Neutrogena Anti-Rückstände Shampoo: Ein umfassender Test

Wachs im Haar kann für jeden, der häufig Stylingprodukte verwendet, zu einem echten Problem werden. Ob zum Bändigen widerspenstiger Strähnen oder zum Erzielen einer strukturierten Frisur - Wachs wird oft eingesetzt. Bei zu häufiger oder falscher Anwendung kann es jedoch zu Ablagerungen kommen, die schwer zu entfernen sind.

Ursachen und Auswirkungen von Wachsablagerungen

Eine der Hauptursachen für Wachsablagerungen im Haar ist die übermäßige Verwendung von Stylingprodukten. Diese Produkte sind zwar wirksam, um Frisuren zu strukturieren, neigen aber dazu, sich am Haar und an der Kopfhaut festzusetzen. Auch bestimmte Medikamente oder Gesundheitsprobleme können eine Wachsansammlung im Haar verursachen, indem sie die normale Talgproduktion der Kopfhaut stören.

Die Ansammlung von Wachs kann das Aussehen und die Struktur des Haars völlig verändern. Zu viele Stylingprodukte lassen das Haar schwer, stumpf und leblos wirken. Die Ansammlung von Wachs wirkt sich nicht nur auf das Haar aus, sondern auch auf die Kopfhaut. Wachsrückstände können zu Juckreiz und Reizungen führen.

Die Lösung: Klärende Shampoos

Klärende Shampoos wurden entwickelt, um Rückstände von Haarpflegeprodukten, einschließlich Wachs, zu entfernen. Wenn Sie ein klärendes Shampoo verwenden, werden die Wachsansammlungen aufgelöst und entfernt.

Es gibt verschiedene Marken von klärenden Shampoos auf dem Markt. Neutrogena Anti-Rückstände Shampoo ist eines davon.

Wie funktionieren basische Shampoos?

Basische Shampoos sind eine spezielle Art von Shampoo, das die pH-Balance der Kopfhaut wiederherstellt und den Haarwuchs unterstützt. Sie sind besonders gut für Menschen mit empfindlicher Kopfhaut geeignet, da sie meist milder sind als herkömmliche Shampoos. Basische Shampoos sind in vielen verschiedenen Größen, Texturen und Aromen erhältlich.

Wir haben einige der beliebtesten basischen Shampoos zusammengestellt, um Ihnen bei der Auswahl des richtigen Produkts zu helfen:

  1. L’Oréal Paris EverPure Sulfatfreies Basisches Shampoo: Dieses produktfreie Shampoo ist eine ausgezeichnete Wahl, um Ihre Kopfhaut zu reinigen und zu beruhigen. Es enthält eine Mischung aus feuchtigkeitsspendendem Kokosöl und natürlichem Rosmarinextrakt, um Ihr Haar zu stärken und zu schützen.
  2. Neutrogena Anti-Residue Formula Basisches Shampoo: Dieses Shampoo entfernt effektiv Rückstände und Produkte aus dem Haar, ohne seine natürliche Feuchtigkeit zu beeinträchtigen. Es ist sulfat- und parabenfrei und enthält Teebaumöl, um die Kopfhaut zu beruhigen.
  3. Avalon Organics Volumizing Basisches Shampoo: Dieses Shampoo ist eine großartige Wahl, um das Haar zu stärken und das Volumen zu erhöhen. Es ist völlig natürlich und enthält Bio-Aloe, Bio-Calendula und Bio-Aprikosenkernöl, um das Haar zu nähren und zu stärken.

Weitere Methoden zur Entfernung von Wachs

Neben klärenden Shampoos gibt es auch natürliche Alternativen, um überschüssiges Wachs aus dem Haar zu entfernen:

  • Natron: Natron ist eine natürliche und effektive Alternative, um überschüssiges Wachs aus dem Haar zu entfernen.
  • Apfelessig: Apfelessig ist für seine reinigenden und entgiftenden Eigenschaften bekannt. Er ist auch sehr effektiv bei der Entfernung von Wachsrückständen.

