Hautkrankheiten bei Meerschweinchen: Ursachen, Symptome und Behandlung

In diesem Artikel werden wir uns mit den verschiedenen Parasiten befassen, die manchmal auf und in Meerschweinchen zu finden sind und unter ungünstigen Umständen zu einem starken Befall und Krankheiten führen können. Wir möchten Tierhaltern die Möglichkeit geben, sich umfassend über die Erkrankung ihres Tieres und deren Behandlung zu informieren. Es ist wichtig zu betonen, dass diese Informationen nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstmedikation anregen sollen.

Parasiten und Hauterkrankungen bei Meerschweinchen

Ein starker Parasitenbefall tritt meist nur auf, wenn ein oder mehrere der folgenden Faktoren zusammenkommen:

  • Stress
  • Falsche Käfigeinrichtung
  • Fehlernährung

Es ist wichtig zu beachten, dass die meisten wirksamen Präparate Nervengifte sind, die bei Überdosierung toxisch wirken können. Halten Sie sich unbedingt an die angegebenen Dosierungen!

Milbenbefall

Es gibt verschiedene Arten von Milben, die Meerschweinchen befallen können:

Sarkoptesräude (Trixacarus caviae)

Art: Sarkoptesräude (Trixacarus caviae), auch Grabmilbe genannt, diese Milbenart lebt unter der Haut und ernährt sich vom Lymphe und Zellflüssigkeit. In Fachbüchern ist nachzulesen, das sich diese Milbenart zunächst an den Lippen und auf dem Nasenrücken ansiedelt.

Symptome:

  • Starker Juckreiz
  • Hautläsionen (schorfige, blutige Stellen)
  • Haarausfall
  • Unruhe und häufiges Kratzen

Im fortgeschrittenen Verlauf springt das Tier sogar quietschend vor Schmerzen in die Höhe oder gibt sich ganz auf und wird apathisch und es läßt sich nur ungern anfassen da es Schmerzen hat.

Diagnose:

Eine erste Diagnose ist bei einem starkem Befall oft schon durch Sichtung möglich, da die Wunden und Krusten sehr charakteristisch sind, eine eindeutige Diagnose ist allerdings nur durch ein Hautgeschabsel möglich (wobei ein negativer Befunde nicht unbedingt auch bedeutet, dass keine Milben vorhanden sind).

Raubmilbe (Cheyletiella parasitivorax)

Art: Raubmilbe (Cheyletiella parasitivorax), sie leben in den oberen Hautschichten und ernähren sich von Hautpartikeln und anderen Milbenarten. Die Eiablage der Raubmilbe findet am Haaransatz statt.

Symptome:

Das erste Indiz für diese Milbenart sind große auffallende Schuppen, mitunter werden die Tiere auch unruhiger (es kommt sogar zu Rangkämpfen in der Gruppe) durch den entstehenden Juckreiz.

Pelzmilbe/Haarmilben (Chirodiscoides caviae)

Art: Pelzmilbe/Haarmilben (Chirodiscoides caviae), diese Milben lassen sich überall auf dem Tier finden (es wird zwar in der Fachliteratur darauf hingewiesen, sie würde nur auf dem Rücken und an der Schenkelinnenseite vorkommen, aber das können wir nicht bestätigen) und kommen häufig vor. Besonders geschwächte und Junge Tiere sind oft befallen. Diese Milbenart lebt auf der Haut und klammert sich dort an den Haaren fest, auch die Eier werden an den Haaren fest angebracht.

Symptome:

Meist bleibt ein Befall mit Pelzmilben lange Zeit symptomlos. Nur bei stark geschwächten Tieren oder einem extremen Befall kann es zu vermehrtem Juckreiz, leichtem bis stärkerem Haarausfall (vor allen an den Flanken) und Rötungen der Haut kommen.

Diagnose:

Mittels eines einfachen Tesaabklatsches sind diese Milben gut unter dem Mikroskop zu erkennen. Bei hellen Tieren erkennt der Halter bei genauem Hinsehen kleine, schwarze Fleckchen, Schuppen im Fell.

Herbstgrasmilbe (Trombicula autumnalis)

Art: Herbstgrasmilbe (Trombicula autumnalis), die Larven der Herbstgrasmilbe machen vor Meerschweinchen und vielen anderen Tieren nicht halt, sie leben in den oberen Hautschichten und ernähren sich von Blut und Gewebsflüssigkeiten. Diese Milben sind häufig auf Graswiesen zu finden und treten gerade im Herbst massenhaft auf.

