Kopfläuse sind lästig, aber mit den richtigen Mitteln lassen sie sich gut behandeln. Auf dem Markt gibt es verschiedene Produkte wie Läuseshampoos und -sprays, die sich in ihrer Zusammensetzung und Wirkungsweise unterscheiden. Dieser Artikel soll Ihnen helfen, die Unterschiede zu verstehen und das passende Produkt für Ihre Bedürfnisse auszuwählen.
Bei der Behandlung von Läusen und deren Eiern (Nissen) unterscheidet man zwischen physikalischer und chemischer Wirkungsweise.
Experten sprechen von einer physikalischen Wirkweise, wenn die Parasiten erstickt werden, anstatt das Nervensystem zu vergiften. Dafür kommen Silikonöle (Dimeticone) zum Einsatz, die auch in der Kosmetik bekannt sind. Diese Öle nutzen den anatomischen Aufbau der Kopflaus aus. Die kleinen Krabbler besitzen an jeder Körperseite sieben Atemöffnungen, sogenannte Stigmen. Genau diese werden durch die Silikonöle angegriffen, die sich durch ihre besonders hohe Spreit- und Kriechfähigkeit auszeichnen. Das bedeutet, dass sich die Öle nach dem Auftragen des Läusemittels sehr gut auf dem gesamten Kopfhaar verteilen.
Auch NYDA® bekämpft Kopfläuse durch eine physikalische Wirkweise. Sowohl das NYDA® Läusespray als auch NYDA® express enthalten das sogenannte 2-Stufen-Dimeticon - ein Gemisch aus dünn- und dickflüssigem Silikonöl mit hervorragenden Spreit- und Kriecheigenschaften.
Alle Mittel, die Läuse abtöten, werden auch chemische Insektizide genannt. Sie enthalten je nach Produkt auch Wirkstoffe, die auf das Nervensystem der Laus einwirken - zum Beispiel Pyrethrumextrakt (gewonnen aus getrockneten Chrysanthemen) oder synthetische Pyrethroide („Pyrethrum-ähnlich“). Die Mittel wirken neurotoxisch - heißt, sie schädigen das Nervensystem der Läuse.
Die genaue Anwendung von neurotoxischen Wirkstoffen hängt vom jeweiligen Produkt ab.
Begrenzte Wirksamkeit gegen Eier: Neurotoxische Wirkstoffe können nur Läuse mit einem entwickelten Nervensystem abtöten, also Larven und ausgewachsene Tiere. Die Eier der Läuse bleiben unversehrt.
Durchdringung der Hautbarriere: Neurotoxische Wirkstoffe können die Hautbarriere passieren und vom Körper aufgenommen und verstoffwechselt werden. Dies ist für den menschlichen Organismus nicht unbedenklich.
Resistenzen: Viele Kopfläuse haben bereits Resistenzen gegen neurotoxische Wirkstoffe entwickelt. Ein bekanntes Beispiel ist der Wirkstoff Permethrin, der zu den Pyrethroiden gehört. In Großbritannien liegt die Wirksamkeit dieses Wirkstoffs mittlerweile unter 50 Prozent, was die Bekämpfung der Läuse erheblich erschwert. Mittlerweile wurden Resistenzen gegen Pyrethroide auch bei Kopfläusen in Deutschland nachgewiesen. Deswegen ist eine gründliche Kontrolle des Behandlungserfolgs an den Folgetagen wichtig.
Unabhängig davon, ob Sie sich für ein Läuseshampoo oder -spray entscheiden, ist die korrekte Anwendung entscheidend für den Erfolg der Behandlung.
Auch nach der Behandlung und dem Auskämmen können abgestorbene Nissen im Haar verbleiben. Da diese Nissen tot sind, schlüpfen daraus keine Läuse mehr. Da Läuse ihre Eier fest an den Haaren verkleben, lassen sie sich oft nur schwer entfernen.
