Wirksame Mittel gegen genetisch bedingten Haarausfall: Ein umfassender Überblick

Anlagebedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie) ist die häufigste Form von Haarausfall. Er betrifft circa 80 von 100 Männern und 40 von 100 Frauen in der Altersgruppe ab 70 Jahren. Typisch ist, dass die Haare bei Männern an Stirn und oberem Hinterkopf ausfallen, bei Frauen im Scheitelbereich.

Fachleute betrachten die androgenetische Alopezie als erbliche Störung. Studien zufolge entwickeln junge Männer, deren Väter kahlköpfig sind, viel wahrscheinlicher Haarausfall als Männer, deren Väter nicht kahlköpfig sind. Kennzeichnend für anlagebedingten Haarausfall ist, dass die Haare fortschreitend in einer Art Muster ausgehen. Bei Männern beginnt der Haarausfall an den Schläfen und oben am Hinterkopf, bei Frauen im Scheitelbereich.

In diesem Artikel werden die Ursachen, Diagnose und vor allem die wirksamsten Behandlungsmethoden gegen genetisch bedingten Haarausfall detailliert erläutert. Dabei werden sowohl medikamentöse als auch alternative Ansätze betrachtet, um Betroffenen einen umfassenden Überblick über ihre Möglichkeiten zu geben.

Die Beschäftigung mit Haarwuchsbiologie und deren Störungen wird als Trichologie bezeichnet. Eine adäquate ärztliche Untersuchung beim Symptom Haarausfall umfasst folgende Aspekte:

  • Anamnese (Fieber, Medikamente, Heparingabe?)
  • Klinische Inspektion (Alopezie? Entzündung?)
  • Klinischer Zugtest (Haare vermehrt und leicht ausziehbar?)
  • Trichodermatoskopie (Inspektion der Haare und Kopfhaut mit Dermatoskop)
  • Trichogramm (mikroskopische Haarwurzelanalyse)
  • Blutuntersuchungen (je nach Konstellation, nicht obligat)

Die häufigsten Ursachen für Haarverlust sind Effluvium und diffuse Alopezie, androgenetische Alopezie bei Männern und Frauen, Alopecia areata, Folliculitis decalvans (Folliculitits mit Entzündung einhergehende Alopezie).

Androgenetische Alopezie bei Männern

Ursächlich für die androgenetische Alopezie des Mannes ist ein Zusammenspiel von Genen und Androgenen. Die Gene definieren dabei, wann welcher Kopfhaarfollikel wie stark gegen Androgene empfindlich wird. Das entscheidende Androgen beim männlichen Haarausfall ist das Dihydrotestosteron (DHT), das aus Testosteron mit Hilfe der 5-alpha-Reduktase Typ II entsteht. Unter dem Einfluss des Androgens DHT resultiert eine Miniaturisierung der genetisch prädisponierten Haarfollikel und somit auch der Haare. Das typische Erscheinungsbild der androgenetischen Alopezie des Mannes reicht von Geheimratsecken bis zur Vollglatze.

Bei Männern bewirken die Hormone einerseits ein gesteigertes Wachstum im Bartbereich andererseits die Vermehrung von Talgdrüsen auf dem Kopf. Die Vermehrung der Talgdrüsen ist mit dem Verlust der Haare verbunden. Bei Männern kann es im Endzustand zu einer völligen Glatzenbildung kommen, bei Frauen entsteht nur eine Lichtung des Haupthaares.

Behandlungsmöglichkeiten für Männer

Zur Behandlung der androgenetischen Alopezie des Mannes gibt es nur zwei Wirkstoffe, die sich in gut kontrollierten, wissenschaftlichen Studien bewiesen haben: die Finasterid 1 mg Tablette (Propecia® und Generika) und die 5-prozentige Minoxidil-Lösung (Regaine® 5% Männer, Alopexy®) bzw. der 5-prozentige Minoxidil-Schaum (Regaine® Männer Schaum).

