Nikotinsäure, auch bekannt als Niacin oder Vitamin B3, ist ein wasserlösliches Vitamin, das eine wichtige Rolle im menschlichen Körper spielt. Es ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt und trägt zur Erhaltung normaler Haut, Schleimhäute und Nervenfunktionen bei. In den letzten Jahren hat Nikotinsäure auch in der Haarpflege an Popularität gewonnen. Es wird oft als Mittel zur Förderung des Haarwachstums, zur Stärkung der Haarstruktur und zur Bekämpfung von Haarausfall angepriesen.
Niacin umfasst verschiedene wasserlösliche Verbindungen mit ähnlicher chemischer Struktur, darunter Nicotinsäure und Nicotin(säure)amid. Der Körper kann Niacin aus der Aminosäure Tryptophan, einem Eiweißbaustein, selbst bilden. Niacin ist für viele Vorgänge im Körper unerlässlich. Neben dem Auf- und Abbau von Kohlenhydraten, Aminosäuren und Fettsäuren ist Niacin ebenfalls an der Zellteilung und der Signalweiterleitung beteiligt. Auch für die Funktion des Immunsystems spielt Niacin eine Rolle.
Nikotinsäure erweitert die Kapillaren, wodurch das Blut in den Haarfollikel strömt und ihn intensiv nährt. Darüber hinaus reinigt Nikotinsäure die Haut und Lymphe von Giftstoffen, und eine Vergiftung führt oft zu Haarausfall. Beim Auftragen auf die Kopfhaut erhöht Nikotinsäure die Durchblutung des Haarfollikels, was die Zufuhr von Nährstoffen, Sauerstoff und Mikroelementen zu den Haarfollikeln verbessert, das Haarwachstum stimuliert und Haarausfall verhindert.
Für Haare wird Nikotinsäure in Form einer Injektionslösung verwendet, jedoch zur äußerlichen Anwendung (Einreiben in die Kopfhaut) und nicht für Injektionen. Wenn Sie einen Nikotinsäurezyklus beginnen, kaufen Sie am besten ein Shampoo, das keine Silikone enthält, da Silikone die Kopfhaut mit einem Film bedecken, der verhindert, dass die Säure in die Haut eindringt.
Anwendungsempfehlungen:
Es wird empfohlen, alle Produkte aus der Serie mit Nikotinsäure zu verwenden.
Zu hohe Dosierungen von Nicotinsäure (Tagesdosen von über 30 Milligramm ) können zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Häufige Überdosierungserscheinungen sind sogenannte "Flush Symptome". Dazu gehören Hautrötungen, Hitzegefühl „Hot Flash“ sowie Nesselsucht mit stark juckenden Quaddeln.
Achtung: Derartige Symptome sind unabhängig von der Dosierung kein Zeichen der Wirksamkeit, wie manche Verkäufer behaupten, sondern ein Warnsignal, die Produkteinnahme sofort zu beenden.
Bei sehr hohen Dosierungen von mehreren Gramm Nicotinsäure kann es zu Durchfall, Übelkeit und Erbrechen kommen. Langfristige Folgen sind im schlimmsten Fall sogar Gelbsucht, die Schädigung der Leber oder Probleme mit dem Glukose-Stoffwechsel. Auch schwere Augenschäden bis hin zur Erblindung (Niacin-induzierte Makulopathie), Bluthochdruck und erhöhte Blutfettwerte als (reversible) Folge sind bekannt. Deshalb sollte laut Europäischer Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) die Gesamtzufuhr an Nicotinsäure 10 Milligramm täglich nicht überschreiten.
Aktuell wird diskutiert, dass Abbauprodukte (Metabolite) von Niacin im Körper das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen könnten. Nehmen Sie daher nicht mehr als Niacin als Nahrungsergänzung, als vom BfR empfohlen.
Worauf sollte ich bei der Verwendung von Niacin achten?
Das BfR empfiehlt in Nahrungsergänzungsmitteln nicht mehr als 160 Milligramm Nicotinsäureamid (Nicotinamid, Niacinamid), 4 Milligramm Nicotinsäure oder 4,4 Milligramm Inosithexanicotinat (Inositolniacinat) pro Tag. Empfohlen wird auch, dass Nahrungsergänzungsmittel mit einer Tagesdosis von mehr als 16 Milligramm Nicotinamid einen Hinweis tragen, wonach Schwangere auf das Produkt verzichten sollten.
Gesundheitsbezogene Angaben zu Niacin (von der EU-Kommission zugelassen):
Die empfohlene Zufuhrmenge von 11 bis 17 Milligramm Niacin-Äquivalenten wird bei der in Deutschland üblichen Ernährung erreicht bzw. überschritten. Eine zusätzliche Ergänzung bringt in der Regel keine gesundheitlichen Vorteile.
Obwohl Niacin vom menschlichen Körper selbst produziert werden kann, muss das Vitamin für die Deckung des Tagesbedarfes mit der Nahrung aufgenommen werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine tägliche Zufuhr von 11 bis 17 Milligramm Niacin-Äquivalenten. Das umfasst neben Niacin selbst auch Verbindungen wie Tryptophan, die der Körper in der Leber zu Niacin umwandeln kann.
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