Wenn Sie die Behandlung des Kopflausbefalls korrekt und gemäß der Gebrauchsanweisung durchführst, ist es, als wären die Läuse »nie da gewesen«. Bereits nach der ersten Behandlung können Kinder wieder unbeschwert kuscheln, spielen und die Kindertagesstätte oder Schule besuchen. Denke trotzdem an die Wiederholungsbehandlung nach 8-10 Tagen.
Wie gehst du dabei am besten vor und was musst du jetzt noch beachten? Die folgende Checkliste liefert dir eine Übersicht zu den wichtigsten Maßnahmen bei Kopfläusen. Wer muss informiert werden? Wer behandelt? Und was gehört noch zu einer sorgfältigen Lausentfernung?
Neben der Anwendung von Läusemitteln gibt es weitere Maßnahmen, die zur erfolgreichen Bekämpfung von Kopfläusen beitragen können.
Kopfläuse kannst du zumindest zu einem Teil auch mechanisch loswerden. Die Parasiten kämmst du in diesem Fall mit einem Läuse- und Nissenkamm aus deinem Haar heraus. Als alleinige Methode zur Behandlung der Kopfläuse ist der Kamm allerdings ungeeignet. Denn das Risiko, nicht gründlich genug vorzugehen und einzelne Läuse oder Eier zu übersehen, ist dabei sehr hoch. Außerdem bewegen sich Läuse auch während des Kämmens. Ein Läusekamm eignet sich jedoch hervorragend zur Diagnose von Läusen. Außerdem ergänzt er die physikalische Methode perfekt.
Du möchtest Läuse ohne Chemie loswerden? Im Internet kursieren zahlreiche Hausmittel und Gerüchte, die angeblich gegen Kopfläuse helfen sollen. Doch Vorsicht: Nicht alle Tipps sind wirksam, und manche können sogar schädlich sein. Bei vielen frei verkäuflichen Mitteln sowie Hausmitteln gegen Kopfläuse sind Wirksamkeit und Verträglichkeit nicht ausreichend untersucht und bestätigt. Daher ist es wichtig, nur Produkte zu verwenden, die in ihrer Wirkung getestet und belegt wurden - wie zum Beispiel NYDA® Läusespray.
Die gute Nachricht: Kopfläuse können weder springen noch fliegen. Eine Übertragung über gemeinsam genutzte Bürsten, Mützen oder Kopfkissen ist zwar möglich, jedoch sehr unwahrscheinlich. Läuse finden nur auf dem menschlichen Kopf ideale Bedingungen wie die richtige Temperatur und Nahrung. Sie benötigen alle 3 Stunden Blut, um zu überleben, und trocknen ohne dieses innerhalb weniger Stunden aus.
Als reine Vorsichtsmaßnahme solltest du trotzdem die am Tag der Behandlung getragene Kleidung sowie Bettwäsche und Handtücher bei den üblichen Temperaturen waschen. Haarbürsten, Kämme und Haargummis können mit Seife und heißem Wasser gereinigt werden. Matratzen, Teppiche, Polstermöbel oder Autositze müssen nicht abgesaugt werden.
Verschiedene Produkte sind auf dem Markt: Die Palette reicht von Shampoo und Lösungen bis zum Nissenkamm. Voraussetzung für eine Erstattung ist, dass das Hilfsmittel in Verbindung mit einem Pedikulozid auf einem separaten Rezept verordnet wird.
Bei Läusemitteln muss zunächst unterschieden werden, ob es sich um ein Medizinprodukt oder ein Arzneimittel handelt. Die Mehrheit der Kopflausmittel sind als Medizinprodukt eingestuft: Sie beruhen auf einem physikalischen Wirkprinzip und enthalten Silikonöle, die die Läuse umhüllen und „ersticken“ lassen. Die Kasse übernimmt nur die Präparate, die in Anlage 5 der Arzneimittelrichtlinie gelistet sind.
Erstattungsfähig sind die Mittel nur bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr oder bei Entwicklungsstörungen bis zum 18. Lebensjahr.
