Analyse der Nivea Rasierer Werbung und Vergleich mit anderen Produkten

Die Diskussionen darüber, ob und warum Rennradfahrer ihre Beine rasieren sollten, sind fast so alt wie der Radsport selbst. Für viele ist es ein Muss, ein innerer Drang, für andere leider nicht. Neben der Ästhetik und der Eitelkeit sind die Gründe gut nachvollziehbar: bessere Wundheilung und angenehmere Massagen.

Teilweise unerforscht ist aber die Frage, womit die Beine rasiert werden. Neben dem Trimmer für jene, die das Rasieren in den Wintermonaten einstellen, stehen uns Männern dafür viele Frauenprodukte zur Verfügung. Sie versprechen viel, aber halten sie das auch? Ein Versuch, es herauszufinden.

Eine echte Innovation verspricht der neue Rasierer von Nivea mit Schwinggelenk, genannt „Protect&Shave“. Die Werbung gesehen und das Versprechen verinnerlicht, war dieses vermeintliche Wunderding bereits in der Tasche - natürlich nachdem es bezahlt wurde. Drei Einwegrasierer zum Preis von knapp 9 Euro, was im Vergleich zu den männergerechten Machs von Gilette leistbar ist.

Der erste Test des Nivea Rasierers

Der erste Test am feinen Bein verlief unspektakulär. Zwar hält das Produkt, was es verspricht - es passt sich sehr gut an die Beinkonturen an. Dafür hatte ich das Gefühl, einen Gummistick in der Hand zu haben. Kein direktes Feedback. Es war nicht zu spüren, welches Haar mit den 5 Klingen aus der natürlichen Umgebung herausgerissen werden sollte. Vor allem rund um das Knie ist das Schwingelenk nur von Nachteil.

So steif konnte das Knie nicht durchgebogen oder angewinkelt werden, dass freie Bahn war, um die Haare mit einem Zug zu entfernen. Immer wieder musste mit dem Schwingkopf gekämpft werden. Je mehr Druck auf das Bein ausgeübt wurde, desto mehr drückte der Schwingkopf davon weg. Die Haare am Bein hatten dabei ihren Spass. So dauerte eine glatte, feine Rasur (Anmerkung der Werbeabteilung von Nivea) wie eine Ewigkeit. Kein Blut, kein Aua, kein Fluchen, kein Schnitt.

Ein anderes Kapitel ist der Venus Breeze von Gilette, der Favorit. Große Klinge und vor allem fixe Klinge. Mit diesem Gerät kann gepflügt, geackert und gewildert werden. Jedes einzelne Haar wird dabei vernichtet. Das Gelkissen (gibt es mit verschiedensten Esoterik-Extrakten) hinterlässt dann ein sanftes, kühlendes Gefühl. Gepaart mit den Blutspuren rinnt es verdickt das seidenfein rasierte Bein bis zur Duschtasse hinab, wo es dann im Duschwasser hitchkockgerecht inszeniert den Weg zum Abfluss findet. So wird Nassrasieren zum gruseligen, hollywoodtauglichen Schockbuster.

Rasieren, Waxen, Enthaarungscreme, Epilieren, Lasern/IPL oder Sugaring - es gibt die Qual der Wahl, wie wir uns von unnötigen Körperhaaren trennen wollen. Doch so unterschiedlich der individuelle Haarwuchs ist, so breit gefächert sind auch die verschiedenen Modelle von Damenrasierern.

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Damenrasierer im Test

Systemrasierer sehen erstmal alle gleich aus? Nein, beim Gilette Venus Comfortglide Spa Breeze sind uns sofort die flexiblen Gelkissen und der besonders ergonomisch geformte Handgriff aufgefallen. Es scheint ein magischer Winkel zu sein, den der Hersteller für die Biegung verwendet, denn mit unserem Testsieger war der Rasierkomfort am höchsten. Dieser Damenrasierer ist quasi ein Selbstläufer auf der Haut.

Schwingköpfe haben inzwischen viele Systemrasierer in ihrer Ausstattung dabei. Eine Gelenkkugel wie bei der Gilette Venus Deluxe Smooth Swirl ist da noch die Ausnahme. Der Flexi Ball sorgt für noch Beweglichkeit beim Rasieren, da der Rasierkopf sanft über die Konturen gleitet, ohne dass man dabei viel Druck ausüben muss.

