Es geht wohl vielen von uns so: Entdeckt man im Spiegel das erste graue Haar, zuckt man schon ein bisschen zusammen. Schließlich verbinden viele das Ergrauen mit dem Älterwerden.
Die Farbe deiner Haare wird durch Melanin bestimmt, ein natürliches Pigment, das in deinen Haarfollikeln gebildet wird. Die große Vielfalt an natürlichen Haarfarben verdanken wir zwei Sorten von Melanin-Farbkörnchen: dem schwarz-braunen Eumelanin und dem rot-gelben Phäomelanin.
Das Mischungsverhältnis der beiden Stoffe sowie die Gesamtmenge an Pigmenten, die das einzelne Haar speichert, entscheiden über die Haarfarbe.
Ursachen für graue Haare.
Wann man graue Haare bekommt, darüber entscheiden unter anderem die Gene - und gelegentlich unsere Psyche, zum Beispiel dann, wenn wir unter zu viel Stress leiden.
Bei wem die betagten Großeltern noch ihre ursprüngliche Haarfarbe zur Schau tragen, der hat ebenfalls gute Chancen, spät das erste graue Haar zu finden. Der Zeitpunkt des Ergrauens ist genetisch festgelegt.
Viele Menschen bekommen schon in jungen Jahren graues Haar. Das kann an Vererbung, Stress oder einem Mangel an bestimmten Nährstoffen wie Vitamin B12, Kupfer, Folsäure oder Vitamin B5 liegen.
Neben den Erbinformationen können wohl Luftverschmutzung, ultraviolette Strahlung, Rauchen und eine Mangelernährung das Ergrauen der Haare begünstigen. Vermutlich führen diese Faktoren dazu, dass sich freie Sauerstoffradikale (Reactive Oxygen Species, ROS) bilden. Sie schädigen die Zellen, die für den Farbnachschub sorgen.
Mit zunehmendem Alter lässt die Funktion der Zellen nach, die das Melanin produzieren. Die Haare lagern weniger Farbstoff ein. Die Folge: sichtbar graues Haar.
Ein weiterer Effekt kommt dazu: Anstatt von Pigmenten lagern die Haare Sauerstoffbläschen ein. Brechen sie das Licht, erscheint das Haar weiß. Eigentlich sind die Haare farblos.
Mit zunehmendem Alter nimmt auch die Produktion von Katalase ab. Ein unverzichtbares Enzym, das Wasserstoffperoxid abbaut. Mit zunehmendem Alter produziert dein Körper weniger Katalase. Dieses Enzym ist wichtig, da es Wasserstoffperoxid abbaut, eine Substanz, die das Haar von innen heraus bleichen kann.
Ein Mangel an Vitamin B12 tritt häufig bei Menschen auf, die frühzeitig graue Haare bekommen. Dieses Mineral ist wichtig für die Funktion des Enzyms Tyrosinase, das an der Produktion von Melanin beteiligt ist.
Leider (noch) nicht viel. Die gute Nachricht: Graue Haare sind in der Regel kein medizinisches Problem, manche empfinden sie jedoch ästhetisch als störend: Zumindest früh ergraute Haare werden vielfach immer noch als Anzeichen für vorzeitiges Altern und eine ungesunde Lebensweise wahrgenommen.
Wer graue Haare hat und dazu steht, kann dafür sorgen, dass der Schopf gesund, glänzend und kräftig aussieht. Neben der richtigen Pflege ist etwa ausreichend Schlaf ein Faktor, der bei der Haarpflege unterschätzt wird.
Das Schlafhormon Melatonin (nicht zu verwechseln mit Melanin, das den Haaren ihre Farbe verleiht), das vor allem im Dunkeln gebildet wird, scheint das Haarwachstum anzukurbeln. Zudem ist eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Eiweiß ein Segen für gesunde Haare und Nägel.
Mit der Anti-Grau Effekt Haarpflege bietet Plantur 39 erstmals die Möglichkeit, die Haare ganz einfach beim Waschen zu repigmentieren. Grund hierfür ist der Wirkstoff 5,6-Dihydroxyindol (DHI):
Diese Methode ist nicht mit einer klassischen Haarfärbung vergleichbar, bei der beispielsweise mit Ammoniak die Haarstruktur aufgebrochen wird, um die Farbe in das Haar einzubringen. Stattdessen handelt es sich um eine sanfte Anwendung, die ohne aggressive Chemikalien auskommt.
Wenn die natürliche Haarfarbe schwindet, liegt das meist am natürlichen Rückgang der Melaninproduktion. Sogenannte Melanin-Tabletten setzen genau hier an: Sie enthalten Stoffe wie Tyrosin, Kupfer und B-Vitamine, die den körpereigenen Pigmentbildungsprozess unterstützen sollen.
Doch so vielversprechend das klingt - eine zuverlässige wissenschaftliche Bestätigung für ihre Wirksamkeit gibt es bislang nicht. Auch die indische Stachelbeere Amla gilt in der ayurvedischen Medizin als Mittel gegen graue Haare. Ihr hoher Gehalt an Vitamin C und Antioxidantien könnte dabei helfen, oxidativen Stress zu reduzieren. Doch auch hier ist die Studienlage begrenzt.
Wichtig: Eine ärztliche Beratung vor der Einnahme ist bei beiden Tabletten empfehlenswert.
Viele Nahrungsergänzungsmittel gegen graues Haar enthalten eine Kombination aus Inhaltsstoffen, die die Melaninbildung unterstützen, oxidativen Schäden entgegenwirken und für gesundes Haar sorgen.
Ein Kupferpräparat kann daher zur Erhaltung deiner Haarfarbe beitragen. Dieses Vitamin unterstützt die Keratinstruktur deines Haares und hilft bei der Umwandlung von Nahrung in Energie.
Diese Pflanze, die in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet wird, ist für ihre Wirkung auf die Haarfarbe bekannt. Sie soll die Melaninproduktion anregen und so zu einem gesünderen Haarwachstum beitragen.
PABA unterstützt den Stoffwechsel von Folsäure und trägt möglicherweise zur Erhaltung deiner natürlichen Haarfarbe bei. Folsäure unterstützt eine gesunde Zellteilung und Pigmentbildung.
Eine Aminosäure, die dein Körper zur Bildung von Melanin verwendet. MSM enthält Schwefel, einen Baustein für Keratin. Es hilft deinem Haar, von innen heraus stärker zu werden.
Obwohl es keine Anti-Grau-Präparate gibt, die MSM enthalten, kannst du es separat einnehmen, um dein Haar zu stärken.
Biotin gegen graues Haar ist ein viel diskutiertes Thema. Die Formeln von Foligain und Absonutrix ähneln sich stark und enthalten einige Inhaltsstoffe, die in den Neofollics Anti-Grau-Haar-Tabletten nicht enthalten sind, wie Fo-ti, PABA und Vitamin B5.
Im Gegensatz zu den beiden anderen Produkten enthält Neofollics Kupfer, einen für die Melaninbildung essenziellen Mineralstoff, und eine viel höhere Dosierung Katalase: 22.500 gegenüber 5.000 Baker Units (BU). Nahrungsergänzungsmittel können hier unterstützend wirken.
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