Männer, so jedenfalls sagt der Volksmund, scheren sich nicht großartig um ihr Äußeres. Doch es gibt eine Zone am Körper des Mannes, die wohl mit Abstand am meisten Aufmerksamkeit erfährt, wenn es um Mode und Aussehen geht: die Frisur.
Ob Pompadour, klassischer Seitenscheitel oder der „Out of bed“-Look, für viele Männer ist es wichtig, die Haare schön zu haben. Während einige Herren gern experimentieren und das Haar mal so, mal so tragen, sind andere eher konservativ und vertrauen über viele Jahrzehnte dem gleichen Friseur und der gleichen Frisur.
Was das Gesamtoutfit angeht, so lässt sich heute ja vieles mit vielem kombinieren. Doch im Office oder auf Geschäftsterminen wissen die Herren der Schöpfung schon zumeist, auf was es ankommt. Hier ist der Seitenscheitel vielleicht in der Tat angemessen. Klar ist nur: Pferdeschwanz und Haare, die über die Schulterlänge hinausgehen, sind heutzutage nicht mehr besonders en vogue.
Abgesehen davon dürfen auch Männerfrisuren nicht immer nur 08/15 sein. Wer das Wort „individuell“ nicht unbedingt mit dem Begriff „experimentierfreudig“ verwechselt, kann aufatmen, denn auch in der Kategorie „klassische Frisuren für Männer“ gibt es eine ganze Reihe an Schnitten, die nicht unbedingt als verrückt auffallen müssen.
Da wären zum einen die bereits genannten Beispiele, Seitenscheitel und Pompadour. Trotzdem er vielen vielleicht als konservativ gilt, kann ein Seitenscheitel auch sehr modisch sein, wenn er vielleicht von Koteletten unterstützt und zum richtigen Outfit getragen wird.
Der Pompadour hingegen ist nicht nur dem Namen nach von der gleichnamigen Madame inspiriert, sondern auch von der Tolle, die über der Stirn in die Höhe wächst - schon Elvis Presley hat das Haar so getragen. An den Seiten sind die Haare dagegen deutlich kürzer, teilweise sogar nur raspelkurz.
Apropos raspelkurz: Das ist ein Look, der (über den gesamten Kopf hinweg) bei vielen Männern seit Jahrzehnten im Trend liegt. Wenn man ein bisschen böse sein möchte, könnte man dabei von der praktischen Frisur für den Mann sprechen. Steht nicht jedem, erfordert aber keine Arbeit und nicht zu viel Zeit vor dem Spiegel.
Immer noch als Kurzhaarfrisur geht durch, wenn die Haare oben etwas länger getragen und zur Seite hin durchgestuft werden. Das hat den Vorteil, dass damit auch ein Seitenscheitel erzielt werden kann, ohne gleich als altbacken gelten zu müssen. Wer sich hierzu als Mann einen Zwei- oder Dreitagebart stehen lässt, kann es durchaus schaffen, ein paar Jährchen jünger zu wirken.
Der nächste Schritt wäre der Dandy-Look, wenn die Haare an der Seite und oben abermals ein Stück länger sind. Mit etwas Wachs oder Gel wird das Haar oberhalb der Stirn so gebändigt, dass es nicht in selbige herunterfallen kann. Wer diese Maßnahme nicht ergreifen möchte, hat beispielsweise die Möglichkeit des Spiky Look. Dabei werden die Haare spitz nach oben gestylt, was ebenfalls jünger macht.
Wer als Mann über Deckhaar verfügt, das dazu neigt, sich zu locken, hat ebenfalls eine ganze Reihe an Optionen. Ist der Lockentrieb nicht besonders ausgeprägt, empfiehlt es sich, die Haare eher kurz zu tragen und sie vielleicht mit ein wenig Gel oder Ähnlichem zu bändigen. Lässt man die Frisur einfach nur wuchern, übernimmt sie das Kommando, sprich: sie dominiert das Gesicht oft völlig.
Bei starkem Lockenwuchs hilft entweder noch mehr Wachs und Co. - oder aber, Mann entscheidet sich für eine Haarpracht im Minipli-Stil wie Weird Al Yankovich. Nein, Spaß beiseite, das ist schließlich weder klassisch noch modisch. Auch, wenn man konstatieren muss, dass es Männer mit glatten Haaren in dieser Kategorie doch deutlich leichter haben, ganz einfach weil ihre Möglichkeiten für eine klassische Frisur deutlich vielfältiger sind.
