Muttermal blutet nach Rasieren: Ursachen und was zu tun ist

Ein Muttermal (Nävus, Nävus) ist eine umschriebene, gutartige Veränderung der Haut oder (seltener) Schleimhaut. Meist unterscheidet sie sich farblich von der umgebenden Haut.

"Muttermal" ist die umgangssprachliche Bezeichnung für einen Naevus (Nävus). Das ist eine umschriebene, gutartige Haut- oder (seltener) Schleimhautveränderung, die sich farblich meist von seiner Umgebung abhebt.

Manchmal werden die Begriffe "Leberfleck" und "Muttermal" synonym - also ohne Unterschied - verwendet. Eigentlich steht "Leberfleck" aber nur für ein pigmentiertes Muttermal (siehe unten: Pigmentnävi), zum Beispiel einen Café-au-lait-Fleck.

Form, Größe, Farbe und das sonstige Aussehen von Nävi können erheblich variieren:

  • Es gibt sowohl flache als auch mehr oder weniger erhabene (abstehende) Muttermale beziehungsweise Leberflecke.
  • Die Oberfläche kann beispielsweise glatt, rau oder warzenartig sein; ein Muttermal oder Leberfleck mit Haaren ist ebenfalls möglich.
  • Manches Muttermal ist winzig klein, ein anderes so groß wie eine Stecknadelkopf, eine Linse oder eine Walnuss - oder noch größer: Es gibt Nävi, die sich über eine größere Körperfläche (mit vielen Zentimetern im Durchmesser) erstrecken.
  • Die Form eines Nävus kann rundlich, oval oder sehr unregelmäßig sein.

Groß ist auch die Farbpalette: Ein helles (weißes, farbloses) Muttermal ist ebenso möglich wie ein sehr dunkles bis fast schwarzes Muttermal - oder ein weißer Kreis um ein dunkles Muttermal (Halo-Nävus). Dazwischen reihen sich unterschiedlich braune, rote und blaue Muttermale (Leberflecke) ein.

Manchmal ist ein Muttermal (Leberfleck) schon beim Baby ab der Geburt vorhanden. Andere Muttermale (Leberflecke) entwickeln sich erst später bei Kindern oder sogar erst im Erwachsenenalter. Dabei sind Nävi nicht immer von Dauer - manche Muttermale können spontan wieder verschwinden, zum Beispiel die sogenannten Spider-Nävi. Auch ein erworbener Pigmentfleck (Leberfleck) verschwindet manchmal von allein wieder.

Arten von Muttermalen

Es gibt ganz verschiedene Muttermal-Arten. Sehr oft gehen sie von Pigmentzellen der Haut aus. Mediziner sprechen dann von Pigmentnävi. Daneben gibt es Muttermale, die sich von anderen Zellen (wie Fettzellen) ableiten.

Pigmentnävi

Pigmentnävi ("Leberflecke") sind pigmentierte Muttermale. Sie gehen von pigmentbildenden Zellen (v.a. Melanozyten) aus. Mediziner unterscheiden verschiedene Unterformen von Pigmentnävi, zum Beispiel:

  • Café-au-lait-Fleck: hellbrauner ("milchkaffeebrauner"), nicht erhabener Pigmentfleck, der mehrere Zentimeter groß werden kann. So ein heller Leberfleck ist entweder angeboren oder entwickelt sich in der frühen Kindheit.
  • Lentigo: Rundlicher oder ovaler, linsen- bis daumennagelgroßer brauner Haut-/Schleimhautfleck. Bekannter Vertreter ist Lentigo senilis ("Altersfleck") bei älteren Menschen. Altersflecken können in andere Hauterscheinungen übergehen, etwa in Alterswarzen oder in Lentigo maligna (Form von Schwarzem Hautkrebs).
  • Naevus caeruleus: Auch "blauer Nävus" oder "blaues Muttermal" genannt. Ist ein nicht bösartiges, rundliches, blauschwarzes Knötchen, das linsengroß werden kann. Meist findet man diesen Typ von Muttermal (Leberfleck) auf der Kopfhaut sowie an Hand- und Fußrücken.
  • Halo-Nävus: Der Halo-Nävus ist ein "weißer Leberfleck", also ein dunkles Muttermal mit einem weißen (depigmentierten) Rand oder Hof.
  • kongenitaler melanozytärer Naevus: Umschriebenes, bräunliches Muttermal, das schon ab der Geburt oder in den ersten Lebenswochen vorhanden ist (teils entwickeln sich solche Nävi auch erst später = tardive kongenitale Nävi). Besonders ausgedehnte Nävi werden Riesen-Nävi (Riesen-Muttermale) genannt.
  • Nävusdysplasie-Syndrom (Dysplastisches Nävussyndrom): Hier bilden sich zahlreiche atypische Muttermale vor allem am Rumpf, und zwar meist nach der Pubertät. Bis zum Ende der Lebensdekade und teils auch in der 4. bis 5. Dekade vergrößern sie sich.

