Lavendel Shampoo selber machen: Rezepte für natürliche Haarpflege

Shampoo ist nicht gleich Shampoo. Für jeden Haartyp, jedes Problem und jeden Bad-Hair-Day gibt es diverse Shampoos zu kaufen. Doch so anspruchsvoll ist unser Haar überhaupt nicht! Eigentlich ist es mit wenigen natürlichen Pflegestoffen schon sehr zufrieden. Überflüssige Silikone, Duftstoffe, Parabene und Mikroplastik schaden dem Haar eher, als dass sie es pflegen.

Viele im Handel erhältliche Haarpflege-Produkte enthalten unnötige Zusatzstoffe und werden meistens in Kunststoffflaschen angeboten. Stellen Sie Ihr individuelles Shampoo doch einfach selbst her. Mit nur wenigen natürlichen Zutaten können Sie Ihr DIY-Projekt umsetzen - flüssiges oder festes Shampoo für Ihren Haartyp!

Hier finden Sie einfache und unkomplizierte Rezepte, um Ihr eigenes Lavendel Shampoo herzustellen. So können Sie sicherstellen, dass Ihr Haar nur mit den besten natürlichen Inhaltsstoffen in Berührung kommt. Zudem schonen Sie die Umwelt, indem Sie Plastikmüll vermeiden.

Warum Lavendel für Ihr Shampoo?

Lavendel ist nicht nur für seinen angenehmen Duft bekannt, sondern auch für seine heilenden Eigenschaften. Die Pflanze enthält viele Wirkstoffe, darunter Flavonoide und Gerbstoffe, die beruhigend und regenerierend wirken. Besonders wertvoll ist das ätherische Öl, welches durch Destillation aus den Blüten gewonnen wird. Es hilft bei Nervosität, Unruhe, Stress und sogar bei leichten depressiven Verstimmungen. Auch bei Migräne, Verspannungskopfschmerzen oder Wetterfühligkeit kann Lavendel Linderung verschaffen.

Neben den heilenden Eigenschaften hat die Pflanze einen sehr angenehmen Duft, was ihn zu einer wertvollen Zutat in Pflegeprodukten macht. Leider sind viele gekaufte Kosmetikprodukte nicht frei von Schadstoffen.

Mit Lavendel kannst du kaum etwas falsch machen: Er ist für jeden Haartyp geeignet.

Grundrezept für natürliches DIY-Shampoo

Als Basis für Ihr selbstgemachtes Shampoo dient eine einfache Seifenlauge, die Sie mit nur zwei Zutaten schnell und einfach herstellen können.

Zutaten:
  • 15 Gramm Kernseife
  • 250 Milliliter Wasser
So geht’s:
  1. Kernseife in feine Flocken reiben oder bereits fertige Seifenflocken verwenden.
  2. Seifenflocken in eine Schüssel mit warmem Wasser füllen und mit dem Schneebesen verrühren, bis sich die Seifenrückstände vollkommen aufgelöst haben.
  3. Shampoo-Basis nach Wunsch mit weiteren Zutaten individualisieren.

Tipp: Kernseife mit einem hohen Anteil pflanzlicher Öle wirkt besonders sanft auf die Haut.

Zutaten für Ihr individuelles Lavendel Shampoo

Um zu verstehen, wie sich Shampoo-Rezepturen zusammensetzen, lohnt sich ein genauerer Blick auf mögliche Inhaltsstoffe:

  • Tenside: Tenside lösen Schmutz- und Fettrückstände von Haar und Kopfhaut. In natürlicher Form sind sie beispielsweise in Seifenkraut, Waschnüssen und Kokosglucosid enthalten. Ob ein Haarshampoo flüssig oder fest ist, hängt davon ab, ob Natrium- oder Kaliumsalze von Fettsäuren enthalten sind.
  • Pflanzenöle: Pflanzenöle schätzen wir für ihre pflegende Wirkung. Egal ob Jojobaöl, Kokosöl oder Olivenöl - sie verleihen dem Haar Geschmeidigkeit und Glanz, glätten die Haarstruktur und wirken Frizz und Haarbruch entgegen. Sparsam dosiert verleihen Sie dem Haar ein gesundes Aussehen.
  • Feuchtigkeitsspender: Trockenes Haar wirkt stumpf und glanzlos. Um Ansatz und Spitzen auf die Sprünge zu helfen und Schuppenbildung entgegenzuwirken, kommen natürliche Feuchtigkeitsspender wie Aloe Vera, Honig oder Glycerin ins Spiel.
  • Ätherische Öle: Mit ätherischen Ölen aus Lavendel, Rosmarin oder Teebaum verleihen Sie Ihrem selbstgemachten Shampoo einen ganz eigenen Wohlgeruch.

Rezepte für Lavendel Shampoo

Lavendel-Kräuter-Shampoo (für normales Haar)

Zutaten:
  • 150 Milliliter Seifenlauge (Grundrezept siehe oben)
  • 150 Milliliter Wasser
  • Getrocknete Lavendelblüten
  • 10-15 Tropfen ätherisches Lavendelöl
So geht’s:
  1. Die Lavendelblüten in einen Topf geben und mit kochendem Wasser übergießen.
  2. Den Kräutersud rund drei Stunden ziehen lassen, anschließend durch ein Sieb abgießen und in einer Schüssel auffangen.
  3. Die Seifenlauge hinzugeben und den Kräuter-Seifen-Mix gründlich verrühren.
  4. Das ätherische Öl hinzufügen und das fertige Shampoo in eine verschließbare Flasche füllen.