Wer statt mechanisch eher elektrisch bevorzugt, für den könnte der Remington Damenrasierer Smooth&Silky eine gute Wahl sein. Bei störender Körperbehaarung denken die meisten an Beine, doch auch die Bikinizone oder feine Haare an den Armen empfinden viele Frauen als herausfordernd. Der Panasonic ES-WM31 5-in-1 Multi-Trimmer ist bestens dafür geeignet, sich den kleineren Körperpartien zu widmen. Hier geht es nicht nur ums Rasieren, sondern auch um das einheitliche Kürzen und Stutzen der Haare, was auch sanfter zur Haut ist.

Ganze sechs Klingen kümmern sich um die lästigen Härchen und schonen dabei den Geldbeutel, denn Wechselklingen gibt es zu einem sehr fairen Preis. Groß in der Anzahl der Klingen, klein im Preis: Der Isana Pace 6 ist mit sechs Klingen ausgestattet - das ist Rekord in unserem Test. Die Ersatzklingen, die sonst zum Kostenfaktor werden können, sind hier aber besonders günstig. So soll es sein.

Bei einer im Jahr 2022 veröffentlichten Umfrage von VuMa zum Thema »Beliebteste Arten der Haarentfernung bei Frauen in Deutschland« landen Nassrasierer, Einwegrasierer und Systemrasierer, ganz vorne. Kein Wunder, es geht schnell unter der Dusche und ist von der Anschaffung auch günstig.

Bei beiden Arten der mechanischen Rasur kann eine Reizung oder auch Verletzung der Haut entstehen. Die Wahrscheinlichkeit ist bei einem Elektrorasierer, auch Ladyshaver genannt, nur minimal, denn diese arbeiten mit einem Scherkopf und Scherfolie statt einer scharfen Klinge.

Alle Systemrasierer sehen irgendwie gleich aus? Das täuscht. Ob die Anzahl der Schneiden (erhältlich sind Modelle mit zwei bis sechs Klingen) im Klingenblock, ob mit Gelkissen, Gleitring/-streifen oder ohne sowie das Material des Handstücks - die Auswahl ist groß. Nicht zuletzt gibt es neben dem Anschaffungspreis auch ein großes Gefälle bei den Kosten für die Wechselklingen. Von unter einem Euro bis knapp vier Euro für eine neue Klinge ist alles möglich.

Elektrorasierer haben ihren Preis, können dafür aber mit individuellen Aufsätzen auftrumpfen. Da gibt es Equipment speziell nur für die Beine, die Achseln, die Bikinizone oder fürs Gesicht. Ladyshaver sind meistens mit einem Trimmaufsatz ausgestattet, sodass auch nur ein Kürzen beziehungsweise Trimmen möglich ist. Außerdem sind die elektrischen Rasierer in der Regel auch sehr sanft zur Haut, denn die Körperhaare werden nicht mit einer scharfen Klinge abgeschnitten.

Stattdessen sorgt hier ein Scherkopf, bestehend aus einem Klingenblock mit einer darüber liegenden Scherfolie, die die Haut vor Schnittverletzungen schützt, für die glatten Ergebnisse. Nach 12-18 Monaten wird ein Wechsel der Scherfolie empfohlen, sonst besteht die Gefahr, dass die Haut zu sehr gereizt wird und Rasurbrand entsteht, wenn die Folie stumpf wird.

Während manche Produktnamen nach viel mehr klingen, als sie es in der Praxis tatsächlich sind, ist das beim Gilette Venus Comfortglide Spa Breeze anders: Hier können wir ganz klar bestätigen, dass bei der Anwendung ein komfortables Gleiten der Rasierklinge absolut möglich ist. Das liegt an zwei besonderen Eigenschaften dieses Testkandidaten.

Die Gelkissen, eine Art Körperbutter mit ätherischen Ölen, sorgen für mehr Gleitfähigkeit und Komfort. Und das ist deutlich spürbar - sehr angenehm. Aber nicht nur das: Wir wissen nicht, wie oft im Entwicklungslabor am perfekten Winkel experimentiert wurde, aber der Handgriff hat die beste Ergonomie in unserem Test.