Finasterid hemmt selektiv das Enzym 5a-Reduktase Typ II und senkt somit die Serumkonzentration von Dihydrotestosteron um 70 %. Die Wirksamkeit von Finasterid wurde in großen Multicenterstudien nachgewiesen. Eine weitere Studie belegte, dass Finasterid auch bei Männern zwischen 40 und 60 Jahren wirksam ist.

Eine Behandlungsalternative zu Finasterid ist das topisch anzuwendende 5-prozentige Minoxidil. Der Wirkansatz von Minoxidil am Haarfollikel ist pleiotrop. Unter anderem wird z. B. die Expression des Vascular Endothelial Growth Factor, VEGF, erhöht, was die Durchblutung an der Haarwurzel verstärkt.

Sowohl Finasterid als auch Minoxidil sind in der Lage, den Haarausfall bei etwa 90 % der Behandelten zu stoppen. Bei etwa 50 % der Behandelten kommt es sogar zu einer sichtbaren Verdichtung der Haare. Die maximale Verdichtung wird bei Minoxidil bereits nach sechs Monaten erreicht, bei Finasterid oft erst nach 24 Monaten. Die Wirkung hält so lange an, wie das jeweilige Medikament kontinuierlich verwandt wird.

Alle anderen Präparate sind bei der androgenetischen Alopezie des Mannes wirkungslos, die Werbung in den Medien ist irreführend.

Es gibt Medikamente, mit denen sich der Haarverlust verringern oder stoppen lässt. Der Wirkstoff Minoxidil ist für Frauen und Männer geeignet. Bei Männern kommt zusätzlich der Wirkstoff Finasterid zum Einsatz.

Anlagebedingter Haarausfall beim Mann (Hamilton-Norwood-Schema): Erst bilden sich „Geheimratsecken“ und eine „Tonsur“. Später kann sich eine Glatze entwickeln.

Die besten Tipps gegen Haarausfall | Dr. Johannes Wimmer

Finasterid bewirkt, dass der Körper weniger Dihydrotestosteron (DHT) bildet. DHT ist ein Abkömmling des männlichen Geschlechtshormons Testosteron. Bei Menschen mit anlagebedingtem Haarausfall kommt DHT teilweise in erhöhten Mengen vor. Der Überschuss an DHT führt dazu, dass sich die Wachstumsphase des Haares verkürzt. In der Folge fallen die Haare rascher aus und werden zunehmend dünner.

Wichtig: Finasterid ist für Frauen nicht zugelassen. Wer schwanger ist oder schwanger werden möchte, darf Finasterid nicht einnehmen.

Mögliche Nebenwirkungen

Die Einnahme von Finasterid kann die sexuelle Lust bremsen (Libido-Verlust) und zu Erektionsstörungen oder Problemen mit dem Samenerguss (Ejakulationsstörungen) führen. Nach dem Absetzen des Medikaments legt sich das bei den meisten Männern wieder.

Gelegentlich kann es bei Männern zu einer Gynäkomastie und zu Hodenschmerzen kommen. Bei einer Gynäkomastie vergrößert sich die Brustdrüse auf einer oder beiden Seiten.

Finasterid kann bestimmte psychische Probleme begünstigen.

Androgenetische Alopezie bei Frauen

Wie bei den Männern ist auch bei Frauen die Ausbildung der androgenetischen Alopezie von genetischen Faktoren abhängig. Hierzu zählen vor allem der auf dem X-Chromosom kodierte Androgen-Rezeptor, aber auch Gene, die die Aktivität von Enzymen wie z. B. der 5-alpha-Reduktase oder der Aromatase steuern. Man schätzt, dass etwa 20-30 % aller Frauen zur androgenetischen Alopezie neigen.

Bei etwa 10 % der Frauen ist diese genetische Veranlagung so stark, dass sie bereits im Alter von 20 bis 30 Jahren eine deutlich sichtbare Haarlichtung aufweisen. In den Wechseljahren findet dann eine Hormonumstellung statt, die die androgenetische Alopezie weiter akzeleriert: Die Östrogenspiegel sinken, die Androgene gewinnen an Einfluss. Bei vielen Frauen mit mittelgradiger genetischer Veranlagung ist es diese Hormonumstellung, die schließlich die androgenetische Alopezie bemerkbar macht.