Andere Nävi

Muttermale, die nicht von Pigmentzellen, sondern anderen Zellen ausgehen, sind zum Beispiel:

  • Naevus verrucosus: Gelb-bräunlicher, warzenartiger Nävus, der von der Epidermis (Oberhaut) ausgeht - also der obersten Hautschicht, die hauptsächlich aus Hornzellen besteht. Oft sind mehrere solcher Nävi in einem Streifen (linear) angeordnet.
  • Naevus lipomatodes superficialis: Von Fettgewebe ausgehendes Muttermal. Es tritt gruppiert in Form von stecknadelkopf- bis walnussgroßen, weichen Knötchen oder Knoten auf. Sie sind flach erhaben bis halbkugelig und hautfarben oder gelblich. Entstehen besonders an Hintern, Hüfte und der oberen Hälfte der Oberschenkel.
  • Naevus flammeus (Feuermal): Angeborenes, unregelmäßiges, scharf begrenztes Muttermal, das von Blutgefäßen ausgeht. Es ist hell- bis dunkelrot oder rot-bläulich. Form und Größe können stark variieren. Oft findet sich so ein rotes Muttermal im Gesicht oder Nacken.
  • Naevus anaemicus: Unregelmäßig begrenztes, weißes Muttermal, dessen Ausgangspunkt ebenfalls Blutgefäße darstellen. Solche Nävi sind meist auf der Brust lokalisiert.
  • Naevus araneus (Spinnen- oder Spider-Nävus): Spinnenförmiges Muttermal, das ebenfalls von Blutgefäßen ausgeht. Von einem zentralen, stecknadelkopfgroßen, roten Gefäßknötchen gehen strahlenförmig feine, sichtbar erweiterte Kapillaren aus.

Es gibt verschiedene Hauterscheinungen, die einem Muttermal ähneln können und so eine Verwechslungsgefahr darstellen. Hier einige Beispiele:

  • Ein "rotes Muttermal" oder "roter Leberfleck" kann in Wirklichkeit ein "Blutschwämmchen" sein (mediz. infantiles Hämangiom). Das ist eine gutartige Gefäßneubildung, die bei vielen Babys auftritt.
  • Vor allem ältere Menschen bekommen oft winzige "rote Leberflecken", bevorzugt am Rumpf. Dabei handelt es sich meist um tardive Hämangiome. Trotz des ähnlichen Namens entstehen diese nicht durch die Neubildung von Gefäßen (wie infantile Hämangiome), sondern vermutlich durch die degenerative Veränderung bereits bestehender oberflächlicher Gefäße.
  • Oft bilden sich tardive Hämangiome auch in der Schwangerschaft. Nach der Geburt können diese "rote Leberflecken" wieder verschwinden. An ihrer Entstehung sind deshalb vermutlich hormonelle Faktoren beteiligt.
  • Die Unterscheidung 'Muttermal oder Warze?' ist ebenfalls nicht immer leicht. Es gibt ganz verschiedene Typen von Warzen, und manche davon können einem warzenartigen Nävus verblüffend ähnlich sehen. Das Gleiche gilt für senile Warzen (Alterswarzen), die eigentlich gar keine echten Warzen sind.

Leberflecken können auch jucken und deshalb aufgekratzt werden. Oft scheuert auch enges Schuhwerk oder enganliegende Kleidung an dem Leberfleck und kratzt ihn so auf. Zunächst einmal muss dies kein Grund zur Sorge sein.