Vorbeugung ist besser als Nachsorge

Um zu verhindern, dass sich Wachs im Haar ansammelt, ist es wichtig, den Gebrauch von Stylingprodukten auf Wachsbasis in Maßen zu halten. Auch wenn diese Produkte für optimalen Halt und Struktur sorgen, kann ein übermäßiger Gebrauch langfristig zu Problemen führen.

  • Richtig dosieren: Tragen Sie eine mäßige Menge des Produkts auf, um eine übermäßige Ansammlung zu vermeiden.
  • Waschen Sie Ihr Haar regelmäßig: Passen Sie die Häufigkeit der Haarwäschen an Ihren Haartyp an.
  • Verwenden Sie ein geeignetes Shampoo: Die im vorherigen Abschnitt erwähnten klärenden Shampoos sind besonders wirksam, um Wachsrückstände zu entfernen.

Haarmasken und Detox-Pflege

Haarmasken und Detox-Pflege sind wertvolle Verbündete, wenn es darum geht, das Haar gesund und frei von Wachsrückständen zu halten.

  • Tonerde-Masken: Tonerde, insbesondere grüne Tonerde oder Rhassoul-Tonerde, hat wirksame absorbierende Eigenschaften, um Unreinheiten und Rückstände von Stylingprodukten herauszuziehen.
  • Ätherische Öle: Einige ätherische Öle wie Teebaumöl oder Pfefferminzöl haben antiseptische Eigenschaften, die dabei helfen, die Kopfhaut gründlich zu reinigen.

Worauf Sie bei Haarpflegeprodukten achten sollten

Um der Ansammlung von Wachs vorzubeugen, ist es klug, auf die Inhaltsstoffe der Haarpflegeprodukte zu achten, die Sie verwenden.

  • Silikone: Produkte, die Silikone enthalten, können eine Barriere auf dem Haar bilden, die es schwierig macht, andere Stylingprodukte zu entfernen.

Häufigkeit der Anwendung von klärenden Shampoos

Die Verwendung von klärenden Shampoos ist oft die schnellste und effektivste Methode, um Wachs aus dem Haar zu entfernen. Ein klärendes Shampoo sollte jedoch nicht öfter als einmal pro Woche verwendet werden, um zu verhindern, dass Ihr Haar austrocknet.

Anzeichen von Wachsablagerungen

Es ist schwierig, die Ansammlung von Wachs vollständig zu verhindern, wenn Sie regelmäßig Stylingprodukte auf Wachsbasis verwenden. Zu den Anzeichen einer Wachsansammlung gehören schweres, stumpfes Haar, fettige Schuppen, Juckreiz und Reizungen der Kopfhaut.

Wachs aus dem Haar zu entfernen, mag wie eine Herausforderung erscheinen, aber mit den richtigen Methoden und Produkten ist es durchaus machbar. Ob Sie sich nun für kommerzielle Lösungen wie klärende Shampoos oder hausgemachte Alternativen wie Backpulver und Apfelessig entscheiden, es ist möglich, wieder leichtes und glänzendes Haar zu bekommen.

Zusätzliche Tipps für gesundes Haar

Unsere Haut - auch die Kopfhaut - produziert dank der Talgdrüsen Fett. Dies ist ganz normal und wichtig für den Körper, da Fett die Haut vor äußeren Einflüssen wie UV-Strahlung und Trockenheit schützt. Sind die Talgdrüsen jedoch zu produktiv, herrscht ein Fettüberschuss. Die Gründe für stark fettendes Haar können vielfältig sein. Wenn auch die nachfolgenden Tipps keine Besserung verschaffen, oder das Problem noch schlimmer wird, kannst Du Dich selbstverständlich auch an einen Hautarzt wenden.

