Dass Katzen regelmäßig etwas Fell verlieren, ist an sich kein Anlass zur Sorge. Haart das Tier aber permanent stark, weist sogar kahle Stellen auf und kratzt sich auffällig oft am Körper, sollten Deine Alarmglocken schrillen. Vielleicht steckt hinter dem Haarausfall, medizinisch Alopezie genannt, eine ernste Erkrankung. Wir informieren über Symptome und Ursachen und geben Dir Vorsorge- und Behandlungstipps.
Die Maine Coon ist eine der größten Katzenrassen, die es gibt. Sie stammt ursprünglich aus dem nördlichen US-Bundesstaat Maine, wo sie auf vielen Farmen als „Working Cat“ (Katzen, die als Mäusefänger „arbeiten“) gehalten wurde. Mit ihrem dichten, wasserabweisenden Fell haben sich die Vorfahren der heutigen Maine Coons gut an das raue Klima Maines angepasst.
Merkmale der Maine Coon:
Maine Coon haben einen kräftigen Körperbau, der lang und rechteckig ist. Die Katzen wirken durch ihre Größe sehr imposant und werden auch als „Gentle Giants“ (sanfte Riesen) bezeichnet. Die Maine Coon gilt als die größte Katzenrasse der Welt. Manche Exemplare dieser Katzenart erreichen eine Länge von 1,20 Meter, eine Schulterhöhe von 42 Zentimetern und ein Gewicht von 12 Kilogramm.
Das Fell der Katze ist halblang und sehr dicht. Die Unterwolle ist weich und wärmt, das Oberfell ist wasserabweisend, dadurch ist die Maine Coon gut vor kaltem Wetter geschützt. Das Fell ist nicht an allen Körperstellen gleich lang. An Kopf, Nacken und Schultern haben die Katzen eher kurzes Fell, am Rücken ist es etwas länger und an den Hinterbeinen und am Bauch ist es sogar deutlich länger.
Die Schnauze der Maine Coon ist kräftig und kantig. Die Augen der Maine Coon sind groß, oval und weit auseinandergestellt. Ein besonderes Merkmal der Maine Coon sind die Ohren. Sie sind oben am Kopf breit platziert und am Ende mäßig spitz zulaufend. Da die Ohren an den Rändern Haarbüschel (Fellpinsel) besitzen, erinnert die Maine Coon optisch an einen Luchs. Auffällig ist auch, dass die Katzen große, runde Pfoten und Haarbüschel zwischen den Zehen haben.
Die Maine Coon-Katzen sind vom Charakter her ruhig, freundlich und gesellig. Sie verstehen sich in der Regel gut mit Kindern, aber auch mit Hunden oder anderen Katzen. Darüber hinaus sind sie intelligent, neugierig und verspielt. Sie fordern von ihrem Herrchen oder Frauchen Spieleinheiten ein und tun das gelegentlich auch mit Nachdruck - etwa durch ein Gurren. Außerdem haben Maine Coon ähnliche Wesenszüge wie ein Hund: Sie sind menschenbezogen, anhänglich, begleiten ihren Besitzer beim Spaziergang und - für Katzen eine ganz untypische Eigenschaft - sie apportieren Gegenstände.
Die Maine Coon liebt Freigang und stromert gerne durch benachbarte Gärten, Wiesen und Parks. Hat sie aber seit ihrer Geburt drinnen gelebt und kennt es nicht anders, kann sie auch in der Wohnung gehalten werden. Das Zuhause sollte aber, wie bei allen großen Katzenarten, ausreichend groß sein, damit die Hauskatze genügend Platz hat. Möglichst sollte es auch einen stabilen Kratzenbaum mit großer Liegefläche, eine große Katzentoilette und einen katzensicheren Balkon (mit Sicherungsnetz) geben. Wer mit seiner Wohnungskatze ab und zu mal raus möchte, kann das Tier an einer Katzenleine mitnehmen. Da die Maine Coon sehr gesellig ist, ist es nicht empfehlenswert, sie alleine zu halten. Die Mieze braucht einen Artgenossen, um glücklich zu sein.
Die Erziehung einer Maine Coon-Katze ist in der Regel nicht schwer. Die durchschnittliche Lebenserwartung einer Maine Coon liegt bei 12,5 Jahren.