Lavendel-Brennnessel-Shampoo (für leicht fettendes Haar und schuppige Kopfhaut)

Zutaten:
  • 20 Gramm frische oder getrocknete Brennnesselblätter
  • 100 Milliliter Seifenlauge (Grundrezept siehe oben)
  • 100 Milliliter Wasser
  • Ca. 3 Tropfen Lavendelöl
So geht’s:
  1. Brennnesselblätter kurz aufkochen und über Nacht im Wasserbad ziehen lassen.
  2. Den Sud in eine Schüssel sieben und die Seifenlauge hinzufügen.
  3. Das ätherische Öl hinzugeben, kräftig umrühren und das fertige Shampoo in eine verschließbare Flasche füllen.

Festes Lavendel Shampoo selber machen

Feste Shampoos sind ideal für einen nachhaltigen Lebensstil, da sie ohne Umverpackung auskommen. Hier ist ein Rezept für einen Shampoobar mit Lavendelduft:

DIY Lavendel-Shampoo selbst herstellen

Zutaten:
  • 30 g SCI Pulver (Sodium Cocoyl Isethionate)
  • 5 g Cupuaçubutter
  • 5 g Sheabutter
  • 2 g Brokkolisamenöl
  • 2 g Lysolecithin
  • 3 g Blaue Tonerde
  • 5 g Lavendelhydrolat
  • 20 Tropfen ätherisches Lavendelöl
Herstellung:
  1. Cupuaçubutter, Sheabutter, SCI Pulver und Lysolecithin zusammen in einem Glasbecher im Wasserbad schmelzen. Achtung: SCI Pulver kann die Atemwege reizen, daher eine Staubschutzmaske tragen.
  2. Das Gemisch immer wieder vorsichtig umrühren, bis eine homogene Masse entsteht.
  3. Lavendelhydrolat, Brokkolisamenöl und die Tonerde hinzufügen.
  4. Zum Schluss das ätherische Lavendelöl hinzugeben und alles gut vermischen.
  5. Die Masse in eine Silikonform geben und anpressen.
  6. Die Form an einen kühlen Ort stellen und 24 Stunden abkühlen und austrocknen lassen.
Anwendung:

Fahren Sie mit dem Shampoobar ein paar Mal über die Haare, bis sich ausreichend Schaum gebildet hat. Waschen Sie die Haare wie gewohnt und spülen Sie sie gründlich aus.

Shampoo selber machen ohne Seife

Selbstverständlich können Sie Haarshampoo auch in seifenfreier Rezeptur herstellen. Beliebte Haarpflege-Trends wie die No-Poo-Methode nutzen diese Vorgehensweise, um das Haar zu schonen und sanft zu reinigen.

Roggenmehl-Shampoo

Mit seinem pH-Wert von 5,5 ist selbstgemachtes Shampoo auf Roggenmehl-Basis besonders bei irritierter und juckender Kopfhaut hilfreich. Anders als die zuvor vorgestellten Shampoos müssen Sie Roggenmehl-Shampoo vor jeder Haarwäsche frisch anrühren.

Zutaten:
  • 4 Esslöffel Roggenmehl
  • 200 - 300 Milliliter Wasser (je nach Haarlänge)
So geht’s:
  1. Beide Zutaten in eine Schüssel geben und klumpfrei verquirlen.
  2. Das Roggenshampoo sanft ins feuchte Haar einmassieren und gründlich ausspülen.
  3. Mögliche Reste entsorgen.

Heilerde-Shampoo

Ein weiteres Shampoo für die No-Poo-Methode ist das Mischen von Wasser und Heilerde.

Zutaten:
  • 2 Teelöffel Heilerde
  • 1 Esslöffel Wasser
So geht’s:
  1. Beide Zutaten mit einem Löffel vermischen.
  2. Anschließend ins Haar geben und ca. eine halbe Stunde einwirken lassen.

Weitere Tipps und Tricks

  • Saure Rinse: Nach dem Waschen Ihrer Haare mit einer selbstgemachten Haarpflege, ist das Spülen mit einer sauren Rinse sinnvoll. Dafür füllen Sie ganz einfach zwei Esslöffel Apfelessig in eine Flasche mit einem Liter Wasser, Deckel drauf, einmal kräftig schütteln - fertig. Alternativ können Sie auch Zitronensaft oder Kräuteressig nehmen.
  • Lagerung: Lagern Sie Ihr selbstgemachtes Shampoo nicht in der Sonne oder draußen auf dem Balkon, sondern unbedingt im Kühlschrank. Für Ihr Natur-Shampoo können Sie generell von einer Haltbarkeit von ein bis zwei Wochen ausgehen.

Fazit

Shampoo selber herzustellen spart Geld und natürliche Produkte sind eine Wohltat für Ihre Haare. Mit unseren Rezepten können Sie Ihr individuelles Shampoo selbst herstellen. So behalten Sie nicht nur den Überblick über die verwendeten Inhaltsstoffe, Sie können die Formulierung auch nach Belieben variieren. Gleichzeitig sparen Sie umweltbelastendes Plastik ein und gestalten Ihren Alltag nachhaltiger.

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