Ein Satz, den viele Männer mit beginnender oder fortgeschrittener Glatzenbildung kennen: "Andere nehmen es mittlerweile als gegeben hin, dass sie mich bis in den April hinein nur noch mit Mütze sehen." Unser Autor befindet sich mitten in der Jahreszeit, zu der ihn andere Menschen ausschließlich mit Kopfbedeckung zu Gesicht bekommen. Modische Gründe hat das allerdings nicht.
Ehrlich gesagt: Ich hätte es auch gern anders. Ich hatte mit 16 schon Geheimratsecken, mit 22 ein "Inselchen, das sich da vorne bildet", wie es ein Kumpel charmant formulierte. Und mit 30 den Lacher im Friseursalon auf meine Kosten, als kurz vor Weihnachten eine Gratis-Kopfmassage angeboten wurde, "vor allem bei ihm hier wäre das gut", hatte der Chef seiner Mitarbeiterin damals durch den halben Laden zugebrüllt. Als wären Friseurbesuche im Endstadium nicht schon grausam genug: Es gibt nichts Fieseres für Köpfe mit lichtem Haar als die 10.000-Watt-Beleuchtung von der Decke, die den ohnehin bescheidenen Status komplett ins Lächerliche zieht.
Viele Männer kennen das Gefühl, wenn die Haare weniger werden und die Suche nach der passenden Frisur zur Herausforderung wird. Doch irgendwann kommt der Punkt, an dem eine radikale Entscheidung die beste Lösung sein kann.
Ich habe mich mit 32 Jahren zum radikalen Schnitt entschlossen. Drei Millimeter sind seither das Stichwort, und wenn ihr mich fragt: Diese Entscheidung hätte ich besser schon viele Jahre vorher getroffen. Denn das, was ich mir seither noch als Frisur verkauft hatte, war schon lange keine mehr.
Es sind neben dem Mützenspruch die drei häufigsten Sätze, die ich in den vergangenen Jahren gehört habe:
Pflegeleicht ist ohne Haare nichts. Überlegt mal, wie oft ihr haarigen Gesellen zum Frisör müsst. Alle sechs Wochen? Oder nur alle acht? Unsereins muss sich alle zwei Tage rasieren, damit es nach was aussieht (oder besser gesagt: nach nichts). Das ist zwar günstig, aber nervig. Und es kostet Zeit.
Auch Gedanken um eine andere Frisur würde ich mir liebend gerne wieder machen. "Ich mag es, dass du immer gleich aussiehst", sagt meine Freundin. Sie hat wunderschöne lange Haare.
Die meiste Wärme verliert man über den Kopf, lautet eine alte Weisheit. Sie stimmt zwar nicht (sie stammt aus einem Überlebens-Handbuch aus dem Jahre 1970 für amerikanische Soldaten). Dennoch ist der Kopf wärmeempfindlicher als andere Körperregionen. In der dunklen Jahreszeit ist es ohne Haare auf dem Kopf saukalt.
Kennt ihr das Gefühl, dass euch nach dem Frisörbesuch, wenn der Hinterkopf etwas freier geschnitten ist, ein Frischegefühl umweht? Kein Witz: Nach meiner erstmaligen Radikal-Rasur habe ich in der Nacht gefroren wie Hölle - im April. Im Sommer ist die Sache auch nicht besser. Dass es ohne Haare kühler sein soll? Dass ich nicht lache. Die Sonne knallt einem dann direkt auf den Schädel. Wer Haare hat, kann sie nass machen - eine feine Abkühlung.
Immerhin strahle ich mittlerweile so etwas wie Männlichkeit aus. Dass ich mir immer wieder scherzhafte Vergleiche mit Bruce Willis, Andre Agassi oder "The Rock" anhören muss, nehme ich mittlerweile gelassen - oder fasse sie als Kompliment auf. Wobei man sagen muss: Die Jungs würden doch auch mit Haaren gut aussehen. Aber, und das spricht für sie: Alle Drei haben rechtzeitig die Reißleine gezogen.
Thomas Tuchel, zum Beispiel. Er hat seine Haar-Situation jahrelang ordentlich gelöst, aber mittlerweile … "Rasier sie ab, Mann!", würde ich ihm gerne zurufen, aber deswegen extra nach Paris fahren, nun ja. Ein Kumpel von mir hat den Rat immerhin befolgt, er trägt nun "oben offen" und dafür einen Hut - und sieht klasse aus!