Das Fett hinterlässt eine Art Schutzfilm, der dafür sorgt, dass Dein Haar im Grunde sehr gesund ist. Dennoch kann die Haarwäsche ruhigen Gewissens täglich erfolgen. Wichtig ist dabei, dass Du auf milde, beruhigende Shampoos setzt. Auch Volumenshampoos haben sich im Kampf gegen fettiges Haar bewährt.

Beim Shampoonieren sollte die Kopfhaut nicht zu stark massiert werden, da dies die Talgproduktion anregen kann. Wasch Shampooreste besonders gründlich mit lauwarmem Wasser aus. Rückstände können fettendes Haar nämlich begünstigen. Eine gute Alternative zur täglichen Haarwäsche ist Trockenshampoo.

Beim Styling solltest Du in Bürsten mit Naturborsten investieren. Die Borsten nehmen das Fett von der Kopfhaut auf und transportieren es bis zu den Spitzen, die in der Regel trockener sind als der Ansatz. Neigst Du zu einem fettigen Ansatz und sehr ausgetrockneten Spitzen, ist der Einsatz von Conditioner ratsam. Berücksichtige jedoch, dass das Pflegemittel nur in die Längen und Spitzen gehört.

Das optimale Shampoo gegen fettiges Haar enthält pflanzliche Extrakte, zum Beispiel aus der Brennnessel und Süßholz. Auch Minze, Lavendel, Heilerde und Zitrone haben sich im Kampf gegen fettige Kopfhaut etabliert. Anders als bei empfindlichen und sehr feinen Haartypen schaden auch Formulierungen mit Alkohol der Kopfhaut nicht unbedingt.

Hier sind einige empfohlene Produkte:

  • Kérastase Spécifique Bain Divalent: Das Salonprodukt stellt die natürliche Balance der Kopfhaut wieder her und beruhigt angenehm. Zu den Inhaltsstoffen zählen talgregulierendes Vitamin B6 und erfrischendes Menthol.
  • Urtekram Rasul Shampoo: Hier wirken unter anderem Aloe Vera und Minze für gründlich gereinigtes Haar und ein Extra-Frischegefühl.
  • Sante Anti-Schuppen Shampoo: Das Produkt stammt ebenfalls aus dem Naturkosmetiksegment und reinigt mit Mineralerde sowie Bio-Wacholder.
  • Vichy Dercos Anti Schuppen Shampoo fettige Kopfhaut: Das Apothekenprodukt eignet sich auch, wenn Du zu juckender Kopfhaut und vermehrter Schuppenbildung neigst.
  • Wella SP Just Men Refresh Shampoo: Es wurde speziell für Männerhaar entwickelt und eignet sich auch für den Körper.

Gliss Kur Supreme Length Shampoo

Dank Gliss Kur Supreme Length Shampoo bleiben Ihre Haarsträhnen genauso lang und schön, denn es zielt darauf ab, das Haar vor Brüchigkeit, Spliss und Trockenheit zu schützen. Der erste Schritt ist die Reinigung. Das Shampoo basiert auf einem nützlichen Komplex: Biotin und Pfingstrosenextrakt. Das Produkt repariert, hydratisiert und glättet langes Haar, sodass Sie einen Friseurbesuch absagen können.

Eigenschaften:

  • hat eine Formel, die zu 90% aus Bestandteilen natürlichen Ursprungs besteht
  • enthält eine exzellente Kombination von Wirkstoffen
  • reinigt Haar und Kopfhaut sanft von Unreinheiten und Sebum
  • schafft zuverlässigen Schutz gegen Haarschäden
  • erfrischt und regeneriert von den Wurzeln bis zu den Spitzen
  • hält das Haar lange Zeit sauber und seidig
  • hat eine Verpackung aus recyceltem Kunststoff (97%)

Geben Sie eine kleine Menge des Shampoos in das nasse Haar und massieren Sie es sanft ein.

Die Bedeutung der Gesichtsreinigung

Die Gesichtsreinigung ist ein Schlüsselmoment in der Hautpflegeroutine. Die Haut täglich von Schmutz, Talg, Schweiß und Produktresten zu befreien, ist essenziell für die Hautgesundheit. Meist ist es für sie der strapaziöseste Moment des Tages, allein aufgrund der Reibung und des langen Wasserkontaktes.

