Männerfrisuren Tutorial: Von Man Bun bis Fade – So stylen Sie sich selbst!

Die Zeiten, in denen Männer sich wenig um ihre Frisuren kümmerten, sind längst vorbei. Heute legen Männer Wert auf ein gepflegtes Aussehen und experimentieren gerne mit verschiedenen Styles. Ob trendiger Man Bun, klassischer Kurzhaarschnitt oder moderner Fade - die Auswahl ist riesig. In diesem Tutorial zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Haare selbst schneiden und stylen können, um immer perfekt auszusehen.

Der Man Bun: Lässig, Cool und Trendig

Der Man Bun hat Hochkonjunktur! Immer mehr Männer lassen ihre Haare lang wachsen, wollen sie aber nicht immer offen tragen. Hier kommt der Dutt ins Spiel. Der Man Bun ist nicht nur praktisch, sondern auch ein echter Hingucker. Ob locker-lässig, im Sleek-Style oder kernig: Der Dutt beim Mann gilt als echte Trendfrisur.

Seinen Ursprung hat der Begriff im niederdeutschen Wort „Dutt“, das so viel wie Klumpen, Knäuel oder Knoten bedeutet und um 1900 seinen Weg in den allgemeinen Sprachgebrauch fand. Doch Männer tragen schon viel länger Dutt! Bereits in der Antike gab es die Frisur. Und im Mittelalter banden sich die Krieger Haarknoten, um größer und gefährlicher zu wirken.

So stylen Sie den Man Bun:

  1. Kämmen Sie Ihre Haare gut durch, bis keine Knötchen mehr vorhanden sind.
  2. Verreiben Sie optional eine etwa haselnussgroße Menge Creme-Gel in Ihren Händen und nehmen Sie Ihre Haare zunächst zu einem Zopf am Hinterkopf zusammen.
  3. Befestigen Sie den Pferdeschwanz mit einem Haargummi.
  4. Zwirbeln Sie den Zopf nun um die Finger und drehen Sie ihn zum Dutt ein.

Wem steht der Man Bun?

Fast jedem! Abenteurer, Outdoorfans, Backpacker und Sportler können den Dutt bestens tragen, weil er ungemein praktisch ist und zugleich cool aussieht. In diesem Zusammenhang wird der Man Bun oft in Kombination mit Vollbart getragen, denn wer viel auf Achse ist, hat meist wenig Zeit für den Frisiersalon. Für Trendsetter, Fashionistas und Hipster ist der Männer-Dutt die Trendfrisur schlechthin. Die gute Nachricht ist: Mit einem Man Bun können Sie lichter werdendes Haar am Hinterkopf perfekt kaschieren.

Der Dutt für Männer bändigt lange oder mittellange Haare und verpackt sie in eine Frisur, die Sie zu vielen Gelegenheiten tragen können: sleek und schick für den Alltag oder lässig für eine lange Partynacht. Edel kombiniert mit Hemd oder Anzug eignet sich die beliebte Männerfrisur sogar für Familienfeiern und andere Festlichkeiten.

Man Bun Varianten:

  • Glänzend: Glatt gestylt kommt der Man Bun besonders zur Geltung. Kämmen Sie dazu Ihr Haar nach hinten und arbeiten Sie großzügig Gel mit ein. Binden Sie einen tiefen Dutt im Nacken - das wirkt besonders elegant. Die Frisur eignet sich perfekt für Büro und Alltag.
  • Hoch: Der hohe Dutt wirkt lässig, cool und passt perfekt zu lockigem Haar. Damit der Look den ganzen Tag lang hält, arbeiten Sie zuerst etwas Schaumfestiger oder Volumenpuder in die Haare ein. Binden Sie einen hohen Zopf und drehen Sie ihn dann zum Dutt.
  • Half Bun: Sie haben mittellanges Haar oder tragen Ihr Haar gerne halboffen? Dann ist der Half Bun die Lösung! Dazu liegt diese Männer-Dutt-Frisur gerade voll im Trend. Teilen Sie einfach nur das obere Deckhaar mit den Händen oder einem Kamm vom Kopf ab und binden Sie es zum Knoten.
  • Messy Bun: Der Messy Bun macht seinem Namen alle Ehre, denn er wird ganz bewusst unordentlich gestylt. Binden Sie hinten oder oben am Kopf einen Pferdeschwanz und drehen Sie ihn locker ein. Für mehr Volumen nutzen Sie Schaumfestiger oder Volumenpuder.
  • Fade Man Bun: Hier kommt die hippste Variante des Man Buns: Die Seiten werden kurz geschnitten und nur das Deckhaar bleibt lang und kann zum Dutt gebunden werden. Am besten wirkt diese Frisur in Kombination mit einem Vollbart.

