Michael Jackson: Eine Ikone zwischen Glanz und Tragödie

Michael Jackson, der "King of Pop", war eine der prägendsten Figuren der Musikgeschichte. Sein Einfluss reichte von der Musik über den Tanz bis hin zur Mode. Doch hinter der glänzenden Fassade verbarg sich eine tragische Geschichte von Schmerz, Sucht und dem verzweifelten Versuch, ein Idealbild zu erschaffen.

Michael Jackson im Jahr 1988

Das Aussehen: Eine ständige Verwandlung

Seit dem Disney-Film "Captain EO" prägte Michael Jackson den modischen Stil maßgeblich mit. Jeder Auftritt in der Öffentlichkeit wurde genauestens geplant, kein Kleidungsstück wurde dem Zufall überlassen. Mit den Jahren veränderte sich Michael Jackson in ein Wesen, das weder Mann noch Frau war, ohne Alter und irgendwie entwurzelt, weil man ihm nicht mehr ansah, wo er herkam.

Ab Anfang der 80er-Jahre wurde Jackos Haut immer heller, seine Nase schmaler. Er behauptete, an der Pigmentstörung Vitiligo zu leiden, sagte aber gleichzeitig: „Wenn weiße Menschen sich in die Sonne legen, um dunkler zu werden, beschwert sich auch niemand.“

Er ließ sich die Stirn straffen, das Kinn, das ganze Gesicht verbreitern, die Nase verschlanken. Um seine Augen herum ließ er Fett absaugen und ein markantes Grübchen im Kinn formen. Seine Lippen wurden immer schmaler, schwarzen Eyeliner ließ er tätowieren, seine Wangen mit Silikon aufpolstern. Er ließ sich weibliche Hormone gegen seinen Bartwuchs und für eine höhere Stimme spritzen. Ein zu großes Implantat ließ seinen linken Nasenflügel aufplatzen. Am Ende trug er dort eine Prothese, die er hinter einem Mundschutz verbarg.

Geschätzte fünfzig Operationen machten aus Michael Jackson einen Menschen, dessen Gesicht starrer aussah als seine eigene Wachsfigur bei Madame Tussauds. Leblos und gelähmt. Er trug eine seidige schwarze Perücke und roten Lippenstift.

„Die Frage müssen Sie Gott stellen“, antwortete Jackson, wenn man ihn auf seine wundersame Verwandlung ansprach. „Ich habe damit nichts zu tun. Ich habe keine Kontrolle. Ich habe niemals etwas an meinem Gesicht machen lassen. Nur zweimal habe ich mich an der Nase operieren lassen, um besser atmen und höhere Töne singen zu können. Mehr nicht. Die Leute tun immer so, als wäre die plastische Chirurgie für Michael Jackson erfunden worden. Glauben Sie das alles nicht. Das ist einfach nur Müll!“

Jackos Gesicht war die Lüge seines Lebens, sein Körper vergiftet von Medikamenten.

Als Kind hatte Michael Jackson viele Pickel. Er traute sich nicht, in den Spiegel zu sehen.„Wenn Leute mich ansahen, wäre ich am liebsten gestorben“, sagte Jackson. „Mein Vater machte immer so eine Geste, als würde er mir die Pickel ausdrücken. Ich glaube, er wusste nicht, wie sehr er mir weh tat. Ich bin dann in mein Zimmer gegangen, habe die Lichter ausgemacht und geheult. ‚Und so ’ne dicke Nase hast du’, sagte mein Vater. ‚Die hast du nicht von mir. Die musst du von deiner Mutter haben.’ Ich wäre glücklicher gewesen, wenn ich eine Maske getragen hätte.“

Er wollte nicht schwarz sein, wurde oft behauptet. Aber wahrscheinlich wollte Michael Jackson einfach nicht aussehen wie sein verhasster Vater. Er versuchte, den Vater aus seinem Spiegel zu verbannen.

The Evolution Of Michael Jackson | Face Morph (1969 - 2009) | the detail.

Die Sucht und der Schmerz

1984 verbrennt sich Michael bei den Dreharbeiten zu einem Pepsi-Werbespot. Feuerwerk explodiert zu dicht an seinem Kopf, glühendes Magnesium schmilzt sich durch die Haare in seine Kopfhaut. Es ist der Beginn einer Sucht, die er nie wieder abschütteln wird: MEDIKAMENTE, Morphium.

Ein Arzt in Seoul (Südkorea), bei dem Michael Jackson mehrere Drogenentzüge machte, erzählt: „Mister Jackson hatte eine Schlafstörung. Er war 48 Stunden wach und kollabierte dann.“Mit dem Schmerzmittel Demerol und mit Morphium machte er sich die Stille zwischen seinen gigantischen Shows erträglich.

„Ich möchte einfach nur schlafen“, soll er gesagt haben. „Irgendwas nehmen und einfach nur schlafen.“

Jacko war häufiger auf Entzug als manche Menschen in ihrem Leben beim Zahnarzt. In einer Münchner Drogenklinik hinterließ er 480 000 Mark Schulden.Die vielen Pillen spülte Michael Jackson mit Wein runter, den er in Cola-Dosen abfüllen ließ. „Was Jesus getrunken hat, kann nicht schlecht sein“, sagte er.

Immer wieder musste Michael Jackson wegen heftiger Panikattacken ins Krankenhaus. Einmal besuchte Schauspieler-Legende Gene Kelly († 83) ihn in „Neverland“. Jacko hatte herausgefunden, dass Kelly am liebsten Gin Tonic trank und die Bar auffüllen lassen. „Was willst du trinken?“, fragte er Kelly. Antwort: „Einen Bourbon.“ Ein Drink, den Michael nicht hatte. In Panik flüchtete er in sein Zimmer und kam erst wieder hervor, als Gene Kelly gegangen war.

