Der Schnurrbart, auch bekannt als Moustache, Oberlippenbart oder Schnauzer, genießt zu Recht Kultstatus. Nicht nur die Moustache Arten sind vielfältig, sondern auch deren Bezeichnung. Zahlreiche Prominente bringen immer wieder verschiedene Moustache Arten in den Fokus der Öffentlichkeit. Ein Grund mehr, dass wir hier einen Überblick über verschiedene Moustache Arten geben wollen.
Schnurrbart m. ‘Schnauzbart’ (18. Jh.), nach nd. Snurrbart, zu nd. Snurr ‘Schnauze, Maul, Mund’; vgl. Schnauzbart, zu Schnauze (s. d.).
Bevor wir allerdings zu den einzelnen Arten von Schnurrbärten übergehen, solltest du dir bewusst sein, dass gerade bei diesem Prachtstück eine gute Pflege den Unterschied macht.
Die Wortherkunft von "Schnurrbart"
schnurren Vb. ‘ein brummendes, surrendes Geräusch erzeugen’, mhd. snurren ‘rauschen, sausen, brummen (besonders von Insekten und Katzen)’, mnd. snurren, snorren ‘surren, schwirren, brummen’, nl. snorren stehen ablautend neben schnarren (s. d.) und gehören wie schnarchen (s. d.) zu der unter nörgeln (s. d.) aufgeführten lautnachahmenden Wurzel ie. *(s)ner-, *(s)nur- ‘murren, knurren’. - Schnurre f. ‘Knarre, Brummkreisel’ (16. Jh.), mhd. snurre ‘brummender Ton, summende Bewegung’, übertragen ‘Scherz, Schwank, lustige Erzählung’; vgl. ahd. snurring (Hs. 12. Jh.), mhd. snürrinc, snurrære ‘Possenreißer, Tor, Narr’, der das Publikum sowohl mit lärmerzeugenden Instrumenten als auch in schneller Rede mit Späßen und lustigen Erzählungen unterhält. schnurrig Adj. ‘brummend’, übertragen ‘mürrisch, unfreundlich’ (16. Jh.), ‘lustig wie eine Schnurre, possierlich, drollig’ (18. Jh.). Schnurrpfeife f. einfaches Instrument der Bettelmusikanten, auch Kinderspielzeug (18. Jh.), nd. Snurrpīpe, bildlich ‘Tand, Kinderreien’. Schnurrpfeiferei f. ‘Kurzweil, nutzlose Kleinigkeit, närrischer Einfall’ (18. Jh.).
Bekannte Schnurrbartträger
Der Oberlippenbart hat eine lange Geschichte. Er wurde schon Jahrzehnte vor meiner Zeit von historischen Persönlichkeiten getragen, darunter finden sich Diktatoren, Kaiser und Künstler.
Die verschiedenen Arten von Schnurrbärten
Hier ist eine Übersicht über einige der bekanntesten und markantesten Schnurrbartstile:
Der Slawenhaken ist der Klassiker und einer dieser extrem maskulinen und dominanten Moustache Arten. Er wirkt buschig und verleiht dem Träger eine völlig eigene Aura. Die Haar gehen meist über die Mundwinkel hinaus und reichen bei manchen Trägern bis zum Kinn. Der wohl bekannteste Träger des Slawenhakens ist der US-amerikanische Schauspieler Tom Selleck. Er hat diesen Moustache geprägt wie kein zweiter.
Der Standard Moustache ist alles - außer Standard. Als einer der coolsten und elegantesten Moustache Arten überhaupt, lässt er sich mit unglaublich vielen modischen Stilen einfügen. Ob im charmanten Vintage-Look oder beim modernen Hipster. Der Moustache ergänzt zahlreiche Outfits perfekt und verschafft seinem Träger, den Respekt, den er auch verdient. Spezielle Schnurrbartscheren bringen den Moustache in Form.
Als kleinerer Bruder des Standard Moustache, ist der kleine Moustache über den Mundwinkeln weniger lang und auslagernd. In Sachen Eleganz steht er ihm aber in nichts nach. Ein cooler kurzer Haarschnitt stellt den Moustache noch mehr ins Zentrum. Die Enden des Bartes stylst du mit etwas Bartwichse nach oben.
Der englische Moustache ist einer der elegantesten Formen überhaupt. Sein Träger wirkt durchaus, als würde er über den Dingen stehen. Mit weit ausgelagerten Seiten sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Etwas eleganter wirkt er allerdings, wenn die Enden nicht über das Gesicht heraus ranken und zudem leicht gezwirbelt werden. Das erreicht der Träger dieses Looks ebenfalls durch die Verwendung von Bartwichse.
Der Walross-Moustache oder auch Schnauzer genannt, steht für absolute Kompromisslosigkeit. Er ist besonders buschig und verleiht seinem Träger einen individuellen Look. Viele Träger des Schnauzers werden ihr Leben lang mit seinem Look in Verbindung gebracht. Prominente Vertreter sind sicherlich Otto Bismarck oder Handballtrainer Heiner Brand. Wichtig ist in jedem Fall die tägliche Pflege, weil natürlich bei jeder Mahlzeit oder bei jedem Glas Bier etwas im Bart zurück bleibt.