Blut ist für den Menschen immer ein Warnsignal. Doch bei einem blutenden Leberfleck ist nicht immer gleich vom Schlimmsten auszugehen. Es kann passieren, dass erhabene Leberflecke in Regionen wie Gesicht, Achseln, Beine oder Intimbereich bei der Rasur verletzt werden und bluten. Teilweise kann die Blutung aufgrund der guten Gefäßversorgung auch erschreckend stark ausfallen.

Hier gilt es jedoch Ruhe zu bewahren, abzuwarten bis die Blutung gestillt ist und den Schnitt lediglich mit einem Pflaster zu versorgen. In der Regel sind solche Verletzungen harmlos.

Wenn man mit dem Finger über einen Leberfleck fährt, spürt man meist eine leicht wachsartige Oberfläche, die sich vom restlichen Hautniveau abhebt. Bei der Rasur der Haut kann es daher passieren, dass man den Leberfleck leicht aufkratzt oder einschneidet. Gerade mehrfach benutzte und unscharfe Rasierklingen bergen ein erhöhtes Verletzungsrisiko.

Im Falle eines verletzten Leberflecks sollte man diesen mit klarem Wasser abspülen und gegebenenfalls mit einem Pflaster bedecken. Man kann ihn jedoch auch an der Luft abheilen lassen. Ein Grund zur Besorgnis besteht nicht. Nach einigen Tagen heilt die kleine Wunde sehr gut von alleine wieder aus.

Sollten starke Schwellungen, Rötungen, Schmerzen oder gar Fieber auftreten, kann es sich um eine Infektion des Hautgewebes handeln.

Leberflecken stellen für viele Menschen kein größeres Problem dar. Stört man sich jedoch an den erhabenen Hautflecken und kratzt sie auf, kann dies zu Blutungen führen. Der Leberfleck sollte mit klarem Wasser abgewaschen werden.

Jegliche Manipulation in Form von Salben, Cremes, Verbänden oder Ähnlichem sollte man jedoch unterlassen.

Wann zum Arzt?

Liegt der Leberfleck jedoch an einer Stelle, wo er regelmäßigen Verletzungen ausgesetzt ist, sollte über eine Entfernung nachgedacht werden. Nun beginnt aber ein Leberfleck plötzlich zu bluten und eine versehentliche Verletzung kann ausgeschlossen werden. In solch einer Situation sollte man sich den betreffenden Leberfleck unbedingt genauer ansehen. Ist es eine relativ neue Hauterscheinung oder war der Fleck schon immer da?

Wenn es ein alter Leberfleck ist, hat er sich vielleicht in letzter Zeit verändert? Relevante Veränderungen sind vor allem Größenzunahme oder Verdunkelungen/ Schwärzungen.

Ein weiteres Symptom, das auf eine bösartige Entartung des Leberflecks hindeuten kann, ist Juckreiz oder Schmerz.

Jeder plötzlich blutende Leberfleck, der neu ist oder sich verändert hat oder aufgrund von Juckreiz aufgekratzt wurde, ist abklärungsbedürftig.

In selteneren Fällen kann ein Muttermal oder Leberfleck auch vermehrt zu Blutungen bei mechanischen Belastungen wie einer Rasur neigen, wenn er bösartige Veränderungen zeigt.

Melanome, Basaliome oder auch Spinaliome, die allesamt Tumore der Haut darstellen, sind nicht immer eindeutig von gutartigen Leberflecken zu unterscheiden und häufig sehr empfindlich beim Rasieren.

Hautkrebs, wie das maligne Melanom oder das Spinaliom, kann teils gewöhnlichen Leberflecken ähneln und verursacht nicht immer eindeutige Symptome. Ein mögliches Symptom ist jedoch eine erhöhte Neigung des Hautkrebses zu oberflächlichen Blutungen.

Gerade bei leichter mechanischer Beanspruchung, wie Berührungen mit Textilien, Scherbewegungen der Haut oder leichtem Kratzen, können solche Hautveränderungen zu Blutungen neigen. Meist ist die Blutung in diesem Falle kein einmaliges Ereignis, sondern tritt häufiger auf.

Es ist nicht immer einfach zu erkennen, ob ein Leberfleck gut- oder bösartig ist. Für Hautärzte ist oft eine Verlaufsbeurteilung des Leberflecks über einen gewissen Zeitraum hinweg nötig, um bösartige Veränderungen feststellen zu können.