Für unseren Gesichtsreinigungs-Test haben wir 12 Produkte unterschiedlicher Konzepte ausgewählt und sie auf eine effektive Entfernung von Alltagsverunreinigungen hin getestet. Unter unseren Empfehlungen befinden sich Produkte, die auch das Abschminken in einem Rutsch erledigen. Die sind auch für alle interessant, die ihre Haut gegen UV-Strahlung schützen. Denn Sonnencreme stellt bei der Reinigung eine besondere Herausforderung dar. Für ein erfrischendes Finish dürfen Reinigungsgele und -schäume natürlich nicht fehlen.

Die tägliche Gesichtsreinigung zu hinterfragen und zu optimieren, kann Erfolge erzielen, die man sich eigentlich von manchem Serum und mancher Creme erhofft.

Empfohlene Produkte für die Gesichtsreinigung

  • Transparent Lab Oil-Based Cleanser: Ein recht dünnflüssiges Reinigungsöl mit Pumpe, das Make-up effektiv löst und sich problemlos abwaschen lässt.
  • Sebamed Reinigungsschaum: Eine wässrige Formulierung, die mithilfe eines aufschäumenden Pumpkopfes weichen Schaum dosiert.
  • Clinique Take The Day Off Cleansing Balm: Made in Japan und war einer der ersten hierzulande zugänglichen festen Ölreiniger.
  • Isana Seifenfreies Waschgel: Eine unproblematische Wahl, die zeigt, dass günstige Eigenmarken nicht mehr nur auf billiges SLES setzen.

Die Grundlagen der Hautpflege

Entgegen manch altem (Werbe-)Spruch sollte Haut nach der Reinigung keinesfalls quietschen. Die Befreiung von Talg aus den Poren kann sich insbesondere bei fettiger Haut kurzzeitig erleichternd anfühlen. Langfristig ist „porenrein“ ein kontraproduktives, aber werbewirksames Konzept. Waschaktive Substanzen können nicht nur die schützenden Lipide beseitigen und die Haut austrocknen, sondern auch die Proteine in der Hornschicht angreifen und somit die Hautbarriere nachhaltig schwächen.

Die Talgproduktion wird hormonell im Zusammenspiel mit dem Testosteron-Derivat DHT gesteuert. Die Gene definieren den Hauttyp, also wie aktiv die Talgdrüsen sind und ob die Haut eher ölig, trocken oder gemischt ist. Glücklich kann sich schätzen, wer mit tatsächlich normaler Haut gesegnet ist.

So ungern man die Floskeln wiederholt hört, von weniger Stress, gutem Schlaf, Bewegung und frischer Luft sowie einer ausgewogenen Ernährung, etwa durch Reduktion von Zucker, profitiert auch die Hautgesundheit. Gleichzeitig gilt allerdings, dass man alles „richtig“ machen und dennoch Hautprobleme nicht immer verhindern kann.

Hauttyp ist deutlich von einem temporären Hautzustand zu unterscheiden. Auf Letzteren kann man kurzzeitig Einfluss nehmen - positiv wie negativ. Aggressive Reinigung kann langfristig zu Symptomen empfindlicher oder trockener Haut führen, wie Spannungsgefühl oder Rötungen. Eine geschädigte Hautbarriere kann nicht mehr ausreichend Feuchtigkeit in tieferen Hautschichten halten.

Feuchtigkeitsarme Haut ist ein sehr verbreitetes Phänomen, unabhängig vom Hauttyp, und ist die Konsequenz von Wasserverlust (TEWL) und nicht mangelndem Fett.

Neben Feuchtigkeitsversorgung und Schutz, vor allem vor UV-Strahlung, ist die Reinigung der Haut die dritte Säule einer runden Hautpflegeroutine. Bevor man an irgendwelche Wirkstoffe denkt, feilt man bestenfalls zuerst am Fundament.

