Haarausfall ist ein häufiges Problem bei Männern und kann eine psychisch belastende Erfahrung sein. Viele Männer bemerken mit zunehmendem Lebensalter, dass ihr Haar dünner ist und langsamer nachwächst. Etwa 8 von 10 Männern sind durchschnittlich im Laufe des Lebens von Haarausfall betroffen. Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten, den Haarausfall zu verringern und das Haarwachstum anzuregen.
Besonders häufig trifft Haarausfall Männer im mittleren Alter. Nur die wenigsten Männer weisen selbst im hohen Alter noch eine stattliche Frisur auf, oft mit kräftigem grauen Haar. Für die meisten Betroffenen beginnt der Haarausfall bereits in den frühen Jahren zwischen 30 und 40, manchmal aber auch schon wesentlich früher. Dann wechseln vor allem viele junge Männer direkt auf die Glatze als Alltagsfrisur.
Haarausfall ist nicht gleich Haarausfall. Bei Männern wird vor allem zwischen zwei Formen unterschieden: Der erblich bedingte (androgenetische) und der diffuse Haarausfall (diffuse Alopezie).
Die häufigste Form des Haarausfalls bei Männern ist der erblich bedingte Haarausfall. 60 % aller Männer leiden an diesem anlagenbedingten Haarausfall, der durch die Gene vorherbestimmt ist. Man sieht oft ähnliche Muster des Haarverlusts bei Vätern und Großvätern. Im Unterschied zum Haarausfall bei Frauen ist der erblich bedingte Haarausfall, auch androgenetische Alopezie genannt, die mit Abstand häufigste Form des Haarverlusts bei Männern.
Grundsätzlich äußert sich der erblich bedingte Haarausfall zunächst durch die Bildung von Geheimratsecken, also dem fortschreitenden Haarausfall an den Schläfen und der Stirn. Weiter kann sich eine Stirnglatze bilden und zu guter Letzt kann der gesamte Oberkopf von einer Glatzenbildung betroffen sein, sodass nur ein Haarkranz im unteren Bereich des Hinterkopfes stehen bleibt.
Die Ursache für den erblich bedingten Haarausfall findet sich im Erbgut - der Haarausfall wird den Betroffenen also in die Wiege gelegt. Eine große Rolle spielt das körpereigene Hormon Dihydrotestosteron (DHT), welches in der Haarwurzel aus Testosteron gebildet wird. Die Haarwurzeln von Betroffenen reagieren besonders empfindlich auf DHT, und diese Überempfindlichkeit hat zur Folge, dass sich die Wachstumsphase der Haare verkürzt. Dadurch werden die Haare von Mal zu Mal dünner und fallen schlussendlich früher aus.
Normalerweise verliert jeder Mensch täglich 80 bis 100 Haare, bedingt durch die natürlichen Wachstumsphasen des Haares. Sollten allerdings über einen längeren Zeitraum mehr als 100 Haare am Tag ausfallen, kann man von einem diffusen Haarausfall bei Männern sprechen. Dieser zeigt sich normalerweise durch eine gleichmäßige Ausdünnung der Haare auf dem gesamten Kopf, ohne bestimmte Muster oder Geheimratsecken zu bilden. An vielen Stellen ist die Kopfhaut sichtbar, vollständig kahle Stellen sind allerdings eher selten.
Mögliche Ursachen für den diffusen Haarausfall können Nährstoffmangel, Stress, Hormonschwankungen, die Einnahme bestimmter Medikamente oder das Vorliegen anderer Erkrankungen sein. In den meisten Fällen wachsen die Haare wieder nach, wenn die Ursache für den Haarausfall gefunden und beseitigt wird. Diffuser Haarausfall ist oft eine Reaktion des Körpers auf Stress oder gesundheitliche Probleme. Die Behandlung erfordert eine genaue Diagnosestellung durch einen Arzt. Oft reicht es, die zugrunde liegende Ursache zu beheben, um das Haarwachstum bei Männern wieder anzuregen.
Neben dem diffusen und dem erblich bedingten Haarausfall kann auch der seltener vorkommende kreisrunde Haarausfall bei Männern auftreten. Der kreisrunde Haarausfall, auch bekannt als Alopecia areata, ist eine entzündliche Form des Haarausfalls. Dabei treten schubweise oder schlagartig scharf abgegrenzte kahle Stellen auf dem Kopf oder im Bereich der Gesichtsbehaarung auf. Dabei greift das Immunsystem fälschlicherweise die Haarfollikel an.
Die Ursachen für das Auftreten des kreisrunden Haarausfalls sind noch nicht vollständig geklärt. Vermutet wird eine fehlgeleitete entzündliche Immunreaktion des Körpers auf eigene, gesunde Zellen. Der kreisrunde Haarausfall sollte immer ärztlich abgeklärt und behandelt werden. Obwohl der kreisrunde Haarausfall nicht gefährlich ist, beeinträchtigt er das Leben betroffener Männer durch das veränderte äußere Erscheinungsbild. In vielen Fällen wachsen die Haare nach einer Weile von selbst wieder nach, doch es gibt auch medikamentöse Behandlungen, die den Prozess unterstützen können.