Denn den Wuschelkopf, der früher eigentlich mehr mit lockigen Haaren in Verbindung gebracht worden ist, den gibt es zwar immer noch. Allerdings taucht er in der Liste der klassischen Frisuren bei jenen Männern auf, die glattes Haar ihr Eigen nennen. Der Wuschel-Look passt zu fast allen Outfits, aber eben nur fast. Zu Anzug, Krawatte inklusive Manschettenknöpfe und Krawattennadel allerdings nicht.
Ein Wuschelkopf benötigt eine deutlich saloppere oder sportlichere Kleidung, wobei ein Hemd schon sein darf. Allerdings gehört in diesem Fall mindestens der oberste Knopf geöffnet.
Fast keine Beachtung findet heutzutage mehr der männliche Pony, vielleicht auch noch gepaart mit einem kleinen Nackenspoiler. Wer es hinten gern etwas länger trägt, ist als Mann meist darum bemüht, das Deckhaar ebenfalls etwas länger wachsen zu lassen.
Außerdem ist das Haar so deutlich einfacher zu frisieren, die entsprechenden Hilfsmittel wie Gel vorausgesetzt. Der Pony kann hier ebenfalls abgewandelt werden und mal in Strähnen in die Stirn hängen oder aus der Stirn herausgekämmt werden. Zudem sind bei dieser Frisur auch Versionen erlaubt, bei denen mit einem Scheitel experimentiert werden darf.
Kurze Bärte sind definitiv in. Wenn du den Trend zu kurzen Bärten selbst ausprobieren möchtest, ist ein Vollbart ein guter Einstieg. Manche Bartstile passen besser zu bestimmten Gesichtsformen als andere, aber der kurze Vollbart passt zu fast jeder Gesichtsform - egal ob du ein ovales, quadratisches, rundes oder herzförmiges Gesicht hast. Kurze Bärte sind auch ausgesprochen einfach zu formen und zu pflegen.
Wenn du deinen Bart wachsen lässt und für das Styling vorbereitet bist, kannst du zwischen zwei Arten von kastigen kurzen Bärten wählen: niedrig und hoch. Obwohl beide Stile starke Koteletten aufweisen, liegt der Hauptunterschied zwischen ihnen darin, an welcher Stelle der Wangenlinie du dich rasierst.
| Stil | Beschreibung |
|---|---|
| Niedriger Vollbart | Folgt eng der Kieferlinie und bedeckt sie gut, bevor er sich unterhalb der Ohren nach oben wölbt. |
| Hoher Vollbart | Hat höhere Linien, die einen größeren Teil der Wangen bedecken, bevor sie auf die Mitte des Schnurrbartes treffen. |
Die Achtziger sind wieder da. Überall in Berlin auf den Straßen. Als jemand, der die Achtziger noch persönlich erlebt hat, erleide ich schlimme Flashbacks.
Kürzlich beim Frühstück, mein Großer, 15: helle Karotten-Jeans mit Gürtel, in der ein T-Shirt steckt, es muss von Fila oder Lacoste sein, lauter Marken, von denen ich dachte, die würde niemand mehr tragen. Darüber ein Blouson aus grellbunter Ballonseide von Ellesse. Und die Haare ... sie werden immer länger. Und fluffiger. Fast schon Föhnwelle wie bei Andrew Ridgeley von Wham. Bald trägt er Vokuhila, denke ich, und guckt verträumt wie ein Fiorucci-Engel. Mir kommen fast die Tränen.
Plötzlich wird mir klar: Mein Sohn sieht aus wie sein Vater. Aber nicht wie sein Vater heute. Sondern wie sein Vater auf einem Foto aus einer lang vergangenen Zeit, als ich ihn noch nicht kannte.
Doch mit etwas Abstand will man sich nicht mal vorstellen, jemals wieder Minipli oder Schulterpolster wie Krystle Carrington zu tragen. Vergangene Moden, die man mitmachen musste: zum Kotzen! Würgreiz, Ekel, Tabu! Warum? Vielleicht aus Angst, sich wieder eine sein altes Ich zurückzuverwandeln? Und somit kein bisschen weitergekommen zu sein im Leben?
Trotz allem: Dauerwellen sind keine Option mehr, mögen sie noch so in Mode sein!
tags: #Minipli #Frisur #Männer #Anleitung
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