Fast jeder zweite junge Erwachsene hat schon mal Cannabis konsumiert. Viele langjährige Kiffer haben Cannabis anfangs nur im Freundeskreis konsumiert. Sie kiffen immer häufiger alleine und ziehen sich in die eigenen vier Wände zurück. Das Kiffen übernimmt mehr und mehr die Funktion, mit unangenehmen Gefühlen fertig zu werden. Das können Langeweile, Angst, Einschlafschwierigkeiten oder andere Probleme sein. Betroffene neigen häufiger dazu, das Kiffen dazu zu benutzen, um mit unangenehmen Gefühlen oder Gedanken fertig zu werden.
Die Auswirkungen einer Abhängigkeit von Cannabis sind nicht so auffällig wie beispielsweise die von Heroin oder Kokain. Wer abhängig ist von Cannabis, erlebt meist Einschränkungen der Lebensqualität, auch wenn dies nicht gleich erkannt wird. Manche Menschen, die gewohnheitsmäßig konsumieren, sind sich vielleicht unsicher, ob ihre depressiven Verstimmungen oder anderen Probleme tatsächlich etwas mit dem Kiffen zu tun haben. Vielleicht gab es manche Schwierigkeiten auch schon zu Zeiten, in denen der Cannabiskonsum noch nicht so wichtig war. Daher ist es wichtig, möglichst frühzeitig zu erkennen, ob Cannabis zum Problem wird.
Haben Sie schon mal daran gedacht, weniger zu kiffen? Haben Sie womöglich schon mal erfolglos versucht auszusteigen oder zu reduzieren? Hat der Cannabiskonsum bereits zu Problemen geführt, z. B. Wenn Sie eine oder sogar mehrere Fragen mit „ja“ beantworten, empfehlen wir Ihnen, sich professionell beraten zu lassen.
Mit dem Begriff Sucht sind nicht nur die Abhängigkeitserkrankungen gemeint, sondern die Gesamtheit von riskanten, missbräuchlichen und abhängigen Verhaltensweisen in Bezug auf Suchtmittel (legale wie illegale) sowie nichtstoffgebundene Verhaltensweisen (wie Glücksspiel und pathologischer Internetgebrauch). Sucht ist häufig mit dramatischen persönlichen Schicksalen verbunden. Sie betrifft beteiligte Familienangehörige ebenso wie Freundinnen und Freunde oder Kolleginnen und Kollegen.
Drogen und Suchtmittel verursachen in Deutschland erhebliche gesundheitliche, soziale und volkswirtschaftliche Probleme: Nach repräsentativen Studien (insbesondere Epidemiologischer Suchtsurvey 2021) rauchen 11,6 Millionen Menschen, 1,6 Millionen Menschen sind alkoholabhängig und Schätzungen legen nahe, dass bei 2,9 Millionen Menschen ein problematischer Medikamentenkonsum vorliegt. Rund 1,3 Millionen Menschen weisen einen problematischen Konsum von Cannabis und illegalen Drogen auf. Etwa 1,3 Millionen Menschen haben eine glücksspielbezogene Störung (Glücksspiel-Survey 2021).
Ziel unserer Drogen- und Suchtpolitik ist die Reduzierung des Konsums legaler und illegaler Drogen sowie die Vermeidung der drogen- und suchtbedingten Probleme in unserer Gesellschaft. Die legalen Suchtmittel Alkohol, Tabak und psychotrope Medikamente finden aufgrund ihrer großen zahlenmäßigen Bedeutung dabei die größte Beachtung.
Die vielfältigen Beratungs- und Behandlungsangebote zum Ausstieg aus dem Suchtverhalten müssen erhalten und gestärkt werden, damit jeder und jede Suchtkranke das Angebot zur Beratung und Behandlung in Anspruch nehmen kann, dass er oder sie benötigt.Damit Suchtberatung auch digital möglich ist, hat das BMG die Entwicklung einer trägerübergreifenden Plattform zur digitalen Suchtberatung finanziert und modellhaft erprobt. Seit 1.
Überlebenshilfen oder Maßnahmen zur Schadensreduzierung, wie zum Beispiel Spritzentausch, stabilisieren die gesundheitliche und soziale Situation von Menschen mit Suchterkrankungen.
Ein weiteres Element der Drogen- und Suchtpolitik sind gesetzliche Regulierungen zur Beschränkung des Angebots von Suchtmitteln und Drogen. Dazu gehören beispielsweise das Nichtraucherschutzgesetz, das Jugendschutzgesetz und das Betäubungsmittelrecht.
Prävention: Strukturen schaffen, die Diskriminierung vorbeugen (z. B. Beratung: Unterstützung und Begleitung von Diskriminierungserfahrungen (z. B. Beratungsstellen, z. B.
Cannabis hat eine berauschende Wirkung auf den Körper. Verantwortlich dafür ist der Stoff Tetrahydrocannabinol, kurz: THC. In Film und Fernsehen werden häufig Wahrnehmungsstörungen und Halluzinationen als Wirkung von Cannabis dargestellt. THC hat verschiedene Effekte auf den Körper und die Psyche. Die Wirkungen hängen unter anderem davon ab, wie viel man konsumiert hat, wie man sich gerade fühlt und in welcher Umgebung man sich befindet. Alle Wirkungen von Cannabis - angenehme wie unangenehme - sind ähnlich wie bei Alkohol die Folgen einer Vergiftung. Diese ist in der Regel nicht lebensbedrohlich und klingt meist nach 3 bis 5 Stunden wieder ab. Bis heute sind keine Todesfälle aufgrund von Cannabis-Überdosierung bekannt. Allerdings können berauschte Menschen sich selbst oder andere in gefährliche Situationen bringen, z. B.
