Metalcore Frisuren für Männer: Ein umfassender Leitfaden

Die Modewelt der Rock- und Metalszene ist so vielfältig wie die Musik selbst. Von Nietengürteln über Lederjacken bis hin zu Irokesenschnitten und Spandex-Hosen ist alles dabei. Doch gerade bei den Frisuren gibt es eine große Bandbreite. Dieser Artikel taucht ein in die Welt der Metalcore Frisuren für Männer und zeigt die Entwicklungen und Trends der letzten Jahrzehnte.

Die Entwicklung der Rock- und Metal-Mode

Um die Metalcore Frisuren richtig einordnen zu können, ist ein Blick auf die Wurzeln und Einflüsse der Rock- und Metal-Mode hilfreich.

Vor den 50ern

Vor den 1950er-Jahren sahen Kinder und Jugendliche oft wie ihre Eltern aus. Jugendkultur gab es praktisch nicht, und Mode war vor allem in der Welt junger Männer kaum ein Thema. Kleidung musste praktisch sein und den Herausforderungen des Arbeitsalltags standhalten.

Die Teddy Boys

Anfang der 50er entstand in England die Jugendbewegung der Teddy Boys. Inspiriert von US-amerikanischem Rock ‘n‘ Roll, R&B und der Kleidung der Dandies, brachen die Teddy Boys und Girls mit den elitären Konventionen. Sie kleideten sich gut und pflegten saubere Umgangsformen. Zu den typischen Frisuren zählten die Tolle vorne und der „Entenarsch“ hinten.

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Die Beatles

Das Aufkommen der Beatles war ein popkultureller Urknall. Die vier Liverpooler schrieben nicht nur sensationelle Songs, sondern setzten auch visuell globale Trends. Von den Pilzkopf-Frisuren und grauen Anzügen bis zu den aufwändigen Uniformen der „Sgt. Pepper“-Ära beeinflussten John, Paul, George und Ringo eine ganze Generation von Jugendlichen.

Die Hippies

Die Hippie-Bewegung führte einige Ideen der Beat-Generation weiter, darunter die Verweigerung gesellschaftlicher Normen und die Kritik an den Wohlstandsidealen der Nachkriegsmittelschicht. Die Kleidung bestand oft aus selbstgefärbten oder selbstgemachten Stücken. Musikalische Begleiter waren unter anderem Janis Joplin, Grateful Dead und Jimi Hendrix.

Glam Rock

Eine der größten Neuerungen der 70er war der Glam Rock, dessen Protagonisten wie Marc Bolan und David Bowie ihre androgynen Seiten betonten. Marc Bolan trat mit Glitzer-Make-up auf die Bühne, und The Sweet sowie Slade trieben das Ganze mit Ganzkörper-Glitzer-Anzügen auf die Spitze.

Punk

Gegen Ende der 70er sorgte der Punk für einen weiteren kulturellen Wandel. Die Bewegung war eng mit der Mode verknüpft, wie man an der Geschichte der Sex Pistols sieht. Die Inhaberin des Bekleidungsgeschäfts „Too Fast To Live, Too Young To Die“, Vivienne Westwood, gilt als absolute Punk-Mode-Ikone.

Glam Metal und NWOBHM

Die 80er waren ein wichtiges Jahrzehnt für Rock- und Metal-Fans. Die „New Wave Of British Heavy Metal“ orientierte sich an der Optik amerikanischer Motorradclubs (Kutten, Nieten, Jeans, Leder), und Priest-Frontmann Rob Halford griff auf Elemente aus der S&M-Kultur zurück. Der Glam Metal, auch „Hair Metal“ genannt, verhalf toupierten Haaren, Spandex-Hosen und Kajal zu neuem Ruhm.

Grunge und Crossover

In den 90ern begann der Hip-Hop, am Thron der Krachmusik zu sägen. Metallica, Nirvana, die Red Hot Chili Peppers und Pearl Jam veröffentlichten 1991 einige ihrer legendärsten Alben. Der traditionelle Metal hatte es schwer, und die Hip-Hop-Kultur beeinflusste die Mode mit Basketball-Schuhen, Baggy Pants und übergroßen Shirts. Grunge-Bands wie Nirvana und Alice In Chains prägten das Erscheinungsbild mit Flanellhemden, zerrissenen Jeans und Chucks.

Emo & Screamo

Ab der Jahrtausendwende fanden Metal und Hip-Hop immer weiter zusammen. Korn, Limp Bizkit und Slipknot legten wichtige Grundsteine, und Linkin Park setzten neue Standards. Nietengürtel blieben durch den Pop-Punk in Mode. Die Spätwirkungen von Emo und Screamo brachten schwarze, im Gesicht hängende Haare, Piercings und pink-schwarze Kleidung hervor. Im Metalcore spielte Körperschmuck eine zentrale Rolle.

Metalcore Frisuren im Detail

Harte Musik, harte Jungs und wilde Haare: Das ist das Bild, das die Allgemeinheit von Leuten hat, die Metal-Musik hören. Dabei sind die Frisuren sehr unterschiedlich und nicht immer lang.

  • Lange Haare: Metal-Musik erfordert in der Regel lange Haare, um das Headbanging zu genießen. Je wilder, desto besser.
  • Kurze Haare: Auch etwas längere, durchgestufte kurze Haare lassen sich hervorragend mit Gel durcheinanderwuscheln. Dasselbe gilt für ganz kurze Haare.
  • Dreadlocks: In der Death Metal- und Metalcore-Szene tragen die Rocker vereinzelt Dreadlocks.
  • Vokuhila: Auch der Vokuhila ist ab und an noch vorzufinden.

Eine Metaller-Frisur wirkt nur authentisch, wenn sie ungekämmt und leicht ungepflegt ist. Dabei spielt die Länge der Haare nur eine geringe Rolle. Auch ganz kurze Haare lassen sich wild durcheinander stylen.

Die Bedeutung der Musikrichtung für die Frisur

Es kann großen Spaß machen, mit der eigenen Kleidung einen Hinweis auf seine Lieblingsbands zu geben. Die folgende Tabelle zeigt, wie sich verschiedene Musikrichtungen auf die Frisur auswirken können:

Musikrichtung Typische Frisuren Weitere Merkmale
Metal Lange, wilde Haare Kutten, Nieten, Leder
Metalcore Kurze, gestylte Haare, Piercings, Tattoos Körperschmuck
Punk Irokesenschnitt, Undercut Zerrissene Kleidung, Sicherheitsnadeln
Grunge Lange, ungepflegte Haare Flanellhemden, zerrissene Jeans
Emo/Screamo Schwarze, ins Gesicht hängende Haare Pink-schwarze Kleidung, Piercings

Spätestens seit 2010 spielt die Rockmusik in der Mode nicht mehr so eine große Rolle, zumindest nicht, was das Setzen neuer Trends betrifft. Stattdessen sehen wir heute auf Festivals eine Art „Best Of“.

Fazit

Im Endeffekt gilt die Regel: Tragt, was Ihr wollt. Wer auf Uniformen steht, ist in der freiheitlichen Welt der Krachmusik einfach falsch.

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