Doch wie kann man nun selbst erkennen, ob ein blutender Leberfleck gefährlich ist, oder nicht? Verdächtig sind häufige Blutungen, die selbst bei kleinster mechanischer Reizung des Leberflecks auftreten.

Beispielsweise kann das bloße Anziehen von Kleidung, scheuernde Pullover, die morgendliche Dusche oder ein leichtes Kratzen bereits für das Auftreten einer Blutung ausreichen.

Ein gutes Schema zur Beurteilung von Leberflecken stellen die ABCDE-Regeln dar. Anhand dieser kann man einschätzen, ob ein Leberfleck bösartig sein könnte.

Ein Arzt sollte bei verdächtigen Blutungen jedoch trotzdem immer aufgesucht werden.

ABCDE-Regel zur Beurteilung von Muttermalen

Im Folgenden ist eine kurze Anleitung zur Selbstbeurteilung eines Leberflecks nach den ABCDE-Regeln angeführt:

  • A = Asymmetrie (z.B. unförmiger, nicht oval/ nicht runder Leberfleck)
  • B = Begrenzung (z.B. unscharf begrenzter Leberfleck mit Ausläufern/ Ausziehungen)
  • C = Colour (z.B. unterschiedlich starke Pigmentierung/ mehrere Farben in einem Fleck/ ungewöhnliche Farbe bspw.
  • D = Durchmesser: Melanome haben normalerweise einen Durchmesser von mehr als 6 Millimetern, wenn ein Arzt sie diagnostiziert. Sie können jedoch kleiner sein.
  • E = Entwicklung: Wenn ein Muttermal anders aussieht als die anderen oder sich in Größe, Form oder Farbe merklich verändert hat, kann dies auf ein Melanom hinweisen.

Leberflecken können hin und wieder einmal auch leicht jucken und dadurch einen Anreiz darstellen, sie aufzukratzen. Im Zuge dessen können leichte, oberflächliche Blutungen auftreten. Im ersten Moment muss dies kein Grund zur Beunruhigung sein.

Der Juckreiz muss nicht zwingen in Verbindung mit einer bösartigen Erkrankung der Haut stehen, wie oft behauptet wird. Er kann jedoch auch ein Symptom des Hautkrebses sein.

Daher ist es als prophylaktische Maßnahme empfehlenswert, juckende und blutende Leberflecken einmal einem Hautarzt zu zeigen, sodass dieser eine Einschätzung vornehmen kann.

In anderen Fällen wird ein Leberfleck bei unklarem Status oder Verdacht auf eine bösartige Erkrankung entfernt und feingeweblich unter dem Mikroskop untersucht.

Zusätzliche suspekte Veränderungen des Aussehens des Leberflecks (siehe ABCDE-Regeln) erhärten den Verdacht. Ein Arztbesuch sollte nicht hinausgezögert werden.

Ein objektives Schema zur Beurteilung von Leberflecken ist die ABCD-Regel. Es wird sowohl zur Ersteinschätzung als auch im Verlauf der Vorsorgeuntersuchungen eingesetzt. Auch als Laie kann man sich bei eventuellen Unsicherheiten grob danach richten.

  • A - Asymmetrie: Unauffällige Leberflecke sind in der Regel regelmäßig rund oder oval und symmetrisch.
  • C - Color oder Farbe: Die Farbe ist mitunter das wichtigste Kriterium, da an ihr Veränderungen des Leberflecks mit der Zeit am besten bemerkbar sind. Verdächtig sind schwarze bis bläuliche, graue oder rötliche Flecken oder mehrere Farbtöne nebeneinander.

Mittlerweile wurde auch noch ein E wie Erhabenheit oder Entwicklung hinzugefügt. Erhabenheit, also ob der Fleck tastbar ist, ist ebenfalls ein Kriterium. Wie schon erwähnt ist die Entwicklung des Leberfleckes mit etwaigen Veränderungen ebenfalls sehr wichtig.

Der Leberfleck wird vom Hautarzt mit dem sog. Dermatoskop untersucht, einer Lupe mit Lichtquelle. Sollte der Fleck nun nach der ABCD-Regel für auffällig befunden werden, wird er im Ganzen herausgeschnitten und mikroskopisch untersucht.

Bestätigt die mikroskopische Untersuchung eines verdächtigen Leberflecks nach dem Entfernen das Vorliegen eines schwarzen Hautkrebses, muss der Fortschritt der Erkrankung abgeklärt werden. Im frühen Stadium ist die Entfernung des Melanoms als Therapie in der Regel ausreichend und die Prognose ist gut.

