Haarausfall ist ein Problem, das viele Frauen betrifft. Laut einer aktuellen Umfrage haben 42 Prozent aller Frauen damit zu kämpfen. Es ist wichtig zu wissen, dass Ärzte oft helfen können. „Niemand sollte panisch werden, wenn sich nach dem Duschen viele Haare im Abflusssieb befinden“, sagt Dr. Susanne Greve, Dermatologin aus Darmstadt. „Es ist völlig normal, wenn rund 100 Haare täglich verloren gehen. Erst wenn es mehr werden, lohnt es sich, einen Arzt aufzusuchen.“
Auch Prominente sind nicht davor gefeit. Naomi Campbell (42) wurde mit lichter werdenden Haaren gesichtet, was Spekulationen über die Ursachen auslöste. Einige vermuten, dass häufig eingesetzte Extensions schuld sind, während andere Haarausfall oder eine bewusste Rasur vermuten, damit Perücken besser halten.
Auch andere Prominente wie Ashley Tisdale, Tyra Banks und Keira Knightley haben offen über ihren Haarausfall gesprochen.
Haarausfall bei Frauen | Was tun | Ursachen | Vorbeugung | Erklärungen | Therapie
Immer mehr Promi-Damen machen es Jada Pinkett Smith nach und öffnen sich. Ashley Tisdale wurde in den frühen 2000ern neben ihren Kollegen Zac Efron und Vanessa Hudgens mit den "High School Musical"-Filmen zum Star. Auch heute noch vereint Ashley Tisdale eine große Fangemeinde. Auf Instagram folgen der Schauspielerin und Sängerin 15 Millionen Menschen.
Ihre Reichweite nutzt Ashley Tisdale nun, um auf ein wichtiges Thema aufmerksam zu machen: "Ich leide seit meinen frühen Zwanzigern an Alopezie", so die Schauspielerin in einem mittlerweile viral gegangenen Video. "Ich habe damals festgestellt, dass ich eine kahle Stelle auf meinem Kopf hatte. Ich habe meine Friseurin gefragt, um was es sich dabei handeln könnte. Sie hat mir dann erzählt, dass ich bestimmt Alopezie habe."
Was Alopezie ist, wusste die Künstlerin zu diesem Zeitpunkt noch nicht. "Ich bin also zu meiner Dermatologin gegangen und sie hat dann nochmal offiziell die Diagnose gestellt. Ashley Tisdales Botschaft: "Haarausfall ist total weit verbreitet. Vielen Leuten ist es jedoch zu peinlich, über solche Themen zu reden. Dabei ist es nichts, wofür man sich schämen muss." Tatsächlich sind ca. 1-2 Prozent der Bevölkerung von Alopecia areata (kreisrundem Haarausfall) betroffen - Männer und Frauen mit gleicher Häufigkeit.
Alopecia areata zählt zu den multifaktoriellen Erkrankungen. Das heißt, dass sowohl genetische als auch Umweltfaktoren eine Rolle bei der Entstehung spielen. Oft sind es Autoimmunkrankheiten.
Ursachen von Haarausfall
Es gibt viele Ursachen für Haarausfall bei Frauen. Hier sind einige der häufigsten:
- Androgenetische Alopezie: Dies ist die häufigste Ursache und betrifft jede dritte Frau. Die Haare entwickeln eine genetisch bedingte Überempfindlichkeit gegen Dehydrotestosteron, einem Abkömmling des Sexualhormons Testosteron.
- Schilddrüsenprobleme: Eine gestörte Schilddrüsenfunktion kann zu Haarausfall führen.
- Eisenmangel: Ein Mangel an Eisen kann ebenfalls Haarausfall verursachen.
- Infektionen: Eine Infektion oder eine schwere Grippe können noch Wochen später für Kahlschlag auf dem Kopf sorgen.
- Ernährung: Crash-Diäten und rigorose Hungerkuren können zu einem Mangel an wichtigen Nährstoffen und Vitaminen führen, was Haarausfall begünstigt.
- Psychologischer Stress: Psychologischer Stress kann ebenso zu Haarausfall führen wie mechanischer Stress.
- Mechanische Überbelastung: Zum Beispiel durch Extensions oder straffe Frisuren.
- Saisonaler Haarausfall: Im Herbst kann es aufgrund des Wechsels der Temperaturen und des Rückgangs der Sonnenstunden zu verstärktem Haarausfall kommen.
Laut einer Umfrage des Bundesverbandes Deutscher Apotheker (BVDA) empfehlen Apotheker am häufigsten das Mikronährstoffpräparat Priorin, um dem drohenden Haarverlust entgegenzuwirken (in 49 Prozent der Fälle). Das Mittel versorgt die Haarwurzel mit speziellen Mikronährstoffen wie Hirseextrakt, dem Haarvitamin B5 (Pantothensäure) und L-Cystin, einem Bestandteil des Haarproteins Keratin. Welche Präparate Apotheker am häufigsten empfehlen:
Diagnose und Behandlung
Um die Ursache des Haarausfalls zu ermitteln, kann ein Dermatologe verschiedene Untersuchungen durchführen. Früher mussten dafür mindestens 50 Haare samt Wurzel ausgerissen werden. Heute gibt es den Trichoscan, eine spezielle Untersuchungsmethode, bei der das Haar an einer nicht sichtbaren Stelle abrasiert wird.
Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für Haarausfall. Dazu gehören:
- Minoxidil: Dieser Wirkstoff fördert die Blut- und Nährstoffversorgung des Haarfollikels, stärkt vorhandenes Haar und regt das Wachstum an. Die Tinktur muss zweimal täglich aufgetragen werden.
- Melatonin: Studien haben gezeigt, dass dieses Hormon das Haarwachstum stimulieren kann. Es wirkt am besten in frühen Stadien von Haarverlust und Haarverdünnung.
- Alpha-Östradiol: Bei leichtem Haarausfall in der Menopause können Produkte helfen, die Alpha-Östradiol enthalten.
- Hormonpille: Im Einzelfall kann es sinnvoll sein, eine Hormonpille zu verschreiben.
Tipps zur Vorbeugung von Haarausfall
Es gibt auch einige Dinge, die man selbst tun kann, um Haarausfall vorzubeugen:
- Ernährung: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, die reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist. Insbesondere Eisen, Zink und Biotin sind wichtig für gesundes Haarwachstum.
- Feuchtigkeit: Verwenden Sie regelmäßig eine feuchtigkeitsspendende Haarmaske oder ein Öl, um Ihr Haar mit Feuchtigkeit zu versorgen.
- Sanfte Pflege: Vermeiden Sie aggressives Bürsten und übermäßiges Styling. Benutzen Sie eine sanfte Bürste mit weichen Borsten und lassen Sie Ihr Haar auch mal an der Luft trocknen.
- Stressabbau: Finden Sie Entspannungstechniken, die Ihnen helfen, Stress abzubauen.
- Kopfhautpflege: Massieren Sie regelmäßig Ihre Kopfhaut, um die Durchblutung anzuregen und die Haarfollikel zu stärken. Verwenden Sie milde, pH-neutrale Shampoos und verzichten Sie auf aggressive Chemikalien.
Haarausfall im Herbst
Viele Menschen bemerken im Herbst verstärkten Haarausfall. Dies liegt oft an saisonalen Veränderungen. Der Herbst ist bekannt für den Wechsel der Temperaturen und den Rückgang der Sonnenstunden. Diese Veränderungen können sich auf unseren Körper auswirken und auch zu Haarausfall führen.
Tipps gegen Haarausfall im Herbst
- Ernährung: Achte auf eine ausgewogene Ernährung, die reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist. Insbesondere Eisen, Zink und Biotin sind wichtig für gesundes Haarwachstum. Integriere daher Lebensmittel wie grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und Fisch in deine Mahlzeiten.
- Feuchtigkeit: Der Herbst kann trockene Luft mit sich bringen, was zu Haarschäden führen kann. Verwende daher regelmäßig eine feuchtigkeitsspendende Haarmaske oder ein Öl, um dein Haar mit Feuchtigkeit zu versorgen und es vor Austrocknung zu schützen.
- Sanfte Pflege: Vermeide aggressives Bürsten und übermäßiges Styling, da dies zu Haarbruch führen kann. Benutze eine sanfte Bürste mit weichen Borsten und lasse dein Haar auch mal an der Luft trocknen, um es vor Hitze- und Stylinggeräten zu schonen.
- Stressabbau: Stress kann zu Haarausfall führen. Finde Entspannungstechniken, die dir helfen, Stress abzubauen, wie zum Beispiel Yoga, Meditation oder regelmäßige Spaziergänge in der Natur.
- Kopfhautpflege: Eine gesunde Kopfhaut ist entscheidend für gesundes Haar. Massiere regelmäßig deine Kopfhaut, um die Durchblutung anzuregen und die Haarfollikel zu stärken. Verwende milde, pH-neutrale Shampoos und verzichte auf aggressive Chemikalien.
- Haarstyling: Wähle schonende Frisuren, die dein Haar nicht zu sehr belasten, wie zum Beispiel lockere Zöpfe oder offenes Haar. Vermeide enge Haargummis oder Haarspangen, die das Haar unnötig strapazieren könnten.
- Professionelle Beratung: Wenn der Haarausfall anhält oder stark zunimmt, solltest du einen Dermatologen oder Trichologen aufsuchen, um die genaue Ursache festzustellen und eine individuelle Behandlung zu erhalten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Haarausfall ein häufiges Problem ist, das viele Ursachen haben kann. Es ist wichtig, die Ursache zu ermitteln und eine geeignete Behandlung zu beginnen. Mit der richtigen Pflege und Behandlung können Sie Ihr Haar gesund und stark halten.
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