Nektarine mit oder ohne Haare: Ein umfassender Leitfaden

Es gibt sie zwar ganzjährig im Handel, doch in ihrer Hauptsaison von Juni bis Oktober sind Nektarinen und Pfirsiche besonders aromatisch. Oft hat man die Qual der Wahl: Greife ich zum Pfirsich mit den samtigen Härchen oder der Schwester mit der glatten Haut?

Die Nektarine, oft als die glänzende Schwester des Pfirsichs bezeichnet, ist nicht nur eine köstliche Sommerfrucht, sondern auch ein wahres Gesundheitswunder. Dieses Steinobst, reich an gesunden Inhaltsstoffen, bietet eine Vielzahl von gesundheitlichen Vorteilen, die von der Verbesserung der Hautgesundheit bis zur Unterstützung des Herz-Kreislauf-Systems reichen.

In diesem Artikel tauchen wir tief in die Welt der Nektarinen und Pfirsiche ein und entdecken die Unterschiede und Gemeinsamkeiten.

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Was ist der Unterschied?

Viele betrachten Pfirsiche und Nektarinen als zwei verschiedene Obstarten, etwa wie Birnen und Äpfel. Manche halten Nektarinen sogar für eine Mischung aus Pfirsich und Pflaumen. Wer sie jedoch probiert, merkt, dass dem gar nicht so ist, da beide fast gleich schmecken. In Wahrheit handelt es sich bei der Nektarine um eine glatte unbehaarte Varietät des Pfirsichs, die durch eine Knospenmutation entstanden ist.

So kommt es vor, dass am Pfirsichbaum im Garten auf einmal auch Nektarinen wachsen. Hier hat die Natur tatsächlich einen Baum geschaffen, der zwei unterschiedliche Früchte trägt, wie man es eigentlich nur von veredelten Duo-Obstbäumen kennt. In der Regel sind Nektarinen etwas kleiner und süßer. Am Geschmack scheiden sich bisher allerdings die Geister, da es allein über 3.000 Pfirsich- und diverse Nektarinen-Sorten gibt, deren süßlichen Nuancen variieren.

Nektarinen enthalten weniger Wasser und mehr Fruchtzucker als Pfirsiche. Das macht ihr Fruchtfleisch fester und etwas süßer, erklärt das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Die Nektarine ist eine botanische Varietät des Pfirsichs. Ihre glatte Haut ist auf eine natürliche Mutation, also eine Veränderung der Erbinformation, zurückzuführen.

Obwohl Nektarinen bereits im 17. Jahrhundert bekannt waren, wurden sie bei uns erst in den letzten Jahrzehnten populär. Schon ihr Name erinnert an Honig und süßen Nektar. Durch ihre glatte Schale gewinnt sie sogar zunehmend an Beliebtheit.

Die flauschige Schale schützt den Pfirsich vor Schädlingen und Wasserverlust. Bei Regenschauern sorgen die Härchen hingegen dafür, dass die Früchte nicht zu viel Wasser innerhalb kürzester Zeit aufnehmen. Der Grund: Im Sommer reifen sie in ihrer Heimat oft in tropisch-heißer Hitze und sind heftigen Regenfällen ausgesetzt. Die Schale ist daher mit einer wasserundurchlässigen Wachsschicht überzogen. Die dichten aufrecht stehenden Härchen bilden hierbei ein zusätzliches Luftpolster, das die Frucht vor zu starken Temperaturschwankungen schützt. Insofern gilt die haarlose Schale der Nektarinen als Gendefekt, durch den sie Wetterextremen schutzlos ausgeliefert sind. In der Hitze schrumpeln sie deshalb schneller und neigen bei Regengüssen zum Platzen, wie man im Garten leider häufiger beobachten kann.

Allgemein unterscheidet man Nektarinen und Pfirsiche mit gelbem und weißem Fruchtfleisch. Beide Sorten stammen aus China und sind schon lange bekannt, die weißen wurden allerdings erst später populär. Seitdem kommt immer wieder die Frage auf, welche besser schmeckt.

Weiße wie gelbe Pfirsiche eignen sich hervorragend zum Frischverzehr und lassen sich in der Küche gleich gut verwenden. Beim Aroma gibt es jedoch Unterschiede: Die weißen Sorten gelten als süßer, obwohl sie ungefähr den gleichen Zuckergehalt wie die gelben haben. Der gelbe Pfirsich hat allerdings einen höheren Säuregehalt und ist deshalb etwas würziger. Welchen Pfirsich man zum persönlichen Favorit erklärt, ist daher Geschmackssache.

Schon gewusst?

Heute sind weiße Pfirsiche in den USA genauso beliebt wie die gelben. Doch das war nicht immer so. Lange Zeit warfen die Bauern weiße Pfirsiche weg oder verfütterten sie an die Tiere. Da die Früchte anfälliger für Druckstellen waren, hatten sie eine schlechtere Lagerfähigkeit. Man dachte, sie seien deshalb schlecht verkäuflich. Durch neue Züchtungen gelang es schließlich, die Festigkeit der Früchte zu verbessern. Weiße Pfirsiche kamen daher erst ab den 1980ern auf den amerikanischen Markt und waren zunächst nur in kleineren Mengen erhältlich.

Wie leicht oder schwer sich die Kerne vom Fruchtfleisch trennen lassen, ist von der Sorte abhängig. Alle Sorten werden deshalb zusätzlich in zwei Kategorien eingeteilt: „steinlösend“ (Kern ist einfach zu lösen) und „nicht steinlösend“ (Kern haftet fest am Fruchtfleisch).

Pfirsiche und Nektarinen, bei denen man den Stein ganz einfach vom Fruchtfleisch trennen kann, werden für den Frischverzehr bevorzugt. Früchte mit stark anhaftenden Kernen nimmt man meist zur Weiterverarbeitung.

Der Plattpfirsich hat von allen gängigen Obstarten wohl die lustigste Form. Sie ist nicht nur platt, sondern erinnert auch an Donuts. Schneidet man die Frucht auf und entfernt den kleineren runden Kern, hinterlässt dieser in der Mitte ein Loch, sodass der Pfirsich wie ein perfekter Donut aussieht. Sogar seine Größe stimmt mit dem beliebten Gebäck fast überein. Deshalb nennt man ihn auch Donut-Pfirsich.

Unsere Obstmärkte eroberten sie allerdings erst vor ein paar Jahren. Nicht selten wurden die Donut-Pfirsiche fälschlicherweise einfach unter Namen wie Wildpfirsich, Bergpfirsich oder als den berühmten Weinbergpfirsich angeboten - obwohl dieser gezüchtete Pfirsich weder in der freien Natur gepflückt noch traditionell zwischen Weinbergen angebaut wurde.

Anders als der herkömmliche Pfirsich haben Weinbergpfirsiche meist ein rotes, manchmal auch weißes Fruchtfleisch und eine dunkelrote Schale. Viele nennen ihn daher Blutpfirsich. Die Früchte sind zudem etwas kleiner. Er schmeckt weniger süß und hat dafür ein würzigeres herberes Aroma, weshalb er sich ideal zum Kochen oder Dünsten eignet.

Die Kultur des Weinbergpfirsichs geht hierzulande bis ins 16. Jahrhundert zurück. Schon die Römer waren von dem roten Pfirsich begeistert und brachten ihn schließlich in die milden Weinbaugebiete der Mosel, wo die Bäume ideale Wachstumsbedingungen haben.

Während sich die Erntezeit der klassischen Pfirsichsorten im August dem Ende neigt, fängt die Saison der Weinbergpfirsiche mit der Weinlese gerade erst an. Ab September werden diese dann in der ganzen Stadt als regionale Spezialität angeboten.

Schon gewusst?

In Österreich hat der Pfirsichanbau in den Weinbergen ebenfalls lange Tradition. Dort heißt die Spezialität „Weingartenpfirsich“.

Wie bei fast allen köstlichen Sommerfrüchten ist die Erntezeit bei Pfirsichen und Nektarinen nur von kurzer Dauer. Nachdem die ersten Früchte ab Juli reif sind, ist die Saison bis zum Ende des Spätsommers schon wieder vorbei. In der Sonne gereift und frisch vom Baum gepflückt, schmecken sie natürlich am besten. Ob die Früchte wirklich reif sind, erkennt man, wenn sie weich sind und ihren herrlichen Duft verströmen.

Pfirsiche oder Nektarinen, die in den Handel kommen, werden aber meist schon geerntet, bevor sie die volle Reife erreichen. Nur so können die noch harten Früchte für längere Transportwege gelagert werden. Beim Händler oder Verbraucher angekommen, können sie dann langsam nachreifen. Auf dem Wochenmarkt erhält man die Früchte daher in unterschiedlichen Reifegraden. Härtere Früchte eignen sich, wenn man sie nicht sofort verarbeiten oder essen möchte. Zum direkten Verzehr gibt es auf Wunsch weichere Pfirsiche.

Manchmal kommen auch Pfirsiche auf den Markt, die zu früh geerntet wurden. Diese konnten nicht lange genug am Baum ausreifen und schmecken später wenig aromatisch. Normalerweise sind diese Früchte überwiegend gelb gefärbt und weisen einen geringen Rotanteil auf. Da es aber inzwischen neue Sorten gibt, die auch im zu früh gepflückten Zustand leuchtend rot sind, ist die rote Farbe nicht immer ein zuverlässiges Indiz für den Reifegrad. Besser ist es, sich den gelben Streifen auf der Oberseite der Frucht anzusehen, wo sie am Ast hing. Der dünne Zweig verhindert, dass sich die Schale unter ihm rot färbt, sodass dort der typisch helle Streifen entsteht. Dieser sollte, je nach Sorte, hell- bis goldgelb sein. Weist er hingegen grünliche Farbtöne auf, wurde der Pfirsich zu früh geerntet.

Abbildung: Der Schatten vom Ast hinterlässt auf der Nektarine einen gelben Streifen. Manchmal werfen auch die Blätter einen Schatten, sodass die komplette Oberseite der Frucht gelb bleibt. Weist dieser Bereich einen grünlichen Schimmer auf, wurde der Pfirsich zu früh gepflückt.

Mit den duftenden Pfirsichen und Nektarinen liefert uns die Natur an warmen Tagen saftig süße Snacks, die sehr nährstoffreich sind. Sie haben nur wenig Kalorien und stecken voller lebenswichtiger Vitamine wie C, B und E sowie Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Magnesium. In der Küche kann man aus dem Pfirsich allerdings weit mehr zaubern, als einen einfachen Obstsnack. So mancher staunt, wie vielfältig er sich verwenden lässt.

Nährwerte und gesundheitliche Vorteile

Die Nektarine hat eine faszinierende Geschichte, die bis ins antike China zurückreicht, wo sie ursprünglich stammt und erstmals kultiviert wurde.

Besonders bemerkenswert ist ihr hoher Kalium-Gehalt, der dazu beiträgt, überschüssiges Wasser aus dem Körper zu entfernen und damit Schwellungen zu reduzieren.

Diese Frucht enthält nicht nur eine Fülle an Vitaminen und Mineralstoffen, sondern auch wertvolle Botenstoffe, die unser Wohlbefinden fördern.

Nektarinen sind besonders reich an Vitamin K und Vitamin E, die beide wichtige Rollen in der Unterstützung unseres Immunsystems und der Hautgesundheit spielen.

Dank ihres hohen Kalium-Gehalts entwässert die Nektarine den Körper effektiv und hilft, Wassereinlagerungen zu reduzieren. Dies macht sie perfekt zum Abnehmen, da sie gleichzeitig sättigend und kalorienarm ist.

Die Nektarine schützt die Körperzellen vor schädlichen Einflüssen und hilft, das Immunsystem zu stärken. Dank ihres relativ hohen Kalium-Gehalts unterstützt sie zudem die Gesundheit von Herz und Kreislauf.

Sie enthalten hohe Mengen an Vitamin A, Vitamin C und verschiedenen B-Vitaminen, darunter Vitamin B3 (Niacin). Vitamin A ist ein entscheidender Nährstoff, der für die Aufrechterhaltung der Sehgesundheit und der Hautintegrität unerlässlich ist. Nektarinen sind eine ausgezeichnete Quelle für Vitamin A, das in Form von Beta-Carotin vorliegt.

Niacin, auch bekannt als Vitamin B3, ist ein weiterer wichtiger Nährstoff, der in Nektarinen enthalten ist. Es spielt eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel und unterstützt die Funktion von Nerven und Muskeln.

Kalium ist ein essenzielles Mineral, das für die Aufrechterhaltung eines gesunden Blutdrucks und die Unterstützung der Herzfunktion wichtig ist. Nektarinen sind eine hervorragende Kaliumquelle, die dazu beitragen kann, den Blutdruck zu regulieren und das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verringern.

Der hohe Kalium-Gehalt in Nektarinen entwässert den Körper und fördert so eine gesunde Nierenfunktion.

Mit nur etwa 44 Kalorien pro 100 Gramm sind Nektarinen eine kalorienarme Option, die sich hervorragend für eine gesunde Ernährung eignet.

Nektarinen bestehen zu einem großen Teil aus Wasser, was sie zu einer ausgezeichneten Frucht für die Hydratisierung macht.

Beta-Carotin, das in Nektarinen reichlich vorhanden ist, hat starke antioxidative Eigenschaften. Es hilft, freie Radikale im Körper zu neutralisieren und schützt die Zellen vor Schäden. Dies kann dazu beitragen, das Risiko chronischer Krankheiten zu verringern und die Hautgesundheit zu verbessern.

Daher helfen Nektarinen, das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verringern.

Es gibt viele verschiedene Sorten von Nektarinen, die sich in Geschmack, Farbe und Textur unterscheiden. Einige der beliebtesten Sorten sind „Fantasia“, „Flavortop“ und „Sunraycer“. Jede Sorte hat ihre eigenen einzigartigen Eigenschaften und bietet unterschiedliche gesundheitliche Vorteile.

Nektarinen sind reich an Nährstoffen und bieten pro 100 Gramm eine Vielzahl von Vitaminen und Mineralstoffen. Dank ihres niedrigen Kaloriengehalts und hohen Nährstoffdichte sind Nektarinen eine wertvolle Ergänzung zu jeder Diät.

Die Eier trennen.

Nährwerte pro 100g

Nährstoff Menge
Kalorien 44 kcal
Vitamin A Variiert je nach Sorte
Vitamin C Variiert je nach Sorte
Vitamin E Variiert je nach Sorte
Kalium Variiert je nach Sorte

Verwendung in der Küche

Pfirsiche lassen sich in der Küche erstaunlich vielseitig verwenden. Ihr süßes bis würziges Aroma harmoniert zu vielen Speisen, von denen man gar nicht vermutet, dass man sie überhaupt mit dem Obst kombinieren kann. Die Früchte werden z. B. in verschiedenen Fleisch- und Fischgerichten verwendet und die seltenen Weinbergpfirsiche isst man gerne mit Steinpilzen. Gemüse und Pfirsiche sind ebenfalls gute Partner mit Tomaten und Rucola als Salat. Manchmal kommen sie auch mit Fenchel in den Salat.

Pfirsich-Marmelade ist ein Klassiker, doch mit Erdbeeren und Brombeeren verfeinert, wird der Fruchtaufstrich zu einer wahren Delikatesse.

Für alle, die es gerne etwas würziger mögen, kann der Pfirsich-Marmelade stattdessen auch mit Rosmarin oder Ingwer ein besonderes Aroma verliehen werden. Rosmarin-Pfirsich-Chutneys sind ebenfalls beliebt.

Tatsächlich kombiniert man den Pfirsich in vielen Speisen und Getränken mit Basilikum. Die Sommerfrucht schmeckt sogar zu verschiedenen Käsearten und wird auf Käse-Bruschetta und Honig gegessen. Auf dem Nusskuchen oder in Desserts mit Vanille und Zimt passen Pfirsiche ebenso hervorragend. Man kann die Ernte aber auch einfach zu Getränken wie Wein, Rum, Saft und Buttermilch verarbeiten.

Echtes Marzipan ist besonders zur Weihnachtszeit eine beliebte Süßware, die aus Mandeln hergestellt wird. Da hochwertige Marzipanrohmasse recht teuer ist, nimmt man in der Industrie gerne das billigere Persipan als Ersatz, das aus Pfirsich- oder Aprikosenkernen gewonnen wird.

Tipps zur Lagerung und Reifung

Egal ob mit oder ohne Härchen: Beim Kauf von Pfirsichen und Nektarinen nutzt man am besten seine Sinne. Beide sollten angenehm duften und nicht zu hart sein. Denn das Obst reift nach der Ernte nur gut nach, wenn eine gewisse Mindestpflückreife erreicht wurde, so die Ernährungsexperten.

Bei der Nachreifung könne man aber ein bisschen nachhelfen. Ihr Tipp: Es geht schneller, wenn Bananen oder Äpfel dazu gelegt werden. Im Kühlschrank halten sich schon reife Früchte wenige Tage.

Reife Nektarinen ohne Druckstellen sind am besten im Kühlschrank aufgehoben und dort einige Tage haltbar. Sind bereits Schäden erkennbar, verderben sie schnell. Die Lagerung neben Bananen und Äpfeln kann den Prozess beschleunigen - allerdings auch die Nachreifung anregen.

Die Früchte reifen zwar nach der Ernte nach - werden sie aber zu früh gepflückt, erreichen sie nie Genussreife. Diese Nektarinen sind sehr hart und das Fruchtfleisch schimmert grünlich. Auch die Haut unreifer Früchte ist noch nicht von Grün nach Gelb umgeschlagen.

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