Diagnose:

Mittels eines einfachen Tesaabklatsches sind diese Milben gut unter dem Mikroskop zu erkennen.

Haarlinge

Symptome:

  • Haarausfall
  • Hautläsionen (schorfige, blutige Stellen)
  • Juckreiz (das Tier wirkt unruhig und kratzt sich häufig)

Diagnose:

Mittels eines einfachen Tesaabklatsches sind Haarlinge gut unter dem Mikroskop zu erkennen. Die Haarlinge selber sind als kleine, längliche Würmchen (1 - 2 mm lang) in weiß oder schwarz meist gut zu sehen.

Schmeißfliegenlarven (Calliphoridae)

Kommunikation von Meerschweinchen - 5 Zeichen, dass es dich liebt

Art: Schmeißfliegenlarven (Calliphoridae) Schmeißfliegen legen ihre Eier bevorzugt an der Afterregion des Wirtstieres ab, dort ernähren sich die Maden von dem Gewebe und Wundsekreten. Besonders häufig werden schwache, alte und kranke Tiere befallen.

Symptome:

Die Tiere sind extrem unruhig oder haben sich schon aufgegeben.

Zecken (Ixodida)

Art: Zecken (Ixodida) es gibt verschiedene Zeckenarten, in Deutschland finden wir in erster Linie die Schildzecken im hohen Gras, in Gebüschen und Sträuchern. Sie gehen auf verschiedene Tierarten und Menschen. Sie suchen ihren Wirt nur zum Blutsaugen zwischen ihren verschiedenen Lebensstadien auf.

Zecken sind je nach Entwicklungssstadius von wenigen mm bis cm groß und als kleine Spinnentiere gut mit bloßem Auge zu erkennen. Meist sieht man den Hinterleib aus der Haut ragen, mit dem Kopf bohren sie sich in die Haut um Blut zu trinken.

desinfiziert. hilfreich sind dabei Zeckenzangen und die Zeckenkarte. Die Wunde sollte desinfiziert werden.

Tierarzt aufzusuchen, evtl ist dann eine Behandlung mit Amoxicillin-Präparaten notwendig.

Tipp: Ein erstes Anzeichen für einen beginnenden Befall mit Juckreiz erzeugenden Parasiten ist häufig vermehrtes Putzen. Die Tiere zucken kurz zusammen und fangen an, sich zu kratzen oder sie drehen ihren Kopf zum Rücken/Hinterteil und fangen an dort zu "nagen". Dabei wirken sie eher unentspannt und sie tun dies z.B: auch beim Fressen oder in anderen Situationen, wo sie sich normalerweise nicht putzen.

Behandlung von Parasitenbefall

Es gibt verschiedene Medikamente zur Behandlung von Parasitenbefall bei Meerschweinchen:

  • Ivomec® ad us. vet.
  • Dectomax® ad us. vet.
  • Stronghold® 30 mg ad us. vet., Lösung (Wirkstoff Selamectin)
  • Frontline ad us. vet.

Wichtig: Sprühen Sie beide Mittel niemals direkt aus der Flasche auf das Tier! Sprays werden immer vorab auf die eigenen Hände gesprüht (Einmalhandschuhe überziehen), dabei ist ein Abstand vom Tier und vor allem von dessen Kopf notwendig, damit kein Spray in dessen Lungen gelangen kann. Pro Hand ist bei normal großen Tieren und einem normalem Befall ein Spühstoß ausreichend!

Ebenso können wir folgende Präperate nicht als sicheres Mittel gegen Schädlinge empfehlen. Verminex® von Petvital® (enthält Öle die nicht näher angeben sind, bei starkem Befall nicht zuverlässig Wirksam), Exner Petguard® (soll angeblich Schädlinge durch ersticken töten, wirkt aber bei starkem Befall oft nicht und verklebt das Fell). Kieselgur (tötet Parasiten durch Austrocknung, weil es sich in die Panzer setzt, aber der feine Staub reizt die Lungen der Tiere und Halter so massiv, das es nach mehrmaliger Anwendung zu massiven Lungenproblemen führt).

Es ist wichtig, die Behandlung nicht abzubrechen, auch wenn eine Besserung eintritt. Ausnahme: Stronghold® wirkt über vier Wochen und muss bei leichtem Befall nicht nachbehandelt werden.

