Löcher in den Augenbrauen: Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Der Verlust von Augenbrauenhaaren kann viele Ursachen haben - von Stress über hormonelle Veränderungen bis hin zu falscher Pflege.

Volle, gepflegte Augenbrauen sind längst ein Beauty-Trend. Umso beunruhigender ist es, wenn die Härchen dünner werden oder sogar ausfallen. Doch keine Sorge - in den meisten Fällen steckt kein ernstes Problem dahinter.

Sollten Sie sich gerade mit ausfallenden Augenbrauen herumplagen, sind Sie hier genau richtig. Augenbrauen erfüllen am menschlichen Körper eine ästhetische aber vor allem auch schützende Funktion. Fallen sie aus, wirkt sich dies in der Regel negativ auf das Selbstbewusstsein und auf das Wohlbefinden der Betroffenen aus.

Denn ohne den gebogenen, symmetrischen Haarwuchs über Ihren Augen, verändert sich Ihre Ausstrahlung, während zeitgleich das Risiko für Augenreizungen steigt.

Augenbrauenausfall ist mehr als „nur“ Haarverlust. Mit dem Verlust der Brauen verlieren Sie die Möglichkeit, durch mimische Gesten Stimmungen auszudrücken. Umso wichtiger ist es, möglichst schnell einen den Hautarzt Ihres Vertrauens aufzusuchen, um eine mögliche Hautkrankheit zu behandeln und das Haarwachstum wieder zu fördern.

In diesem Artikel möchten wir Ihnen jetzt die Ursachen für den Augenbrauenausfall und seine Symptome erläutern.

Hier sind einige der häufigsten Ursachen für den Verlust von Augenbrauenhaaren:

  • Alopecia Areata (AA): Eine Autoimmunerkrankung, die zu kreisrundem Haarausfall führen kann.
  • Hormonelle Veränderungen: Schwankungen, z.B. in den Wechseljahren oder nach einer Schwangerschaft, können den Haarausfall beeinflussen.
  • Kosmetika: Regelmäßige Colorationen oder die tägliche Verwendung von Augenbrauenstiften können die Haarwurzeln schädigen.
  • Übermäßiges Zupfen: Zu häufiges Zupfen kann die Haarwurzeln schädigen und zum Verlust der Augenbrauen führen.
  • Krankheiten: Nährstoffmangel, Stoffwechselerkrankungen (Diabetes mellitus, Schilddrüsenprobleme), Pilzinfektionen oder Kontaktallergien.
  • Stress: Psychische Probleme können ebenfalls eine Rolle spielen.
  • Vernarbende Alopezie: Zerstörung der Haarfollikel durch Entzündungen, die durch verschiedene Erkrankungen ausgelöst werden können.

Die Ursachen für einen Verlust der Augenbrauen sind vielfältig: sie reichen von Mineral- oder Vitaminmangel über verschiedene Erkrankungen bis hin zu psychischem Stress.

Zudem können die Gründe von Augenbrauenverlust bei Männern und Frauen unterschiedlich ausgeprägt sein.

Liegt ein genetisch bedingter Augenbrauenausfall vor, bedeutet das: die Veranlagung hierzu ist vom Vater oder der Mutter vererbt.

Auch genetische Faktoren scheinen den kreisrunden Haarausfall zu begünstigen.

So ist das Erkrankungsrisiko von Verwandten eines Betroffenen erhöht. Die genauen genetischen Hintergründe sind jedoch noch nicht ausreichend erforscht.

Kreisrunder Haarausfall tritt oft zusammen mit anderen Erkrankungen auf.

Dazu zählen etwa Autoimmunerkrankungen wie eine Schilddrüsenunterfunktion und die Weißfleckenkrankheit (Vitiligo), aber auch atopische Erkrankungen, also mit Allergieneigung wie Neurodermitis und Heuschnupfen.

Neben diesen können auch ein Vitamin D-Mangel sowie psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen vorliegen.

Der Krankheitsverlauf unterscheidet sich oft sehr, was die Diagnose zusätzlich erschwert.

Alopecia areata kann im Zusammenhang mit einer anderen Erkrankung auftreten.