Obwohl die Maine Coon-Katzen ein dichtes, halblanges Fell haben, ist die Fellpflege nicht übermäßig aufwendig. Wenn die Tiere in der Wohnung gehalten werden, reicht es aus, sie ein- bis zweimal pro Woche zu bürsten, um lose Haare zu entfernen und zu vermeiden, dass das Fell verfilzt. Das beugt auch einer Haarballenbildung vor. Während des Fellwechsels in Frühjahr und Herbst sollten Tierhalter etwas häufiger zu Bürste oder Kamm greifen. Ist die Katze Freigänger, müssen Besitzer das Fell häufiger pflegen. Manche Besitzer schneiden die Haare ihrer Maine Coon und verpassen dem Tier Frisuren wie beispielsweise einen Löwenschnitt.
Bei Maine Coon-Katzen können einige rassetypische Krankheiten auftreten. Vor allem die Größe der Katze kann Nachteile für den Bewegungsapparat bringen.
Auch bei Katzen ist das Abstoßen von Fell ein natürlicher Vorgang. Gerade während des Fellwechsels, zweimal pro Jahr im Frühjahr und Herbst, macht sich das oft beim Bürsten und in Form von bei Dir zu Hause herumliegenden losen Fellbüscheln bemerkbar. Im Frühjahr streift die Katze ihren dicken, wärmenden Winterpelz ab, um ihn gegen ein leichtes Sommerkleid zu tauschen, im Herbst ist es umgekehrt. Zu diesem saisonal bedingten Fellverlust, mit dessen Hilfe die Katze sich an die jeweilige Witterung und Temperatur anpasst, leckt sie auch bei der täglichen Fellpflege mit ihrer rauen Zunge abgestorbene und ältere Haare ab. Diese werden aber in der Regel durch nachwachsende Haare ersetzt.
Du bist beunruhigt, dass Deine Katze plötzlich viel Fell verliert? Erst wenn Deine Katze die ausfallenden nicht mehr durch nachwachsende Haare ersetzen kann, liegt der Verdacht von Alopezie nahe. Ein weiteres mögliches Anzeichen dafür sind von der Katze heraufgewürgte große Fellballen. Eventuell treten sogar kahle Stellen auf dem Körper zutage, die sich Dein Tier womöglich wund leckt und somit die Gefahr von Entzündungen und Wucherungen droht.
Haut- und Fellprobleme bei Katzen kannst Du außerdem an folgenden Anzeichen erkennen:
In diesen Fällen solltest Du den auffälligen Fellverlust und die anderen Symptome mit dem Tierarzt besprechen. Er kann schnell feststellen, welche Ursache dahintersteckt, und sofort geeignete Therapiemaßnahmen einleiten. So stellst Du sicher, dass sich die Probleme nicht verschlimmern und sich Deine Katze bald wieder wohl in seiner Haut fühlt.
Schon gewusst …? … dass einige Katzen generell mehr haaren als andere? Viel Fell lassen zum Beispiel Langhaarkatzen wie die Maine-Coon oder die norwegische Waldkatze, aber auch solche, die ein sehr dichtes Fellkleid besitzen wie die Britisch-Kurzhaar.
Was löst Fellverlust und Hautprobleme bei Katzen aber eigentlich aus? Hinter einem krankhaften Haarausfall bei Katzen können zahlreiche Ursachen stecken. Je nachdem, ob es sich um „echten“ oder nur „scheinbaren“ Haarausfall infolge von Juckreiz handelt, kommen folgende Auslöser infrage:
In der Regel untersucht der Tierarzt die von starkem Fellverlust geplagte Katze zunächst allgemein, um ein genaues Bild über den aktuellen Gesundheitszustand des tierischen Patienten zu bekommen. Im zweiten Schritt folgt dann eine intensive Betrachtung der betroffenen Hautpartien. Ein eitriges Sekret auf einer von Haar- beziehungsweise Fellausfall betroffenen Stelle kann beispielsweise Zeichen einer Hautinfektion durch Bakterien sein.
Um die Ursache für den Fellverlust bei Katze näher einzugrenzen, stehen dem Tiermediziner verschiedene Diagnoseverfahren zur Verfügung:
Klarer Fall: Um den krankhaften Fellverlust bei Katzen einzudämmen, muss die Ursache gezielt behandelt werden.