Wollen Sie sich als Mann einen Dutt binden, brauchen Sie dazu auch die richtigen Styling-Produkte. Haben Sie eher dünnes Haar, ist es sinnvoll, vor dem Frisieren Schaumfestiger oder Volumenpuder zu benutzen. Für den Sleek-Look und perfekten Halt nutzen Sie Haargel oder Wax.

So binden Sie einen dicken, unordentlichen Dutt (ausführliches Man Bun-Tutorial)

Der Fade-Haarschnitt: Modern und Vielseitig

Der Fade-Haarschnitt oder umgangssprachlich "Seiten auf 0" ist seit langer Zeit eine der beliebtesten Männerfrisuren. Ein Grund dafür ist die Vielseitigkeit, die ein solcher Fade bietet. Denn es gibt extrem viele Möglichkeiten, diesen Schnitt zu individualisieren und zu kombinieren: Angefangen von der Länge bis hin zur Art und Weise, wie du dein Haupthaar stylen möchtest.

Bei einem Fade-Haarschnitt wird das Haar an den Seiten und am Hinterkopf, angefangen von oben nach unten, immer kürzer geschnitten. Dabei wird in der Regel eine Haarschneidemaschine (engl. Clipper) verwendet. Um sicherzustellen, damit dein Fade immer fresh aussieht, müsstest du alle 2-4 Wochen einen Besuch bei deinem Barber des Vertrauens einplanen.

Die Grundtypen von Fades:

Da sich die Barber-Branche ständig verändert und an neue Stiltrends anpasst, kann es schwierig sein, mit all den verschiedenen Fade-Typen, die man sieht, Schritt zu halten. Aber es gibt nur sieben Grundtypen von Fades, die all diesen modernen, trendigen Styles zugrunde liegen. Sie können bei verschiednen Haardicken getragen werden.

  1. High Fade: Ein High Fade ist ein moderner Fade, der weiter oben auf dem Kopf an den Schläfen beginnt und nicht in der Mitte über den Ohren. Die Haare an den Seiten und am Hinterkopf sind in der Regel sehr kurz, manchmal sogar bis auf die Haut rasiert (ein sogenannter Skin Fade).
  2. Medium (oder Mid) Fade: Medium (oder Mid) Fades beginnen tiefer als hohen Fades, in der Regel auf halber Höhe über den Ohren. Bei diesem Klassiker werden die kürzeren Haarpartien weiter nach unten verlegt, was für einen perfekt ausgewogenen Look sorgt.
  3. Low Fade: Während hohe Fades um die Schläfen herum beginnen und mittlere Fades in der Mitte über den Ohren beginnen, haben niedrige Fades eine niedrigere Fade-Linie, ungefähr auf der Höhe der Ohren. Low Fades können bei jedem Haartyp und jeder Haarstruktur getragen werden.
  4. Drop Fade: Drop Fades können weit oben, in der Mitte oder weiter unten am Kopf beginnen, aber sie haben alle eines gemeinsam: Die Fade-Linie am Hinterkopf wird niedriger angesetzt als an den Seiten. Das Ergebnis ist eine "Senkung" in der Fade-Linie, daher der Name "Drop Fade". Es gibt viele verschiedene Looks, die man mit Drop Fades erzielen kann.
  5. Skin Fade: Skin Fades werden oft auch als "Zero Fades", "Bald Fades" oder hierzulande als "Seiten auf 0" bezeichnet. Skin Fades können jede Art von Fade sein, aber sie haben alle eines gemeinsam: Das Haar wird an der kürzesten Stelle des Fades auf der Haut abrasiert = Länge 0mm. Wenn du einen kontrastreichen Look ausprobieren möchtest, solltest du dich für einen Skin Fade entscheiden.
  6. Taper: Ein Taper hat das gleiche Ziel wie ein Fade: Einen nahtlosen Übergang von kurzem hin zu langem Haar zu erzielen.
  7. Burst Fade: Burst Fades nehmen die Form eines Halbkreises an, der das Ohr umgibt. Die Überblendlinie nutzt das Ohr als Mittelpunkt und bewegt sich kreisförmig darum herum. Sie ähneln den Drop Fades, weil die Fade-Linie am Hinterkopf abzufallen scheint.