Wenn der Parasitenbefall schon massiv fortgeschritten ist, die Tiere massive Wunden oder Entzündungen haben, ist es sinnvoll, sie zusätzlich mit einem Antibiotikum zu behandeln!

Es wird meist dazu geraten, alle Tiere aus einer Gruppe zu behandeln, auch wenn diese nicht erkrankt sind. Das ist häufig oft unnötig. Wenn keine Parasiten oder Anzeichen für Parasiten an den Tieren gefunden werden, ist eine Behandlung nicht nötig.

Reinigung und Desinfektion des Geheges

Um einen erneuten Befall zu verhindern, muss das Gehege, die Umgebung, die Einrichtung und der Bereich, in dem die Tiere Auslauf bekommen gründlich gereinigt werden. Es sollte sicher gestellt werden, dass alle Parasiten dabei abgetötet werden.

  • Waschen Sie das Gehege mit heißem Essigwasser aus, danach gründlich ausspülen.
  • Anschließend sprühen Sie es mit einem Umgebungsspray gegen Parasiten wie Bactazol®, Frontline® oder Ardap® aus.
  • Wischen Sie nach der angegebenen Einwirkzeit gründlich nach, lassen Sie das Gehege dann gut austrocknen und auslüften!
  • Saugen Sie alle Teppiche sorgfältig langsam und sehr gründlich ab.
  • Wischen Sie alle Böden gründlich mehrfach.

Alle Einrichtungsgegenstände im Gehege sollten ebenfalls gereinigt werden. Waschen Sie alle abwaschbaren Teile gründlich, ggf. mit Essigwasser aus und spülen Sie lange unter fließendem Wasser nach. Holzteile und Kork können Sie für 40 Minuten bei knapp 100 °C im Ofen ausbacken um vorhandene Parasiten zu töten und sie nach dem Abspülen zu trocknen. Heunester und andere nicht abwaschbaren Teile müssen entsorgt werden werden. Keramikteile werden nach Möglichkeit ausgekocht, oder gründlich abgespült (ggf in der Geschirrspülmaschine).

Die Eier mancher Milbenarten können mehrere Wochen außerhalb des Wirtes überleben (Sarcoptesmilbe ca. 2 Wochen, Chorioptesmilben bis zu 8 Wochen) - deshalb ist die gründliche Reinigung wirklich wichtig!

Kokzidiose (Eimeria caviae)

Kokzidien sind Einzeller, welche im Darm (Darmkokzidiose) vom Meerschweinchen leben und sich dort auch vermehren. Sie entwickeln sich in einem mehrphasigen Zyklus. Durch den Kot der befallenen Meerschweinchen werden sogenannte Oozysten (Eier) ausgeschieden, welche in der Außenwelt monatelang überleben. Die Übertragung und Aufnahme der Kokzidien/Oozysten erfolgt oral über Kot, Futter, Einstreu.

Symptome

Darmkokzidiose:

  • Verdauungsstörungen
  • Blähungen (Tympanie)
  • Starker breiiger bis wässriger, meist stark übel riechender, oft in Intervallen auftretender Durchfall
  • Starke Gewichtsabnahme

Das stark befallene Tier wirkt teilnahmslos, inaktiv und frisst nicht mehr ausreichend. Nicht selten führt eine Kokzidiose durch den Durchfall schnell zum Tode des Tieres. Jungtiere sterben innerhalb kurzer Zeit nachdem die Symptome aufgetreten sind.

Leberkokzidiose:

Diese führt zu einer Entzündung der Gallengänge und zu Leberschwellung.

Diagnose und Behandlung

Eine Kotuntersuchung ist notwendig, die Oozysten können mit einer Kotflotation eindeutig nachgewiesen werden. Da die Eier nicht regelmäßig ausgeschieden werden, sollte für die Kotprobe über einen Zeitraum von etwa 3 Tagen Kot gesammelt werden.

Kokzidien müssen unverzüglich von einem Tierarzt therapiert werden. Zur Therapie werden Sulfonamidpräparate eingesetzt. Üblicherweise wird mit Baycox® (Toltrazuril) behandelt. Es wird ausschließlich Baycox 5%® ad us. vet., orale Suspension verwendet, die 2,5 % für Vögel ist zu alkalisch und reizt die Schleimhäute. Die Suspension sollte vor Eingabe verdünnt werden.