Ziel einer Reinigungsroutine ist in erster Linie das Entfernen von Verschmutzungen des Tages wie Schweiß, Staub oder Pollen. Auf sorgloser, nackter Haut kann dafür einfaches Abspülen mit Wasser zwischendurch ausreichen. Bei Bedarf kommt eine dritte Stufe hinzu, die hartnäckigste: Abschminken oder (wasserfesten) Sonnenschutz entfernen.

Eine gute Sonnencreme ist vor allem im Sommer essenziell für gesunde Haut und sollte daher in jeder vernünftigen Routine einen festen Platz haben. Je zuverlässiger, umso widerstandsfähiger das Produkt und entsprechend schwieriger zu entfernen. Manch vermutete Unverträglichkeit entpuppt sich als die Konsequenz von Sonnencremerückständen. In der Hinsicht verhält sich Sonnencreme viel eher wie Make-up als wie Hautpflege und sollte mit ähnlichen Mitteln angegangen werden.

Reinigungsmethoden und Produkte

Traditionelle Face-Cleanser setzen auf Tenside als Basis und richten sich besonders an fettige Haut. Diese bilden in wässriger Lösung sogenannte Mizellen und ermöglichen es mithilfe dieser besonderen Molekülanordnung, Fett abwaschbar zu machen. Beim Emulgieren von Schmutz und Reiniger kann man beispielsweise mit einer elektrischen Gesichtsreinigungsbürste unterstützen. Angewiesen ist man auf diese Hilfestellung nicht, erst recht nicht auf die aggressive Reibung von rotierenden Bürsten.

Die Konzentration des Tensids entscheidet nicht allein über Effektivität und Sanftheit eines Reinigers, sondern primär dessen Qualität, also die Art des Tensids.

Hier eine Übersicht über verschiedene Arten von Tensiden:

  • Anionische Tenside: Bilden intensiven Schaum und haben eine starke Waschleistung und sind entsprechend stark entfettend. Dazu zählen vor allem Sulfate und Sulfosuccinate, am häufigsten vertreten durch Sodium Laureth Sulfate (SLES) oder Sodium Coco Sulfate.
  • Kationische Tenside: Sind positiv geladen und haften daher an unserer negativ geladenen Haut.
  • Nichtionische Tenside: Haben keine Ladung. Sie bilden kaum Schaum, sind vergleichsweise mild, haben jedoch eine schwache Reinigungsleistung. Sie werden entweder in Kombination eingesetzt oder in nicht schäumender Gesichtsreinigung wie Mizellenwasser oder Reinigungsöl.
  • Amphotere Tenside: Haben beide Ladungen inne, abhängig vom pH-Wert überwiegt eine davon. Sie brillieren vor allem in Kombination mit anionischen Tensiden und machen sie sanfter, ohne viel Reinigungsleistung einzubüßen.

Der vermutlich bekannteste Vertreter von Tensidreinigern ist das Waschgel, das ähnlich wie Duschgel eine angedickte Mischung aus Wasser, Tensiden und pflegenden Stoffen wie Glycerin ist. Es eignet sich vor allem für ölige Haut, weil es Lipide sehr zuverlässig löst und ein frisches Gefühl zurücklässt. Eine oftmals sanftere Wahl für empfindlich-ölige, normale oder Mischhaut ist ein Waschschaum. Darin kommen oft mildere Tenside zum Einsatz, die zugleich stärker verdünnt sind. Die aufschäumende Pumpe sorgt dafür, dass die Anwendung praktisch bleibt und man ausreichend Volumen erzielt, um das gesamte Gesicht sauber zu bekommen. Auch beliebtes Mizellenwasser kann sich hier einordnen, wird jedoch eher als Abschminkprodukt deklariert und bedarf eines zusätzlichen Pads. Idealerweise kommen hier sehr milde, wenig schäumende nichtionische Tenside zum Einsatz, teils zusätzlich amphotere.