Zugrunde liegt der Lichtung der Kopfhaare eine Miniaturisierung der betroffenen Haarfollikel. Im Gegensatz zu den Männern sind bei den Frauen jedoch meist nicht alle Haarfollikel einer Kopfregion betroffen, sondern nur einige. Daher kommt es bei ihnen nicht zur völligen Kahlheit, sondern zur diffusen Ausdünnung der Haare im Mittelscheitelbereich. Die Diagnose ist in der Regel leicht. Typisch ist vor allem das weibliche Haarlichtungsmuster im Mittelscheitelbereich.

Bei jüngeren Frauen mit ausgeprägter androgenetischer Alopezie sollte immer eine gynäkologische Untersuchung mit Bestimmung der Östrogene und Androgene im Serum durchgeführt werden. Diese Untersuchungen sind vor allem dann notwendig, wenn neben der Alopezie auch Zyklusunregelmäßigkeiten und Hirsutismus-Zeichen vorliegen. Andererseits sind die Sexualhormone bei Abwesenheit dieser Kofaktoren fast immer normal. Denn der Grund der Haarfollikel-Miniaturisierung sind fast nie zu hohe Serum-Androgenspiegel, sondern eine genetisch festgelegte Überempfindlichkeit bestimmter Kopfhaarfollikel auf Androgene.

Behandlungsmöglichkeiten für Frauen

Wie bei den Männern, sind alle angepriesenen anderen Mittel gegen Haarausfall ohne wissenschaftlich validen Wirknachweis.

Was hilft nun? Bei Alopezie mit Hyperandrogenämie sind systemisch gegebene Antiandrogene wie z. B. Cyproteronacetat, Chlormadinonacetat oder Dienogest hilfreich. Hierfür zugelassene Fertigpräparate sind z. B. Diane-35®, Neo-Eunomin® oder Valette®. Alle Präparate haben auch kontrazeptive Eigenschaften, da bei der Gabe von Antiandrogenen eine Schwangerschaft unbedingt vermieden werden muss.

Die insgesamt wirksamste Substanz gegen die androgenetische Alopezie der Frau ist die 2-prozentige Minoxidil-Lösung (Regaine® Frauen), wie zahlreiche, gut kontrollierte klinische Studien und ein aktuelles Cochrane-Review belegen. Die gute Wirkung von Minoxidil erklärt sich unter anderem aus einer Verbesserung der Mikrozirkulation im Bereich der dermalen Papille sowie durch verschiedene andere haarwuchsstimulierende Effekte.

Mit der zweimal täglichen Anwendung von 2-prozentiger Minoxidil-Lösung kann die Progression der androgenetischen Alopezie bei den meisten Frauen gestoppt werden; etwa 50 % der Frauen beobachten sogar eine Zunahme der Haardichte. Bei Frauen dunklen Typs kann es zu verstärkter Hypertrichose auf der Stirn und im Gesicht kommen. Andere seltene Nebenwirkungen der äußerlichen Minoxidil-Anwendung sind Juckreiz und Rötung der Kopfhaut. Eine Blutdrucksenkung ist bei topischer Anwendung nicht zu befürchten. Die 2-prozentige Minoxidil-Lösung ist in Deutschland seit 2005 rezeptfrei in Apotheken erhältlich.

Bei der Frau ist die androgenetische Alopezie häufig mit einem maskulinen Behaarungstyp verbunden.

Alopezie kann bei der Frau mit Hormonpräparaten, wie z.B. hormonellen Verhütungsmitteln oder örtlich aufgetragenen, östrogenhaltigen Mitteln behandelt werden.

Wie bei den Männern, sind alle angepriesenen anderen Mittel gegen Haarausfall ohne wissenschaftlich validen Wirknachweis.