Neben dem erblich bedingten Haarausfall, Stress und Erkrankungen können auch weitere Ursachen für (vorübergehenden) Haarausfall bei Männern sorgen:
Diese vielfältigen Ursachen zeigen, dass Haarausfall bei Männern durch eine Kombination aus genetischen, körperlichen und emotionalen Faktoren ausgelöst werden kann. Für die Behandlung von Haarausfall ist es wichtig, die genaue Ursache zu identifizieren, um geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.
Haare wachsen in drei Phasen: der Wachstumsphase, der Übergangsphase und der Ruhephase. Kommt es bei Ihnen zu übermäßigem Haarverlust, kann der Wachstumszyklus an verschiedenen Stellen gestört sein.
Haarausfall wird sichtbar, wenn mehr Haare ausfallen als nachwachsen.
Geheimratsecken gelten als erste Anzeichen des erblichen bedingten Haarausfalls bei Männern, der schlussendlich zur Glatze führen kann. Bei Geheimratsecken fallen die Haare nach und nach an einer spitz zulaufenden kahlen Stelle oberhalb der Schläfen aus. Dieser Prozess ist meist genetisch bedingt und kann durch das Hormon Dihydrotestosteron (DHT) verstärkt werden, das die Haarfollikel schrumpfen lässt.
Wer den Haarausfall frühzeitig erkennt, kann den Haarausfall im Austausch mit einem Dermatologen durch eine geeignete Therapie stoppen oder zumindest verlangsamen. Die psychische Belastung durch Geheimratsecken kann erheblich sein, da Haare oft als Zeichen von Jugend und Attraktivität gelten.
Um zu wissen, wie man am besten gegen den Haarausfall bei Männern vorgeht, muss klar sein, welche Form des Haarausfalls vorliegt. Ist die Form des Haarausfalls bestimmt, können entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Um die richtige Diagnose zu stellen, gehört die Behandlung in ärztliche Hände.
Zur Behandlung des erblich bedingten Haarausfalls eignen sich besonders Kopfhautlösungen zur äußeren Anwendung. Der enthaltene Wirkstoff Alfatradiol sorgt für eine Reduzierung des Haarausfalls, indem er die Bildung des haarwurzelschädigenden Dihydrotestosteron (DHT) hemmt. Die Anwendung ist denkbar einfach. Nur 1 x täglich (vorzugsweise abends) wird die Lösung auf die Kopfhaut aufgetragen und leicht einmassiert.
Handelt es sich um diffusen Haarausfall bei Männern, kann eine Zufuhr von wichtigen Nährstoffen für die Versorgung der Haarwurzeln hilfreich sein, z. B. über eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit B-Vitaminen, Aminosäuren und Mineralstoffen. Die Ursachen für diffusen Haarausfall bei Männern können vielfältig sein. Zum einen kann, wie bereits erwähnt, ein Mangel an Nährstoffen für den Haarausfall verantwortlich sein, zum anderen können bestimmte Krankheiten, Stress oder die Einnahme mancher Medikamente diffusen Haarausfall begünstigen.
Es gibt wenige wirksame Mittel, die Männer bei Haarausfall anwenden können. Die evidenzbasierte (S3)-Leitlinie zur Behandlung der androgenetischen Alopezie bei Männern empfiehlt die Wirkstoffe Minoxidil und Finasterid. Doch bei beiden Substanzen gibt es keine Wirkgarantie. Außerdem können Männer bei akuten Schüben vom anlagebedingten Haarausfall trotz der Anwendung Haare verlieren. Nebenwirkungen wie Kopfhautreizungen oder Verlust des sexuellen Antriebs sind je nach Wirkstoff ebenfalls möglich.
Wer keine Präparate einnehmen möchte, kann sich für Haarersatzteile oder Halbperücken entscheiden - diese können in einem Haarstudio individuell auf den Kopf angepasst werden.
Bei fortgeschrittenem Haarausfall kann eine Haartransplantation für viele Männer eine dauerhafte Lösung bieten. Hierbei werden gesunde Haarfollikel in kahlen Bereiche verpflanzt. Da sie eine kosmetische Behandlung darstellt, müssen Männer die Transplantation genau wie die Haarwuchsmittel aus eigener Tasche bezahlen. Dabei haben sie die Wahl zwischen der günstigeren Streifentechnik oder der aufwendigeren Einzelhaartechnik. Bei beiden Transplantationsarten entnehmen Mediziner oder Medizinerinnen Haare vom Hinterkopf - die hier wachsenden Haare reagieren nicht empfindlich auf Hormone. Eingepflanzt auf dem Oberkopf wächst die Haarwurzel an.