Welcher Fade passt zu Ihnen?

Jetzt, wo du die grundlegenden Fade-Typen kennengelernt hast, stellt sich die Frage, welcher der beste Look für dich ist. Im folgenden findest du ein paar Tipps, um den Fade-Haarschnitt zu finden, der dir am besten steht.

  • High Fades: High Fades eignen sich am besten für Männer mit runden oder eckigen Gesichtsformen, vor allem, wenn du den Fade mit längerem Haar on top kombinierst. Den High Fade solltest du eher meiden, wenn du ein längliches, ovales oder herzförmiges Gesicht hast.
  • Medium/Mid Fades: Medium/Mid Fades eignen sich perfekt für alle Gesichtsformen, da sie für Ausgewogenheit sorgen. Wenn du ein rundes, quadratisches, herzförmiges oder ovales Gesicht hast, solltest du mal den Mid Fade ausprobieren - es wird großartig aussehen! Bleibt dann nur noch herauszufinden, was du mit dem Haupthaar anstellen möchtest!
  • Low Fades: Low Fades lassen den Kopf oben und in der Mitte optisch breiter erscheinen und sind daher für runde Gesichtsformen nicht geeignet. Viereckige, kantige Gesichtsformen sehen mit einem niedrigen Fade noch kantiger aus. Diese Art von Haarschnitt passt gut zu ovalen und herzförmigen Gesichtsformen.
  • Drop Fades: Drop Fades können für jede Gesichtsform und jeden Haartyp verwendet werden. Kombiniere einen Drop Fade mit der Art von Fade, der am besten zu deiner Gesichtsform passt - hoch, mittel oder tief!
  • Skin Fades: Skin Fades können mit jeder Art von Fade kombiniert werden, so dass sie für jede Gesichtsform und jeden Haartyp geeignet sind. Allerdings sehen Skin Fades bei Männern mit gleichmäßigem Hautton am besten aus, da sie große Teile der Kopfhaut zeigen.
  • Taper Cuts: Taper Cuts sehen am besten bei Männern mit ovaler Gesichtsform aus.
  • Burst Fade: Beim Burst Fade bleibt am Hinterkopf mehr Haar stehen. Der einzige Bereich, der "verblasst" ist, ist der halbkreisförmige Bereich um das Ohr herum.

Haare selber schneiden: So geht's!

Bei der Vielzahl von Fade-Typen kann es etwas schwierig sein, den gewünschten Stil zu finden. Haare selber schneiden, klingt erstmal schwierig, ist aber einfacher als gedacht: Eine einfache Anleitung und was sie dafür brauchen, erfahren Sie hier.

