Was tun bei Ausschlag nach dem Epilieren?

Eine relativ häufige unerwünschte Nebenwirkung beim Epilieren ist eine Reizung der Haut, die sich oftmals durch rote Punkte auf der bearbeiteten Stelle bemerkbar macht. Viele Menschen empfinden dies als störend, da die roten Punkte auf nackter Haut manchmal sogar noch auffälliger sind als zuvor die Haare.

Generell sollten die Betroffenen beachten, dass rote Punkte nach dem Epilieren ein Anzeichen für eine Schädigung der Haut sind. Durch das unsanfte Herausreißen der Haarwurzeln kommt es zu einem Trauma in den tiefen Hautschichten, das in vielen Fällen entzündliche Prozesse provoziert. Die Folge ist die Entstehung roter Punkte nach dem Epilieren oder Wachsen.

Es gibt kein lautes Ratsch-Geräusch, dafür surrt ein Epiliergerät langsam über die Haut und zieht die Härchen vorsichtig heraus. Trotzdem kann es passieren, dass kleine Rötungen nach der Epilation entstehen.

Ursachen für Hautirritationen nach dem Epilieren

  • Schädigung der Haut: Durch das Herausreißen der Haarwurzeln entstehen kleine Verletzungen, die Entzündungen hervorrufen können.
  • Eingewachsene Haare: Besonders bei dickem Körperhaar kann es nach dem Epilieren zu eingewachsenen Haaren kommen.
  • Empfindliche Haut: Gerade die Haut im Intimbereich ist in der Regel sehr empfindlich und reagiert stark auf jede Manipulation.
  • Mangelnde Hygiene: Bakterien und Keime können in die gereizten Hautstellen eindringen und Entzündungen verursachen.

Tipps zur Vorbeugung von Hautirritationen

Dennoch gibt es einige Tipps, die dabei helfen, die Entstehung roter Punkte nach dem Epilieren zu verhindern:

  1. Reinigung vor und nach der Enthaarung: Nach und vor der Enthaarung sollte die betreffende Hautpartie mit warmem Wasser und etwas Duschgel gereinigt werden. Auf diese Weise wird die Durchblutung angeregt und die Haarwurzeln werden etwas gelockert. Anschließend sollte die Hautstelle gut abgetrocknet und umgehend mit dem Epilieren begonnen werden.
  2. After-Shave-Balsam: Rote Punkte kann man verhindern, indem man nach der Enthaarung ein spezielles After-Shave-Balsam großzügig auf der Hautoberfläche verteilt. Auf diese Weise wird die durch das Herausreißen der Haarwurzeln gereizte Haut etwas beruhigt.
  3. Feuchtigkeitspflege: Außerdem müssen die enthaarten Hautstellen dringend regelmäßig mit einer ausreichenden Menge an Feuchtigkeit versorgt werden. Betroffene sollten demnach nach jedem Duschen eine geeignete Feuchtigkeitscreme auftragen und diese vor dem Ankleiden einziehen lassen.
  4. Peeling vor dem Epilieren: Wer dennoch im Intimbereich zum Epilierer greifen möchte, sollte die Haut vor und nach der Anwendung gezielt pflegen. Vor dem Epilieren hilft die Durchführung eines sanften Peelings dabei, Hautschüppchen zu entfernen und den Intimbereich auf die Haarentfernung vorzubereiten. Im Anschluss an das Epilieren sollten die betreffenden Hautpartien gründlich gereinigt und mit alkoholfreiem Desinfektionsmittel abgewischt werden.
  5. Geeigneten Epilierer wählen: Außerdem spielt auch die Wahl des geeigneten Epilierers und dessen regelmäßige Wartung eine entscheidende Rolle dabei, rote Punkte zu verhindern.
  6. Haut befeuchten: Darüber hinaus ist es hilfreich, wenn man sich nach einer Dusche oder einem Bad epiliert. Zu diesem Zeitpunkt ist die Haut nämlich feucht und leicht aufgequollen, wodurch sich die Haare leichter herauszupfen lassen.
  7. Korrekte Anwendung: Auch die korrekte Anwendung eines Epiliergeräts senkt das Risiko für rote Punkte: Beim Epilieren sollte nämlich immer gegen die Wuchsrichtung des Haares gearbeitet werden.

Nach und vor der Enthaarung sollte die betreffende Hautpartie mit warmem Wasser und etwas Duschgel gereinigt werden. Auf diese Weise wird die Durchblutung angeregt und die Haarwurzeln werden etwas gelockert.