Folgende Medikamente sind ebenfalls wirksam: Vecoxan® (Diclazuril) Retardon® (Sulfadimethoxin).

Die Dosierung richtet sich nach der Größe des Meerschweinchens und wird vom Tierarzt festgelegt, üblicherweise werden 0,2 - 0,3 ml der Suspension (10-15mg Toltrazuril) pro 1 kg Meerschweinchen gegeben und zwar nach Schema 3-5 Tage geben, 3-5 Tage Pause, 3-5 Tage geben.

Unterstützend können folgende Präparate gegeben werden: Schwarzkümmelöl (Nigella sativa) 2 - 3 Tropfen direkt eingeben oder mehrere Tropfen ins Wasser. Von Knoblauchgaben raten wir ab - siehe auch: Lauchpflanzen/Zwiebelgewächse. Div Futteröle und Vitaminpräparate sind nicht nötig, können aber gern angeboten werden.

ABER: Immer nur einzelne Präparate, bitte nicht jede Menge durcheinander, zu viel kann schaden! Sprechen Sie jede zusätzliche Medikamentengabe - auch von Futterölen oder anderen Präparaten - immer mit dem Tierarzt ab!

Ernährung während der Behandlung

Nicht alle Tiere vertragen die Medikamente gut, es ist während der Behandlung sinnvoll auf Futtermittel die Durchfall begünstigen zu verzichten. Salate, Gurken und Co sollten eine Ausnahme bleiben. Frisches Grünfutter und ein wenig Knollengemüse (vor allem Fenchelknollen) dürfen und sollten weiter gegeben werden. Auf stark zuckerhaltige Nahrungsmittel (Obst) ist zu verzichten. Stärkehaltiges Trockenfutter (getreidehaltig) wird abgesetzt.

Kräuter und Grünfutter sind ein wesentlicher Bestandteil der Ernährung von Kaninchen. Viele Kräuter können sich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken, Löwenzahn, Majoran, Oregano, Schafgarbe und Petersilie währen besonders empfehlenswert.

Hygiene

Wichtig: Unsauberkeit ist einer der wichtigsten Auslöserfaktoren. Absolute Sauberkeit ist im Meerschweinchenstall ohnehin Pflicht, aber während einer Kokzidienbehandlung muss die Einstreu täglich gewechselt werden, bzw. die Toiletten sollten täglich gereinigt werden, der Kot der Tiere wird so häufig entfernt, wie möglich. Der Bereich um das Gehege muss gründlich gereinigt werden. Teppiche werden gründlich und langsam abgesaugt. Die Tiere bekommen keinen Auslauf auf Teppichen während des Befalls!

Grabmilben (Trixacarus-Milbe)

Die Grabmilben der Meerschweine (Trixacarus caviae) können sich nur in und auf den Meerschweinchen vermehren. Die Übertragung kann aber durch alles und jeden geschehen, weil die Milben über z.B. Hautschüppchen die an der Kleidung des Tierhalters, im Teppich, Stall, Spänen, Heu… anhaften können. Milben können dort bis zu ca. 3 Wochen überleben.

Risikofaktoren

Krankheitsabzeichen können z.B. Ein geschwächtes Immunsystem, z.B. durch Stress, Alter, Krankheit, Mangelzustände, Unsauberkeit/ übermäßige Sauberkeit… begünstigt den Ausbruch einer Milbeninfektion. Immunstarke Tiere können trotz Milbenbefalles symptomfrei und dabei auch Überträger sein.

Symptome und Behandlung

Grabmilben (Trixacarus-Milbe, gehört zu den Sarcoptesmilben) graben sich unter der Haut und ernähren sich von Gewebeflüssigkeit (Lymphe) und Blut. Ihre Eier legen sie ebenfalls unter der Haut ab. Das Jucken kommt durch Abwehrreaktionen des Körpers gegen die Milben zustande. Starker Juckreiz kann zu epilepsieähnlichen Krampfanfällen führen an denen das Tier sterben kann.

Kurz nach Beginn der Milbenbehandlung kann beim Absterben der Milben ein verstärktes Jucken auftreten. Die sterbenden Milben sondern Stoffe ab, die zu einer allergischen Reaktion des Körpers führen. Dabei tritt ein erhöhter Juckreiz auf. Im Bedarfsfall kann dies z.B. mit Fenistilcreme (äußerliche Anwendung) oder Fenistiltropfen (innerliche Anwendung) behandelt werden.