Auch für die Behandlung und nötige Medikamente springt die Katzenkrankenversicherung bis zu 100 % ein und ermöglicht so, dass Du als Halter im Fall gesundheitlicher Not Deiner Katze ohne zu zögern und ohne finanzielle Sorgen handeln kannst.
Bei krankhaftem Fellverlust können ein rascher Besuch beim Tierarzt und eine zeitnahe, zielgerichtete Therapie die Prognose positiv beeinflussen: Wird die Grunderkrankung erfolgreich bekämpft, verschwinden die haarlosen Hautareale in der Regel schnell wieder und der Fellverlust wird gestoppt. Die Behandlung der Alopezie wird allerdings nicht unbedingt günstig, insbesondere wenn sie außerhalb der regulären Öffnungszeiten Deines Tierarztes stattfindet und ein höherer GOT-Satz fällig wird.
Die beschriebenen Behandlungen können je nach Höhe des Abrechnungssatzes nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) variieren:
| Untersuchung | 1-facher GOT-Satz | 2-facher GOT-Satz | 3-facher GOT-Satz | 4-facher GOT-Satz |
|---|---|---|---|---|
| allgemeine Untersuchung mit Beratung | 28,11 € | 56,22 € | 84,33 € | 112,44 € |
| Trichogramm: Entnahme und Beurteilung | 15,68 € | 31,36 € | 47,04 € | 62,72 € |
| Allergologischer Haut-Suchtest, erste bis dritte Probe, je Probe | 9,08 € | 18,16 € | 27,24 € | 36,32 € |
| Blutprobenentnahme venös | 12,21 € | 24,42 € | 36,63 € | 48,84 € |
| Blutuntersuchung, chemisch, bis drei Parameter, je Parameter | 16,15 € | 32,30 € | 48,45 € | 64,60 € |
| Biopsie | 27,95 € | 55,90 € | 83,85 € | 111,80 € |
| Gesamtsumme | 109,13 € | 218,36 € | 327,54 € | 436,72 € |
Je nach individuellem Fall können weitere Untersuchungen nötig sein. Vor den hohen Kosten schütz Dich eine Katzenkrankenversicherung. Sie springt nicht nur für ambulante Behandlungen, chirurgische Maßnahmen und Medikamente ein, sondern übernimmt je nach Tarif auch einen Großteil für Vorsorgemaßnahmen wie Wurm- und Flohkuren. Und das bereits ab 9,80 € im Monat.
Nicht immer kannst Du einen übermäßigen Fellverlust bei Deiner Katze von vornherein ausschließen. Das gilt zum Beispiel, wenn sich eine hormonelle Störung oder ein Tumor dahinter verbirgt.
In anderen Fällen kannst Du der Alopezie bei Deiner Katze jedoch tatsächlich effektiv vorbeugen. Zum Beispiel durch eine effektive Parasitenprophylaxe. Flöhe und Zecken kannst Du etwa mit speziellen Halsbändern oder „Spot-ons“ erfolgreich auf Abstand von Deiner Katze halten.
Ebenfalls wichtig ist, dass Du die Schlafplätze, Transportboxen, Spielzeuge und Kratzbäume regelmäßig reinigst. So kannst Du zudem einem Pilzbefall bei Deiner Katze vorbeugen.
Bürste Deine Katze täglich. Das fördert die Durchblutung der Haut, kann den Fellwechsel beschleunigen und Deine Katze nimmt weniger Haare auf.
Ernähre Deine Katze richtig. Verwende qualitativ hochwertiges und getreidefreies Futter. Lagere das Katzenfutter am besten in einer luftdicht verschlossenen Futtertonne, damit es milbenfrei bleibt.
Sorge für die optimale Raumfeuchte. Damit die Luft für Deine Katze auch im Winter nicht zu trocken ist, solltest Du regelmäßig lüften. Mit Zimmerpflanzen, einem Verdampfer, einem Zimmerbrunnen oder einer kleinen Schale Wasser auf der Heizung kannst Du die Luftfeuchtigkeit ebenfalls erhöhen. Doch Achtung: Manche Zimmerpflanzen sind giftig für Katzen.
So kannst Du Tag für Tag Deinen Teil beisteuern, um Deine Katze möglichst gesund und bis in die Fellspitzen fit zu erhalten.
Hinweis: Mit unserem Beitrag möchten wir allgemeine Informationen und erste Hinweise zu einem möglichen krankhaften Fellverlust bei Katzen (med. Alopezie) liefern.
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