Mitunter gehen weitere Autoimmunerkrankungen mit kreisrundem Haarausfall einher.

Der typische Verlauf einer Alopecia areata beginnt meist mit einzelnen kahlen Stellen auf dem Kopf oder am Körper, die sich mit der Zeit vergrößern und miteinander verschmelzen.

Es kann jedoch passieren, dass die ersten nachwachsenden Haare weiß sind und erst später pigmentierte Haare kommen.

Alopecia areata: Kreisartiger Haarausfall. Wimpern, Augenbrauen und restliche Körperbehaarung meist normal vorhanden.

Alopecia ophiasis: Kranzartiges Fehlen der Haare im Ohren- und Nackenbereich. Augenbrauen, Haare oben und seitlich am Kopf sowie die restliche Körperbehaarung sind nicht betroffen.

Alopecia totalis: Fehlen der gesamten Kopfbehaarung, inklusive Augenbrauen und Wimpern. Diese Form tritt eher selten auf.

Alopecia universalis: Komplette Körperbehaarung fällt aus, inklusive Augenbrauen, Wimpern und Nasenhaare.

Bei Permanent Make-up handelt sich um eine Tätowierung, bei der Farbpigmente in die Haut eingestochen werden.

Die Farbe wird im Laufe der Zeit vom Körper abgebaut, so dass letztlich eine violett-grünlicher Farbstich zurückbleibt. Das wiederholte Einstechen in die Haut führt zur Vernarbung.

Bereits nach zweimaliger Auffrischung bzw. Wiederholung des Prozederes ist die vernarbte Haut nicht mehr in der Lage weitere Farbpigmente aufzunehmen.

Dies gilt auch eindeutig für das so genannte Microblading mit Härchenzeichnung.

Die hierbei entstehenden Narben und Schädigungen sind noch massiver als klassisches Permanent Make-up.

Alopecia Areata (kreisrunder Haarausfall)

Symptome des Augenbrauenausfalls

Das auffälligste Anzeichen ist sicherlich, dass die Haardichte an den Brauen auffallend abnimmt und die Augenbrauen immer dünner, lichter und auch stumpfer werden.

Oft an bestimmten Stellen, manchmal aber auch über die gesamten Augenbrauen verteilt.

Ihre Augenbrauen fallen aus und Sie stellen fest, dass sich der Wimpernkranz um Ihre Augen ebenfalls ausdünnt?

Bei Augenbrauenausfall werden die Haare an bestimmten Stellen der Augenbrauen lichter und die Fülle nimmt ab.

Wichtig ist auch, ob der Haarausfall nur die Augenbrauen betrifft oder das gesamte Kopfhaar bzw. Körperhaar betroffen sind.

Je nach Ursache können sich aber auch unangenehme Nebensymptome ergeben. So kommt es manchmal zu Juckreiz, Schuppen und Rötungen, wenn die Augenbrauen ausfallen.

Die Konturen verschwinden zusehends und die Brauen sehen unvollständig und ungepflegt aus.

In vielen Fällen ist besonders das äußere Drittel der Augenbrauen betroffen, hier lichten sich die Brauen deutlich oder die Haare verschwinden an dieser Stelle ganz.

Alopecia areata: Kreisartiger Haarausfall. Wimpern, Augenbrauen und restliche Körperbehaarung meist normal vorhanden.

Alopecia ophiasis: Kranzartiges Fehlen der Haare im Ohren- und Nackenbereich. Augenbrauen, Haare oben und seitlich am Kopf sowie die restliche Körperbehaarung sind nicht betroffen.

Alopecia totalis: Fehlen der gesamten Kopfbehaarung, inklusive Augenbrauen und Wimpern. Diese Form tritt eher selten auf.

Alopecia universalis: Komplette Körperbehaarung fällt aus, inklusive Augenbrauen, Wimpern und Nasenhaare.

Zudem befinden sich am Rand der Flecken meist kurze, abgebrochene Haare, die zur Kopfhaut hin dünner werden.

Man nennt diese umgangssprachlich Kolben-, Ausrufezeichen- oder Komma-Haare.