Bei sehr schwerem Befall mit stark entzündeten Wunden, sollte zusätzlich antibiotisch gegen die Infektion, ggf. außerdem noch mit Cortison gegen die Entzündung, behandelt werden.

Bei starkem Juckreiz kratzen und beißen die betroffenen Tiere sich mitunter sehr tief und großflächig auf. Sie können in eine Art Juckrausch geraten. Den muss man versuchen zu unterbrechen, da es zu massiven Wunden und leicht zu o.g. Krämpfen kommt. Ablenken mit z.B. Futtergabe, bis der aktuelle Juckakt vergessen ist.

Bei sehr starker Verhornung sollten die Krusten durch Aufweichen mit fettenden Salben, z.B. Emu-Plus von Plantavet oder Kamillentee abgelöst werden. Möglichst nie baden, da das die Haut zu stark austrocknet und ein hohes Erkältungsrisiko besteht.

Grabmilben können z.B. mit Ivomec, Stronghold, Advocate (Bayer) behandelt werden.

Bei starkem Milbenbefall empfiehlt es sich VOR der Ivomecspritze ein schnellwirksames Cortison in nicht immunsuppressiver (abwehrunterdrückender) Dosierung zu spritzen. Das nimmt schnell den Juckreiz und beugt ggf.

Bei Grabmilbenbefall möglichst immer alle Tiere behandeln, da sonst die Milben immer wieder ausbrechen, sobald das Immunsystem geschwächt ist.

Bei langwierigem Befall empfiehlt es sich immer alle Tiere zu behandeln, weil nur das das Risiko einer Neuinfektion mindern kann.

Bei starkem Befall der gesamten Gruppe bzw. Erkrankte Tiere nicht von der Gruppe trennen!

Die Milbenbehandlung tötet nur aktive und „fressende“ Milben ab. Eier überleben die Behandlung unbeschadet. Tötung der frisch geschlüpften Milben (nach 7-10 Tagen schlüpfen die Milben und fangen an zu fressen, wobei sie tödliches Milbenmittel aufnehmen sollen).

Da Milbenjungtiere im Alter von 2-3 Wochen Eier legen können, muss ggf. 3-5x behandelt werden. Zu früh abgebrochene Behandlungen führen zu erneutem Aufflackern des Ursprungsbefalles.

Da die Behandlung 1-2 Tage braucht, um giftig auf die Milben zu wirken, sollte dann der gesamte Stall, inkl. aller Kuschelsachen, Korkröhren, Etagen, Häuser… desinfiziert werden.

Immunsystem stärken

Behandlungsbegleitend ist wichtig das Immunsystem zu stärken und die Haut zu unterstützen. Vom Immunsystem ist abhängig wie gut die Milben unter Kontrolle gehalten werden können. Daher muss die Immunabwehr unbedingt gestärkt werden.

Besonders vitamin- u. abwechslungsreich ernähren, ggf. einen Vitaminzusatz, z.B. Vitacombex anbieten. Dosierung Vitacombex: tägl. 0.2ml pro 1kg Lebendgewicht. Nicht übers Wasser, da so nicht messbar ist, welches Tier wie viel aufnimmt und unter Lichteinfall und Zeit Vitamine schnell zerstört werden.

Wichtig zur Verwertung der fettlöslichen Vitamine (A, K, D, E). Sonnenblumenkerne: ca. 2 Kerne bis ½ Teelöffel pro Tag. Achtung: machen dick, sehr energiereich!

Zusammenfassung

Parasitenbefall kann sich sehr ähnlich äußern, um nicht fälschlich mit einem unwirksamen oder zu starken Mittel zu behandeln, Tierarzt Diagnose sichern lassen. Eigenbehandlungen können zwar u.U. zu einer kurzfristigen Besserung, danach jedoch zu größeren Beschwerden als vorher führen.

Mit der richtigen Diagnose, Behandlung und Pflege können Sie Ihrem Meerschweinchen helfen, sich schnell von Hautkrankheiten zu erholen. Denken Sie daran, immer einen Tierarzt zu konsultieren, um die beste Vorgehensweise für Ihr Tier zu bestimmen.

tags: #meerschweinchen #hautkrankheiten #schuppen #ursachen #behandlung

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen