Hersteller von Haarausfall-Shampoos versprechen viele große Wirkungen bei der Anwendung ihrer Produkte. Doch was ist wirklich dran? Nur wenige Shampoos helfen wirklich gegen einige Formen von Haarausfall, sie enthalten antientzündliche oder antimykotische Wirkstoffe auf pflanzlicher Basis.
Dieser Artikel beleuchtet die Thematik umfassend, um Ihnen bei der Wahl des richtigen Produkts zu helfen.
Die häufigste Ursache von Haarausfall ist der erblich bedingte Haarverlust, auch androgenetische Alopezie genannt. Hierbei handelt es sich um eine hormonell bedingte Form von Haarausfall, bei der die Haarwurzeln überempfindlich auf das männliche Geschlechtshormon Dihydrotestosteron (DHT) reagieren. Es ist die häufigste Form von Haarausfall, die vor allem Männer ab dem 20. Lebensjahr und Frauen ab den Wechseljahren betrifft.
Hingegen gibt es andere Formen des Haarverlusts, die prinzipiell reversibel sind. Meistens handelt es sich bei den reversiblen Formen um einen diffusen Haarausfall, zum Beispiel durch Nährstoffmangel (bspw. Eisenmangel oder Vitaminmangel) oder eine Chemotherapie. Wird die Ursache behoben, kommt das Haarwachstum von alleine wieder.
Es kann manchmal schwierig sein, die zugrunde liegende Ursache zu identifizieren. Es bilden sich runde, komplett kahle Stellen auf der Kopfhaut. Als Therapie werden vor allem Cortison-Präparate eingesetzt. Aber auch verschiedene lokale Mittel, Bestrahlung mit UV-Licht, Immunsuppressiva oder eine bio-regenerative Therapie können helfen.
Zu den selteneren Formen von Haarausfall zählen die psychische Erkrankung Trichotillomanie, Haarverlust durch Verätzungen oder Verbrennungen oder die Traktionsalopezie.
Etwa hundert Haare verlieren wir täglich, das ist ganz normal und kein Grund zur Beunruhigung. Fallen über einen längeren Zeitraum täglich mehr als 100 Haare aus, spricht man von Haarausfall. In diesem Fall ist es ratsam, einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen, um die mögliche Ursache für den Haarverlust zu finden.
Die Ursachen für Haarausfall sind nämlich vielfältig: Von genetischen Veranlagungen über hormonelle Veränderungen bis hin zu Stress und unausgewogener Ernährung gibt es zahlreiche Auslöser. Frauen* sind oft von hormonell bedingtem Haarausfall betroffen, der durch Schwangerschaft, Wechseljahre oder hormonelle Störungen hervorgerufen werden kann.
Viele freiverkäufliche Mittel versprechen Abhilfe bei Haarausfall. Doch was bringen sie wirklich?
Es gibt verschiedene Wirkstoffe, die in Haarausfall-Shampoos enthalten sind. Aber welches Mittel gegen Haarausfall ist wirksam?
Es gibt eine Vielzahl von Shampoos gegen Haarausfall auf dem Markt. Zu den Bekanntesten gehören:
Die meisten Produkte sollten ein- bis zweimal täglich benutzt werden. Je nach Haarlänge sollte eine etwa walnussgroße Portion Shampoo aufgetragen und im kompletten Haar verteilt werden.
Lauwarmes Wasser reicht aus, es sollte zum Schutz der Haare nicht zu heiß sein. Wer zusätzlich ein stärkendes Haarwasser verwenden möchte, kann dies nach dem Trocknen der Haare auftragen.
Das Shampoo öfter als empfohlen anzuwenden, kann potenzielle Nebenwirkungen wie Hautreizungen, Juckreiz und Trockenheit der Kopfhaut verstärken. Außerdem kann zu häufiges Waschen zum Austrocknen der Haare führen.
Insbesondere bei Shampoos mit dem Wirkstoff Minoxidil kann es im Fall einer Überdosis auch zu Blutdruckstörungen, Schwindel oder Übelkeit mit Erbrechen kommen.
Die Stiftung Warentest hat zehn rezeptfreie und rezeptpflichtige Mittel bewertet, darunter Lösungen und Schäume zum Auftragen sowie Tabletten zum Einnehmen. Für die Bewertung sichteten Arzneimittel-Expertinnen und -Experten Untersuchungen zu Wirksamkeit und Risiken der verwendeten Wirkstoffe.
Das ernüchternde Ergebnis der Tests: Uneingeschränkt zu empfehlen ist kein einziges Mittel, die meisten wirken überhaupt nicht oder enthalten sogar schädliche Zusätze. Das einzige Medikament, was lokal aufgetragen wirklich eine nachgewiesene Wirkung gegen Haarausfall hat, ist Minoxidil.
Allerdings gibt es nur einen Wirkstoff, Minoxidil, der auch eine wissenschaftlich nachgewiesene Wirkung hat. In Einzelfällen kann Alfatradiol nützlich sein. Deutlich effektiver wirken regenerative Methoden gegen Haarausfall.
Schon mit einfachen Hausmitteln kann man dem Haar etwas Gutes tun. Eine Spülung mit einem hochwertigen Öl wie Kokosöl, Arganöl oder Olivenöl kann das Haar geschmeidig machen.
Oft ist bei der Haarpflege weniger mehr: Es gibt eine ganze Reihe Dinge, die dem Haar schaden können und auf die man daher verzichten sollte. Wer alleine nicht weiterkommt, sollte sich frühzeitig an einen Experten für Haarausfall-Behandlungen wenden.
Auch die Möglichkeit einer Laser-Behandlung der Kopfhaut steht zu Verfügung. Wenn alles nicht hilft, besteht für die meisten Betroffenen die Option einer Haartransplantation. Dabei werden Spenderhaare aus Bereichen dichten Haarwachstums entnommen und an die kahlen Stellen transplantiert.
Voraussetzung dafür ist, dass noch genügend eigenes Haar vorhanden ist. Außerdem sollte der Haarausfall nicht mehr weiter voranschreiten. Sonst besteht die Gefahr, dass transplantierte Areale als behaarte Stellen stehen bleiben, während die Haare rundherum ausfallen.
| Wirkstoff | Wirkung | Grenzen |
|---|---|---|
| Minoxidil | Erweitert die Blutgefäße, verbessert die Durchblutung der Haarfollikel, verlängert die Wachstumsphase der Haare | Wirkung zeigt sich erst nach mehreren Monaten, muss regelmäßig angewendet werden, mögliche Nebenwirkungen |
| Koffein | Fördert die Durchblutung der Kopfhaut, stimuliert die Haarfollikel | Oberflächliche Wirkung, niedrige Konzentration in Shampoos |
| Biotin | Unterstützt die Keratinbildung, stärkt das Haar | Wirkt nur bei Mangelerscheinungen, keine Wirkung bei erblich bedingtem Haarausfall |
| Keratin | Repariert geschädigtes Haar, schützt vor äußeren Einflüssen | Wirkt hauptsächlich auf der Haaroberfläche |
| Aminexil | Verhindert die Verhärtung des Kollagens um die Haarwurzel herum | Wirkt vor allem bei leichtem Haarausfall |
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