Wir alle lieben es, im Hotel mal so richtig die Seele baumeln zu lassen: flauschige Handtücher, edle Pflegeprodukte und das perfekt gemachte Bett - pure Entspannung! Doch bei der Abreise kommt oft die Frage auf: Was darf ich eigentlich mitnehmen und ab wann zählt es als Diebstahl?
Sauna-Schlappen, Teebeutel und eben Shampoo-Fläschchen: Die überlässt dir das Hotel, um dir deinen Aufenthalt möglichst angenehm zu machen. Du darfst diese Sachen also vor Ort benutzen. Damit ist aber nicht automatisch gesagt, dass du sie auch mitnehmen darfst. Die Goodies gehören weiter dem Hotel - und nicht dir.
Wenn du Sachen aus dem Hotelzimmer in deinen Koffer wandern lässt, dann ist das Diebstahl. Außer es steht extra sowas dran wie: „Geschenk des Hauses“. Den meisten ist das wahrscheinlich klar bei größeren Sachen, also bei Handtüchern, Bademänteln, Kleiderbügeln. Sogar Fernseher sollen aber schon aus Hotelzimmern verschwunden sein.
Auch bei kleinen Sachen gelten diese Regeln. Wie sieht das bei kleineren Sachen aus, wie den Shampoo-Fläschchen im Bad, oder eine Dose Cola aus der Minibar?
Vielleicht sagst du, du hast auch schon mal was eingesteckt und bist nicht gleich bestraft worden. Ja, gut möglich: Nicht immer ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaften nämlich von sich aus. Nach dem Gesetz muss der Geschädigte - also der Hotelbetreiber - einen Strafantrag stellen, wenn es um geringwertige Sachen bis ca. 25 Euro geht. Und auch bei höherwertigen Sachen müssten die Ermittlungsbehörden erstmal etwas davon mitbekommen. Viele Hotels drücken bei sowas wohl eher ein Auge zu, sind höflich und rufen nicht gleich die Polizei. Vielleicht auch, weil solche „Vorkommnisse“ oft schon „im Preis mit drin“ sind. Wenn sie es aber doch genau nehmen, könntest du wegen Diebstahl verfolgt werden.
Viele Hotels bieten übrigens ihre Kosmetikprodukte inzwischen auch zum Kaufen an. Am besten also einfach an der Rezeption nachfragen. Dann bist du auf der sicheren Seite.
Für viele Reisende zählen sie zum liebgewordenen Komfort, aber demnächst ist Schluss damit: Shampoo-Fläschchen, Döschen mit Bodylotion oder Duschgel im Hotel-Badezimmer wird es bald nicht mehr geben. Das EU-Parlament wird das entsprechende Gesetz am Mittwoch endgültig beschließen. Verabschiedet werden im Laufe der Woche auch weitere Gesetze für ein Ende der Wegwerf-Mentalität - etwa ein Recht auf Reparatur.
Die EU-Kommission hat einen Vorschlag vorgelegt, der Verpackungsmüll noch weiter eindämmen soll. Damit könnte es schon bald auch den Mini-Shampoos in Hotels an den Kragen gehen.
Die geplanten Vorschriften der EU-Kommission sehen unter anderem vor, unnötige Verpackungen zu verbieten. Dazu zählen „Einwegverpackungen für Lebensmittel und Getränke, die in Restaurants und Cafés verzehrt werden, Einwegverpackungen für Obst und Gemüse, Miniatur-Shampooflaschen und andere Miniaturverpackungen in Hotels.“ Einzeln verpackte Kaffeemilch, Ketchup, Senf oder Mayonnaise - auch das ist laut Bild.de von der Verordnung betroffen. Das übergeordnete Ziel sei, Verpackungsabfälle um 15 Prozent pro Mitgliedstaat und pro Kopf bis 2040 zu verringern. Bis 2030 sollen alle Verpackungen komplett recyclebar sein.
Ein Verbot von Mini-Shampooflaschen in Hotelzimmern sei laut Axel Klein, Geschäftsführer des Dehoga Sachsen, kein Problem. Schon jetzt würden viele Betriebe große Shampoo-Spender in der Dusche nutzen, wie er laut MDR berichtet.
Bis es zu einem endgültigen Verbot kommt, muss sich die Kommission zunächst noch mit den EU-Ländern und dem EU-Parlament abstimmen. Ein Stichtag für das Inkrafttreten der Verordnung ist also noch nicht festgelegt.
Auch beim Frühstück können Hotels ohne einzeln verpackte Produkte auskommen: „Da gibt es auch jetzt schon Lösungen dafür. Zum Beispiel bei der Butter gibt es Automaten - vor allem in größeren Betrieben -, die die Butter portionsgerecht auswerfen. Es ist durchaus möglich, mit neuen Ideen und Varianten auf Einzelverpackungen zu verzichten. Und ich glaube auch, hygienisch ist das durchaus machbar.“
Etwas kritischer sieht man das Ganze in der Gastronomie, insbesondere hinsichtlich der Einwegverpackungen für übriggebliebenes Essen, das Gäste mit nach Hause nehmen wollen. „Es ist jedem bekannt, dass, wenn man die Portion nicht schafft, das gern eingepackt nimmt und nicht wegwirft. Und es ist schwierig, dem Gast zu sagen, dass er seine eigene Verpackung von daheim mitbringen muss. Ich sehe hier den Widerspruch dahingehend, dass wir eigentlich Müll vermeiden wollen und Essen, das noch verzehrfähig ist und das der Gast möglicherweise noch essen möchte, dann in den Müll wandert. Damit schieben wir auf der anderen Seite wieder eine Müllproduktion an“, sagt Michael Schmidt, Präsident des Dehoga Sachsen-Anhalt, laut MDR.
| Ziel | Details |
|---|---|
| Reduzierung des Verpackungsmülls bis 2040 | 15 Prozent pro Mitgliedstaat und pro Kopf |
| Recyclebarkeit aller Verpackungen | Bis 2030 |
| Verbot unnötiger Verpackungen | Einwegverpackungen für Lebensmittel und Getränke, Miniatur-Shampooflaschen in Hotels |
Die EU plant weitere Maßnahmen zur Reduzierung von Verpackungsmüll. Hier sind einige Beispiele:
tags: #Mini #Shampoo #Flaschen #Hotel
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