Ein seifenfreies Waschstück oder wasserfreies Syndet (kurz für „synthetic detergent“) können als Waschgelkonzentrat verstanden werden, dem Wasser erst bei der Anwendung hinzugefügt wird. Sie sollten sparsam beziehungsweise stark verdünnt verwendet werden, weil ihnen im Vergleich zu Gelen feuchtigkeitsbindende Zusätze fehlen. Sie sind eher als Duschgelalternative spannend als für die Gesichtsreinigung.

In Cremes und Lotionen ermöglichen Emulgatoren es, dass sich Wasser mit pflegenden Fetten zu einer geschmeidigen, homogenen Masse vermengen lässt. Bei Reinigungsmilch handelt es sich um eine solche Emulsion. In Sensitiv-Varianten findet man teils nicht einmal waschaktive Zusätze, sodass sich die Zusammensetzung nicht von der einer Feuchtigkeitslotion unterscheidet. Um die sehr schwache Reinigungsleistung zu verbessern, werden in den meisten Produkten milde nichtionische Tenside ergänzt. Wesentlich für einen Reinigungserfolg sind jedoch die notwendigen Wattepads. Man kann Reinigungsmilch demnach als ein emulgatorbasiertes Pendant zu Mizellenwasser verstehen.

Reinigungstücher sind die bequemere, jedoch weniger sanfte Variante. Sie sind im Prinzip mit Reinigungsmilch getränkt, enthalten jedoch oft Zusätze zum Optimieren der Handhabung, des finalen Hautgefühls oder sind stärker parfümiert.

Zum Auftragen von Reinigungscreme benötigt man zwar kein Wattepad, aufgrund ihrer gehaltvollen Textur ist es bei einigen Ausführungen ratsam, ein Tuch zum Abnehmen zu verwenden. Einige Vertreter dieser Sparte enthalten teils schäumende Tenside und werden mit Wasser wie Waschgel angewendet. Für sehr trockene Haut sind jedoch eher die mit sanften Tensiden und buttriger Textur eine Wohltat. Grundsätzlich ist die Reinigungsleistung hier ähnlich schwach wie bei Reinigungsmilch.

Interessant wird diese Art der Gesichtsreinigung, wenn in der Rezeptur auf eine Wasserphase verzichtet wird. In Reinigungsöl kommen einzig Emulgatoren und Lipide wie Öle, Ester oder Wachse zum Einsatz. Nach dem Prinzip „Gleich und gleich gesellt sich gern“ lösen die Fette Verschmutzungen schnell, effektiv und schonend, sogar widerstandsfähige Filmformer in Long-Lasting-Produkten. Wasser wird der Mischung erst hinzugefügt, sobald alle Verunreinigungen erfolgreich gelöst sind. Erst dann bekommt der Emulgator seinen großen Auftritt: Er fungiert als Vermittler und ermöglicht vollständiges Abwaschen. Besonders gelungene Ölreiniger hinterlassen keinen fettigen Rückstand, sondern nur geschmeidige Haut. Mit trockenem, empfindlichem und durchaus auch normalem Hauttyp kann Abschminken und Reinigung in einem Schritt erledigt werden. Für ölige und Mischhaut ist ein Oil Cleanser dennoch mehr als nur ein reines Abschminkprodukt. Während einer geduldigen Massage wird nämlich auch überschüssiger Talg hautschonend gelöst. Ein Nachwaschen mit einem milden Tensidreiniger ist bei einer Tendenz zu Unterlagerungen und Pickeln dennoch ratsam und sorgt für ein frisches Gefühl im Anschluss.