Hausmittel und Pflegeprodukte zur Beruhigung gereizter Haut

Darüber hinaus kann einfaches Babyöl, das auf die epilierten Stellen aufgetragen wird, dabei helfen, die Entstehung von roten Punkten zu verhindern. Außerdem soll gewöhnliche After-Sun-Lotion gut zur Behandlung gereizter Haut nach der Haarentfernung sein. Viele Anwender empfehlen zudem Cremes mit Aloe Vera Extrakt, Allantoin oder Kamille.

Der Verhinderung roter Punkte nach dem Epilieren dienen auch aufgegossene, abgekühlte Kamillentee-beutel, die behutsam über die gereizten Hautstellen gerieben wird.

Falls diese Tipps nicht helfen und sich dennoch Entzündungen im Bereich der Haaraustrittsstellen (rote Punkte) zeigen, so kann das Auftragen einer dicken Schicht Wund- und Heilsalbe eventuell helfen.

Darüber hinaus können antibakterielle After-Shave Balsame helfen, die Haut zu desinfizieren und beruhigen. Dies gilt besonders nach der Haarentfernung.

Außerdem wirkt sich eine Massage positiv auf die Haut aus. In der Regel treten nach dem ersten Epilieren die roten Punkte am stärksten in Erscheinung. Gerade Menschen mit heller Haut leiden nach dem Epilieren unter unschönen roten Punkten. In manchen Fällen „gewöhnt“ sich die Haut nach mehrmaliger Anwendung des Epilierers an das Procedere und die roten Punkte tauchen nicht mehr auf. Viele Nutzer bekommen die unschönen Flecken jedoch kaum in den Griff.

Epilieren im Intimbereich

Gerade die Haut im Intimbereich ist in der Regel sehr empfindlich und reagiert stark auf jede Manipulation. Die meisten Hersteller von Epilier-Geräten weisen deutlich darauf hin, dass von einer Anwendung ihres Produktes im Intimbereich abgeraten wird. Dies gilt sowohl für die Bikinizone, als auch für die Achselhöhlen. In diesen Regionen sind die Haarwurzeln meist sehr tief in der Haut verankert. Eine Enthaarung kann aus diesem Grund extrem schmerzhaft sein und der Haut schwere Schäden zufügen. Wird dennoch im Intimbereich epiliert, so sind unschöne rote Punkte oftmals die Folge.

Darüber hinaus kommt es durch die Hautfalten im Bereich der Bikinizone bei vielen Menschen zur Ansammlung von Schweißperlen, die die Haut zusätzlich reizen und nach dem Epilieren entzündliche Prozesse auslösen. Neben den roten Punkten, welche die meisten Anwender stören, kann es nach dem Epilieren im Intimbereich zu starkem Juckreiz und schuppender Haut kommen. Darüber hinaus berichten viele Personen davon, dass das von den Herstellern angegebene Ergebnis- „mindestens vier Wochen Haarfreiheit“- auf den Intimbereich in keinem Fall zutreffen solle. Bereits nach wenigen Tagen, spätestens nach einem Zeitraum von zwei Wochen, sollen die ersten Haare nachwachsen.

Des Weiteren sollen die roten Punkte nur das geringste Problem beim Epilieren im Intimbereich sein. Viele Anwender sprechen von kleinen eitrigen Bläschen und vieler eingewachsener Haare, die den Intimbereich unschön wirken lassen.

Was tun bei Rasurbrand?

Für viele Menschen gehört die regelmäßige Haarentfernung im Gesicht, unter den Achseln, an den Beinen oder im Intimbereich zu einem gepflegten Äußeren dazu. Die einfachste Methode ist es, die störenden Haare zu rasieren. Nicht selten ist die Haut nach der Rasur gereizt oder gerötet. Unter dem sogenannten Rasurbrand leiden nicht nur Männer. Typisch sind vor allem Rötungen, die direkt nach dem Rasieren an den bearbeiteten Hautstellen auftreten. Darüber hinaus kann die gereizte Haut nach der Rasur auch brennen oder jucken. Außerdem können einige Tage später weitere Hautirritationen, wie etwa Pusteln oder kleine Pickel entstehen.

Ursache für diese Hautreaktionen sind kleine Mikroverletzungen, die durch die scharfe Klinge des Rasiermessers auf der Haut verursacht werden. Dort können Schmutz und Krankheitserreger besonders gut eindringen und so Entzündungen auslösen. Nach einer Rasur kann ein abgeschnittenes Haar außerdem wieder unter die Haut zurückwachsen und sich dort schmerzhaft einrollen. Man spricht dann von eingewachsenen Haaren.

Wie kann man Rasurbrand vorbeugen?