Es gibt viele Gründe, warum man(n) die Haare selber schneiden könnte. Sei es nur zum Übergang oder auch, wenn die Mutti die Haare nicht mehr schneidet und der Friseurtermin schon längst überfällig ist. Es spart Zeit und Geld, gibt Ihnen die Freiheit, den Haarschnitt genau nach Ihren Vorstellungen zu gestalten, und kann sogar therapeutisch wirken. Besonders für Männer, die oft einfache und regelmäßige Haarschnitte bevorzugen, kann das Selberschneiden eine wirklich praktische Lösung sein.

Wir raten jedoch dringend davon ab, Ihr eigenes Haar zu etwas „Modernem“ oder „Stylischem“ zu schneiden, wenn Sie nicht bereits Erfahrung darin haben. Aber legen Sie die Haushaltsschere weg und erinnern Sie sich an unseren Guide, damit Sie Ihren selbstgemachten Haarschnitt nicht dem Zufall überlassen.

Vorbereitung & Ausstattung:

Eigentlich brauchen Sie gar nicht so viele Tools, um Ihre Haare selber zu schneiden. Wenn Sie eine bestimmte Frisur wünschen, kann es nicht schaden, einmal in die richtigen Werkzeuge zu investieren. So sparen Sie auf Dauer nicht nur die Friseurkosten, sondern auch viel Zeit und können je nach Lust und Laune störende Haarpartien ausbessern oder sich eine neue Frisur stylen.

  • Werkzeuge: Haarschneidemaschine, Aufsätze, Kamm, Schere

Eine Haarschneidemaschine oder einen elektrischen Trimmer mit verschiedenen Aufsätzen sollten Sie zu Hause haben, wenn Sie Ihre Haare gelegentlich kurz trimmen. Mit dem Gerät können Sie sich einen Buzz Cut verpassen oder an den Seiten für einen Crew Cut arbeiten. Für jede Haarlänge - es sei denn, Sie haben sie sich komplett auf Stoppeln gekürzt - brauchen Sie unbedingt eine scharfe (!!) Haarschere. Diese ist wichtig für präzise Schnitte sowie Details und Feinarbeiten. Ein feinzinkiger Kamm hilft außerdem, die Haare während des Schneidens zu kontrollieren und zu glätten, damit das Endresultat präzise aussieht. Zusätzlich können Sie, je nach Haarlänge, mit Haarklemmen einzelne Haarpartien abtrennen. Verwenden Sie einen Handspiegel, um auch den Hinterkopf gut sehen zu können und für den letzten Check, damit Sie auch den Hinterkopf und die Seiten besser sehen können.

Haare waschen & trocknen:

Ihre Haare sollten frisch gewaschen und getrocknet sein. Es sei denn, Sie haben Locken, dann können Sie diese noch leicht anfeuchten, um sie besser schneiden zu können. Sauberes, trockenes Haar verhält sich anders als fettiges oder ungewaschenes. Wenn Sie nasses Haar schneiden, achten Sie darauf nicht zu zu viel zu kürzen, da nasses Haar sich nach dem Trocknen zusammenzieht. Mit einem Handtuch und eventuell mit einem Föhn antrocknen, bevor Sie mit dem Schneiden beginnen. Nehmen Sie sich Zeit für diesen Schritt, denn ein schlechter Ausgangszustand kann das gesamte Ergebnis beeinträchtigen.

Kurzhaarschnitt in 6 Schritten

Wenn Sie auf Kurzhaarfrisuren, wie einen gleichmäßigen Buzz-Cut, Burr Cut oder Butch Cut aus sind, ist es ziemlich einfach, die Haare selber zu schneiden. Ratsam ist es, sich bei ausreichend Tageslicht die Haare zu schneiden. Falls Sie nicht genügend Licht haben, sorgen Sie für ausreichende Beleuchtung, damit nichts schiefgeht - besser gesagt, geschnitten wird. Setzen Sie sich vor einen großen Spiegel - ein mittelgroßer Badezimmerspiegel reicht auch aus.