Unser Testsieger hat zwar »nur« drei Klingen, rasiert aber genauso gründlich wie die Modelle mit noch mehr Klingen. Das Handstück besteht zu 30 % aus recyceltem Plastik. Der Softgrip in Form einer gummierten Oberfläche mit Rillen ermöglicht eine gute Griffigkeit. Durch die beiden Gelkissen muss auch hier auf die richtige Lagerung geachtet werden, sonst klebt der Rasierkopf an der Oberfläche.

Auch bei Stiftung Warentest (05/2020) landete der Gilette Venus Comfortglide Spa Breeze weit vorn und bekam im Testspiegel die Note 1,6 mit dem Qualitätsurteil »Gut«. Besonders punkten konnte er in den Kategorien Rasur, Hautschonung und Handhabung.

Nassrasierer sehen irgendwie alle gleich aus? Nicht so beim Gilette Venus Deluxe Smooth Swirl. Hier fiel uns sofort die silberne Kugel im Handstück auf. Die dient aber nicht nur der Optik: Durch das Flexi-Ball-System, wie es der Hersteller nennt, wird der Schwingkopf noch beweglicher.

Die Kugel funktioniert wie ein Gelenk, welches man zur Seite, aber auch etwas nach vorn und hinten drehen kann. Für die Konturen am Körper ist das von Vorteil. Außerdem von Vorteil: Wir müssen automatisch weniger Druck beim Rasieren ausüben. Zudem lässt sich der Schwingkopf so weit dehnen, dass er fast in einem 90 Grad Winkel zum Handstück steht. Das nennen wir äußerst biegsam.

Und noch eine Besonderheit bietet der Gilette Venus Deluxe Smooth Swirl: Wenn man genau hinsieht, entdeckt man den Mikrokamm unter den Klingen. Der sorgt dafür, dass die Härchen präziser zu den Klingen geführt werden.

Elektrische Rasierer haben sich in den Badezimmern nicht so erfolgreich durchgesetzt wie Systemrasierer, sind aber auch einen Versuch wert. Die Geräte funktionieren mit Scherfolie und Scherkopf statt mit scharfen Klingen. Somit ist die Verletzungsgefahr geringer.

Der Remington Damenrasierer Smooth&Silky ist mit zwei Scherfolien ausgestattet - doppelte Power im Kampf gegen lästige Härchen. Wer beim Rasieren den Einsatz von Hilfsmitteln wie Rasiergel & Co. bevorzugt, der muss hier nicht darauf verzichten, denn durch das offene Klingendesign ist das auch möglich - eine Art Anti-Verklebungssystem. Der Ladyshaver kann nass und trocken angewendet werden und funktioniert mit Akkubetrieb.

Leider bietet der Hersteller bisher keine Ersatzfolien an. Eine weitere Sache dürfen wir ebenfalls nicht unerwähnt lassen: Der Remington Damenrasierer Smooth&Silky mit integriertem Akku geht zwar den Haaren an die Wurzel, aber belastet dabei auch die Ohren. Wer sein Leben lang bisher nur mechanische Damenrasierer benutzt hat, wird höchstwahrscheinlich den Lärm erstmal als ungewohnt oder auch störend empfinden.

Nicht nur glatte Beine sind für die meisten wichtig. Viele möchten auch, dass die Bikinizone ordentlich und gepflegt aussieht oder die vielen feinen Härchen an den Armen loswerden, die gerade bei dunkler Behaarung auffallen. Dafür eignet sich der Panasonic ES-WM31 5 in 1 Multi-Trimmer, denn er ist ideal für Feinarbeit in Sachen Haarentfernung und hat im Lieferumfang viel Ausstattung dabei - bis auf Batterien.

Gerade für die sensible Bikinizone ist es besonders schwierig, von ganz auf gar nicht zu gehen. Ein Stutzen und gegebenenfalls Rasieren der Haare, die vom Slip nicht mehr verdeckt werden, ist hier die hautfreundlichere Lösung. Mit dem Multi-Trimmer ist das auch einfach umzusetzen, denn der Bikini-Trimmerkopf und der Scherkopf sind klein und somit präziser.

Als dritten Aufsatz gibt es noch den Körperhaar-Trimmerkopf, der an einen mechanischen Augenbrauenrasierer erinnert, aber laut Hersteller eben nur für den Körper verwendet werden soll. Für feine Haare an den Armen oder Ähnlichem ist er durchaus einsetzbar, bei vielen oder kräftigen Beinhaaren wird es herausfordernd - auch mit dem Scherkopf. Dafür ist er uns zu schwach und bietet zu wenig Schnittfläche.