Michael Jackson war dieser Welt nicht gewachsen. Wenn man die Namen seiner Medikamente laut liest, kann man die wattige Einsamkeit in seinem Kopf erahnen: Demerol. Xanax. Diprivan. Prilosec. Vicodin. Paxil. Oxycontin. Dilaudid. Zoloft.

Die Medikamente stellten Michael Jackson ruhig. Sie machten einen der größten Künstler aller Zeiten stumpf. Stumpf wie eine Statue.

Der Tod und die Ehrung

Zwei Jahre nach dem Tod von Michael Jackson ist die rote Lederjacke, die der Popstar im legendären Video zu seinem Hit "Thriller" trug, für 1,8 Millionen Dollar (rund 1,3 Millionen Euro) versteigert worden. Das gab das Auktionshaus Julien's in Beverly Hills bekannt.

Ebenfalls im Angebot waren die Perücke, die Jackson bei der Ankündigung seiner "This Is It"-Tournee Anfang 2009 trug, das Hemd, das er in seinem Video zu "Scream" trug, sowie der Briefkasten seiner Villa in Beverly Hills, wo er am 25. Juni 2009 starb.

20.000 Menschen nahmen in L.A. Abschied vom Popstar, der in einem vergoldeten Sarg vor der Bühne aufgebahrt war.

"Für Millionen war er ein Idol, ein Held und sogar ein König", sagte der Geistliche Lucious Smith am Dienstag vor 20.000 trauernden Fans in Los Angeles. "Du warst der größte Star auf dieser Erde", sagte die Rapperin Queen Latifah.

Die elfjährige Tochter ergriff als eine der letzten das Mikrofon und erklärte schluchzend: "Daddy war der beste Vater, den man sich vorstellen kann. "

Nelson Mandela bezeichnete in einem verlesenen Grußwort Jackson als eine "Giganten". Sein Bruder sagte, "wir werden nie verstehen, was du alles erleiden musstest. (...) Man hat dich verurteilt, ist über dich hergezogen. Wie viel kann ein Mensch aushalten?

Für das große Michael-Jackson-Memorial herrschte am Dienstag in Los Angeles, der "Stadt der Engel" der Ausnahmezustand. Die Polizei hatte sich für bis zu eine Million Fans gerüstet.

Michael Jackson Memorial

Details der Autopsie

CNN berichtete über Details der Autopsie von Jackos Leichnam. Demzufolge seien an Jackos Armen zahlreiche Einstiche und die Venen vernarbt gewesen. Das könne die „Folge regelmäßigen Konsums eines Medikaments wie Diprivan“ gewesen sein, so der Insider. Diprivan, auch Propofol genannt, wird intravenös verabreicht.

Und: Jacksons Körper sei „lilienweiß vom Kopf bis zu den Zehen“ gewesen. Ein weiterer Insider sprach von „kreidebleicher Haut.“ Eine Folge der Hautkrankheit Vitiligo, unter der Jackos gelitten haben soll?

Michael Jackson soll außerdem zum Zeitpunkt seines Todes keine Haare auf dem Kopf gehabt haben und sein Körper soll ausgemergelt gewesen sein.

Im Magen sollen die Ärzte ausschließlich Tabletten gefunden haben, teilweise aufgelöst. Der 1,77 Meter große Sänger wog angeblich nur 50 Kilogramm.

Jacko habe eine Glatze gehabt! Nur ein „Pfirsich-Flaum“ habe seine Kopfhaut bedeckt, er habe eine Perücke getragen, als er starb.

Kein Geheimnis, dass Jacko seine Nase über zwanzig Mal operativ verkleinern und verschmälern ließ...

Berichtet wurde, dass Jackson vor seinem Tod das Schmerzmittel Demerol gespritzt wurde.

Jackson soll sich in seinem Leben bis zu 50 Mal unters Messer gelegt haben.

Die Kinder und das Vermächtnis

Michael Jacksons Ex-Frau Debbie Rowe redete sich um Kopf und Kragen, als sie im Gespräch mit 'TMZ' die Interviews des ehemaligen Leibarztes des King of Pop, Conrad Murray, kommentierte. Der Mediziner hatte behauptet, dass der Star nicht der leibliche Vater seiner drei Kinder sei - Prince, 16, und Paris, 15, soll der Musiker eigentlich mit Debbie Rowe gezeugt haben.

Murray wurde zu vier Jahren wegen fahrlässiger Tötung verurteilt - Michael Jackson war 2009 an einer Überdosis Propofol gestorben. Der Arzt behauptet weiterhin, dass der Superstar sich die tödliche Dosis selbst verabreicht habe, was Rowe noch mehr auf die Palme brachte: "Es ist ekelhaft, wie er die Toten beschmutzt. Die Geschworenen haben seine Geschichte auch nicht geglaubt."

Der ehemalige Vertraute von Jackson plauderte auch darüber, wie sie sich früher schon offen über den Tod unterhalten hätten. "Wir sprachen über den Tod und das Sterben. Michael sagte mir, dass er gerne verbrannt werden würde und dass seine Asche dann irgendwo verstreut werden könnte, wo es schön und warm ist. Wir sprachen über das Korallenriff der Turks - und Caicosinsel", behauptete der Intimfeind von Debbie Rowe.

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