Um verdächtige Hautveränderungen frühzeitig zu bemerken, empfiehlt es sich ab dem 35. Lebensjahr regelmäßig (alle zwei Jahre) an der Vorsorgeuntersuchung teilzunehmen. Dabei werden alle Leberflecke am Körper nach der ABCD - Regel beurteilt.

Die Standard-Erste-Hilfe für einen blutenden Muttermal besteht darin, die Wunde mit einem sterilen Verband abzudecken und Druck auszuüben, um die Blutung zu stoppen.

Die meisten blutenden Muttermale resultieren aus oberflächlichen Schnitten oder Haken. Eine Person kann sie zu Hause behandeln, indem sie Druck und einen Verband ausübt.

Wenn ein Muttermal ohne ersichtlichen Grund blutet oder wie eine offene Wunde aussieht, wenden Sie sich zur Beurteilung an einen Arzt.

Vorbeugung

Die Exposition gegenüber den schädlichen ultravioletten (UV) Strahlen der Sonne verursacht die meisten Hautkrebsarten. Im Folgenden finden Sie allgemeine Tipps zur Vorbeugung von Hautkrebs:

  • Bleiben Sie während der hellsten Stunden des Tages im Schatten.
  • Vermeiden Sie das Bräunen in der Sonne und verwenden Sie niemals UV-Solarien.
  • Decken Sie sich in der Sonne mit einem Hut mit breiter Krempe und einer UV-blockierenden Sonnenbrille ab.
  • Verwenden Sie täglich ein Breitspektrum-Sonnenschutzmittel (UVA / UVB) mit einem Lichtschutzfaktor von 15 oder höher.
  • Verwenden Sie bei längerer Sonneneinstrahlung ein wasserbeständiges Sonnenschutzmittel mit breitem Spektrum (UVA / UVB) und einem Lichtschutzfaktor von 30 oder höher.
  • Tragen Sie den Sonnenschutz alle 2 Stunden und unmittelbar nach dem Schwimmen oder übermäßigem Schwitzen erneut auf.
  • Halten Sie Neugeborene von der Sonne fern.

Was tun, wenn ich ein Muttermal aufgekratzt habe?

Sie haben sich ein Muttermal oder einen Leberfleck aufgekratzt? Die Stelle blutet eventuell sogar? Im Allgemeinen besteht zunächst kein Grund zur Sorge.

Wichtig ist es, ein aufgekratztes Muttermal zu säubern, zu desinfizieren und vor Verschmutzung zu schützen, wie man das auch bei anderen Wunden macht. So können Sie verhindern, dass sich das wunde Muttermal entzündet.

Wenn das doch passiert oder die Wunde nicht richtig abheilt, sollten Sie zum Arzt gehen. Falls Sie sich das Muttermal aufgekratzt haben, weil es gejuckt hat, oder das Muttermal von allein blutet, sollten Sie grundsätzlich immer einen Arzt aufsuchen (siehe unten: Wann zum Arzt?).

Die gleichen Empfehlungen (Säubern, Desinfizieren, vor Schmutz schützen, evtl. zum Arzt) gelten, wenn man sich abstehende Muttermale oder Leberflecke abgerissen hat.

Wichtig ist in erster Linie, dass du ein aufgekratztes Muttermal in Ruhe verheilen lässt. Wenn du dich zum Beispiel beim Rasieren geschnitten hast und das Muttermal stärker blutet, ist es sinnvoll, ein Pflaster darauf zu kleben und die Stelle vorher zu reinigen. Denn wie jede Wunde solltest du auch das aufgekratzte Muttermal vor einer Entzündung schützen. Sollte die verheilende Wunde anfangen zu jucken, ist es wichtig, dem Juckreiz zu widerstehen, damit das Muttermal auch wirklich heilen kann. Auch ist es wichtig, die Stelle vor UV-Strahlung zu schützen. Dabei hilft entweder ein Pflaster oder ganz einfach die Kleidung.

