noreiz Shampoo Test: Sanfte Pflege für gereizte Kopfhaut

Das noreiz Hautberuhigende Pflege-Shampoo ist mit seiner sehr milden Rezeptur ideal für die tägliche Haarreinigung und beruhigt sensible, gereizte Kopfhaut spürbar. Der noreiz Wirkkomplex mit dem körpereigenem Molekül Thiocyanat stärkt zudem die Haarwurzel und hilft, sie gegenüber wachstumsstörenden Einflüssen zu schützen. So bereitet das noreiz Hautberuhigende Pflege-Shampoo Ihre Kopfhaut auch ideal auf die anschließende Verwendung des Thiocyn Haarserums, der Spezialpflege bei Haarausfall und dünner werdendem Haar, vor.

noreiz Hautberuhigendes Pflege-Shampoo und Thiocyn Haarserum - eine ideale Kombination für eine gesunde Kopfhaut und gepflegtes, geschmeidiges Haar.

Anwendung und Wirkung

Verwenden Sie das noreiz Hautberuhigende Pflege-Shampoo zur täglichen Haarreinigung wie ein normales Shampoo. Es reinigt besonders schonend, ohne auszutrocknen und beruhigt gereizte Kopfhaut.

  • Kopfhaut- und Haargefühl: Beruhigend und schützend zur Kopfhaut.
  • Haarwurzel stärkend: Für gepflegtes und geschmeidiges Haar.

Zum Patent angemeldeter noreiz Wirkkomplex mit Thiocyanat. Stärkt die Haarwurzel und hilft, gegenüber wachstumsstörenden Einflüssen zu schützen. Ohne Kortison, Mineralöle, Parfüm, Parabene und Farbstoffe.

Produkttest des Psoriasis-Netzes

Im Winter 2015/16 konnten Leser des Psoriasis-Netzes sich an einem Produkttest beteiligen. Ausnahmsweise wurde ein Doppelpack an die Tester geschickt: Die "noreiz-Intensiv-Salbe" und das "noreiz-Akut-Spray".

Bewertung der Produkteigenschaften

Der Geruch beider Produkte hat die große Mehrheit (9) nicht gestört. Angenehm fanden ihn 5 bei der Salbe bzw. 4 beim Spray.

Eine Salbe zieht normalerweise immer langsamer ein, als ein Spray. Dazu meinten 6 Tester, ihre Einzugszeit sei ausreichend. Ebenso viele fanden aber, die Salbe würde schnell (3) oder sogar sehr schnell (3) einziehen. Wie zu erwarten, waren beim Spray fast alle der Meinung, es ziehe schnell (6) bzw. sehr schnell (5) ein.

Bis auf eine Person haben alle die Produkte sehr gut (10 die Salbe, 9 das Spray) bzw. gut (4 die Salbe, 5 das Spray) vertragen.

Wirkung auf Juckreiz

Wesentlich war, wie schnell die Produkte bei den Testern auf den Juckreiz gewirkt haben.

  • Salbe: Es gab einen Gleichstand von Pro und Contra. 6 meinten, der Juckreiz würde nur langsam verschwinden, während 6 fanden, er würde schnell (4) bzw. sehr schnell (2) vergehen. Nur 3 meinten, der Juckreiz verschwinde mit der Salbe gar nicht.
  • Spray: Zweidrittel fanden, der Juckreiz würde damit schnell (6) oder sehr schnell (4) verschwinden, Eindrittel (5) meinten nur langsam.

Genauso interessant war zu erfahren, wie lange der Effekt anhält. Bei beiden Produkten gab es auch in diesem Punkt ein Unentschieden. So meinte praktisch die Hälfte, der Juckreiz komme schnell wieder (7 bei der Salbe, 8 beim Spray), die andere Hälfte, er bleibe eine zeitlang weg (7 bei der Salbe, 7 beim Spray).

Ähnlich sah es bei der Frage aus, ob die Produkte die Rötung durch die Psoriasis verschwinden lassen würden. Bei den meisten blieb sie überwiegend bestehen (Salbe: 7, Spray:8) oder verschwand nur ein wenig (Salbe: 7, Spray:6).

Empfehlung der Produkte

Als letztes sollten die Tester beantworten, ob sie anderen Psoriatikern raten würden, die Produkte auszuprobieren. Die Mehrheit würde beide nur bedingt weiter empfehlen (Salbe: 9, Spray: 10). Überhaupt nicht empfehlen würden sie 4.

Zusammenfassung des Produkttests

Eindeutig hatten alle den Eindruck, dass die „noreiz“-Produkte den Juckreiz lindern würden. Das Spray wurde besser bewertet als die Creme. Manche mussten mehrmals sprühen, bis das Jucken verschwand. Ein Patt gab es aber bei der Einschätzung, wie schnell der Effekt eintritt und wie lange er anhalten würde. Die Teilnehmer berichteten, zwischen 10 Sekunden, einer Stunde, aber auch einer halben Nacht juckfrei gewesen zu sein.

Die enttäuschte Erwartung ist vermutlich der wesentliche Grund, weshalb die Mehrheit die „noreiz“-Produkte nur eingeschränkt weiter empfehlen würden. Das ist typisch für Produkte, die über die Pflegeeigenschaft hinaus weitere Effekte versprechen, wie eben den Juckreiz zu bekämpfen.

Cosmeceuticals und ihre Grenzen

Solche Kosmetika nennt man Cosmeceuticals. Meist beschränkt sich ihre tatsächliche pharmazeutische Wirkung auf leichte Fälle. Das weckte bei einigen hohe Erwartungen. Sie beteiligten sich am Test, weil sie starken Juckreiz hatten. Ein Tester hat seine Vorstellung so formuliert: „Kurz das Spray gezückt und schon ist der Spuk vorbei“.