Menschen mit kreisrundem Haarausfall können außerdem Probleme mit den Finger- und Zehennägeln haben.

Typischerweise bilden sich Grübchen oder Tüpfel im Nagel.

Manchmal entstehen graue FleckenBei manchen Menschen fallen ausschließlich die farbigen (pigmentierten) Haare aus; schon vorhandene, aber bislang kaum aufgefallene graue Haare bleiben übrig.

Das erweckt den Eindruck, als sei die Person innerhalb kürzester Zeit ergraut.

Kreisrunder Haarausfall

Behandlungsmöglichkeiten bei Augenbrauenausfall

Eine Symptombehandlung gegen Augenbrauenausfall gibt es nicht.

Da es sich bei dieser Form des Haarverlusts um eine Begleiterscheinung verschiedener Erkrankungen, ungeeigneter kosmetischer Behandlungen oder um ein Symptom bei hormonellem Ungleichgewicht handeln kann, sollten Sie unbedingt die Ursache in Erfahrung bringen und genau dort ansetzen.

Nach dem Augenbrauenausfall sind ihre Haarwurzeln irreversibel geschädigt?

Dann haben wir eine gute Nachricht für Sie: Ja, die Transplantation von Augenbrauen ist bei den meisten Betroffenen möglich.

Es handelt sich hierbei um einen minimalinvasiven Eingriff, der unter lokaler Betäubung schmerzfrei erfolgt.

Da es sich um eine professionelle Eigenhaarverpflanzung handelt, entnimmt Ihnen das Behandlungsteam dafür im Spenderbereich die im Empfängerbereich benötigte Menge an Grafts, um das Haarbild der Augenbrauen wieder aufzufüllen.

Die Verpflanzung selbst erfolgt mit der FUE-Methode und sorgt für ein dauerhaftes Ergebnis.

Sie müssen sich also nicht davor fürchten, die Haare ein weiteres Mal zu verlieren. Die neu verpflanzten Haare passen sich dann außerdem auch in der Wuchslänge und in der Struktur an die Körperregion an.

Das heißt, dass Sie bei aus dem Hinterkopf transplantierten Follikeleinheiten ebenfalls keine Sorge haben müssen, dass Ihre Augenbrauen zukünftig die Länge der Kopfbehaarung erreichen.

Wenige Wochen nach dem Eingriff werden Sie feststellen, dass die Augenbrauen wieder ausfallen.

Das muss Sie nicht erschrecken, da der erneute Augenbrauenverlust nur temporär und ein gewöhnlicher Prozess nach einer erfolgreichen Haartransplantation ist. Hierbei handelt es sich um den Shock Loss, der nur die Haare selbst und nicht deren Wurzeln betrifft.

Ist das Haar samt seiner Wurzel verloren oder sind die Follikel irreversibel geschädigt, sorgt eine Augenbrauentransplantation für die Wiederherstellung Ihrer natürlichen Ästhetik inklusive der Mimik.

Augenbrauentransplantation

Weitere Behandlungsmöglichkeiten:

  • Vitalstoffversorgung: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit allen essenziellen Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen.
  • Pflegeprodukte: Verwenden Sie spezielle Pflegeprodukte für die Augenbrauen und Wimpern, um den Haarwuchs zu fördern.
  • Kortison-Therapie: Lokale Anwendung von Kortison-Cremes oder -Lösungen, in schweren Fällen auch systemisch mit Tabletten.
  • Topische Immuntherapie: Anwendung von Diphenylcyclopropenon (DCP) zur Auslösung einer Immunreaktion, die die Haarwurzeln schützen soll.
  • Reiztherapie: Anwendung von hautreizenden Stoffen wie Anthralin oder Dithranol.
  • Minoxidil: Förderung der Durchblutung der Kopfhaut zur Anregung des Haarwachstums.
  • JAK-Inhibitoren: Hemmstoffe, die Entzündungsprozesse unterdrücken und das Haarwachstum fördern können.
  • Bioregenerative Therapien: PRP-Therapie und Stammzellentherapie zur Reaktivierung der Haarwurzeln.