“Ohne Schnurrbart ist ein Mann nicht richtig angezogen”. Das soll der Legende nach Salvador Dali, der Erfinder des Dali-Moustache, einmal gesagt haben. Hierbei werden die Enden des Schnurrbartts direkt über den Mundwinkeln nach oben gezogen. Der eigentliche Balken des Barts bleibt relativ schmal. Heute sicherlich nicht mehr oft auf Deutschlands Straßen anzutreffen, aber sicherlich ein Blickfang.
Der Clark-Gable-Bart ist einer der wieder neu entdeckten Moustache Arten. Namensgeber war, du errätst es sicher, Clark Gable. Dieser Moustache ist dadurch gekennzeichnet, dass er einen kleinen Abstand zur Oberlippe hat und zudem sehr schmal rasiert ist. Er steht vor Allem Trägern mit einem eher schmalen Gesicht, da er diesem zusätzliche Fülle verleiht. Neue Berühmtheit erlangte der Klassiker, als Brad Pitt ihn im Film “Inglorious Bastards” trug.
Der Hufeisen-Bart ist optisch nah mit dem Fu Manchu verwandt. Handwerklich gesehen sind sich diese beiden Moustache Arten allerdings eher fremd. Technisch gesehen handelt es sich beim Hufeisen nicht mal mehr um einen reinen Oberlippenbart, denn es wird sowohl der Schnurrbart als auch die Haare um die Mundwinkelregion stehen gelassen. So entsteht der Look, der ausschlaggebend für den Namen dieses Barttypes ist. Besonders beliebt ist dieser Bart in der Biker- und Rockerszene.
Der Fu Manchu Moustache wurde nach dem Bösewicht aus dem 1923 verfilmten Roman benannt. Er steht seit jeher auch für Weisheit und ist sehr häufig im asiatischen Raum anzutreffen. Im Gegensatz zum Hufeisenbart speist sich der Look des Fu Manchu ausschließlich aus dem Haar der Oberlippe. Beim Hufeisenbart bleibt das Haar neben den Mundwinkeln ebenfalls bestehen. Sicherlich einer der auffälligsten und imperialistischsten Bartstyles überhaupt.
Unlängst haben wir den Kaiser-Wilhelm-Bart zum Bartstyle-Favoriten gekürt. Trägst du den Kaiserbart ist dir Aufmerksamkeit und Neid so gut wie sicher. Dieser Bart ist eigentlich eine besonders coole Form des Moustaches, kann aber jederzeit mit Kinnbart oder Backenbart kombiniert werden. Du kannst den Kaiserbart am besten mit einer Schnurrbart-Bartschere in Form halten.
Egal ob Chaplinbart, Fliegenbart, Zweifinger-Bart oder Zahnbürstenbart - für die Gesellschaft bleibt er vor Allem eines: Hitlerbart. Daher ist in jedem Fall vom Tragen dieser Moustache Art abzuraten. Denn Träger werden sicherlich in die rechte Ecke gestellt.
Die Mutter der gepflegten Gesichtsbehaarung wird oft als Modeerscheinung verschrien, dabei überzeugt der Schnurrbart seit Jahrhunderten als das natürlichste Accessoire für den Mann von Welt. Auch auf der Leinwand konnte das gewisse Etwas zwischen Nasenflügel und Oberlippe so einige popkulturelle Meilensteine setzen. Deswegen im Folgenden: die 10 besten, schönsten und größten Schnauzer der Film- und Fernsehgeschichte.
Schnurrbart Schwarz-Weiß: Charlie Chaplin im Film-Klassiker Modern Times. Tipp der Redaktion: Bitte nicht nachmachen!
Mit diesem Scheibenwischer auf der Oberlippe brennt aber auch gar nichts an. Zündet trotzdem ordentlich: Dennis Hopper in Easy Rider
Der Name ist Programm: Tom Selleck als Magnum und dem wohl größten Schnauzer der Film- und Fernsehgeschichte
Dezent, aber äußerst effektiv: Marlon Brando in Der Pate
Aus heutiger Sicht ist Borat etwas drüber. Doch dieses Prachtexemplar von Pornobalken, das Sasha Baron Cohen hier heranzüchtete, geht definitiv positiv in die Geschichtsbücher ein. Wir finden: very nice!
Mit diesem Stacheldrahtzaun von Oberlippenbart katapultiert sich Sam Eliott in The Big Lebowski schnurstracks in den Schnauzer-Olymp.
Dieser Schnauzer schaffte es sogar in die Nachrichten: Will Ferrell als Ron Burgundy in Anchorman
Hommage an den musikalischsten Schnauzer aller Zeiten: Rami Malek als Freddie Mercury in Bohemian Rhapsody
Heilige Maria! Dieser Schnauzer ist ein Werk Gottes: Ned Flanders in Die Simpsons
Wir sind uns nicht sicher, was gefährlicher ist - Machete oder Moustache? Danny Trejo in Machete
Dieses Sahnehäubchen von Schnurrbart sitzt so weit von der Oberlippe entfernt und steht damit außer Konkurrenz.
Der Schnurrbart ist mehr als nur ein modisches Accessoire. Er ist ein Ausdruck von Persönlichkeit, Stil und manchmal sogar politischer Gesinnung.
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