Fast jede dritte Frau hat im Laufe ihres Lebens mit Haarausfall zu kämpfen. Der Leidensdruck ist groß. Haare erneuern sich beim Menschen ständig. Sie hören nach einer bestimmten Zeit auf zu wachsen und fallen aus, neue Haare wachsen nach. Und auch lichteres Haar ist mit zunehmendem Alter keine Seltenheit. Dauert der Haarausfall mehrere Wochen und gehen täglich mehr als hundert Haare aus oder es entstehen haarfreie Stellen, liegt Haarausfall vor.
Haarausfall hat viele Gesichter, ein Einzelschicksal ist (starker) Haarverlust jedoch nicht. Die häufigste Art ist der hormonell erblich bedingte Haarausfall (auch androgenetische Alopezie) - bis zu 40 Prozent der Frauen entwickeln im Laufe ihres Lebens Anzeichen dieser Form.
Haarverlust kann Männer und Frauen gleichermaßen treffen. Damit er nicht zur gänzlichen Haarlosigkeit (Alopezie) führt, sollten frühzeitig geeignete Vorbeuge- und Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Ganz allgemein gibt es vier Hauptformen des Haarausfalls. Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihres Erscheinungsbildes und ihrer Ursachen:
Haarverlust bei Männern und Frauen kann viele Ursachen haben. Diese können nur durch einen Dermatologen zweifelsfrei diagnostiziert werden.
Viele Frauen klagen während der Wechseljahre über Haarausfall und zu dünnes Haar. Während der Wechseljahre kommt es zu einer Reihe von hormonellen Veränderungen im weiblichen Körper. Diese Veränderungen können sich unter anderem in der Struktur, dem Volumen sowie im allgemeinen Erscheinungsbild der Haare äußern.
Auch die Haarwurzeln reagieren sensibel auf die hormonellen Veränderungen:
Bei der Untersuchung fragen Ärztin oder Arzt ausführlich nach der Vorgeschichte der Patientin, bisherigen Untersuchungen und Therapien sowie Symptomen. Dann werden die Haare unter der Lupe betrachtet und geprüft, ob sie brüchig sind. Ein Zupftest zeigt, ob sich die Haare schnell lösen. Anschließend wird die Haarwurzel untersucht. Ein sogenanntes Trichogramm zeigt, in welcher Wachstumsphase die Haare ausfallen. Weitere Erkenntnisse kann eine computergestützte Haaranalyse liefern.
Je früher die passende Behandlung eingeleitet wird, umso größer ist die Erfolgschance der Therapie. Zunächst muss aber die genaue Ursache des Haarausfalls gefunden sein, erst dann erstellt der Arzt einen individuellen Therapieplan.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Haarausfall bei Frauen zu behandeln. Die Wahl der Therapie hängt stets von der Ursache ab.
Wichtig: Ist ein bestimmtes Medikament für Haarausfall verantwortlich, kann möglicherweise ein alternatives Präparat ausprobiert werden.
Dennoch gibt es einige Tipps und Tricks, wie Frauen dünne Haare pflegen und kaschieren können. Mittlerweile haben sich einige Friseurinnen und Friseure darauf spezialisiert. Beim Fönen - und auch bei starker Sonneneinstrahlung - ein Hitzeschutzspray auftragen. Für mehr Volumen Haarspray und Styling-Schaum für den Haaransatz verwenden.
Grundsätzlich gilt: Wer sich ausgewogen und ausreichend ernährt, muss in der Regel keine Nahrungsergänzungsmittel gegen Haarausfall einnehmen.
Tipp: Bürste und kämme deine Haare am besten im trockenen Zustand. Ist das Haar nass, neigt es schneller dazu, zu brechen.
Das richtige Shampoo bildet eine wichtige Grundlage für das Erscheinungsbild der Haare. Ein Shampoo sollte das Haar intensiv, aber schonend reinigen und auf dein Haarbedürfnis abgestimmt sein. Bei trockener Kopfhaut sollte das Shampoo zudem Juckreiz mildern und gleichzeitig die sensiblen Haarfasern stärken. Auch bei Haarausfall gibt es spezielles Shampoo. Tipp: Wasche deine Haare nicht zu häufig. Eine Haarwäsche zwei- bis dreimal pro Woche ist in der Regel ausreichend.
Neben der passenden Pflege spielt auch die richtige Ernährung eine große Rolle für schönes Haar in den Wechseljahren. Mit einer ausgewogenen und gesunden Ernährung schützt du deinen Körper vor einem Nährstoffmangel. Integriere daher überwiegend frisches Obst und Gemüse in deine Ernährung. Auch Nüsse, mageres Fleisch und Fisch tragen zu einer ausgewogenen Nährstoffversorgung bei, ebenso wie ungesättigte Pflanzenöle. Eine sehr zuckerhaltige Ernährung und ein erhöhter Insulinspiegel dagegen können das Wachstum der Haare auf Dauer beeinträchtigen.
Während der Wechseljahre kommt es häufig zu einem Mangel an Mikronährstoffen, da sich der Stoffwechsel mit zunehmendem Alter verlangsamt. Nährstoffe werden so zum Teil weniger effektiv aufgenommen:
Generell gilt: Eine gesunde Lebensweise hat positiven Einfluss auf unseren Körper. Besonders während der Wechseljahre kann sich das auf das allgemeine Wohlbefinden auswirken. Regelmäßige Bewegung etwa kurbelt die Durchblutung an und hebt zugleich die Laune. Versuche, Stress und Hektik so gut es geht von deinem Alltag fernzuhalten. Gönne dir wohlverdiente Auszeiten zum Entspannen. Darüber hinaus ist ein möglichst geringer Konsum von Alkohol und Nikotin empfehlenswert.
Haarausfall bei Frauen ab 40 kann verschiedene Ursachen haben, darunter hormonelle Veränderungen, erbliche Veranlagung und Mangelernährung. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung durch einen Dermatologen ist entscheidend, um den Haarausfall zu stoppen und das Haarwachstum zu fördern. Neben medikamentösen Behandlungen können auch eine ausgewogene Ernährung, die richtige Haarpflege und Stressmanagement helfen, den Haarausfall zu reduzieren.
| Ursache | Behandlungsmöglichkeiten |
|---|---|
| Hormonelle Veränderungen | Hormonersatztherapie, Anti-Androgene |
| Erbliche Veranlagung | Minoxidil, Finasterid |
| Mangelernährung | Ausgewogene Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel (Eisen, Zink, Biotin, Vitamine) |
| Kopfhauterkrankungen | Medikamentöse Behandlung der Erkrankung |
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