Die Frage nach der "mittleren Haarfarbe" führt uns in eine Welt voller Nuancen und Bedeutungen. Eine mögliche Antwort auf dieses Rätsel ist "Rotbraun", ein Begriff, der sowohl eine spezifische Farbe beschreibt als auch eine Vielzahl von Assoziationen weckt. Doch was steckt wirklich hinter den verschiedenen Haarfarben und warum faszinieren sie uns so?
Verschiedene natürliche Haarfarben
Die Vielfalt der Haarfarben ist beeindruckend. Von hellem Blond bis zu tiefem Schwarz gibt es unzählige Schattierungen und Nuancen. Auch die mögliche Lösung DUNKELBLOND hat 11 Buchstaben. Für diese beliebte Frage gibt es insgesamt 13 denkbare Antworten.
Die Frage "Haarfarbe" zählt zwar nicht zu den am häufigsten gesuchten Fragen, wurde aber bereits 283 Mal gesucht.
Die Haarfarbe wird durch die unterschiedlichen Mengenanteile von zwei Pigmenten erzeugt: Eumelanin (dunkelbraun bis schwarz) und Phaeomelanin (orange bis rot).
Mehr als 70 verschiedene, durch Mutationen entstandene Varianten - sogenannte Allele - des MC1R-Gens haben die Genetiker im Erbgut heute lebender Menschen entdeckt. Von fünf dieser Allele ist nachgewiesen, dass sie eine schwerwiegende Funktionsstörung des MC1-Rezeptors zur Folge haben. Erbt man solch ein defektes Allel von einem Elternteil, steigt die Wahrscheinlichkeit, mit der Haarfarbe Rotblond zur Welt zu kommen. Erbt man aber von beiden Eltern eines der defekten MC1R-Allele, wird man fast sicher zum Rotschopf.
Als die Vorfahren der heutigen Menschheit vor etwa 70 000 bis 45 000 Jahren ihre Heimat Afrika verließen und Eurasien und Australien besiedelten, waren sie mit größter Sicherheit dunkelhäutig, dunkeläugig und dunkelhaarig: das Erbe einer Region mit intensiver UV-Strahlung. Es muss unter den afrikanischen Ahnen des heutigen Homo sapiens immer wieder Mutationen im MC1R-Gen gegeben haben.
In den gemäßigten Breiten Europas - ebenso wie in Ostasien - entfiel für die Einwanderer aus den Tropen dieser Selektionsdruck. Unter der schwachen Sonne Mittel- und Nordeuropas war es sogar vorteilhaft, weniger Pigment in der Haut zu haben: Das wichtige Vitamin D3 wird bei auffallender UV-Strahlung vom Körper selbst in der Haut gebildet - ein Problem für dunkelhäutige Menschen in höheren geographischen Breiten: Sie sind hier zu stark vor Sonnenlicht abgeschirmt und neigen daher zu Vitamin-D3-Mangel.
Haarfarben sind nicht nur ein genetisches Merkmal, sondern auch ein kulturelles Phänomen. Angeblich standen Blondschöpfe schon in der Steinzeit hoch im Kurs. Blondes Frauenhaar umrankt seit jeher eine große Faszination. Man sagt, dass blonde Menschen es leichter im Leben haben.
Im politischen Raum mögen solche Vorwürfe ja noch hingehen. Aber irgendwo muss ein Mann eine Grenze ziehen. Volles Haar war seit je ein mythisches Symbol für Kraft - und deshalb wurde in diesem Bereich stets gerne nachgebessert. Richter und Adlige wollten mit Perücken den Eindruck von Würde vermitteln. Bei den alten Griechen galt das Haar als Sitz des Lebens. Ein Haar in der Hand eines Zauberers verschafft ihm Macht über seinen Träger.
40 Prozent der Frauen wünschen sich eine helle, leuchtende Haarfarbe. Die typische Käuferin einer Coloration ist 45 bis 60 Jahre alt, in diesem Alter colorieren Frauen häufig erste graue Haare. Unter den Kundinnen von Blondierungen und Strähnchenprodukten sind aber auch häufig deutlich jüngere Frauen. Die Verwenderinnen wünschen sich generell eine frische, strahlende und attraktive Haarfarbe.
Es ist verständlich, wenn er nun meint, eine öffentliche Diskussion über den Ursprung seiner Haarfarbe habe ihm gerade noch gefehlt. Nicht alles, was verständlich ist, ist aber zugleich auch klug.
Haarfarben-Trends
Gerhard Schröder befürchtet, Gerüchte über seine angeblich gefäbten Haare könnten seine Glaubwürdigkeit schmälern. Wer seine Haare tönt, frisiert auch Statistiken: Dieser Vorwurf wird von Wahlstrategen deshalb für gefährlich gehalten, weil die Unionsparteien einen Wahlkampf führen wollen, in dem das Thema Glaubwürdigkeit eine besondere Rolle spielt.
Die Frage der Wirkung spielt im politischen Streit eine sehr viel größere Rolle als die Wirklichkeit. Die Konservativen hoffen, mit einem solchen Wahlkampf missglückte Medienauftritte des Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber in einen Vorteil ummünzen zu können. Er soll dargestellt werden als einer, der sich nicht verstellen kann und das auch nicht will, und der gerade deshalb im Fernsehen etwas ungelenk wirkt. Falls diese Strategie aufgeht, dann droht jeder gelungene Auftritt für Gerhard Schröder zum Bumerang zu werden. Je besser er sich verkauft, desto geringer die Glaubwürdigkeit.
Die Haarfarbe ist also mehr als nur ein äusserliches Merkmal. Sie ist ein Ausdruck von Persönlichkeit, Kultur und Genetik.
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