Ein Pony ist wie ein gutes Statement-Accessoire: Es sollte den Typ nicht vollständig verändern, sondern positiv unterstreichen. Denn jeder Frau steht ein Pony - vorausgesetzt, man kennt den eigenen Typ und die Gesichtsform. Styling-Muffel zum Beispiel werden mit Pony niemals glücklich werden, schließlich müssen die kurzen Fransen täglich mit Föhn, Glätteisen und Haarspray frisiert werden.
Wer den Zeitaufwand nicht scheut, der muss für einen Pony nicht zwingend zum Friseur. Mit ein bisschen Geschick und einer guten Haarschneideschere - nein, keine Küchenschere! - kann man sich selbst einen schneiden. Und auch selbst wieder nachschneiden.
Bevor Sie voreilige Schlüsse ziehen und den Pony in einer Hauruckaktion schneiden, sollten Sie vorher einmal überlegen, welche Art von Pony für Sie die richtige ist.
Falls Sie eine hohe Stirn kaschieren möchten, gibt es spezielle Frisuren (mit oder ohne Pony) und Tricks, die dafür perfekt sind.
Finger weg von der Küchenschere! Um einen Pony ordentlich schneiden zu können, brauchen Sie selbstverständlich das notwendige Equipment. Hierzu gehört auf jeden Fall eine Profischere - und nicht etwa die Bastelschere aus dem Kinderzimmer oder die Nagelschere aus dem Maniküre-Etui. Die sind im Zweifel nämlich viel zu stumpf und können beim Pony schneiden viel kaputt machen.
Grundsätzlich sollten Sie beim Pony schneiden trockene Haare haben. Das verhindert, dass Sie versehentlich zu viel abschneiden, denn: Haare im trockenen Zustand sind immer kürzer als im nassen. Wer also bei nassen Haaren schneidet und sich denkt „Da geht noch was!“, der sollte vorsichtig sein.
Tipp: Haltet ein Glätteisen bereit, mit dem ihr eure Haare vorher bearbeiten könnt. Das sorgt dafür, dass eure Arbeit akkurater wird. Auch ein feinzackiger Kamm hilft bei der genauen Arbeit.
Wenn Sie jetzt wissen, welche Pony-Variante zu Ihrem Gesicht passt und Sie auch die nötige Ausrüstung parat haben, kann es losgehen mit dem Projekt DIY-Pony.
Der Klassiker unter den Ponyfrisuren, eine Reminiszenz an Cleopatra. Ein akkurat geschnittener Pony, der über die Augenbrauen reicht.
Wem steht dieser Pony? Frauen, die sehr dichtes Haar haben. Denn damit der Pony die typisch geschlossene Form hat, werden eine Menge Haare benötigt. Besonders steht er außerdem herzförmigen und ovalen Gesichtern. Wer hingegen zu dickeren Wangen neigt, der wird diese mit dem vollen Pony noch mehr betonen.
Wie schneidet man ihn? Ein Drittel der Haare am Oberkopf abteilen, den Rest in einem Pferdeschwanz zurückbinden. Nun die Haare nach vorne kämmen und den Pony erst mal auf Höhe der Nasenspitze abschneiden und dann in Schritten kürzer werden lassen, bis er knapp über den Augenbrauen hängt. Die Schere muss dabei horizontal gehalten werden, um den akkuraten Look hinzubekommen. Auf keinen Fall gleich auf die vermeintlich richtige Länge abschneiden, dann wird er garantiert zu kurz. Außerdem sollten die Haare im trockenen geschnitten werden, denn nass sind sie immer einen Tick länger.
Er wird mit einem Seitenscheitel getragen und ist nur circa zwei bis drei Zentimeter lang. Der Mini-Pony erinnert an die Schauspielerin Audrey Hepburn.
Wem steht dieser Pony? Voraussetzung bei diesem Look ist, dass man eine hohe Stirn hat. Wer nämlich zu wenig Abstand zwischen Augenbraue und Haaransatz hat, wird diesen mit einem kurzen Pony nur unschön betonen.
Wie schneidet man ihn? Wichtig ist, dass man mindestens zwei Finger breit Abstand zur Augenbraue lässt, damit der Pony wirkt. Hat man den Pony auf diese richtige Länge gekürzt, schneidet man von unten mit der Schere kleine Fransen in die Spitzen. So wirkt er lockerer und lässt sich leichter seitlich frisieren.
Viele Friseure raten einem von einem Pony ab, wenn man sehr feines Haar hat. Damit der Pony aber nicht zu dünn wird und unerwünscht an der Stirn klebt, gibt es einen Trick - den auch Alexa Chungs Haarstylist George Northwood aus London anwendet.
Wem steht dieser Pony? Am besten sieht er zu halblangen Haaren aus. Da er nicht so dicht geschnitten ist wie andere Ponys und stattdessen den Blick auf die Stirn weiterhin zulässt, wirkt er lockerer. Wer trotzdem das Gefühl hat, dass er zu trostlos runterhängt, kann etwas Volumenpuder in den Haaransatz geben.
Wie wird er geschnitten? Wichtig ist der sanfte Übergang vom Pony an den Seiten in die Längen, sodass nicht deutlich wird, wie wenig Haare letztendlich für den Pony verwendet wurden. Darum ist die Schnitttechnik etwas für fortgeschrittene Selbstschneider: In der Mitte ist die kürzeste Strähne. Je weiter man nach außen geht, desto länger werden die Partien in Millimeterschritten.