Weiblicher Haarausfall: Androgenetische Alopezie

Allgemeine Behandlungsmethoden und Tipps

Je früher Haarausfall erkannt wird, desto eher hat die Behandlung Erfolg. Denn der Erfolg wird oft erst drei Monate nach Beginn der Behandlung sichtbar. Ein Wiederwachstum der Haare an bereits kahlen Stellen kann nur zum Teil erreicht werden, weil die Verkleinerung der Haarfollikel im Rahmen der Alopecia androgenetica im Allgemeinen nicht rückgängig zu machen ist. Allerdings ermöglichen es neue Medikamente, den Haarausfall zu stoppen. Die Behandlungsmethoden sind für Männer und Frauen unterschiedlich.

Relativ erfolgreich können in Haarwässern enthaltene Östrogene wirken. Sie neutralisieren die Wirkung von DHT im Haarboden. Setzt man die Mittel allerdings ab, gehen die Haare wieder aus. Außerdem gibt es jetzt auch eine hormonfreie Lösung gegen anlagebedingten Haarausfall.

Haartransplantation

Die allermeisten Betroffenen brauchen sie nicht, doch müssen Perücke, Toupet oder Haartransplantationen in Betracht gezogen werden, wenn sonst nichts hilft und der Leidensdruck hoch ist. Bei der Transplantation werden verschiedene Techniken angewendet, z.B. die so genannte autologe Haarwurzeltransplantation. Dabei wird in örtlicher Betäubung ein behaartes Hautareal entnommen. Dieses wird dann an lichten oder kahlen Stellen wieder eingesetzt.

Eine Haarverpflanzung kommt meist infrage, wenn die Behandlung mit Medikamenten nicht ausreichend wirkt oder die betreffende Person stark unter dem Haarverlust leidet.

Der Eingriff erfolgt in der Regel ambulant. Die verpflanzten Haare fallen oft erst einmal aus, um dann neu nachzuwachsen. Bis ein Erfolg zu sehen ist, kann es einige Monate dauern. Das Ergebnis fällt individuell verschieden aus.

Eine Haartransplantation erfordert einen professionellen Umgang mit den verschiedenen Techniken und den persönlichen Wünschen.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten

Häufig werden Behandlungen mit eigenem Blutplasma (PRP-Behandlung) oder Laser angeboten. Fachgesellschaften empfehlen diese Methoden bisher nicht, da aussagekräftige Studien, etwa zum Nutzen, zur Langzeitwirkung, oder Vergleichsstudien mit den Standardmethoden fehlen.

Shampoos gegen Haarausfall

Sowohl in der Apotheke als auch in der Drogerie gibt es mittlerweile Shampoos, die gegen erblich bedingten Haarausfall entwickelt wurden. Die darin enthaltenden anregenden Inhaltsstoffe (z. B. Koffein) sollen die Haarfollikel stärken, die sich beim erblich bedingten Haarausfall fortlaufend verkleinern.

Bei diffusem Haarausfall werden oft basische Shampoos empfohlen, die keine aggressiven Chemikalien enthalten, sondern das Haar sanft reinigen und es mit fehlenden Nährstoffen versorgen sollen, die nicht über die Ernährung aufgenommen werden.

Wunder sollte man von Shampoos gegen Haarverlust allerdings nicht erwarten: Sie können das vorhandene gesunde Haar zumindest optisch stärken , sind aber in der Regel nicht dazu geeignet, um krankheitsbedingtem Haarverlust auf Dauer Einhalt zu gebieten oder ihn langfristig zu bekämpfen.

Nahrungsergänzungsmittel

Neben Shampoos zur äußerlichen Anwendung findet man auch Nahrungsergänzungsmittel z. B. Form von Kapseln zum Einnehmen, die den Haarverlust von innen heraus bekämpfen sollen.

Hierbei handelt es sich um Nahrungsergänzungsmittel, die vorwiegend bei diffusem Haarausfall und bei einem ernährungsbedingten Haarverlust helfen können. Denn diese Arten des Haarverlusts gehen oft mit einer Mangelernährung des Körpers und der Haarwurzeln einher.

Allerdings nimmt der Mensch mit einer ausgewogenen Ernährung in der Regel ausreichend Eisen, Zink und Biotin zu sich . Nahrungsergänzungsmittel können also nur zu einem normalen Haarwachstum beitragen und schaffen nur Abhilfe, wenn der Haarausfall auch auf Mangelerscheinungen zurückzuführen ist.