Feste Cleansing-Balms, die erst bei Hautkontakt zu einem Öl schmelzen, unterscheiden sich im Wesentlichen nur durch die Zugabe von Konsistenzgebern wie Wachsen oder Fettsäuren. Sie sind häufig teurer, auch indem Füllmengen geringer ausfallen. Im Gegenzug bescheren sie ein komfortables, gepäckfreundliches und durchaus luxuriöses Nutzererlebnis. Für ein neutrales, aber dennoch geschmeidiges Hautgefühl kommt gelegentlich noch Polyethylen in Balms zum Einsatz. Für einen optimalen Reinigungseffekt ist das trockene Einarbeiten unerlässlich. Bereits leicht befeuchtete Hände reduzieren die Effektivität auf das Niveau von Reinigungsmilch. Auch sollte man bei der Produktauswahl darauf achten, dass tatsächlich Emulgatoren enthalten sind und es sich nicht nur um eine reine Ölmischung handelt. Nur so lässt es sich restlos abwaschen.

Reiniger auf Tensidbasis werden auf angefeuchteter Haut aufgetragen. PEGs werden oft pauschal kritisiert, weil sie die Haut durchlässiger für Schadstoffe machen könnten. Beim Reinigungsprozess selbst wird die Hautbarriere jedoch ohnehin beansprucht. Im Vergleich zu anionischen Tensiden sind PEG-Derivate relativ mild.

Keinesfalls sollte man Reinigungsöle mit 2-Phasen-Augenmakeup-Entferner verwechseln. Sie basieren meist auf Silikonölen und können blitzschnell Long-Lasting-Produkte lösen, hinterlassen jedoch einen glitschigen Film samt Produktresten auf der Haut und lösen Talg nicht.

Double Cleansing

Die populäre Methode des Double-Cleansings kombiniert beide Reinigungsmethoden. Dafür wird die Haut zunächst mit einem Ölreiniger abgeschminkt und anschließend jegliche Rückstände mit einem bevorzugt milden Waschgel entfernt und abgespült. Bei starkem Make-up, robustem Sonnenschutz oder fettiger Haut ist das ein guter Ausgangspunkt für eine gründliche Reinigung. Man kann allerdings auch die ursprüngliche Methode freier interpretieren, etwa den Oil Cleanser durch Mizellenwasser oder ein Abschminköl austauschen und anschließend abwaschen. Alternativ kann man den Ölreiniger mit einem weichen, ordentlich mit Wasser getränkten Mikrofasertuch abnehmen oder Rückstände mit einem Gesichtswasser entfernen. Bei maximal zwei Schritten sollte man es allerdings belassen, wenn man die Hautbarriere nicht unnötig belasten möchte.

Egal wie natürlich die Ausgangsstoffe einer Naturseife sich anhören, das Endprodukt einer Verseifung von Fett (Fettsäuren) und Alkalisalzen (früher hat man Asche verwendet) ist insbesondere für die dünne und schutzbedürftige Gesichtshaut besonders problematisch. Auf alle Nachteile von anionischen Tensiden kommt bei Seifen ein wesentlich höherer pH-Wert (meist 8 bis 10) obendrauf, den man anders als bei einem tensidbasierten Reiniger nicht auf das hautneutrale 5,5 herunterregulieren kann. Durch lange Reifung kann der Wert zwar sinken, jedoch nie auf einen hautfreundlichen Wert, der den Säureschutzmantel respektiert. Überfettung hat darauf keinen Einfluss.

Eine gänzlich andere Form der Reinigung mit Erdpulvern wie Kaolin, Rhassoul oder Bentonit. „Lavaerde“ ist nach dem lateinischen Begriff fürs Waschen benannt: „lavare“, nicht etwa nach Vulkangestein. Die extrem feinen Pulver absorbieren Öl und können Schmutz durch sanfte mechanische Reibung entfernen. Die kann für sehr sensible Haut jedoch auch schon reizend sein. Man erzielt damit eine eher leichte Reinigung, die stärkere Verschmutzungen oder Make-up nicht lösen kann. In einer durchschnittlichen Routine kann man beispielsweise bei fettiger Haut einmal pro Woche eine Morgenreinigung durch eine Peeling-Masken-Reinigung damit ersetzen. Für trockene Haut ist es wegen der ölabsorbierenden Wirkung nicht geeignet.

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