Weniger Power heißt aber auch, dass der Panasonic ES-WM31 5 in 1 Multi-Trimmer schön leise ist. Ebenfalls lässt er sich trocken oder nass verwenden.

Ganze sechs Klingen kümmern sich um die lästigen Härchen und schonen dabei den Geldbeutel, denn Wechselklingen gibt es zu einem sehr fairen Preis. Nicht drei, nicht vier, nicht fünf, sondern ganze sechs Klingen hat dieser Damenrasierer im Angebot. Damit hat der Isana Pace 6 am meisten Rasierklingen in unserem Test.

Die Klingen verteilen sich auf zwei Klingenstreifen mit jeweils drei Klingen, für mehr Hautschutz sind ein Gleitstreifen und zwei Gleitkissen integriert. Die Klingen haben auch eine federnde Funktion, somit wird das Gleiten auf der Haut sehr gleichmäßig und sanft. Der Isana Pace 6 sorgt so für ein gründliches und präzises Rasurergebnis.

Der Handgriff hat auf der Unterseite angenehme Riffelungen, die für mehr Grip beim Rasieren sorgen. Insgesamt kann der Systemrasierer von der Drogerie-Eigenmarke locker mit den Markenprodukten mithalten und hat den entscheidenden Vorteil, dass die Wechselklingen erstaunlich preiswert sind. Auch Stiftung Warentest bewertete den Rasierer mit einem »Gut«, allerdings wurde 05/2020 noch das Vorgängermodell getestet.

Die Farbe Violett soll für Tugend, aber auch Entspannung stehen. Wie passend, dass der Wilkinson Sword Hydro Silk nicht nur in dieser Farbe erhältlich ist, sondern beide Eigenschaften verkörpert. Er rasiert sehr vorbildlich und gründlich und ist dabei sanft zur Haut.

Achseln und vor allem Beine sind die Körperzonen, an denen Haare am meisten als störend empfunden werden. Und auch hier punktet der Rasierer in der Handhabung, denn sein abgerundeter Schwingkopf passt sich sehr gut den Beinkonturen und der Achselhöhle an. Das Handstück ist gummiert und hat für besseren Grip viele Rillen in unterschiedlicher Größe.

Während Rasieren für die meisten Frauen zur Routine gehört und oft aus Zeitgründen schnell der Systemrasierer nach der Benutzung auf dem Badewannenrand, Duschkorb oder dem Badregal abgelegt wird, vergisst man manchmal doch, wenn er falsch platziert wird. Der Wilkinson Sword Hydro Silk löst das Problem, indem sein Klingenkopf als einziger Systemrasierer im Test bei beidseitiger Lage frei liegt und keinen Kontakt zur Oberfläche hat.

Plastikreduzierung ja, Rasierhobel aber eher nein - dann ist der Gillette Venus Deluxe Smooth Sensitive ein guter Mittelweg. Die Verpackung ist zu 100 Prozent recycelbar und zu 40 Prozent aus bereits recycelten Materialien. Die Verankerung für die Klingen und der Klingenblock sind zwar aus Plastik, der Rest aber aus Metall, mit einer Gummierung für besseren Halt.

Gepflegte Haut steht hier im Vordergrund, daher auch der Name »Smooth Sensitive«. Dafür sorgen die zusätzlichen Gleitstreifen, die hier sehr großzügig ausfallen und sich angenehm bei der Rasur bemerkbar machten. Es ist nicht nur ein Aloe Vera-Streifen integriert, sondern der ganze Klingenblock hat eine Gleitumrandung, welche wasserlöslich ist und als zusätzliches Schmiermittel fungiert. Rasierschaum ist hier fast überflüssig.

Kleiner Nachteil: Wenn der Rasierer nach der Nassrasur auf dem Bauch abgelegt wird und er ergonomisch so geformt ist, dass der Klingenblock im Liegen die Oberfläche berührt, wird es eine klebrige Angelegenheit. Durch die integrierten, aber noch nicht getrockneten Gleitzonen bleibt der Systemrasierer etwa am Badewannenrand, auf der Duschablage oder Ähnlichem haften. Also immer nach der Verwendung auf dem Rücken lagern oder eine Halterung besorgen.