Daher empfiehlt es sich, Ihren Arzt zurate zu ziehen, falls Sie vorhaben, den Haarwuchs mit Nahrungsergänzungsmitteln anzuregen. Der Arzt kann Aussagen zu den Ursachen des Haarausfalls treffen und sagt Ihnen, ob Nahrungsergänzungsmittel in Ihrem Fall sinnvoll sind. Sie können natürlich auch im Rahmen ihrer Ernährung auf die Zufuhr dieser Vitamine und Mineralstoffe achten.

Hausmittel

Viele fragen sich, was wirklich gegen Haarausfall hilft , und greifen auf die traditionellen Hausmittel zurück. Doch helfen diese tatsächlich? Die Tipps und Tricks unserer Großmütter sollen vor allem die Haarwurzeln stärken:

Eine Kopfhautmassage mit einer Tinktur aus eingekochten Brennnesselblättern und Essig regt die Durchblutung an und soll die Aktivität der Haarfollikel kurzfristig anregen. Eine Mischung aus Zwiebelsaft, Branntweinessig und Honig ergibt ein sanftes Pflegeshampoo, das die Haarwurzeln kräftigen soll.

Auch eine Massage mit ätherischem Rosmarinöl soll die Durchblutung fördern und den Haarwurzeln etwas Gutes tun. Bei krankhaften Formen des Haarverlusts sind die Hausmittel allerdings keine Hilfe .

Dr. Kerstin Neumann erklärt, dass es keine wissenschaftlichen Belege für die Wirksamkeit der klassischen Hausmittel gibt. Der anlagebedingte Haarausfall kann daher mit solchen Mitteln nicht gestoppt werden. Sie rät daher, sich diesbezüglich in der Apotheke zu informieren.

Minoxidil

Klinisch belegte Wirksamkeit von dem Wirkstoff Minoxidil bei Haarverlust. Es gibt mehr als 47 wissenschaftliche Studien mit mehr als 5.000 weiblichen Probanden, die die Wirksamkeit von Minoxidil belegen. Sie ergaben eindeutig, dass die Behandlung mit dem Wirkstoff effektiver war als die Therapie Placebos, die den Vergleichsgruppen verabreicht wurden.

Auch zur Wirksamkeit von Minoxidil in den Regaine® Produkten wurden Studien zu Regaine® Frauen-, sowie Studien zu Regaine® Männer-Produkten durchgeführt. Minoxidil regt u. a. die Durchblutung der Haarfollikel an. Durch die verbesserte Nährstoffzufuhr wird die Aktivität der Haarwurzeln gefördert und die Gewebestrukturen, die für die Verbindung zwischen dem Haar und der Kopfhaut zuständig sind, werden optimal versorgt. Somit wird nicht nur vorhandenes Haar gestärkt, sondern auch neues Haarwachstum angeregt.

Auf diese Weise verlangsamt sich das Fortschreiten des Haarverlusts. Erfahren Sie hier mehr über den Wirkstoff Minoxidil und die Minoxidil-haltigen Arzneimittel von Regaine®, die einfach anzuwenden sind und in der Regel bereits nach 12 Wochen erste sichtbare Erfolge zeigen.

Ernährung

Gesunde Ernährung ist Pflicht für alle, die sich gesundes und kräftiges Haar wünschen. Auch wenn man annimmt, dass Mangelerscheinungen in Deutschland nicht vorkommen, gehören sie mit zu den häufigsten Gründen für diffusen Haarausfall. Besonders betroffen sind Personengruppen, die einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen haben, zu wenige Nährstoffe aufnehmen oder diese im Körper nicht richtig resorbieren können. Dazu gehören Vegetarier und Veganer, Schwangere, Sportler, Menschen mit Essstörungen oder bestimmten Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts. Man sollte deshalb auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten sowie ggf. nach ärztlicher Rücksprache bestimmte Vitamine und Spurenelemente zusätzlich substituieren. Es gibt zudem einige Nahrungsmittel, in denen natürliche Stoffe vorkommen, die den DHT-Spiegel im Körper senken und damit erblich bedingtem Haarausfall entgegenwirken können. Sie sind zum Beispiel in Bananen, Mangos, Tomaten oder Kohl enthalten.

