Bei Auslands-Auftritten sind Minister wie Annalena Baerbock immer top gestylt. Das hat seinen Preis. Und der ist so hoch, dass die CDU ihn gerne regulieren würde.
Ein derartiges Auftreten gibt es allerdings nicht umsonst. Und die Grünen-Ministerin lässt sich das einiges kosten.
Das Thema Kosten für das schlicht äußere Auftreten in der Ampel-Koalition kochte bereits im Frühjahr 2023 hoch. Damals meldete sich der Bund deutscher Steuerzahler zu Wort - mit einem konkreten Vorschlag, wo man für Einsparungen im Bundeshaushalt ansetzen könne. Demnach sei aus einer kleinen Anfrage im Bundestag hervorgegangen, dass die Ampel-Koalition 2022 rund 1,5 Millionen Euro für Fotografen, Friseure und Visagisten ausgegeben habe.
Besonders ragte damals das Auswärtige Amt heraus. In Baerbocks Ministerium habe eine Maskenbildnerin 137.000 Euro ausgemacht. Insgesamt sei das mehr als die Hälfte der Ausgaben für Visagisten in der Bundesregierung gewesen. Auch im Hinblick auf den Bundeshaushalt 2025 geht es nun wieder um Einsparungen. Und wieder rücken die Zahlungen für die Aufmachung der Ministerinnen und Minister in den Fokus.
Die Bild nennt in einem Bericht nämlich nun neue Werte zu den Ausgaben für Friseure und Visagisten in der Regierung auf Kosten der Steuerzahler. Diese gingen demnach aus einer Antwort des Regierungssprechers Steffen Hebestreit auf eine Anfrage der CDU hervor. Und wieder liegt Baerbock im Ranking an der Spitze.
Wie es in dem Bericht heißt, sollen bei der Ministerin im November und Dezember 2023 - damals reiste Baerbock unter anderem in den Nahen Osten, nach Ruanda und zur UN-Klimakonferenz in Dubai - jeweils mehr als 11.000 Euro pro Monat für Friseure und Visagisten draufgegangen sein. Damit liegt sie weit vor anderen Politik-Promis aus der Regierung.
Scholz, Faeser und Baerbock präsentieren sich bei Reisen top gestylt - das kostet aber auch einiges. Im Dezember sei er auf 3141,60 Euro in der End-Abrechnung gekommen. Damit liegt er aber natürlich noch weit hinter Baerbock. Familienministerin Lisa Paus soll im Monat 2677,50 Euro für Styling ausgegeben haben.
Es gibt aber auch deutlich sparsamere Ministerinnen und Minister in den Ampel-Reihen. Innenministerin Nancy Faeser von der SPD sei auf 541,45 Euro gekommen. Ihre Parteikollegen Hubertus Heil (Arbeitsminister) und Klara Geywitz (Bauministerin) lägen bei 300 Euro. Bei den weiteren Ministern sei kein Steuergeld für Styling abgerechnet worden.
Um einen besseren Überblick über die genannten Zahlen zu geben, hier eine Tabelle:
| Minister/in | Ausgaben pro Monat (Beispiel Dezember) |
|---|---|
| Annalena Baerbock | über 11.000 Euro (November und Dezember 2023) |
| Olaf Scholz | 3141,60 Euro |
| Lisa Paus | 2677,50 Euro |
| Nancy Faeser | 541,45 Euro |
| Hubertus Heil | 300 Euro |
| Klara Geywitz | 300 Euro |
Dennoch: Würde man die Beträge aufrechnen, käme in jedem Falle auch für 2023 und 2024 ein ordentliches Sümmchen zusammen. Und auch wenn die Haushaltslücke von über 20 Milliarden für das kommende Jahr wohl kaum damit zu schließen wäre, so könnte doch jeder Cent Einsparung mit Blick darauf hilfreich sein. Das findet offenbar auch die Opposition.
„Wenn hart arbeitende Steuerzahler jeden Monat fünfstellige Summen für die Frisur von Annalena Baerbock ausgeben sollen, hört der Spaß auf“, sagt etwa CDU-Politiker Christoph Ploß der Bild. Daher bringt er eine Art Obergrenze für das Styling der Ampel-Politiker ins Spiel. Es sei vertretbar, dass der Staat derartige Kosten zu „Repräsentationszwecken“ übernimmt, so Ploß weiter. Die Summe der Außenministerin etwa sei allerdings „ein Missbrauch und eindeutig zu viel“.
Eindeutig zu viel fordert derweil auch Nancy Faeser an Etat für das Jahr 2025 - zumindest, wenn es nach Finanzminister Christian Lindner geht. Die Innenministerin schrieb deshalb nun einen Protestbrief an den FDP-Chef.
Bilder zum Thema Nancy Faeser
Nancy Faeser, geboren am 13. Juli 1970 in Bad Soden, Deutschland ist eine deutsche Politikerin (SPD). Sie war vom 8. Dezember 2021 bis zum 6. Mai 2025 als erste Frau in diesem Amt Bundesministerin des Innern und für Heimat der Bundesrepublik Deutschland.
Seit 1988 ist Faeser Mitglied der SPD. 1996 wurde sie zunächst Vorsitzende der SPD Schwalbach, von 1999 bis 2009 war sie stellvertretende Vorsitzende und im Anschluss bis 2015 Vorsitzende der SPD Main-Taunus. Seit 2002 ist sie Mitglied des Bezirksvorstandes der SPD Hessen-Süd.
2003 zog sie zum ersten Mal als Abgeordnete in den Hessischen Landtag. 2009 stieg sie dort zur stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und innenpolitischen Sprecherin der SPD in Hessen auf. Im gleichen Jahr trat sie der Arbeitsgruppe "Innen" des SPD-Parteivorstands in Berlin bei. Seitdem ist sie außerdem Mitglied bei den Sozialdemokraten in der Polizei (SiP).
2013 wurde Faeser in den Landesvorstand der SPD Hessen, 2014 zu deren Generalsekretärin und 2019 schließlich zur Vorsitzende der SPD Hessen gewählt.
2021 erfolgte die Ernennung zur Bundesinnenministerin.
Nancy Faeser ist verheiratet, katholisch und hat einen Sohn. Sie lebt mit ihrer Familie in ihrer Heimatstadt.
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