Wer eine andere Klinge ausprobieren will: Für diesen Damenrasierer eignen sich als Rasierklingen alle Produkte von Gilette Venus bis Simply Venus.

Der Balea Sensation All-in-One besitzt statt Gleitstreifen ein Schaumkissen, das sich wie ein Sicherheitsring um die vier Klingen legt und zusätzlich als Schmiermittel dient. Und mit den Inhaltsstoffen Sheabutter, Kakaobutter, Vitamin E und Jojobaöl ist dieses Quartett auch besonders pflegend.

Im Praxistest gibt es noch einen weiteren Pluspunkt: den äußerst flexiblen Klingenkopf. Sehr angenehm für die Haut und das ganz ohne Rasierschaum, da die Schaumkissen alleine schon absolut ausreichend sind, damit das Haare Entfernen eine leichte Sache wird. Uns gefallen große Schaumkissen grundsätzlich sehr gut.

Allerdings muss man hier zwei Dinge beachten: Fürs Verreisen ist die Größe des Rasierkopfs vielleicht etwas unpraktisch. Er nimmt im Kulturbeutel mehr Platz ein, eine Schutzkappe ist nicht dabei. Auch bei der Lagerung im heimischen Badezimmer ist es wichtig, ihn auf seinen »Rücken« zu legen, damit er trocknen kann.

Minimalistisch wohnen - das versuchen viele nicht erst seit Marie Condo. Doch gerade im Bad ist das für manche schwierig umzusetzen. Hier sind Beauty- und Körperpflegeprodukte mit Multifunktionen sinnvoll, um Platz zu sparen. Dafür sorgen unterschiedliche Aufsätze für die Rasur und ein Trimmaufsatz für den jeweiligen Bereich.

Besonders angetan hat uns im Test der Aufsatz fürs Gesicht, der ganz schonend und in kreisenden Bewegungen den Härchen »Auf Wiedersehen« sagt. Beim Augenbrauen-Aufsatz war es praktisch, dass man zwischen einer 2 Millimeter oder 4 Millimeter langen Rasierseite wählen kann. Zudem ist ein Trimmaufsatz für die Augenbrauen vorhanden.

Das Multitool, welches mit einer Aufbewahrungstasche geliefert wird, funktioniert mit einer AA-Batterie (im Lieferumfang inklusive) und wird nicht über ein Netzkabel aufgeladen. Auch ist es wasserfest und kann ganz unkompliziert sowohl als Trockenrasierer als auch als Nassrasierer verwendet werden.

Und das gilt auch für die Reinigung: Entweder den Reinigungspinsel benutzen oder unter fließendem Wasser halten.

Wer viel unterwegs ist, für den ist ein Damenrasierer in Reisegröße sehr praktisch. Zudem ist diese Variante umweltfreundlicher als Einwegrasierer. Der Gillette Venus Extra Smooth Snap ist nicht mal halb so lang wie die meisten Nassrasierer und kommt in einer Aufbewahrungsbox mit Luftlöchern, damit die Klingen gut trocknen können.

Auch wenn die Klingenblockgröße nicht reduziert wurde, so ist die Haarentfernung anfangs sehr ungewohnt, weil das Handstück sehr kurz ist. Mehrfach dieselbe Stelle rasieren, weil nicht alle Härchen erwischt wurden - das kann ,wie auch in unserem Test, auch passieren.

Ob ein Damenrasierer sich gut den Körperpartien anpasst, hängt oft von zwei Faktoren ab. Ist der Rasierkopf flexibel? Und hat der Schwingkopf Rundungen? Beim BIC Click 3 Soleil Sensitive ist der Kopf nicht so beweglich wie die anderen Systemrasierer im Test. Außerdem ist der Klingenblock klein und eckig, nicht rund und größer. All das macht sich bei der Rasur bemerkbar. An Beinen und Achseln ist es etwas mühsam.

Marktbeherrschung und Konkurrenz

Gillette und Wilkinson Sword - wer sich schon einmal rasiert hat, kommt an diesen beiden Marken nicht vorbei. Hinter ihnen stehen die US-Konzerne Procter & Gamble und Edgewell, die schätzungsweise 80 Prozent des gesamten Nassrasierermarktes in ihrer Hand halten. Wie viel Potenzial in der Nassrasur steckt, macht das Beispiel Dollar Shave Club klar.