Alfatradiol

Alfatradiol ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der 5-α-Reduktasehemmer, der zur äußerlichen Behandlung des erblich bedingten Haarausfalls verwendet wird. Der Wirkstoff Alfatradiol ist äußerlich anzuwenden und in der gut verträglichen Kopfhautlösung Pantostin® enthalten.

Alfatradiol, der Wirkstoff in Pantostin®, wirkt, indem es das Enzym 5-α-Reduktase auf der Kopfhaut hemmt und damit an der Ursache für den erblich bedingten Haarausfall ansetzt. Dadurch wird die Bildung von Dihydrotestosteron (DHT), einem Spaltprodukt des Hormons Testosteron, reduziert, welches die Haarwurzeln schädigt. Durch diese Wirkungsweise kann Pantostin® dem fortschreitenden Rückgang gesunder Haarwurzeln entgegenwirken und der Haarausfall kann dadurch deutlich verringert werden. Klinische Studien bestätigen die Wirksamkeit und gute Verträglichkeit von Pantostin® für Frauen und Männer mit erblich bedingtem Haarausfall.

Viele freiverkäufliche Mittel versprechen Abhilfe bei Haarausfall. Doch was bringen sie wirklich? Etwa hundert Haare verlieren wir täglich, das ist ganz normal und kein Grund zur Beunruhigung. Gegen den Kahlschlag auf dem Kopf versprechen viele Mittel Abhilfe. Doch wirklich hilfreich sind nur wenige.

Desoxyribose

Nun könnte einem Forschungsteam aus England und Pakistan der Durchbruch gelungen sein. Eigentlich wollte das Team um Sheila MacNeil von der University of Sheffield und Muhammed Yar von der COMSATS University Islamabad untersuchen, wie der Zucker namens 2-Desoxy-D-Ribose (2dDR) - auch Desoxyribose genannt - zur Wundheilung beitragen kann. Desoxyribose ist ein wichtiger Bestandteil der Nukleotide, den Bausteinen der Nukleinsäuren, die in allen lebenden Organismen vorkommen.

Als die Forschenden die Desoxyribose in Form eines Gels auf die Wunden von Mäusen auftrugen, stellten sie aber auch noch etwas anderes fest: 2dDR kann offensichtlich nicht nur Wunden verschließen - sondern auch den Haarwuchs anregen. Um herauszufinden, warum das so ist, stellten die Wissenschaftler*innen den menschlichen erblich bedingten Haarausfall bei Mäusen nach. Bei einer Gruppe von Mäusen trugen sie anschließend eine kleine Dosis 2dDR auf die kahlen Stellen auf.

20 Tage lang kontrollierte das Forschungsteam daraufhin das Haarwachstum der Mäuse und kam zu dem Ergebnis: Der natürlich vorkommende Zucker 2dDR ist genauso wirksam wie das chemisch hergestellte Medikament Minoxidil.

„Dieser pro-angiogene Desoxy-Ribose-Zucker kommt in der Natur vor, ist kostengünstig und stabil, und wir haben gezeigt, dass er von einer Vielzahl von Trägergelen oder Verbänden abgegeben werden kann“, sagt Yar. Das mache ihn zu einem guten Kandidaten für die weitere Forschung zur Behandlung von erblich bedingtem Haarausfall.

Wichtige Hinweise

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann eine ärztliche Beratung nicht ersetzen.

Wenn Sie übermäßigen Haarverlust feststellen, empfiehlt es sich also zunächst, einen Arzt aufzusuchen. Hier ist ein Hautarzt (Dermatologe) der richtige Ansprechpartner. Er kann mit verschiedenen Diagnoseverfahren (z. B. Trichoscan, Trichogramm, Dermatoskopie) ermitteln, welche Art des Haarausfalls bei Ihnen vorliegt und welche Therapieformen sich für Sie eignen.

tags: #mittel #gegen #genetischen #haarausfall #wirksamkeit

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen