Leere Wimperntusche entsorgen: Eine detaillierte Anleitung

Wenn der Tiegel Puder oder die Mascara leer sind, stellt sich die Frage nach der richtigen Entsorgung. Hier erfahren Sie, wie Sie Kosmetikprodukte umweltfreundlich entsorgen können, indem Sie Mülltrennung betreiben und die Abfallmenge reduzieren.

Wann muss man Kosmetik entsorgen?

Grundsätzlich sollten Sie Kosmetik erst dann entsorgen, wenn sie aufgebraucht ist. Ein abgelaufenes Haltbarkeitsdatum ist ein erster Anhaltspunkt, ob ein Produkt noch verwendbar ist. Ungeöffnete Produkte müssen mindestens 30 Monate haltbar sein.

Bei angebrochenen Kosmetika ist Vorsicht geboten. Diese können durch Verunreinigungen Bakterien oder sogar Schimmel beinhalten und sollten nach dem Haltbarkeitsdatum nicht mehr verwendet werden. Achten Sie auf ungewöhnliche Veränderungen an Geruch, Farbe oder Konsistenz.

Entsorgung von Kosmetik: So geht es richtig

Nur leere Kosmetik-Verpackungen sollten ohne Weiteres entsorgt werden. Trennen Sie den Inhalt so gut es geht von der Verpackung, ohne die Flasche oder Tube auszuspülen.

Mülltrennung im Badezimmer

Auch für Abfälle im Bad gilt die einfache Grundregel für richtige Mülltrennung: In die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack gehören ausschließlich gebrauchte und restentleerte Verpackungen, die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas sind. Das sind zum Beispiel Verpackungen aus Kunststoff wie Shampooflaschen. Auch Aluminium- und Weißblechverpackungen, etwa leere Sprühdosen, kommen in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Papier, Pappe und Karton gehören in die Altpapiertonne. Verpackungen aus Glas wie Parfumflakons kommen - nach Farben sortiert - in Altglascontainer. Alle anderen Abfälle wie Wattepads oder abgenutzte Zahnbürsten müssen im Restmüll entsorgt werden.

Welche Kosmetik gehört in welchen Abfalleimer?

  • Plastikverpackungen: Cremetuben, Shampoo-Flaschen, Duschgel in den Gelben Sack.
  • Kosmetikreste, Zahnbürsten & Co.: Spiegel von Make-up-Paletten, ausgediente Zahnbürsten in den Restmüll.
  • Spraydosen: Ohne Gefahrensiegel in den Restmüll, mit Warnzeichen in den Sondermüll.
  • Verpackungen aus Pappe: Ins Altpapier, vorher Sichtfenster aus Plastik entfernen.
  • Fläschchen und andere Abfälle aus Glas: Ins Altglas, nach Weiß- und Buntglas trennen.
  • Nagellack und Nagellackentferner: Zum Sondermüll.

So geht Mülltrennung im Badezimmer

Wohin mit Verpackungen aus Karton und Papier?

Umverpackungen aus Karton oder Papier sind ein Fall für die Altpapiersammlung. Die neue Zahnbürste ist in einer Sichtverpackung aus Karton und Kunststoff verpackt? Diese Verpackungsbestandteile sollten voneinander getrennt werden: Karton kommt ins Altpapier, das Sichtfenster aus Kunststoff in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack.

Was tun mit leeren Spraydosen?

Spraydosen aus Metall gehören in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Sie müssen komplett entleert sein. Geraten Sprühdosen mit Inhalt unter Druck, zum Beispiel im Entsorgungsfahrzeug oder in der Sortieranlage, kann es zu gefährlichen Bränden oder Verpuffungen kommen. Spraydosen, die Reste von Rasierschaum, Deo oder Haarspray enthalten, müssen daher beim kommunalen Wertstoffhof oder im Sondermüll entsorgt werden.

Wohin mit Wattepads, Einwegrasierer, Zahnbürsten & Co.?

Kosmetik- und Hygienetücher, Wattepads und stumpfe Rasierklingen müssen in den Restmüll. Das gilt auch für die ausgediente Zahnbürste. Obwohl sie meist aus Kunststoff ist, gehört sie nicht in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack, denn sie ist keine Verpackung.

Sondermüll: Was gehört dazu?

Nagellack und Nagellack-Entferner müssen dem Sondermüll zugeführt werden, da beide als Gefahrstoffe gelten. Ebenso müssen einige Dosen von etwa Haarspray oder Deospray in den Sondermüll. Zu erkennen ist dies an den Gefahrenzeichen auf der Dose. Das gilt allerdings nur für entleerte Behälter. Sollte noch Restinhalt vorhanden sein, muss das Haar- oder Deospray zur Schadstoff-Sammelstelle gebracht werden. Diese befinden sich am Wertstoffhof.

Müllreduzierung: Tipps für weniger Abfall

Müllvermeidung ist der beste Umweltschutz. Hier sind einige Tipps, wie Sie Verpackungsmüll reduzieren und Kosmetik selbst herstellen können.

Verpackungsmüll vermeiden

Kaufen Sie Duschgel oder Creme in großen Packungen oder Nachfüllpacks, um die Plastikmenge zu reduzieren. In vielen Großstädten gibt es Unverpackt-Läden, in welchen eigene Behälter mitgebracht und die Creme dort hineingefüllt werden kann, ohne zusätzlichen Verpackungsmüll zu produzieren.

Kosmetik selbst produzieren

Produzieren Sie Kosmetika aus natürlichen Materialien und ohne Verpackung selbst. Zu den einfachsten Produkten gehören Seifen und Peelings (zum Beispiel aus Kaffeesatz). Das spart Müll und ist günstiger.

Kreativ werden und verschenken

Verschenken Sie Produkte, die Ihnen nicht mehr gefallen, an Freunde oder Familie. Einige Tiegel und Flaschen können zu Vasen oder Behältern für Kleingeld umfunktioniert werden.

Kreative Wiederverwendung von Zahnpastatuben

Anstatt leere Zahnpastatuben wegzuwerfen, können Sie diese als ungewöhnliches Bastelmaterial verwenden. Hier sind einige Ideen:

  • Täschchen: Schneiden Sie die Tube auf und nähen Sie einen Reißverschluss ein, um ein kleines Täschchen zu erhalten.
  • Stiftehalter: Schneiden Sie die Tube kurz unter dem Deckel auf und kleben Sie Stoffreste um die Tubenöffnung.
  • Zahnputzbecher: Schneiden Sie das untere Ende der Tube ab, bemalen Sie sie mit Acrylfarbe und füllen Sie Steinchen ein.

Gesetzliche Verpflichtung zur Rückgabe gebrauchter Batterien

Als Endnutzer sind Sie gesetzlich zur Rückgabe gebrauchter Batterien verpflichtet. Sie können Altbatterien, die wir als Neubatterien im Sortiment führen oder geführt haben, unentgeltlich in unseren Filialen zurückgeben.

Durch die richtige Mülltrennung und Wiederverwendung von Materialien können Sie aktiv zum Umweltschutz beitragen und Ressourcen schonen.

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