Haarausfall bei Katzen ist ein häufiges Problem, das viele Katzenhalter verunsichert. Wenn die geliebte Mieze plötzlich kahle Stellen am Kopf, am Rücken, am Bauch oder am Schwanzansatz entwickelt, sind viele Besitzer verständlicherweise besorgt. Dieser Artikel erklärt, wie es zu Haarausfall bei Katzen kommt und was dagegen unternommen werden kann.
Dass Katzen täglich Haare verlieren, ist normal. Das Fell dient dazu, den Wärmehaushalt der Katze zu regulieren. Außerdem erneuert sich das Fell: Alte Haare fallen aus, neue wachsen nach. Wenn der Haarausfall bei Katzen aber so stark ist, dass das Fell sichtbar dünner wird oder wenn sogar kahle Stellen entstehen, ist dies ein Anzeichen für verschiedene Erkrankungen.
Haarausfall (Alopezie) kann bei Katzen physiologisch aufgrund des saisonalen Fellwechsels oder aber auch krankhaft auftreten. Gut zu wissen: Haarausfall ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Anzeichen für eine Erkrankung.
Wenn Ihre Katze mehr Haare als normal verliert, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen. Je mehr Angaben Sie machen, desto genauer kann der Tierarzt feststellen, ob eine Katzenalopezie vorliegt. Hierzu zählen Dinge wie Essgewohnheiten und Verhaltensänderungen.
Äußere Merkmale von Haarausfall bei Katzen:
Haarausfall bei Katzen, auch Alopezie genannt, kann behandelt werden, allerdings hängt die Behandlung stark von der Ursache ab, und die verfügbaren Optionen können begrenzt sein.
Haarausfall bei Katzen kann viele verschiedene Ursachen haben - körperliche, aber auch seelische. Reißt sich die Katze selbst das Fell aus, kann dies beispielsweise darauf hindeuten, dass sie starken Juckreiz empfindet. Aber auch psychische Faktoren wie Nervosität, Stress oder Langeweile können der Auslöser für dieses Verhalten sein.
Man kann die Gründe für dünnes Fell (Hypotrichose) oder kahle Stellen (Alopezie) bei Katzen in drei Kategorien einteilen:
Weitere Ursachen können sein:
Einzigartige Ursachen für Haarausfall bei Katzen:
Bestimmte Rassen, wie etwa Himalaya- und Bengalkatzen, haaren bekanntermaßen mehr als andere Rassen. Andererseits werden Rassen wie die Sphinx-Katze gezielt darauf gezüchtet, haarlos zu sein.
Kahlheit bei Kätzchen: Es ist normal, dass beim Streicheln einer jungen Katze etwas Fell ausfällt. Kätzchen verlieren mit zunehmendem Alter ihr Nesthaar, das dünner ist als das spätere Fell.
Haarausfall bei älteren Katzen: Wie bei Menschen, leiden auch Katzen unter altersbedingten Beschwerden, die sich verschieden äußern können. Haarausfall ist ein häufiges Problem, oft bedingt durch Stress, Demenz oder körperliche Störungen wie Nieren- oder Schilddrüsenprobleme.
Dies ist der häufigste Grund für Haarlosigkeit und dünnes Fell bei Katzen. Kann bei Ihrer Katze nicht sein, denken Sie? Experten schätzen, dass die Besitzer in 90% aller Fälle nicht mitbekommen, dass ihre Katze sich kahl leckt, weil sie sich dafür gern zurückzieht. Außerdem hat schließlich kaum ein Mensch die Zeit, rund um die Uhr zu beobachten, wie oft und wie lange seine Katze sich das Fell leckt.
Hinweise auf feline selbstinduzierte Alopezie:
Der mit Abstand häufigste Grund für die FSA ist Juckreiz. Etwa drei Viertel aller Katzen lecken sich kahl, weil es sie juckt! Der Juckreiz entsteht meist durch:
Manchmal lecken sich Katzen auch Stellen kahl, an denen sie Schmerzen haben. Am Bauch zum Beispiel wegen einer schmerzhaften Blasenentzündung und/oder Harnsteinen. Oder die Katzen nutzen exzessives Putzen, um Stress abzubauen. Das kann sich zu einer so genannten psychogenen Leckalopezie entwickeln, die von Verhaltensmedizinern als Zwangserkrankung eingestuft wird.
Nur jede zehnte Katze, die sich selbst kahl leckt, tut dies aufgrund einer psychischen Erkrankung.
Aufgrund der vielen Ursachen für Haarausfall bei Katzen ist es ratsam, bei einem Tierarzt Rat zu suchen. Bereits während der Besitzerbefragung (Anamnese) können Informationen, etwa über die bisherige Parasitenpropyhlaxe oder die Fütterungs- und Haltungsweisen, wichtige Hinweise liefern. Auch plötzliche Wesensveränderungen oder das Vorkommen weiterer Symptome (z.B.
Nachdem der Tierarzt im Rahmen der klinischen Allgemeinuntersuchung den aktuellen Gesundheitszustand ermittelt hat, kann er mit der gründlichen Betrachtung (Adspektion) der betroffenen Hautareale fortfahren. Ist auf der Haut zum Beispiel ein eitriges Sekret erkennbar, so kann dies ein Zeichen für eine bakterielle Hautentzündung (Pyodermie) sein.
Leider deutet das Äußerliche nicht immer auf die Ursache hin, weshalb in manchen Fällen ein größerer Zeitaufwand für eine sichere Diagnose notwendig ist.
Mögliche diagnostische Maßnahmen:
Die Behandlung richtet sich nach der jeweiligen Ursache für den Haarverlust. Haarausfall bei Katzen muss nicht immer behandelt werden. Haarverlust beim Wechsel der Jahreszeiten ist normal und bedarf keiner Therapie.
Allgemeine Behandlungsansätze:
Bei vermehrtem Putzen aufgrund psychischer Ursachen kann ein Halskragen den Haarausfall vermindern, weil er die Katze daran hindert, sich zu putzen. Allerdings beseitigt dies nur die Symptome, nicht aber die Ursachen der Probleme.
Natürliche Mittel: Haarausfall durch Parasiten wie Ringelflechte, Pilze oder Flöhe lässt sich oft mit natürlichen Mitteln behandeln. Organimal bietet hierfür 100% natürliche Lösungen.
Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung spielt eine entscheidende Rolle für ein gesundes Fell. Störungen der Darmfunktion durch falsche Ernährung können zu Problemen wie Haarausfall, Allergien und Juckreiz führen. Eine optimale Ernährung für Katzen beginnt mit einer getreidefreien Kost, die frei von chemischen Zusätzen ist.
Lachsöl hilft effektiv bei Fell- und Hautproblemen, denn es enthält Omega-Fettsäuren, die entzündungshemmend und zellweichmachend wirken. Dies fördert die Fell- und Hautgesundheit, hilft bei kahlen Stellen, Schuppen sowie Haarausfall und sorgt für einen besseren Feuchtigkeitshaushalt.
Manchen Entstehungsgründen von Haarausfall bei Katzen kann frühzeitig entgegengewirkt werden. So können spezielle Halsbänder oder Spot Ons als Parasitenprophylaxe eingesetzt werden, welche mittels Pyrethroiden Milben, Flöhe und Zecken bekämpfen.
Weitere Tipps zur Vorbeugung:
Haarausfall selbst ist für die meisten Katzen kein großes Problem. Dennoch können schwerwiegende Erkrankungen dem Symptom zugrunde liegen. Die Prognose ist daher stark von der Entstehungsursache und der Therapie abhängig.
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