Da die Behandlung stark von der zugrundeliegenden Ursache abhängt, ist eine möglichst frühe Diagnostik unumgänglich.

Je nach auslösender Erkrankung kann eine Behandlung mit kortisonhaltigen äußerlich oder innerlich angewendeten Medikamenten erfolgen, aber auch Immunsuppressiva und Antibiotika kommen zum Einsatz.

Der Wirkstoff Baricitinib ist das erste zugelassene Medikament zur Behandlung der Alopecia areata.

Zunächst wurde der Wirkstoff 2020 als Mittel gegen rheumatoide Arthritis zugelassen.

Im Juni 2022 erweitere die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) die Zulassung um die Behandlung der Alopecia areata bei Erwachsenen.

Krankenkassen sind allerdings bisher nicht verpflichtet, die noch hohen Behandlungskosten zu übernehmen.

Diese Form der lokalen Therapie kann Betroffenen durchaus helfen und die Haare wieder wachsen lassen.

Sie können Ihren Teil beitragen, indem Sie auf gesunde Ernährung, milde Pflegeprodukte und die Vermeidung aggressiver Praktiken wie übermäßiges Zupfen oder Permanent Make-up achten.

Wenn es nicht mehr anders geht, können verbleibende Lücken mit einer Aufenbrauentransplantation geschlossen werden.

„Bei kreisrundem Haarausfall, in der Fachsprache als Alopecia areata bezeichnet, handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung gegen die in der Haut liegenden Haarbestandteile.

Die Ursache dafür ist noch nicht eindeutig geklärt“, sagt Prof. Dr.

Michael Tronnier, Chefarzt der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Helios Klinikum Hildesheim.

Mit modernsten Methoden der Haartransplantation ist auch eine Korrektur der Augenbrauen bzw. eine Neupositionierung möglich.

Lassen Sie sich vom führenden Haarchirurgen Deutschlands, Reza P.

Azar, beraten.

Vereinbaren Sie einen Termin über das Kontaktformular.

Wir beobachten den Haarausfall an Augenbrauen bei vielen Patienten.

Es gibt einige Therapieansätze, die Menschen mit Alopecia areata individuell ausprobieren können.

Allerdings ist die Datenlage noch nicht ausreichend, um abschließend die Wirksamkeit zu beurteilen.

Für Betroffene kann es zudem hilfreich sein, sich mit anderen Erkrankten über Strategien zur Bewältigung auszutauschen, etwa über Selbsthilfegruppen.

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Hier ist eine Tabelle, die die verschiedenen Ursachen für Haarausfall in den Augenbrauen zusammenfasst:

Ursache Beschreibung Behandlungsmöglichkeiten
Alopecia Areata Autoimmunerkrankung, die zu kreisrundem Haarausfall führt Kortison, topische Immuntherapie, JAK-Inhibitoren
Hormonelle Veränderungen Schwankungen, z.B. in den Wechseljahren oder nach einer Schwangerschaft Hormontherapie, Vitalstoffversorgung
Kosmetika Regelmäßige Colorationen oder die tägliche Verwendung von Augenbrauenstiften Milde Pflegeprodukte, Vermeidung aggressiver Behandlungen
Übermäßiges Zupfen Zu häufiges Zupfen kann die Haarwurzeln schädigen Vermeidung übermäßigen Zupfens
Krankheiten Nährstoffmangel, Stoffwechselerkrankungen, Pilzinfektionen oder Kontaktallergien Behandlung der Grunderkrankung, Vitalstoffversorgung
Stress Psychische Probleme können ebenfalls eine Rolle spielen Stressmanagement, Psychotherapie
Vernarbende Alopezie Zerstörung der Haarfollikel durch Entzündungen Entzündungshemmende Medikamente, operative Entfernung erkrankter Haarwurzeln

Fazit - Gepflegte Augenbrauen mit ANADOREDünner werdende Brauen müssen kein Grund zur Sorge sein.

Mit der richtigen Pflege und Styling-Produkten wirken sie im Handumdrehen wieder voll und ausdrucksstark.

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