Haarausfall ist ein komplexes Thema, das immer ganzheitlich behandelt werden muss. Grundsätzlich können alle Formen des Haarausfalls beide Geschlechter betreffen, doch treten bestimmte Varianten aufgrund geschlechtsspezifischer Unterschiede häufiger auf. In diesem Artikel werden die verschiedenen Ursachen von Haarausfall beleuchtet und insbesondere der Zusammenhang mit der Lebergesundheit und Entgiftungsprozessen des Körpers untersucht.
Es gibt verschiedene Formen des Haarausfalls, die sich in ihrem Erscheinungsbild und ihren Ursachen unterscheiden:
Bei Männern beginnt es mit Geheimratsecken (Haarausfall am Haaransatz oberhalb der Schläfen). Der Haarausfall schreitet fort und betrifft den Tonsurbereich, bis schließlich eine Halbglatze entsteht und nur noch der Haarkranz übrig bleibt. Frauen sind meist erst nach den Wechseljahren betroffen, da ein hoher Östrogenspiegel schützend wirkt. Bei ihnen wird der Scheitel dünner, bis die Kopfhaut durchscheint.
Die Haarfollikel reagieren überempfindlich auf das Hormon Dihydrotestosteron (DHT), ein männliches Sexualhormon. Bei Frauen kann eine gestörte Östrogenproduktion oder eine erhöhte Testosteronproduktion die Ursache sein - oder eine andere Veränderung im Hormonhaushalt (Schwangerschaft, Wechseljahre).
Typisch sind kreisrunde, kahle Stellen. Es gibt viele verschiedene Formen der Alopecia areata mit unterschiedlichen Ausprägungen. So können auch Längsstreifen an Finger- und Fußnägeln auftreten oder die Intensität des Haarausfalls variiert bis hin zum Verlust der gesamten Körperbehaarung.
Typisch ist eine Ausdünnung der gesamten Kopfbehaarung. Die Haare fallen am ganzen Kopf (oder Körper) aus.
Bei der vernarbenden Alopezie kommt es zu Juckreiz, Schuppung und Rötung der Kopfhaut. Typisch sind auch Schmerzen und eine helle, haarlose Haut, die glatt und glänzend erscheint. Die Haarwurzeln sind nicht mehr sichtbar.
Neben den Hauptformen gibt es weitere Faktoren, die Haarausfall begünstigen können:
Zigarettenrauch enthält zahlreiche Giftstoffe, die die Durchblutung und die Versorgung der Haarfollikel mit Sauerstoff und Nährstoffen beeinträchtigen können. Auch der Konsum von Drogen kann das Haarwachstum und die Haargesundheit erheblich beeinträchtigen. Alkohol kann Haarausfall verursachen, indem er die Aufnahme von Nährstoffen im Körper stört.
Die Leber ist das größte entgiftende Organ Ihres Körpers. Funktioniert sie nicht richtig, bleiben Gifte im Körper erhalten und führen unweigerlich zu Folgeschäden. Haarverlust ist bei erhöhten Leberwerten nur eines von vielen Symptomen, die nicht solitär sondern nur durch die Behandlung der Ursache enden.
Sind die Leberwerte erhöht, gerät Ihr Keratinstoffwechsel aus dem Gleichgewicht und Ihr Haar gelangt früher in die Übergangs- und Ruhephase. Durch die Fehlfunktion des Organs kommt es zu einem Mangel schwefelhaltiger Aminosäuren, aus dem die Problematik der Stoffwechselstörung bei Keratin entsteht und die letztendlich zum Verlust der Kopf- und Körperbehaarung führt.
Alarmsignale durch Antlitzdiagnose frühzeitig erkennen: Im Gesicht zeigen sich die Dysfunktionen durch spezifische Alarmsignale - bei bestehenden Beschwerden, aber auch schon zu einem Zeitpunkt, bevor Symptome auftreten.
Die Suche nach den Ursachen des Haarausfalls setzt sich im Wesentlichen aus den aufgeführten, diagnostischen Schritten zusammen. Die entsprechenden Antworten und Untersuchungsergebnisse fügen sich schließlich zu einem kompletten und ganzheitlichen Bild zusammen.
Da bestimmte Laborwerte wichtige diagnostische Hinweise auf mögliche Ursachen des Haarausfalls geben, führen wir für unsere Patienten, sofern gewünscht, eine Laboruntersuchung durch. Um die gewünschten Laborparameter zu erhalten, werden kleine Mengen Blut des Patienten abgenommen und gezielt nach hormonellen, toxischen und weiteren pathologischen Laborbefunden untersucht.
Nach einer Beratung und Diagnose der Ursachen erstellen wir für jeden Patienten einen geeigneten und gezielten Therapieplan zur Bekämpfung des Haarausfalls. Grundsätzlich stehen folgende Behandlungs- und Therapiewege zur Verfügung:
Eine gesunde Lebensweise sowie ausgewogene Ernährung gelten als beste Vorbeugung. Folgende Punkte sollten bei der täglichen Pflegeroutine beachtet werden:
Eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen sowie Spurenelementen ist entscheidend für eine gesunde und widerstandsfähige Haarpracht. Ein einfacher Bluttest beim Dermatologen gibt Aufschluss, ob bei brüchigem Haar oder Haarausfall ein Nährstoffmangel vorliegt.
Wichtige Nährstoffe sind:
Wenn Sie unter säurebedingtem Haarausfall leiden, können Sie über eine Ernährungsumstellung wieder Einfluss auf Ihr Haarwachstum nehmen. Um Ihre Säure-Basen-Balance wiederherzustellen gehören auf den Speiseplan 80 % basenbildende Lebensmittel und nur 20 % säurebildende.
Zu den Basenbildner gehört viel unbehandeltes oder schonend gegartes Obst und Gemüse. Peppen Sie Ihre Speisen mit frischen Kräutern auf, die enthalten auch zahlreiche Mineralstoffe! Greifen Sie also ordentlich zu bei Petersilie, Schnittlauch, Sauerampfer und Co.!
Haarausfall ist ein weitverbreitetes Problem, das viele verschiedene Ursachen haben kann. Neben genetischen Faktoren, hormonellen Veränderungen und äußeren Einflüssen spielt auch die Gesundheit der Leber eine wichtige Rolle. Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Behandlung sind entscheidend, um den Haarausfall zu stoppen und das Haarwachstum zu fördern. Eine gesunde Lebensweise, ausgewogene Ernährung und die Vermeidung von Stress können ebenfalls dazu beitragen, Haarausfall vorzubeugen.
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