Derzeit in der Anlage 5 (Arzneimittelrichtlinie) gelistet:
Es gibt zudem auch Präparate gegen Kopflausbefall die als Arzneimittel zugelassen sind. Diese enthalten in der Regel Pyrethrine oder synthetische Derivate davon, die neurotoxisch wirken. Diese Arzneimittel sind bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr oder bei Entwicklungsstörungen bis zum 18. Lebensjahr zulasten der GKV verordnungsfähig.
Gelistete Arzneimittel gegen Läuse:
Läusemittel auf Muster-16-Format können in wirtschaftlichen Mengen pro Quartal zur Erstbehandlung verordnet werden. Folge- beziehungsweise Nachbehandlungen zu Lasten der GKV sind nicht erstattungsfähig.
NYDA Läusespray ist ein rezeptfreies Medizinprodukt zur Bekämpfung von Kopfläusen. Das Spray eignet sich zur Behandlung von Kindern und Erwachsenen.
Wirkstoff: Dimeticon
Anwendungsgebiet: Kopfläuse
Rezeptpflichtig: nein
Anbieter: G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG
Sofern nicht anders ärztlich empfohlen, wenden Sie das Spray wie folgt an:
Ratsam ist zudem, alle Familienmitglieder auf Kopfläuse zu kontrollieren und bei Bedarf ebenfalls zu behandeln.
NYDA Läusespray enthält ein hoch und ein niedrig viskoses Dimeticon. Die Wirkstoffe töten die Läuse auf physikalische Weise ab. Dazu verdrängen sie den Sauerstoff aus den Atemwegen der Kopfläuse und verkleben diese. Infolgedessen sterben sowohl die Läuse als auch deren Larven und Nissen ab.
Was ist der Unterschied zwischen NYDA Läusespray und NYDA Express?
Beide Produkte enthalten die gleichen Inhaltsstoffe und werden auf die gleiche Weise angewendet. Dabei ist auch die Einwirkzeit die gleiche (mindestens zehn Minuten). NYDA Läusespray ist allerdings bedingt erstattungsfähig. Das bedeutet, der Arzt kann das Medizinprodukt auf einem Rezept zum Beispiel für Kinder unter zwölf Jahren verordnen. NYDA Express dagegen muss man komplett aus eigener Tasche bezahlen.
Können Läuse NYDA Läusespray überleben?
In der Regel bekämpft das Spray die Kopfläuse effektiv und tötet zudem deren Larven und Nissen ab. Jedoch können manchmal Läuse beziehungsweise deren Larven und Nissen die Behandlung überleben. Aus diesem Grund wiederholt man die Anwendung nach neun Tagen (+/- 24 Stunden).
Wie benutzt man NYDA Läusespray?
Man sprüht das Spray gleichmäßig auf das Haar auf und massiert es gründlich ein. Dann lässt man die Flüssigkeit mindestens zehn Minuten einwirken, bevor man die Haare mit dem beiliegenden Läusekamm sorgfältig auskämmt. Anschließend wäscht man die Haare mit einem normalen Shampoo. Nach neun Tagen (+/- 24 Stunden) wiederholt man die Anwendung.
Kann man NYDA Läusespray über Nacht einwirken lassen?
Laut Hersteller muss man das NYDA Läusespray nicht über Nacht einwirken lassen. Es genügt eine deutlich kürzere Einwirkzeit von mindestens zehn Minuten.
Es gibt eine Vielzahl von Läusemitteln auf dem Markt. Hier eine kleine Übersicht:
| Produkt | Wirkstoff | Einwirkzeit | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Linicin Lotion 15 min | - | 15 Minuten | Ohne Alkohol, Duftstoffe oder Insektizide |
| Licener Shampoo | Neemöl | 10 Minuten | Einmalige Anwendung |
| tea tree oil von Australian Bodycare | Teebaumöl | 15 Minuten | Natürliche Inhaltsstoffe |
| Goldgeist Forte | Pyrethrumblütenextrakt | 30-45 Minuten | Leichte Anwendbarkeit |
tags: #Läuseshampoo #oder #Läusespray #unterschiede
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.