Als der Konsumgüterkonzern Unilever Ende Juli die Übernahme dieses Rasierer-Start-ups aus Kalifornien ankündigte, ging ein Raunen durch die Branche. Eine Milliarde US-Dollar, umgerechnet 885 Millionen Euro, will der britisch-niederländische Konzern, den man von Marken wie Dove oder Axe kennt, Gerüchten zufolge dafür hinblättern. Verrückt? Nicht unbedingt, meinen Experten. Die Investition könnte sich schon bald auszahlen, glaubt das Analysehaus Bernstein Research. Denn Männerpflege ist schon lange kein zartes Pflänzchen mehr.

Die Marktforscher Euromonitor und Bloomberg Intelligence beziffern das Umsatzvolumen weltweit auf mehr als 47 Milliarden US-Dollar. Ausgesprochen lukrativ ist dabei der Bereich Rasierer. Die französische Investmentbank Société Générale schätzt, dass Branchenriese Procter & Gamble dank seiner Marktmacht auf Gewinnmargen von 40 Prozent und mehr kommt. Das merken auch die Verbraucher. Denn während sie den Rasierer selbst noch recht günstig bekommen, verlangen die Hersteller für die Ersatzklingen umso mehr.

Der Klingen-Preis ist daher auch das Thema, an dem die Konkurrenz ansetzt. Um die Hälfte günstiger oder mehr sind die Eigenmarken der Drogerieketten. Rossmann und dm bauen seit Jahren ihre Sortimente kontinuierlich aus und das nach eigenen Angaben mit Erfolg. "Wir sind mit der Entwicklung sehr zufrieden", heißt es bei Rossmann. Auch deutsche Start-ups wie Mornin' Glory oder Shave-Lab werben damit, dass die Kunden Geld sparen, weil beispielsweise Händlerkosten wegfallen oder teure Werbung.

Ein relativer Neuling auf dem Feld ist Beiersdorf. Nach ersten Testläufen in Deutschland und Österreich plant der Nivea-Hersteller nun, sein Rasierer-Sortiment weiter auszurollen. Anfängliche Qualitätsprobleme habe man inzwischen im Griff, betonte Beiersdorf-Chef Stefan Heidenreich kürzlich bei der Halbjahresbilanz. Das würden auch die Kunden honorieren.

Bislang sind die Hamburger nur mit Damen-Rasierern am Start - auch "um den Löwen (Gillette) nicht gleich zu sehr zu reizen", wie Heidenreich betonte. Doch das muss nicht so bleiben. In Cincinnati, dem Firmensitz von Procter & Gamble, beobachtet man das Gebaren der Konkurrenten genau und lässt nach Bedarf auch schon mal die Muskeln spielen. Für Warren Ackerman von der Société Générale ist das ein Zeichen, dass die Amerikaner zunehmend nervös werden.

Zumal in der Branche bereits gemunkelt wird, dass die Wilkinson-Mutter Edgewell demnächst geschluckt werden könnte. Im Gespräch ist auch hier Beiersdorf. Der Konzern wäre aus Sicht von Ackerman ein geeigneter Käufer, nicht nur wegen der Rasierer, sondern auch wegen der Sonnencremes (Banana Boat, Hawaiian Tropic) und anderer Pflegeartikel von Edgewell. Die Hamburger halten schon seit längerem Ausschau nach Übernahmekandidaten, wollen allerdings auch keine Mondpreise zahlen.

Hier ist eine Tabelle, die einige der genannten Rasierer und ihre Eigenschaften vergleicht:

Rasierer Klingen Besondere Merkmale Zielgruppe
Nivea Protect & Shave 5 Schwinggelenk Männer
Gilette Venus Comfortglide Spa Breeze 3 Flexible Gelkissen, ergonomischer Griff Frauen
Gilette Venus Deluxe Smooth Swirl 5 Flexi-Ball-System, Mikrokamm Frauen
Isana Pace 6 6 Günstige Wechselklingen Frauen
Remington Smooth&Silky - Elektrisch, zwei Scherfolien Frauen
Panasonic ES-WM31 5-in-1 - Multi-Trimmer für verschiedene Körperpartien Frauen

tags: #nivea #rasierer #werbung #analyse

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