Cannabis enthält bestimmte Stoffe, die Cannabinoide genannt werden. Einer davon ist THC. Cannabinoide wirken auf einen bestimmten Teil unseres Nervensystems - das Endo-Cannabinoid-System, kurz: ECB-System. Das ECB-System ist an vielen Prozessen im Körper beteiligt. Das ECB-System besteht aus Botenstoffen und Bindungsstellen: den Endo-Cannabinoiden und den Cannabinoid-Rezeptoren. Unsere Nervenzellen schütten Endo-Cannabinoide aus. Diese binden dann an die Cannabinoid-Rezeptoren. Cannabinoid-Rezeptoren verteilen sich über den gesamten menschlichen Körper. Besonders viele gibt es im Gehirn und auf Zellen des Abwehrsystems. Außerdem findet es sich in Organen, wie Herz, Lunge, Leber, Nieren, der Haut, im Verdauungstrakt oder in den Fettzellen. Außer den Endo-Cannabinoiden können auch pflanzliche Cannabinoide, z. B. THC, aus Cannabis an diese Andockstellen binden. Während der Körper Endo-Cannabinoide sehr schnell wieder abbaut, bleibt THC sehr lange im Körper.
Cannabis wirkt nicht bei jedem Menschen oder bei jedem Konsum gleich. Die genaue Wirkung von Cannabis lässt sich nicht immer genau vorhersagen. Verschiedene Umstände beeinflussen die Wirkung. THC ist der Wirkstoff in der Hanfpflanze, der für ihre berauschende Wirkung verantwortlich ist. Je mehr THC man dem Körper zuführt, desto stärker ist in der Regel die Wirkung. Bei Cannabisprodukten, die sehr viel THC enthalten, sind vor allem mehr unangenehme Nebenwirkungen zu erwarten. Außer körperlichen Beeinträchtigungen ist auch das Risiko für Depressionen, Angstzustände und psychotischeStörungen bei hohem THC-Gehalt größer. Neben THC enthält Cannabis auch den Stoff Cannabidiol, kurz: CBD. Es gibt Hinweise darauf, dass CBD die Wirkung von THC abschwächen kann. Dieser Zusammenhang ist aber nicht eindeutig belegt.
Cannabis wird häufig als Joint geraucht, durch eine Wasserpfeife inhaliert oder kann in Form von Keksen oder Tee verzehrt werden. Beim Kiffen oder Dampfen gelangt Cannabis recht schnell über den Blutkreislauf in das Gehirn, sodass die Wirkung bereits nach wenigen Sekunden eintritt. Nimmt man Cannabis als Gebäck oder Tee zu sich, muss es erst den Verdauungstrakt durchqueren. Dadurch setzt die Cannabis-Wirkung erst nach 30 Minuten ein und kann dann 6 Stunden oder sogar länger andauern. Da die Leber bereits einen Teil der Inhaltsstoffe abbaut, ist die Wirkung von Cannabis beim Essen nicht so stark wie beim Kiffen. Weil die Wirkung zeitlich stark verzögert eintritt, besteht aber das Risiko, dass man zu viel Cannabis zu sich nimmt.
Wer Cannabis zu Hause gemeinsam mit Freunden konsumiert, hat in der Regel ein angenehmeres Rauscherlebnis als jemand, der Cannabis alleine in einer fremden Umgebung zu sich nimmt. Wenn man Cannabis gleichzeitig mit Medikamenten, Alkohol, Tabak oder anderen Drogen einnimmt, kann dies die Wirkung erheblich beeinflussen und auch unerwünschte Cannabis-Wirkungen verstärken.
Es besteht ein Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und psychotischen Störungen. Dazu zählen verschiedene Krankheitsbilder, die sich in Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Verhaltens- und Denkstörungen äußern. Auch Angstsymptome oder Symptome von Schizophrenie können bei einer psychotischen Störung auftreten. Cannabiskonsum kann das Risiko für Angststörungen, Depressionen und für bipolare Störungen erhöhen.
Studien haben über mehrere Jahre hinweg die Intelligenz von Kindern und Jugendlichen mittels Intelligenztests (IQ-Test) erfasst. Die meisten Studien kommen zu dem Ergebnis, dass Cannabis die Intelligenz nicht beeinträchtigt. Manche Studien zeigten jedoch eine Abnahme der Intelligenz bei Kindern und Jugendlichen, die vor ihrem 18. Lebensjahr schon viel Cannabis konsumierten und abhängig waren.
Manche Menschen möchten Cannabis konsumieren, um Schmerzen zu lindern. Die schmerzlindernde Wirkung von Cannabis ist am besten für Cannabis-Arzneimittel untersucht. Dabei handelt es sich z. B. um getrocknete Blüten oder Extrakte der Hanfpflanze oder Arzneimittel mit den Wirkstoffen Dronabinol oder Nabilon. In Studien wurden diese zur Linderung von chronischen Schmerzen wie etwa bei Krebs oder Rheuma eingesetzt. Es zeigte sich eine leichte Schmerzverbesserung. Allerdings wurden in den meisten Studien zusätzlich auch weitere Schmerzmittel genutzt. Zur langfristigen Wirkung von Cannabis liegen keine Daten vor.
| Suchtmittel | Anzahl Betroffene (ungefähre Schätzung) |
|---|---|
| Nikotin | 11,6 Millionen |
| Alkohol | 1,6 Millionen |
| Medikamente | 2,9 Millionen |
| Cannabis und illegale Drogen | 1,3 Millionen |
| Glücksspiel | 1,3 Millionen |
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