Irgendwo zwischen Jane Birkin und Brigitte Bardot: So laissez faire und rausgewachsen dieser überlange Pony auch aussehen mag, er bedeutet viel Arbeit beim Stylen.
Wem steht dieser Pony? Besonders gut steht er ovalen und spitzen Gesichtsformen. Aber auch bei runden Gesichtern ist er schmeichelnd, wenn man ihn - wie Pony-Fan Cheryl Cole - im Mittelscheitel trägt.
Wie wird er geschnitten? Am besten fängt man an den Seiten an. Hier dürfen einzelne, lange Strähnen aus etwa 20 Haaren bis zum Kinn reichen. Dann arbeitet man sich langsam zu den vorderen Partien vor, die niemals kürzer als auf Höhe der Augen sein dürfen. Dieser Pony sollte nicht gerade gestylt werden, er braucht etwas Bewegung. Deswegen schneidet man hier auch wieder vertikal in die Spitzen, sodass er den etwas ausgefransten Look bekommt. Und nicht über eine Rundbürste föhnen, sondern besser Lufttrocknen lassen, um den natürlich Stil zu bekommen.
Zuletzt die subtilste Variante, dem Gesicht etwas mehr weiche Konturen zu geben: Nur die vorderste Strähne oder Strähnen werden kürzer geschnitten.
Wem steht dieser Pony? Wirklich jedem. Denn die kürzeren Strähnen werden nicht wie in den Neunzigerjahren deutlich kürzer als der Rest getragen, sondern gehen sanft in den Stufenschnitt und die restliche Frisur über.
Wie schneidet man ihn? Das ist tatsächlich die leichteste Übung unter diesen Looks. Wer einen Mittelscheitel trägt, nimmt die zwei vordersten Strähnen mit circa einem halben Zentimeter Breite und kürzt sie einen Tick unter Kinnlänge. Wer lieber einen Seitenscheitel macht, der nimmt die vorderste Strähne der volleren Seite und schneidet diese auf Höhe der Wangenknochen ab.
Wenn Ihnen der gerade Pony zu korrekt aussieht und Sie sich etwas mehr Bewegung wünschen, dann können Sie sich auch einen fransigen Pony schneiden. So geht’s:
Curtain Bangs haben sich seit einigen Jahren zum beliebtesten Pony überhaupt gemausert. Kein Wunder, stehen sie doch jeder Gesichtsform und rahmen diese wunderbar ein. Sie sind leicht zu stylen und wachsen auch schnell wieder heraus, gefallen sie einem doch nicht. Immerhin handelt es sich hier um einen langen Pony, der auch gerne "Vorhang-Pony" genannt wird. Er ist nämlich in der Mitte geteilt und fällt locker voluminös zu beiden Seiten ab. Du möchtest dir die "Curtain Bangs" selbst schneiden? Mit dieser Anleitung gelingt die angesagte Frisur:
Möchten Sie sich nicht einen komplett neuen Pony schneiden, sondern Ihre etwas zu langgewordenen Bangs kürzen, dann nehmen Sie sich eine Haarschneideschere zur Hand und nehmen den Pony zwischen Zeige-und Mittelfinger. Ziehen Sie die Strähnen so weit durch die Finger, bis nur noch ein paar Spitzen durchschauen, die Sie kürzen möchten. Schneiden Sie hier wieder Stück für Stück ab und nicht alles auf einmal. Nur so können Sie für den Fall der Fälle noch einmal Korrekturen vornehmen.
Du hast keine Lust mehr auf auf das ständige Nachschneiden von Curtain Bangs und geraden oder schrägen Ponys? Dann lass ihn einfach rauswachsen. Das kann ein paar Monate dauern, weswegen du dir wirklich immer gut überlegen solltest, ob du dir die Haare abschneiden möchtest.
So ein Pony kann ziemlich pflegeintensiv sein. In dieser Übergangszeit wird der Pony nicht mehr nachgeschnitten und muss irgendwie gebändigt werden, damit er nicht in die Augen hängt und die freie Sicht beeinträchtigt.
In dieser Phase lässt sich der Pony am besten über eine runde Bürste stylen und anschließen leicht verwuscheln. Kaschieren Sie während des Übergangs einen zu langen Pony mit hübschen Haarreifen oder Haarbändern. Einfach den Pony nach hinten schieben und Stirn zeigen. Ist der Pony schon zu lang, dann stecken Sie die Strähnen einfach seitlich hinter den Ohren fest.
Sie möchten sich wirklich von Ihrem Pony verabschieden? Dann halten Sie durch, bis die Ponypartie ungefähr auf Nasenlänge angekommen ist.
Erstens: tief durchatmen. Zweitens: keine Panik kriegen, denn nach zwei Wochen ist der Spuk vorbei und einen knappen Zentimeter länger. Bis dahin bringen Sie einfach so viel Bewegung wie möglich ins Haar: mit etwas Wachs oder durch Toupieren. Und streichen Sie die Enden mit den Fingerspitzen öfter zur Seite, aus dem Gesicht.
tags: #Mini #Pony #Frisur #Anleitung
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