  1. Schritt 1: Maschineneinstellung & Hinterkopf
    Wenn Sie mit der Haarschneidemaschine arbeiten, benutzen Sie den gewünschten Aufsatz. Starten Sie ruhig mit einem längeren Aufsatz zu; Sie können dann immer noch kürzer gehen. Kämmen Sie die Haare auf dem Oberkopf nach oben und fahren Sie gegen die Wuchsrichtung. Beginnen Sie an der Stirn und arbeiten Sie sich systematisch nach hinten vor. Führen Sie die Maschine langsam und in einer Linie durch die Haare für einen gleichmäßigen Schnitt.
  2. Schritt 2: Seiten gleichmäßig trimmen
    Für die Seiten empfiehlt sich eine kabellose Haarschneidemaschine, damit Sie sich nicht verheddern. Arbeiten Sie in aufsteigender Richtung von unten nach oben. Neigen Sie die Maschine leicht nach außen, um einen natürlichen Verlauf zu erzielen. Fangen Sie tiefer an und arbeiten Sie sich langsam hoch. Halten Sie den Kamm griffbereit, um nach jedem Zug die Haare auszurichten.
  3. Schritt 3: Oberkopf mit Kammtechnik kürzen
    Kämmen Sie die Haare nach oben und schneiden Sie parallel zum Kamm, um gleichmäßige Längen zu erzielen. Für Anfänger empfiehlt sich die "Point-Cut"-Technik, bei der die Schere senkrecht zur Haarsträhne gehalten wird. Das sorgt für weiche Übergänge und vermeidet harte Linien. Arbeiten Sie sich von vorne nach hinten durch.
  4. Schritt 4: Übergänge (Blend-Methode)
    Setzen Sie die Haarschneidemaschine im Nacken an und heben Sie diese etwas an, je weiter Sie nach oben schneiden. So bleiben die Haare am oberen Hinterkopf länger und Sie kreieren einen sanften Übergang. Profis verfeinern den Übergang, indem sie zwischen drei Längen wechseln und mit einer Zwischengröße verblenden. Nehmen Sie sich Zeit für diesen Schritt, da er den Look entscheidend prägt.
  5. Schritt 5: Feinschliff mit Schere & Trimmer
    Falls notwendig, korrigieren Sie die Konturen mit einer scharfen Haarschere, indem Sie sorgfältig die Haare entlang des Nackenansatzes schneiden und darauf achten, eine gerade Linie zu ziehen. Auch kleine Ausreißer am Oberkopf lassen sich punktuell ausdünnen oder kürzen. Verwenden Sie die Schere für Präzision, wo der Trimmer zu grob arbeitet.
  6. Schritt 6: Kontrolle mit Handspiegel
    Nutzen Sie einen zweiten Spiegel in Kombination mit einem großen Spiegel, um den Hinterkopf und die Seiten besser sehen zu können. Überprüfen Sie jede Partie auf Gleichmäßigkeit und Linienführung. Lieber etwas nachjustieren, als mit asymmetrischem Schnitt durch die Gegend zu laufen. Achten Sie insbesondere auf saubere Konturen am Nacken und an den Ohren.

Fade & Undercut selbst schneiden

Wenn Sie nicht alle Haare gleich lang schneiden möchten und einen Übergang in Ihrem Kurzhaarschnitt haben wollen, wird es beim Nachschneiden etwas kniffeliger. Aber keine Sorge, auch das bekommen Sie hin!

Low, Mid und High Fade: Aufsatzwahl und Winkel

Fades unterscheiden sich durch die Höhe, in der der Übergang beginnt. Ein Low Fade startet direkt über dem Ohr, Mid Fade etwa in Höhe der Schädelseiten und ein High Fade bereits im oberen Drittel des Kopfs. Wählen Sie je nach Kopfform und Haarstruktur den passenden Stil. Nutzen Sie verschiedene Aufsätze und wechseln Sie diese in kleinen Stufen. Halten Sie die Maschine in leicht geneigtem Winkel zur Kopfhaut, um einen gleichmäßigen Fade zu kreieren.