Wenn die Wunde gut gepflegt wird und problemlos verheilen kann, ist das Hautkrebsrisiko nicht erhöht, selbst wenn sich bei einem erhabenen Muttermal bei der Verletzung ein Teil des Muttermals gelöst haben sollte. Allerdings solltest du die Wunde vorsichtshalber gut im Auge behalten. Verändert das Muttermal sich im Heilungsprozess, bildet sich eine starke Kruste oder nässt die Wunde, solltest du es besser einem Hautarzt zeigen. Auch wenn du nach der Verletzung weiter daran kratzt, kann das unter Umständen das Risiko einer Mutation erhöhen.

Einen Hausarzt aufsuchen solltest du auch auf jeden Fall, wenn dein Muttermal plötzlich häufig juckt und du deshalb daran kratzt oder wenn es ohne ersichtlichen Grund anfängt zu bluten. Denn, ein Juckreiz kann ein Zeichen dafür sein, dass gerade Zellen im Muttermal aktiv sind und dieses sich verändert. Auch harmlose, gutartige Muttermale können ein Leben lang wachsen. Trotzdem solltest du es mit einem Arzt abklären, wenn dein Muttermal sich plötzlich auf diese Weise bemerkbar macht. Insbesondere wenn zusätzlich noch ein Brennen, Nässen, Schmerzen und sichtbare Veränderungen an der Stelle auftreten, ist es wichtig, möglichst schnell einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann abklären, ob es sich lediglich um eine gutartige Veränderung oder im schlimmsten Fall um Hautkrebs handelt.

Ärztin erklärt: Das Hautkrebs-Risiko ermitteln mit der ABCDE-Regel

Oftmals wird ein Juckreiz jedoch ganz einfach durch trockene Haut oder externe Reize wie die Reibung durch einen BH-Träger ausgelöst.

Rasur nicht glattgegangen? Tipps für Schnittverletzungen

  • Dann spritz dir schnell kaltes Wasser ins Gesicht. Durch die Kälte ziehen sich die Gefäße zusammen, die Blutung stoppt schneller, gleichzeitig sorgst du so für eine saubere Wunde.
  • After Shave desinfiziert die Haut zusätzlich.
  • Taschentücher und Toilettenpapier versiegeln die Schnittverletzung. Ein Stück abreißen und auf die Wunde drücken, das war‘s.
  • Ganz schnell zum Alaunstift oder Alaunblock greifen: Dank des enthaltenen Kaliumalauns zieht sich das Gewebe zusammen und die Blutung stoppt. Auch Bakterien hältst du so in Zaum, wodurch seltener Entzündungen entstehen.
  • Ähnlich wie ein Wachssiegel verschließt der reichhaltige Balsam kleine Schnitte sofort.

Blutet es nicht mehr, kann die Wunde an der Luft trocknen. Ein Pflaster brauchst du also nicht. Aber creme dein Gesicht am besten erst am nächsten Tag ein - zum Beispiel mit einem milden Produkt.

  • Keine Watte verwenden.
  • Nicht alles ausprobieren.

Wenn die Schnittwunde größer ist, Finger weg von Hausmitteln und zur Sicherheit einen Arzt aufsuchen.

Petechien: Ursachen

Für Petechien (kleine punktförmige Hauteinblutungen) gibt es unterschiedliche Ursachen. In vielen Fällen sind diese harmlos.

Petechien entstehen, wenn es zu Blutungen aus den feinsten Blutgefäßen kommt, den Kapillaren. Das auslaufende Blut sammelt sich dann punktförmig in der Haut.

Mögliche Ursachen für Petechien sind unter anderem:

  • erhöhte Blutungsneigung, z. B. durch Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder Mangel an Blutgerinnungsfaktoren (z. B. bei Von-Willebrand-Syndrom)
  • Gefäßentzündung (Vaskulitis), wie z. B. Purpura Schönlein-Hennoch
  • erworbene Gefäßschäden (Vasopathien), z. B. als Folge von Diabetes mellitus oder durch altersbedingte Verschleißerscheinungen
  • Gewalteinwirkung auf die Haut, z. B.

Auch Reibung oder Druck auf der Haut kann bei manchen Menschen zu kleinen punktförmigen Einblutungen führen, etwa durch den Gurt oder Träger einer schweren Tasche oder durch einen zu engen BH-Träger.

Daneben kann manchmal körperliche Anstrengung Petechien hervorrufen, beispielsweise während einer Geburt beim Pressen oder auch beim Gewichtheben, bei Erbrechen oder starkem Husten.

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