Wenn Sie bemerken, dass Ihr Haar dünner wird, können Sie verschiedene Maßnahmen ergreifen, um weiteren Haarausfall zu verhindern und Ihr Haarwachstum anzuregen.
Wenn der Haarausfall trotz der genannten Gegenmaßnahmen weiter fortschreitet, besprechen Sie mit Ihrem Arzt rezeptfreie und verschreibungspflichtige Medikamente.
Viele Männer wissen nicht, dass eine Kombination aus verschiedenen Wirkstoffen und einer gesunden Lebensweise den Haarausfall deutlich verlangsamen kann. Insbesondere die Anwendung von Minoxidil und die Einnahme von Biotin haben in klinischen Studien positive Ergebnisse gezeigt.
Hier sind einige der bekanntesten Wirkstoffe, die Männern bei der Behandlung von Haarausfall helfen können:
Die Forschung bedient sich gern auch bei Heilkräutern und anderen natürlichen Inhaltsstoffen, die seit Jahrhunderten gegen den Haarausfall bei Männern eingesetzt werden:
Studien belegen, dass Microneedling die Wirksamkeit von haarwachstumsstimulierenden Mitteln erhöht. Die Ergebnisse unterstützen die Verwendung von Dermarollern zur Behandlung von Haarausfall. Manche Therapeuten bieten Platelet-Rich Plasma (PRP), auch als Eigenbluttherapie bezeichnete, Behandlung zur Förderung des Haarwachstums an. Dabei wird Plasma aus Ihrem eigenen Blut in die Kopfhaut injiziert.
Es gibt kein universelles „bestes Mittel“ gegen Haarausfall, da die Effektivität stark von der Ursache des Haarausfalls abhängt. Medikamente wie Finasterid und Minoxidil sind weit verbreitet und können Männern bei erblich bedingtem Haarausfall helfen, indem sie den Haarwachstumszyklus beeinflussen und die Haarausfallrate reduzieren. Eine ausgewogene Ernährung und spezielle Nahrungsergänzungsmittel, die Vitamine und Mineralstoffe enthalten, können ebenfalls zur Verbesserung der Haargesundheit beitragen.
Je nach Ursache und Form des Haarverlusts gibt es verschiedene Inhaltsstoffe in Haarwuchsmitteln für Männer, die an ganz unterschiedlichen Punkten ansetzen. Diese Produkte können helfen, den Haarausfall zu verlangsamen und das Haarwachstum zu stimulieren.
Neben der Verwendung eines guten Shampoos gegen Haarausfall gibt es noch andere Möglichkeiten, Ihr Haar gesund zu erhalten:
Studien der University of Pennsylvania untersuchten, wie Männer mit Glatze von Anderen wahrgenommen werden. Man schrieb ihnen bessere Führungsqualitäten zu und schätzte sie als vergleichsweise attraktiv ein. Teilnehmer schätzten Männer mit schütterem Haar als weniger attraktiv, männlich und selbstbewusst ein, gleichzeitig traute man ihnen weniger zu. Was die subjektive Attraktivität betrifft, ist es vorteilhafter, sich eine Glatze zuzulegen, anstatt verzweifelt am letzten Haarkranz festzuhalten.
Der unbestreitbare Vorteil einer Glatze bei Männern ist, dass sie alle Sorgen um Geheimratsecken und dünner werdendes Haar überflüssig macht. Mit einem Drei-Tage-Bart oder einem gut gestutzten längeren Bart lässt sich der „kahle“ Eindruck einer Glatze optisch ausgleichen. Wichtig ist, dass der Look insgesamt gepflegt und selbstsicher erscheint.
Es ist völlig normal, dass sich die Haarstruktur und die Haardichte im Alter verändern. Der anlagebedingte Haarverlust ist auch in jungen Jahren nicht selten und stellt keine Erkrankung dar. Männer müssen also nicht automatisch zum Arzt oder zur Ärztin, wenn der Haaransatz weiter nach hinten wandert oder sich lichte Stellen bilden. Rötungen, Juckreiz, andere Veränderungen an der Kopfhaut oder fleckenartige Haaraussparungen lassen Betroffene aber am besten von einem Dermatologen oder einer Dermatologin abklären.
Ob erblich bedingt oder andere Ursachen - wir finden die passende Behandlung für Ihren Haarverlust. Kontaktieren Sie gerne unsere Spezialisten und lassen Sie sich in der Haarsprechstunde beraten. Auch wenn Haarausfall keine schwerwiegende Erkrankung ist, kann sie Betroffene stark beeinträchtigen. Hält der Haarausfall an, ist es daher wichtig, frühzeitig einen Haarspezialisten zu kontaktieren.
In einem persönlichen Beratungsgespräch können wir Sie sich über die für Sie beste Therapieoption informieren.
Disclaimer: Dieser Artikel enthält allgemeingültige Informationen und ersetzt keine professionelle Beratung.
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