Undercut definieren: freier Nacken & harte Linien

Ein klassischer Undercut zeichnet sich durch einen starken Kontrast zwischen sehr kurzen Seiten und langem Deckhaar aus. Rasieren Sie die Seitenpartien und den Nackenbereich mit einem kurzen Aufsatz (z. B. 3 mm). Ziehen Sie klare Trennungslinien entlang der Kontur. Bei Bedarf können Sie mit einem Rasiermesser nachhelfen, um die Linie zu betonen.

Übergänge verwischen: Clipper-über-Kamm

Die Technik "Clipper über Kamm" hilft beim weichen Verblenden von Längen, besonders bei stufigen Schnitten oder bei schwierigen Übergängen zwischen Fade und Deckhaar. Halten Sie den Kamm in einem bestimmten Winkel zur Kopfhaut und führen Sie den Clipper entlang der Kammkante. Diese Technik erfordert etwas Übung, sorgt aber für ein professionelles Finish.

Setzen Sie die Haarschneidemaschine im Nacken an und heben Sie diese etwas an, je weiter Sie nach oben schneiden. So bleiben die Haare am oberen Hinterkopf länger und Sie kreieren einen sanften Übergang.

Die meisten Profis verfeinern den Übergang aufwändiger: Starten Sie mit der Wunschlänge der oberen Haarpartie und trimmen Sie die gesamte Haarpartie. Für fließende Übergänge wählen Sie die kürzeste Länge für die untere Nackenpartie. Lassen Sie genug Abstand zwischen Deckhaar und Nacken für den Übergang und rasieren Sie diesen in einer Zwischenlänge. Beginnen Sie mit etwas mehr Millimetern, als am Ende übrigbleiben sollen, um den Dreh richtig herauszubekommen. Sobald das sitzt, können Sie mutiger werden.

So rasieren Sie Stirn und Ohren

Vergessen Sie beim Haare selber schneiden nicht den Feinschliff an der Haarkante, insbesondere am Nacken und an der Ohrenpartie. Nutzen Sie einen zweiten Spiegel, damit Sie Ihr Haar wirklich gerade schneiden bzw. rasiert hinbekommen. Entfernen Sie den Kammaufsatz des Haarschneiders und setzen Sie den Rasierer vorsichtig in der Mitte des Nackens an, lieber etwas tiefer, um später nach oben korrigieren zu können. Nutzen Sie die anrasierte Linie als Ausgangspunkt für die restliche Kontur. Überprüfen Sie regelmäßig mit dem zweiten Spiegel, ob Sie noch gerade rasieren. Klappen Sie die Ohren leicht ab, um die Haare um die Ohren vorsichtig zu rasieren. Der Abstand zwischen Ohren und Haarlinie sollte nicht zu groß sein.

Styling & Finish

Nach dem Schneiden ist vor dem Styling - denn selbst der präziseste Haarschnitt entfaltet seine volle Wirkung erst mit dem richtigen Finish. Gerade bei Kurzhaarfrisuren entscheidet das Styling darüber, ob der Look einem wirklich passt und gepflegt ist. Wer sich die Haare selbst schneidet, sollte sich deshalb bereits davor mit ein paar grundlegenden Stylingtechniken vertraut machen. Wichtig ist vor allem, dass Sie Ihre neue Frisur strukturieren und Volumen an den richtigen Stellen.

Produkte: Matte Paste, Pomade, Haarspray

Matte Pasten sorgen für einen natürlichen Look ohne Glanz, während Pomaden eher für klassische Styles mit Glanz geeignet sind. Haarspray gibt dem Finish extra Halt. Achten Sie auf die richtige Dosierung: lieber sparsam auftragen und langsam steigern.

Textur geben: Föhnen und Fingerguides

Nutzen Sie beim Föhnen Ihre Finger als Guideline, um die Haare in die richtige Form zu bringen. Für strukturierte Styles eignet sich ein Diffusoraufsatz. Benutzen Sie Wachs oder Texture-Spray, um Bewegung ins Haar zu bringen.

