Haarausfall betrifft viele Menschen und kann Unsicherheit und Frustration auslösen. Genetische Veranlagung, Stress und Fehlernährung sind häufige Ursachen für lichter werdendes Haar. Betroffene suchen oft nach Möglichkeiten, dem entgegenzuwirken. Eine Option, die in den letzten Jahren an Popularität gewonnen hat, ist die Verwendung von Magnesiumöl.
Obwohl der Name es vermuten lässt, handelt es sich bei Magnesiumöl nicht um ein Öl im eigentlichen Sinne. Es ist eine hochkonzentrierte, wässrige Lösung von Magnesiumchlorid. Diese Lösung wird auf die Haut aufgesprüht und soll durch die Haut in den Körper aufgenommen werden. Die Marke Dr. Pirogov präsentiert ein unverzichtbares Produkt, das darauf ausgelegt ist, das Gleichgewicht im Körper zu erhalten.
Es handelt sich dabei keineswegs, wie die Namen suggerieren, um Öle oder fetthaltige Cremen, sondern in allen Fällen um eine zwar hochkonzentrierte, aber doch wässrige Lösung eines Magnesiumsalzes, nämlich meist Magnesiumchlorid.
Anwendung: Halten Sie das Spray in die Nähe der gewünschten Körperstelle, sprühen Sie das Öl auf und massieren Sie es sanft in die Haut ein. Nach dem Verfahren sollte jeglicher Rückstand mit einem Tuch abgewischt und mit warmem Wasser ohne Seife abgespült werden. Ein empfohlener Kurs besteht aus 15-18 Verfahren. Während des transdermalen Verfahrens kann ein leichtes Kribbeln oder Stechen auftreten, was eine normale Reaktion des Körpers auf die aktive Einwirkung von Mineralien und Mikroelementen, die im Produkt enthalten sind, darstellt.
Magnesium ist ein essentielles Mineral, das an über 300 Stoffwechselprozessen beteiligt ist, darunter auch solche, die das Haarwachstum beeinflussen. Ein Magnesiummangel kann Haarausfall begünstigen, da er verschiedene Faktoren beeinflusst:
Um einem Mangel auszugleichen und Haarausfall entgegenzuwirken, können sich Frauen an etwa 300mg Magnesium pro Tag und Männer an 350mg pro Tag halten. Bei einem bestehenden Mangel kann in den ersten sechs Wochen eine Erhöhung des Tagesbedarfs angestrebt werden.
Die Behauptung, dass Magnesiumöl effektiv über die Haut aufgenommen wird, ist umstritten. Univ. Prof. Dr. Sepp Porta betont, dass die Haut eine natürliche Schutzschicht besitzt, die das Eindringen von Elektrolyten wie Magnesium erschwert. Elektrolyte wie Kalium, Kalzium oder Magnesium können nicht ungehindert durch die Haut eindringen.
Ein Artikel in einer internationalen Fachzeitschrift für Spurenelement- und Mineralstoffforschung (Trace Elements, 2017, 34/2, 45-48) widerlegt die Existenz eines natürlichen Transportsystems für Magnesium durch die Haut.
Fakt ist: Nur etwa ein Prozent einer auf die Haut aufgebrachten Lösung dringt tatsächlich in die Nähe der Haarwurzeln des Körpers ein. Um also mit einem Magnesium-Öl dieselbe Wirkung wie mit einer üblichen 150-mg-Tablette zu erreichen, müsste man mehr als einen Liter des „Öles“ auftragen.
Eine Studie von Dr. Rosemary Waring untersuchte die Magnesiumaufnahme durch Bäder in Magnesiumsulfat (Epsom-Salz). Während die Autoren von einem Anstieg der Serum-Magnesiumkonzentration berichteten, konnten andere Studien keine transdermale Aufnahme von Magnesium bestätigen.
Von Jürgen Vormann, Michael Weidner und Tanja Werner wurde festgestellt, dass Magnesiumverbindungen als Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel weitverbreitet sind. Die Wirksamkeit der oralen Substitution zur Behandlung eines Magnesiummangels ist unbestritten. Allerdings wird die Seriosität der oralen Supplementierung seit einigen Jahren durch intensive Vermarktung von Magnesium-haltigen Sprays zur äußeren Anwendung infrage gestellt.
Da die abgestorbenen Zellen der obersten Hautschicht jedoch keine funktionsfähigen Magnesiumtransporter enthalten, kann eine Resorption nur über die geringe Fläche der Schweißdrüsen und Haarfollikel möglich sein. Schweißdrüsen und Haarfollikel machen etwa 0,1 bis 1 Prozent der Hautoberfläche aus.
Wenn die transdermale Aufnahme von Magnesium fraglich ist, gibt es andere Möglichkeiten, den Magnesiumspiegel im Körper zu erhöhen:
| Lebensmittel | Magnesiumgehalt (mg) |
|---|---|
| Sonnenblumenkerne | 420 |
| Leinsamen | 350 |
| Weizenkeime | 250 |
| Haferflocken | 190 |
| Vollkornnudeln (Hartweizen, ohne Ei) | 130 |
| Marzipan | 120 |
Neben Magnesium spielen auch andere Mineralstoffe und Vitamine eine wichtige Rolle für gesundes Haarwachstum:
Obwohl selten, kann eine Überdosierung von Magnesium ebenfalls zu Haarverlust führen. Daher sollte man es bei bestehendem Magnesiummangel und Haarausfall mit der Zufuhr des Spurenelements nicht übertreiben. Eine leichte Erhöhung in der Anfangsphase ist unproblematisch und sogar erforderlich. Dies sollte jedoch nicht zum Dauerzustand werden. Sind die Normwerte erreicht sollte auf die Richtwerte zurückgegriffen werden. Wird dies nicht befolgt erkennt man schnell das Zuviel: Die positive Wirkung lässt nach, der Haarausfall kehrt zurück oder verschlimmert sich sogar nicht. Sollte dies der Fall sein, ist es ratsam die Magnesiumwerte im Blut noch einmal vom Arzt prüfen zu lassen.
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