwa zwei- bis dreimal pro Woche mit Shampoo zu waschen, um die Kopfhaut nicht unnötig zu strapazieren.

Tipps für die richtige Haarwäsche

Haare waschen kann man. Klar. Aber viele unserer Angewohnheiten tun weder unserer Kopfhaut noch unserem Haar gut. Noch viel schlimmer: die meisten Fehler, die wir uns von klein auf angewöhnt haben bzw. die man uns einfach falsch gezeigt hat, sind die Ursache für brüchiges, strohiges Haar und für Spliss. können sie mit keinem Mittel mehr „repariert“ oder gar „gesund gemacht“ werden.

  1. Haare ausbürsten: Dadurch werden lose Haare, Hautschüppchen und Knoten schon vorab entfernt. Hat man Haarlack oder Haargel im Haar, Haare zusätzlich ausbürsten. GANZ WICHTIG: Beginnen Sie Ihre Haare immer von den Spitzen her auszukämmen. Arbeiten Sie sich so Schritt für Schritt bis zur Kopfhaut vor. WIESO? Ganz einfach. Knoten die Sie von der Kopfhaut Richtung Längen schieben, verfestigen sich immer mehr, wenn sie auf weitere Knoten in den Längen treffen. Das Resultat?
  2. Die richtige Wassertemperatur: Verwenden Sie am besten lauwarmes Wasser und feuchten Sie Haar und Kopfhaut gründlich an. Achtung: Zu heißes Haar schadet Kopfhaut und Haar, ideal ist Wasser in Körpertemperatur - also ca.
  3. Shampoo richtig dosieren und anwenden: Keine künstlichen Inhaltstoffe, kein Mikroplastik. Verwenden Sie eine ca. Haselnuss bis max. Walnuss große Menge Shampoo. Auch für langes Haar reicht das vollkommen aus. Shampoo in die feuchte Hand geben und darin ggf. etwas aufschäumen. Anschließend angefeuchtete Kopfhaut und Haaransatz in sanft kreisenden Bewegungen einschäumen. Achtung: Massieren Sie die Kopfhaut nicht zu fest. Tipp: Vor allem bei mittellangen und langen, aber auch bei strapazierten Haaren sollten Sie unbedingt darauf achten, dass sie die Haare nicht zu sehr verwirbeln. Sanft kreisende Bewegungen reichen vollkommen aus, um Schmutz und Schüppchen sanft zu lösen. Es gibt keinen Grund, wie wild auf der Kopfhaut herumzurubbeln. Auch wenn es auf vielen Bildern so abgebildet ist und wir es oft von klein auf so machen: lange Haare sollte man auf keinen Fall auf den Kopf nehmen und mitwaschen! So entstehen um zwei Drittel mehr Knötchen in den Haaren, die anschließend mühsam und nicht ohne das Haar zu schädigen wieder herausgekämmt werden müssen. Bei mittellangem und langem Haar den nun am Haaransatz vorhanden Schaum mit den flachen Händen in die Längen hinunterreiben und Längen vorsichtig damit waschen. Auf keinen Fall rubbeln oder fest reiben. Schon geringe Mengen von Shampoo reinigen das Haar mild und befreien es von Haarfett - mehr Shampoo zerstört die Haarstruktur und trocknet das Haar aus!
  4. Gründlich ausspülen: Verwenden Sie zum Ausspülen wieder lauwarmes Wasser und spülen Sie die Haare gründlich aus. Wer auf Nr. sicher gehen will, nimmt sich dafür je nach Haarlänge ca. 30 Sekunden bis zu einer Minute Zeit. Es sollten wirklich keinerlei Produktrückstände im Haar bleiben. Diese können die Haare in trockenem Zustand beschweren. Wer mag, spült das Haar noch kurz mit kaltem Wasser nach. Kühles Wasser fördert zusätzlich die Durchblutung und sorgt damit für eine gesunde Kopfhaut.
  5. Haare richtig trocknen: Schon als Kind werden uns die Haar fest trocken gerubbelt. Genau das ist aber einer der häufigsten Fehler beim Haare Waschen. SO GEHT ES RICHTIG: Streifen Sie das Wasser grob ab und drücken Sie bei langem Haar das Wasser aus den Haarlängen sanft aus. Nun ein saugfähiges Handtuch über die Haare legen und etwas andrücken - auf keinen Fall fest rubbeln. Das Handtuch zieht auch Wasser, ohne dass man wie verrückt reibt. Durch das Waschen sind die Haare in nassem Zustand immer noch aufgequollen. Sie jetzt zu bürsten schadet mehr, als es nutzt. Entwirren Sie langes am besten mit den Finger oder mit einem groben Kamm aus Hartgummi oder Horn. Am besten wäre es, nun ein Handtuch über die Schultern zu legen und die Haare offen an der Luft trocknen zu lassen. Klar, das ist zeitbedingt nicht immer möglich. Föhnen Sie die Haare aber auf jeden Fall nur auf niedrigster Stufe und mit einer Temperatur, die sich auch bei 10 cm Abstand auf der Haut angenehm anfühlt. Haar mit ca. 15 cm Abstand föhnen. Unbedingt beachten: Beginnen Sie Haare immer von den Spitzen her auszukämmen! Arbeiten Sie sich so Schritt für Schritt bis zur Kopfhaut vor. WIESO? Ganz einfach. Knoten die Sie von der Kopfhaut richtung Längen schieben, verfestigen sich immer mehr, wenn sie auf weitere Knoten in den Längen treffen. Das Resultat? Knoten, die sich verfilzen und die Haare zum brechen bringen.

Häufigkeit der Haarwäsche

Grundsätzlich hat Haarewaschen heute eher optische Gründe als gesundheitsfördernde, denn solange Haar nicht riecht oder stark mit Staub (z.B. Betonstaub, Sand,...) verunreinigt ist, müsste es eigentlich nicht gewaschen werden. Haarwaschen ist immer auch eine gewisse Belastung für unsere Kopfhaut, da sie dabei entfettet wird. Da die meisten von uns aber das frische Gefühl lieben, raten wir, je nach Haartyp das Haar zwei- bis dreimal die Woche mit einem milden Shampoo zu waschen. Damit hat Haar und Kopfhaut Zeit, sich wieder zur regenerieren.

Die Wahl des richtigen Shampoos

Shampoos unterscheiden sich vor allem durch ihre Tenside, also die schäumenden und waschenden Inhaltstoffe. Shampoos für schnell fettendes Haar haben den höchsten Anteil an waschaktiven Tensiden, damit sie Talg gut lösen. Bei diesen Shampoos, vor allem bei jenen mit aggressiven Tensiden von denen eine Vielzahl im Handel erhältlich sind, besteht jedoch dadurch die Gefahr, dass Kopfhaut und Haar zu stark entfettet werden und die Haare austrocknen. Die Talgproduktion kann durch Tenside NICHT reguliert werden! Die Folge: Am nächsten Tag sind die Haare wieder fettig und zusätzlich noch geschädigt bzw. spröder.

Produkte für trockenes Haar haben den geringsten Anteil waschaktiver Tenside und den höchsten Anteil an umhüllenden Stoffen - von der Werbung „pflegend“ genannt. Solche Stoffe, z.B. Silikonöle aber auch Pflanzenöle, umhüllen bzw. versiegeln das Haar und machen es damit optisch glänzender. Das Problem: Diese Produkte überziehen das Haar nur, sie machen es nicht „kräftiger“ oder gar „gesund“.

Ein gutes Shampoo sollte das bewirken, für was es eigentlich konzipiert wurde: Es sollte das Haar möglichst mild und schonend von Umweltschmutz und überschüssigem Talg reinigen OHNE es dabei anzugreifen oder zu schädigen. Wir empfehlen daher ein pH-hautneutrales Shampoo mit milden Tensiden zu verwenden. Ätherische Öle sorgen vor allem für einen angenehmen Duft und schmeicheln der Kopfhaut.

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