Nacken rasieren & Kanten schärfen

Rasierer oder einen Trimmer ohne Aufsatz eignen sich für den Feinschliff an Nacken und Ohren. Lieber etwas tiefer starten und arbeiten Sie sich vorsichtig nach oben. Kontrollieren Sie dann alles mit dem Handspiegel. Einige Haarschneider haben spezielle Aufsätze für die Ohren, mit denen Sie über und um die Ohren herum sauber schneiden können.

Häufige Fehler beim Haare selber schneiden

Beim Haareschneiden zu Hause passieren selbst den Erfahrensten gelegentlich Patzer. Das ist völlig normal und keine Panik, Haare wachsen ja zum Glück schnell wieder nach. Damit wir Sie aber davor bewahren, den Kopf zu verlieren, warnen wir Sie vorab vor den häufigsten Fehlern. So können Sie bereits im Vorhinein einfach mehr darauf achten und sich besser vorbereiten.

Zu den häufigsten Fehlern gehören:

  • Ungleiche Übergänge: Gehen Sie einfach nochmal mit dem passenden Aufsatz über die Stellen, bis es wirklich gleich und symmetrisch ist.
  • Zu kurz geschnitten? Versuchen Sie, den Style mit Stylingprodukten zu kaschieren oder tragen Sie eine Cap, bis das Haar nachwächst. Beim nächsten Mal wissen Sie bereits Bescheid und starten vorsichtiger.
  • Ausreißer am Oberkopf: Ausreißer sind einzelne Haare, die Sie bei Schneiden oder Rasieren nicht erreicht haben. Arbeiten Sie in dem Fall mit der Schere punktuell nach und schneiden Sie nicht gleich alles ab. überprüfen Sie das Ergebnis regelmäßig mit einem Handspiegel.

Fehler lassen sich oft noch korrigieren!

FAQ's

  • Wie oft sollte ich zuhause schneiden?
    Alle zwei bis vier Wochen, je nach Haarwachstum und Stil.
  • Welche Haarschneidemaschine ist empfehlenswert?
    Modelle von Wahl, Philips oder Panasonic sind erprobt. Achten Sie auf eine gute Akkuleistung und Wechselaufsätze.
  • Kann ich Bart und Haar mit demselben Gerät schneiden?
    Ja, wenn das Gerät entsprechende Aufsätze hat und leistungsstark genug ist.

Moderne und klassische Männerhaarschnitte und Frisuren für jeden Tag. Pflegen und Trimmen des Bartes. Männer-Styling-Bewertungen. Das und viel mehr erfahren Sie in dieser Artikelserie.

In der heutigen Welt nehmen sich Männer viel Zeit für ihr Äußeres: Gepflegtheit und Sauberkeit sind eine Art Zeichen für hohen Status und Seriosität. Obwohl es heute viele stilvolle und attraktive Haarschnitte gibt, sind nicht alle davon praktisch und bequem. Wenn Sie den besten Haarschnitt für sich auswählen möchten, fragen Sie sich: " Was für eine Gesichtsform habe ich?”.

Nicht nur Frauen und Mädchen wollen stilvoll aussehen und sich von der Masse abheben. Auch Männer schätzen unkonventionelle Frisuren, die ihre eigenen Stärken betonen. Gleichzeitig sind Praktikabilität und Vielseitigkeit für jeden Mann wichtig. Ein Haarschnitt sollte keine übermäßige Pflege und kein stundenlanges Styling erfordern.

Der Buzz-Cut gilt als absolut zeitloser Klassiker, der dem Look ein gepflegtes Aussehen verleiht. Kurzes Haar, rasierte Schläfen und Hinterkopf zeichnen ihn aus. Dadurch wird ein männlicher, eleganter und zugleich robuster Look erzielt.

Heute gibt es viele interessante Frisuren für Männer, die individuelle Gesichtskonturen harmonisch betonen.

tags: #Männerfrisuren #Tutorial

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