Aber so ein stark wirkendes Mittel gegen Juckreiz gibt es noch nicht einmal als verschreibungspflichtige Arznei! Gerade beim "Juckreiz" weiß man, dass Einschätzungen immer sehr subjektiv sind: Beim einfachen Ausprobieren eines Produkts werden unterschiedliche Ausgangsbedingungen nicht berücksichtigt.

Nur mit Hilfe einer Juckreiz-Skala wäre festzustellen, wie stark und an wie vielen Stellen der Juckreiz bei den einzelnen Testern vor der Anwendung war. Außerdem wird Juckreiz nicht von jedem gleich wahrgenommen. Bei allen hatten die „noreiz“-Produkte keinen Einfluss auf die Psoriasis-Stellen. Das hatte der Anbieter aber auch nicht versprochen. Trotzdem hatten es sich einige erhofft und waren enttäuscht.

Bewertung der Pflegeeigenschaften

Die Pflegeeigenschaft der Salbe wurde überwiegend positiv bewertet: Sie hinterlasse eine weiche Haut. Uneinig war man sich, wie lange das zu spüren sei: Zwischen einer „halben Stunde“ und „noch Stunden danach“ wurde alles genannt. Einig war man sich darin, dass die Salbe nicht anhaltend fettet, so dass man dadurch z.B. Kleidung verschmutzt.

Das Spray wird als angenehm kühlend empfunden.

Weitere Anmerkungen der Tester

  • Gelobt wurde, dass man mit der Verschluss-Spitze die Tube aufsticht. Für Patienten mit Gelenk-Psoriasis sei es nämlich mühsam, bei anderen Produkten die winzige Alu-Verschlussfolie zu entfernen.
  • Mehrere Tester hatten Probleme, die Salbe aus der Tube heraus zu bekommen. Das lag entweder an der Temperatur der Salbe, die nicht zu kalt sein dürfe. Einige haben sie deshalb vor Gebrauch angewärmt. Bei einigen kam beim ersten Gebrauch ein gelbliches Öl aus der Tube.
  • Auch die Schutzkappe der Spraydose bekamen nicht alle leicht ab.
  • Eine andere Testerin wies darauf hin, dass die Produkte das Konservierungsmittel Phenoxyethanol enthalten, das sie nicht vertrage. Grundsätzlich gilt das Mittel als gut verträglich. Es gibt aber Menschen, die darauf allergisch reagieren. Nur die müssen es meiden. Es sollte weder verschluckt noch in die Augen gerieben werden.
  • Obgleich fast alle Tester die „Ergiebigkeit“ der Produkte positiv bewertet hatten, war aus den Kommentaren nicht herauszulesen, worauf sich dieses Urteil bezog: Auf die Anwendung beim Juckreiz (punktuell) oder bei der Pflege (großflächig).
  • Einige bemängelten, die Menge in der Tube (30 ml) und im Spray (50 ml) sei für eine regelmäßige Hautpflege viel zu wenig.
  • Schließlich kritisierte ein Tester, dass nicht darauf hingewiesen werde, wie lange die Salbe verwendet werden könne, wenn sie einmal geöffnet ist. Das entsprechende Kennzeichnungssymbol fehle.

Kritische Betrachtung von Cosmeceuticals

Die getesteten Produkte gehören zu der Gruppe der Cosmeceuticals. Solche „Kosmetika mit Doktorfaktor“ (ÖKOTEST) versprechen zum Beispiel die Haut zu entfetten, Altersfalten zu beseitigen, Juckreiz zu lindern, das Bakterium Staphylococcus aureus zurückzudrängen oder Bindegewebe neu zu bilden. Solche Aussagen müssen aber nicht durch placebo-kontrollierte und randomisierte Studien nachgewiesen werden. Sie können also objektiv nicht nachgeprüft werden.

Die Anbieter sollten deshalb schon in eigenem Interesse, um ihre Glaubwürdigkeit zu beweisen, unabhängige wissenschaftliche Studien vorlegen.

Der (im typischen Denglisch verfasste) Name „noreiz“ enthält das Versprechen, mit diesem Präparat würde es keinen Juckreiz mehr geben. Der Anbieter verspricht das ausdrücklich für die Neurodermitis (Atopische Dermatitis). Auf der eigenen Internetseite beruft sich der Anbieter auf die Forschungsergebnisse von Professor Axel Kramer (Greifswald) mit Thiocyanat.

In einem Interview erklärt er ausführlich, wie der Stoff positiv auf die typische Hautbarriere-Schädigung der Neurodermitis einwirkt. Obgleich das Video den Titel trägt „Wie Thiocyanat es schafft, den Juckreiz unmittelbar zu stoppen“, sagt Professor Kramer kein Wort zum Thema „Juckreiz“.

Wissenschaftliche Veröffentlichungen darüber, wie Thiocyanat genau auf welchen Juckreiz wirkt, werden nicht angeführt. Stattdessen wird auf begeisterte Kundenzuschriften verwiesen.

Psoriatiker haben, anders als Neurodermitiker, keine gestörte Hautbarriere. Bei ihnen kommt die Entzündung von innen.

Bisher wurden Pflegeprodukte oder Rezepturen mit juckreiz-stillenden Wirkstoffen wie Polidocanol, Palm-Itoyl-Ethanolamin (PEA), Menthol oder Kampfer angeboten. Gegen chronischen Juckreiz (Pruritus) sind Cosmeceuticals zu schwach. Pruritus ist bisher ein sehr schwer zu behandelndes Symptom.

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Was Thiocyanat von Kortison unterscheidet

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