Spätestens sobald man als Erwachsener nur noch für den Kinder-/Jugendpreis abgerechnet wird, ist es an der Zeit, klar Schiff zu machen - egal, wie sehr Dr. Klenk aus der Alpecin-Werbung an der Wachstumskurve zieht. "In der Tat" verlängert sich da nämlich gar nichts mehr.
Ein Ehemann ist zu Hause und schaut ein Fußballspiel, als seine Frau unterbricht: "Liebling, kannst du das Licht in der Diele reparieren? Es flimmert jetzt schon wochenlang." Er schaut sie an und sagt zornig: "Jetzt das Licht reparieren? Hab ich Neger auf meiner Stirn stehn? Ich denke nicht." "Fein!" Dann fragt die Frau: "Gut, könntest du dann die Kühlschranktür reparieren? Sie schließt nicht mehr richtig." Darauf antwortet er: "Die Kühlschranktür reparieren? Hab ich Reparaturdienst auf der Stirn stehn? Ich denke nicht." "Fein!" Dann sagt sie: "Könntest du denn wenigstens die letzte Stufe der Holzstiege reparieren? Dort sind Brüche drin." "Ich bin kein verdammter Zimmermann und ich will die Stufen nicht reparieren. Hab ich Schreinerei auf der Stirn stehn? Ich denke nicht. Ich habe genug von dir. Ich gehe jetzt in die Kneipe." Also geht er in die Kneipe und trinkt ein paar Stunden. Dann bekommt er ein schlechtes Gewissen weil er seine Frau so schlecht behandelt hat und beschließt nach Hause zu gehen. Als er nach Hause kommt stellt fest, dass die Stufen repariert sind. Er geht ins Haus und sieht, dass das Licht im Flur wieder funktioniert. Er geht sich ein Bier holen, und stellt fest, dass auch die Kühlschranktür repariert wurde. "Liebling", fragt er, "wer hat das alles repariert?" Sie sagte: "Nun, als du gingst habe ich mich raus gesetzt und geschrieen. Da fragte mich ein schöner junger Mann was nicht stimmen würde, und ich erzählte es ihm. Er bot an alle Reparaturen zu machen, und alles was ich tun musste war entweder mit ihm ins Bett gehen oder ihm einen Kuchen zu backen." "Und was für einen Kuchen hast du ihm gebacken?" "Halloooo? Steht auf meiner Stirn etwa Dr. Oetker geschrieben?"
Ein Bauer wurde zu sechzig Tagen Gefängnis verurteilt. Seine Frau schrieb ihm wütend eine Brief: "Jetzt, wo du im Häfn sitzt, erwartest Du wohl, daß ich das Feld umgrabe und Erdäpfel pflanze? Aber nein, das werde ich nicht tun!" Sie bekam als Antwort: "Trau dich bloß nicht, das Feld anzurühren; dort habe ich das Geld und die Gewehre versteckt!" Eine Woche später schreibt Sie ihm erneute einen Brief in den Häfn: "Jemand im Gefängnis muß Deinen Brief gelesen haben. …Haare!
„Pimmel eV„, ins Leben gerufen von meinem geschätzten Kollegen und MauMau-Mastermind Udo Gartenbach, hat es vorgemacht: Der Name bzw. die Überschrift macht’s! Der sonst als rustikal bekannte Wayne Rooney, der zumeist eher an einen Amateurboxer erinnert als an einen sich immer pflegenden eitlen Beckham-Verschnitt, überraschte alle Fans mit einer Haar-OP. Richtig, der Terrier Rooney empfand sein vor ihm nach hinten flüchtenden Haaransatz nicht mehr sexy und entschied sich für eine Haartransplantation. Kostenpunkt übrigens knapp 11000 Euro!
Und wie es sich für einen echten britischen Buchmacher gehört, setzt auch Ladbrokes auf weitere Action im Bereich der Fußballer-Eitelkeit. Wer aus der Premier League wird der nächste, der sich die Haare neu machen lässt, wer hat also bald die Haare schön? …weitere Spieler findet man hier, man kann übrigens auch eigene Vorschläge einreichen!
tags: #Mutze #Glatze #Bedeutung
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