  • Generell gelingt eine Rasur nach dem Baden oder Duschen besser. Das warme Wasser macht die Haare weicher, sodass sie sich einfacher abrasieren lassen.
  • Ein spezieller Rasierschaum weicht die Haare zusätzlich auf und lässt den Rasierer noch schonender über die Haut gleiten.
  • Darüber hinaus sind scharfe Klingen von Vorteil. Bei stumpfen Klingen braucht man mehrere Züge, um die Haare zu entfernen. Das kann die Haut zusätzlich reizen.
  • Auch die richtige Technik ist für eine glatte Rasur ohne Rötungen wichtig. Gut ist es, in die Wuchsrichtung der Haare zu rasieren, ohne dabei fest aufzudrücken.
  • Dermatologen raten Menschen, die sehr empfindliche Haut haben oder zu Rasurbrand neigen, eher zur Trockenrasur. Diese ist zwar nicht so gründlich wie die Nassrasur, aber schonender. Am besten eignen sich dazu Elektrorasierer.
  • Das A und O, um Hautausschlag nach der Rasur zu vermeiden, ist vor allem Sauberkeit. Das gilt nicht nur für die Haut selbst, sondern auch für die verwendeten Rasierklingen und Handtücher.

Erste Hilfe bei Rasurbrand

  • Kühlen: Haut, die nach der Rasur brennt und gerötet ist, kann man am einfachsten mithilfe von kaltem Wasser oder kalten Umschlägen kühlen. Das lindert Rötungen und Juckreiz. Ein beliebtes Hausmittel bei Rasurbrand ist auch Quark, den man dünn auf die betroffenen Hautstellen aufträgt. Das funktioniert auch im Intimbereich.
  • Rasierpause: Auch wenn es schwerfällt, ist manchmal eine Rasierpause angebracht. Vor allem, wenn sich die Haut stark entzündet hat, kann eine Rasur sehr unangenehm sein und die Entzündung verstärken.
  • Spezielle Pflege: Mitunter kann es sinnvoll sein, die gereizte Haut mit einer speziellen Pflege wieder zu beruhigen, zum Beispiel mit einer Wund- und Heilsalbe. Apotheken verfügen oft über passende Produkte.

Alternativen zur Haarentfernung

Wer zu Rasurbrand neigt und auf die Haarentfernung nicht verzichten möchte, kann auch andere Methoden ausprobieren.

  • Enthaarungscremes: Sie enthalten Stoffe, die über eine chemische Reaktion die Hornsubstanz der Haare über der Hautoberfläche aufweichen und dazu führen, dass sich die Haare leicht ablösen lassen.
  • Epilation: Bei der Epilation wird das Haar nicht gekürzt, sondern samt Wurzel ausgerissen. Das funktioniert entweder mit Wachs oder mit elektrischen Epiliergeräten.
  • Lasern: Wer Haare an bestimmten Körperstellen dauerhaft entfernen möchte, kann auf die Behandlung mit einem Lasergerät setzen. Dabei wird das Haar bis in die Wurzel zerstört, sodass es nicht mehr nachwachsen kann.

Weitere Tipps und Hinweise

  • Allgemeinzustand der Haut: Generell ist es wichtig, für einen gesunden Allgemeinzustand der Haut zu sorgen. Man sollte sie also möglichst stets feucht und geschmeidig halten, wozu man am besten täglich Feuchtigkeitscremes oder Lotionen verwenden sollte.
  • Wechsel zwischen Epilierer und Rasierer: Aus diesem Grund kann ein stetiger Wechsel zwischen der Anwendung eines Epilierers und eines Rasierers dabei helfen, die Bildung roter Punkte zu verhindern.
  • Haut "gewöhnt" sich: In manchen Fällen „gewöhnt“ sich die Haut nach mehrmaliger Anwendung des Epilierers an das Procedere und die roten Punkte tauchen nicht mehr auf.

Wichtig: Falls sich die Haut stark entzündet oder schmerzhafte Entzündungen der Haarfollikel bilden, ist es ratsam, ärztlichen Rat einzuholen.

Tabelle: Vergleich verschiedener Haarentfernungsmethoden

Methode Dauer des Ergebnisses Schmerzhaftigkeit Hautirritationen Kosten
Rasieren 1-3 Tage Gering Häufig (Rasurbrand) Gering
Enthaarungscreme Bis zu 1 Woche Gering Mittel (chemische Reizung) Mittel
Epilieren 2-4 Wochen Mittel bis Stark Häufig (rote Punkte, eingewachsene Haare) Mittel (Kauf des Epilierers)
Waxing/Sugaring 3-6 Wochen Mittel bis Stark Mittel (Rötungen) Mittel bis Hoch (je nach Studio)
Laserbehandlung Dauerhaft Mittel Gering (selten Pigmentflecken) Hoch

Letztendlich ist die Wahl der richtigen Haarentfernungsmethode eine individuelle Entscheidung, die von persönlichen Vorlieben, Schmerzempfinden und Hauttyp abhängt.

5 Fehler beim Epilieren

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