Fast jeder Mensch macht sich irgendwann Sorgen um Haarausfall, ob begründet oder nicht. Es gibt verschiedene Ursachen und Behandlungen, die helfen können. Hier erfahren Sie mehr über die häufigsten Auslöser und wirksamen Gegenmaßnahmen.
Wie alles Lebendige hat auch das Haar einen Lebenszyklus: Wachstum, Ruhe, Erschöpfung und Tod. Normalerweise wird das ausfallende Haar durch ein neues ersetzt. Ein Haar durchläuft im Laufe eines Menschenlebens bis zu 20 solcher Zyklen.
Ein Mensch verliert täglich bis zu 100 Haare. Bei etwa 100.000 Kopfhaaren fällt das optisch nicht auf. Wenn das Wachstum jedoch gestört ist, werden die Haare dünner, verlieren an Widerstandskraft und fallen früher aus. Das Nachwachsen ist eingeschränkt oder bleibt aus. Diffuser Haarausfall über weite Teile der Kopfhaut ist ebenso möglich wie die Bildung einzelner kahler Stellen.
Es gibt verschiedene Formen von Haarausfall, die unterschiedliche Ursachen haben können.
Diese Form des Haarverlusts ist die häufigste und wird auch als erblicher oder anlagebedingter Haarausfall bezeichnet. Bei Männern beginnt sie typischerweise mit Geheimratsecken, kahlen Stellen am Oberkopf und einer zurückweichenden Haarlinie. Bei Frauen lichtet sich das Haar meist in der Scheitelzone. Ursache ist eine Überempfindlichkeit der Haarwurzeln im vorderen Kopfbereich, wodurch sich die Wachstumsphase der Haare verkürzt.
Androgenetische Alopezie bei Männern und Frauen
Behandlung: Eine Haarwurzelbehandlung mit Eigenblut, eine Mesohair-Therapie oder - bei Männern - die Einnahme von Medikamenten gegen Haarausfall können androgenetischen Haarausfall aufhalten. Einmal verkümmerte Haarwurzeln erholen sich jedoch nicht wieder. Die Haarfollikel sind auf eine reibungslose Nährstoffzufuhr angewiesen. Eine Stärkung der Nährstoffzufuhr durch eine Haarwurzelbehandlung oder eine Mesotherapie kann langfristig zu vollerem, gesünderem Haar führen.
Hier entstehen münzgroße haarlose Flecken auf der Kopfhaut, im Bart oder in der Körperbehaarung - typischerweise durch plötzlichen Haarausfall. Daneben wird das Haar in verschiedenen Kopfbereichen oft licht. Die Erkrankung ist nicht anlagebedingt, und die Haarfollikel bleiben erhalten, sodass Haare prinzipiell nachwachsen können. Vielfach bessert sich das Haarproblem nach einiger Zeit von selbst.
Die Anlässe für krankhaften Haarausfall können sehr vielfältig sein, und die Symptome können äußerst unterschiedlich ausfallen. Diffuser Haarausfall kommt ebenso vor wie Lichtung des Haupthaars in einzelnen Regionen. Je nach ermitteltem Grund wird sich der Arzt um die Linderung der Erkrankung bemühen.
Diese Ursache kann während einer Schwangerschaft, nach einer Geburt oder in den Wechseljahren auftreten. Auch die Einnahme oder das Absetzen der Anti-Baby-Pille kann Anlass für derartigen Haarausfall sein. Hormonschwankungen nach Schwangerschaft und Geburt pendeln sich meist wieder ein. Bei länger anhaltenden Haarproblemen dieser Art können (wie beim androgenetischen Haarausfall) eine Haarwurzelbehandlung mit Eigenblut, die Mesohair-Therapie oder die Behandlung der Kopfhaut mit Medikamenten gegen Haarausfall helfen.
Gelegentlich kommt diffuser Haarausfall in sämtlichen Kopfhautbereichen vor, ohne dass sich eine Ursache ermitteln ließe. Vermutet wird, dass es sich um eine Art saisonalen Haarausfall handeln könnte: Ähnlich wie bei der Mauser oder beim Haarwechsel mancher Tierarten wird ein Teil der Kopfbehaarung abgestoßen, um Platz für neue Haare zu schaffen. Normalerweise gibt sich diese Art von Haarverlust von selbst.
Neben den bereits genannten Ursachen gibt es noch weitere Faktoren, die Haarausfall begünstigen können:
Ursachen für Haarausfall
Die Behandlung von Haarausfall hängt von der Ursache ab. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Haarverlust zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen und das Haarwachstum zu fördern.
Bei androgenetischer Alopezie haben sich die Wirkstoffe Minoxidil und Finasterid bewährt. Minoxidil wird als Lösung oder Schaum direkt auf die Kopfhaut aufgetragen und verbessert die Durchblutung der Haarfollikel. Finasterid ist verschreibungspflichtig und blockiert das Hormon Dihydrotestosteron (DHT), das die Haarfollikel schrumpfen lässt.
Es gibt verschiedene Shampoos und Tinkturen gegen Haarausfall, die Koffein oder Alfatradiol enthalten. Koffein soll die Haarwurzeln stärken und die Wachstumsphase der Haare verlängern. Alfatradiol ist für die Behandlung von hormonell bedingtem Haarausfall zugelassen und kann helfen, den Haarausfall zu verlangsamen.
Nahrungsergänzungsmittel sind nur dann sinnvoll, wenn ein nachgewiesener Mangel eines Nährstoffs besteht. Besonders wichtig für das Haarwachstum sind Eisen, Zink, Biotin und verschiedene Vitamine.
Verschiedene Hausmittel wie Apfelessig, Brennnesselextrakt, Kokosöl oder Arganöl können das Haar kräftiger und geschmeidiger machen und das Auftreten von Haarbruch und Spliss verringern. Ein wissenschaftlich erwiesener Nutzen gegen Haarausfall besteht jedoch nicht.
Eine Kopfhautmassage kann die Durchblutung der Kopfhaut anregen und die Haarwurzeln besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Dies kann unterstützend zur Kräftigung der Haare beitragen.
Bei fortgeschrittenem Haarausfall kann eine Haartransplantation eine dauerhafte Lösung bieten. Dabei werden gesunde Haarfollikel in kahle Bereiche verpflanzt.
Haartransplantation
Die Ursachen für Haarausfall sind vielfältig. Bei Haarproblemen sollten Sie einen erfahrenen Arzt zu Rate ziehen. Erfahren Sie in einer persönlichen Beratung, welche Behandlungsmethoden bei Ihnen zu den besten Ergebnissen führen kann.
| Form des Haarausfalls | Ursachen | Behandlungsmöglichkeiten |
|---|---|---|
| Androgenetische Alopezie | Erbliche Veranlagung, Überempfindlichkeit gegenüber DHT | Minoxidil, Finasterid, Haarwurzelbehandlung, Mesohair-Therapie, Haartransplantation |
| Kreisrunder Haarausfall | Autoimmunerkrankung, Pilzbefall | Medikamentöse Behandlung, Spontanheilung |
| Diffuser Haarausfall | Hormonschwankungen, Stress, Nährstoffmangel, Medikamente, Schilddrüsenerkrankungen | Behandlung der Grunderkrankung, Nahrungsergänzungsmittel, Stressreduktion |
| Saisonaler Haarausfall | Unbekannt, vermutlich saisonbedingter Haarwechsel | Normalerweise selbstlimitierend |
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