Das Sortiment in Drogerien ist bekannt für seine vielen Verpackungen. Hersteller von Schönheits- und Reinigungsprodukten suchen daher verstärkt nach Wegen, den Verbrauch von (neuem) Plastik zu reduzieren. Bisher lag der Fokus hauptsächlich auf recyceltem Kunststoff, doch nun werden vermehrt verpackungsfreie Lösungen getestet, ähnlich wie in Unverpackt-Läden.
In der Schönheitspflege finden sich immer häufiger feste Shampoos, Duschgels und Zahnpastatabletten. Auch Supermarktketten erzielen Aufmerksamkeit mit Pilotprojekten, die aus Unverpackt- und Bioläden bekannt sind: Abfüllstationen am Point of Sale (PoS) ermöglichen es, Verpackungen wiederholt zu nutzen und somit einzusparen.
Die Drogeriemarktkette dm bietet in einigen ihrer österreichischen und tschechischen Filialen solche Nachfüllanlagen an. Auch der Düsseldorfer Henkel-Konzern hat in Tschechien im November 2019 gemeinsam mit Handelspartner Rossmann ein Pilotprojekt gestartet, bei dem Kunden an automatischen Nachfüllstationen Produkte abfüllen und die Flasche mehrfach nutzen können.
Die Verbraucher wählen im Laden eine leere Flasche des gewünschten Produkts aus und scannen an der Auffüll-Station einen QR-Code auf dem Etikett. Anschließend wird die richtige Produktmenge in die Flasche gefüllt und ein Bon mit den relevanten Angaben ausgedruckt.
Denis Schulz von der Berliner Bio Company betont, dass sich viele Hersteller aus der Naturkostbranche intensiv mit dem Thema beschäftigen, aber noch kein tragbares System anbieten. Die Systeme seien oft sehr pflegeintensiv, teuer und verbrauchten viel Platz. Automatisierte Abfüllsysteme kosten zwischen 12.000 und 20.000 Euro, was für kleine Läden eine hohe Investition darstellt.
Uni Sapon bietet manuelle Abfüll-Stationen an, die mit 2.550 Euro deutlich günstiger sind und eine Lücke im Markt füllen. Bei nicht automatisierten Anlagen muss der Händler das Abfüllen durchführen, da Kunden Wasch-, Putz- oder Reinigungsmittel nicht selbst abfüllen dürfen.
Sollte ein Händler die selbst mitgebrachten Gefäße eines Kunden befüllen, ist ein Originaletikett am Gebinde anzubringen, da selbst ausgedruckte Papieretiketten gesetzlich nicht erlaubt sind.
Unternehmen wie Sonett lassen leere Kanister auf eigene Kosten abholen, reinigen und wieder befüllen. Sodasan hat seine Großgebinde auf Bag-in-Box-Verpackungen umgestellt, wodurch jährlich mindestens 6,4 Tonnen Plastikmüll eingespart werden.
Erdal Rex sieht Abfüllstationen kritisch, insbesondere bei flüssigen Produkten, da es Risiken bei Logistik und Hygiene gibt. Zudem sei der Platzbedarf enorm, und viele Kunden blieben markentreu.
Ungeachtet der Herausforderungen könnten Nachfüllstationen für Drogeriemärkte ein guter Ansatz sein, um das Eigenmarken-Geschäft zu fördern. In diesem Jahr präsentiert Erdal Rex den ersten vollständig recyclingfähigen Standbodenbeutel, der bis zu 70 Prozent an Verpackungsmaterial einspart.
2.000 trnd-Partner:innen haben die Nature Box Haarpflege getestet und ihre Haare mit den Linien Melone und Kirsche verwöhnt. Die Produkte zeichnen sich durch natürliche Inhaltsstoffe und die Ansprache unterschiedlicher Haartypen aus. Der erste Eindruck war ein toller Duft und wunderbare Geschmeidigkeit. Viele Tester lobten den Duft und die pflegende Wirkung der Produkte.
Die feste Dusche von Schwarzkopf & Henkel, die als zertifizierte Naturkosmetik angeboten wird, zeichnet sich durch ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis aus und wird mit der Gesamtnote „sehr gut“ bewertet. Die Inhaltsstoffe sind frei von bedenklichen Zusätzen, und die sanfte Formel mit Avocadoöl hinterlässt ein weiches und gepflegtes Hautgefühl.
Öko-Test hat verschiedene feste Shampoos untersucht und festgestellt, dass 29 von 36 getesteten Produkten empfehlenswert sind. Allerdings gab es auch Kritikpunkte: Im „mangelhaften“ Guhl Nature Repair Festes Shampoo Bio-Borretschöl wurden PEG/PEG-Derivate nachgewiesen.
Feste Kosmetikprodukte bieten zahlreiche Vorteile:
Feste Shampoos werden aufgeschäumt und der Schaum auf der Kopfhaut verteilt. Sie enthalten ähnliche Inhaltsstoffe wie flüssige Shampoos. Shampooseifen hingegen werden durch Verseifung von Fetten hergestellt und erfordern oft eine saure Spülung nach der Wäsche.
Feste Seife ist im privaten Haushalt unbedenklich gemeinsam zu benutzen. Shampoobars sollten immer gut trocknen können, beispielsweise in einem Seifsäckchen oder einer belüfteten Seifendose.
Einige der getesteten und empfohlenen Shampoo Bars sind:
Viele Marken bieten mittlerweile feste Shampoos und Spülungen für verschiedene Haartypen an. Die Produkte sind oft vegan und frei von Silikonen, Parabenen und künstlichen Farbstoffen.
Refill-Systeme sind ein wachsender Trend, bei dem Produkte so konzipiert sind, dass die Verpackungen nach Gebrauch neu befüllt werden können. Einige Marken mit Refill-Systemen sind:
Refill-Systeme sparen Verpackung und Ressourcen, sind aber auch aufwendig und kostenintensiv. Es ist wichtig, auf die Inhaltsstoffe und die Ökobilanz der verwendeten Rohstoffe zu achten.
Refill-Kosmetik kann ein sinnvoller Beitrag zu einem Zero-Waste-Badezimmer sein. Es ist jedoch wichtig, auch auf die natürlichen Inhaltsstoffe zu achten und sich nicht von den Refill-Bemühungen konventioneller Marken zum Kauf eines bedenklichen Produkts verleiten zu lassen.
| Aspekt | Vorteile | Nachteile |
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| Feste Shampoos |
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| Refill-Systeme |
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