Methotrexat (MTX) ist ein Medikament, das häufig zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen wie rheumatoider Arthritis und Psoriasis sowie bestimmter Krebsarten eingesetzt wird. Es wirkt, indem es das Wachstum und die Vermehrung von Zellen hemmt. Diese Eigenschaft macht es besonders nützlich bei der Behandlung von schnell wachsenden Krebszellen und bei der Unterdrückung überaktiver Immunzellen, die bei Autoimmunerkrankungen Schaden anrichten.
Methotrexat Molekülstruktur.
Bei einer Behandlung mit MTX können verschiedene Nebenwirkungen auftreten, sowohl physischer als auch psychischer Natur. Es ist wichtig, sich dieser potenziellen Auswirkungen bewusst zu sein und eng mit dem behandelnden Arzt zusammenzuarbeiten, um diese zu minimieren.
Haarausfall ist eine bekannte, wenn auch nicht bei jedem auftretende Nebenwirkung von MTX. Wie oben erwähnt wirkt Methotrexat, indem es die Zellteilung hemmt, um das Wachstum von Krebszellen und die Aktivität des Immunsystems zu reduzieren. Allerdings sind auch die Haarfollikel von schnellen Zellteilungprozessen abhängig. Durch die Hemmung der Zellteilung kann MTX das Wachstum der Haarfollikel beeinträchtigen und zu Haarausfall führen.
Haarausfall kann eine belastende Nebenwirkung von MTX sein.
Folsäure spielt eine wichtige Rolle bei der Minimierung der Nebenwirkungen von MTX. Methotrexat wirkt, indem es die Folsäure-abhängige Enzyme blockiert, was zur Hemmung der Zellteilung führt. Durch die Ergänzung mit Folsäure oder Folinsäure (eine aktivierte Form der Folsäure) können gesunde Zellen die benötigten Folsäure-Derivate erhalten und so besser funktionieren.
Mit dem allgemein empfohlenen Bereich zwischen 5 und 10 mg Folsäure pro Woche liegen wir richtig. Studien hätten gezeigt, dass höhere Dosen keinen zusätzlichen Nutzen brächten.
Ob Folsäure oder Folinsäure eingesetzt wird, macht Krüger zufolge nur in einem einzigen Punkt einen maßgeblichen Unterschied: Folinsäure ist etwa fünfmal teurer. „Hier können wir tatsächlich Geld sparen“, so der Experte.
Wenn es unter einer Therapie mit Methotrexat (Mtx) und Arava zu Haarausfall kommt, kann es entweder an Mtx, an Arava oder der Kombination der beiden Medikamente liegen.
Glücklicherweise stehen heute weitere Substanzen zur Verfügung, die als Alternative in Frage kommen. Eine gut wirksame Kombination ist beispielsweise die Kombination von Mtx mit Ciclosporin (Sandimmum). Sandimmun hat dabei die ansonsten nicht geschätzte Nebenwirkung, dass es zu einer verstärkten Körperbehaarung kommt.
Bei Autoimmunerkrankungen wie rheumatoider Arthritis, Psoriasis und entzündlichen Darmerkrankungen können andere Medikamente verwendet werden. Leflunomid und Sulfasalazin wirken ähnlich wie MTX, indem sie das Immunsystem dämpfen und Entzündungen reduzieren. Biologika sind eine moderne Medikamentengruppe, die gezielt bestimmte Teile des Immunsystems blockieren.
| Medikament | Wirkungsweise | Anwendungsgebiet |
|---|---|---|
| Methotrexat (MTX) | Hemmt die Zellteilung und reduziert die Aktivität des Immunsystems. | Rheumatoide Arthritis, Psoriasis, Krebs |
| Leflunomid | Dämpft das Immunsystem und reduziert Entzündungen. | Rheumatoide Arthritis |
| Sulfasalazin | Wirkt entzündungshemmend und immunsuppressiv. | Rheumatoide Arthritis, entzündliche Darmerkrankungen |
| Biologika (z.B. Etanercept, Infliximab) | Blockieren gezielt bestimmte Teile des Immunsystems. | Rheumatoide Arthritis, Psoriasis, entzündliche Darmerkrankungen |
Vergleich von MTX und alternativen Medikamenten.
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