Kopfläuse sind blutsaugende, flügellose Insekten, die sich von menschlichem Blut ernähren. Sie sind Parasiten, die sich bevorzugt an warmen und dunklen Stellen auf der Kopfhaut aufhalten, oft hinter den Ohren, entlang des Haaransatzes und im Nacken.
Der Lebenszyklus einer Kopflaus umfasst drei Stadien: Nisse, Nymphe und erwachsene Laus. Die weibliche Laus befestigt ihre Eier, die sogenannten Nissen, mit einer Art Klebstoff am Haaransatz.
Eine effektive Behandlung von Kopfläusen zielt darauf ab, sowohl die lebenden Läuse als auch die Nissen abzutöten. Es gibt verschiedene Arten von Läuseshampoos, die auf unterschiedliche Weise wirken:
Experten sprechen von einer physikalischen Wirkweise, wenn bei der Behandlung von Läusen und deren Eiern nicht das Nervensystem vergiftet wird, sondern die Parasiten erstickt werden. Dafür kommen auch aus der Kosmetik bekannte Silikonöle (sogenannte Dimeticone) zum Einsatz.
Diese machen sich den anatomischen Aufbau der Kopflaus zunutze. Die kleinen Krabbler besitzen an jeder Körperseite sieben Atemöffnungen, sogenannte Stigmen. Genau diese werden durch die Silikonöle angegriffen, die sich durch ihre besonders hohe Spreit- und Kriechfähigkeit auszeichnen.
Das bedeutet, dass sich die Öle nach dem Auftragen des Läusemittels sehr gut auf dem gesamten Kopfhaar verteilen. Auch NYDA® bekämpft Kopfläuse durch eine physikalische Wirkweise. Sowohl das NYDA® Läusespray als auch NYDA® express enthalten das sogenannte 2-Stufen-Dimeticon - ein Gemisch aus dünn- und dickflüssigem Silikonöl mit hervorragenden Spreit- und Kriecheigenschaften.
Einige Beispiele für Läuseshampoos mit physikalischer Wirkweise sind:
Alle Mittel, die Läuse abtöten, werden auch chemische Insektizide genannt. Sie enthalten je nach Produkt auch Wirkstoffe, die auf das Nervensystem der Laus einwirken - zum Beispiel Pyrethrumextrakt (gewonnen aus getrockneten Chrysanthemen) oder synthetische Pyrethroide („Pyrethrum-ähnlich“).
Die Mittel wirken neurotoxisch - heißt, sie schädigen das Nervensystem der Läuse. Die genaue Anwendung von neurotoxischen Wirkstoffen hängt vom jeweiligen Produkt ab.
Begrenzte Wirksamkeit gegen Eier: Neurotoxische Wirkstoffe können nur Läuse mit einem entwickelten Nervensystem abtöten, also Larven und ausgewachsene Tiere. Die Eier der Läuse bleiben unversehrt.
Durchdringung der Hautbarriere: Neurotoxische Wirkstoffe können die Hautbarriere passieren und vom Körper aufgenommen und verstoffwechselt werden. Dies ist für den menschlichen Organismus nicht unbedenklich.
Resistenzen: Viele Kopfläuse haben bereits Resistenzen gegen neurotoxische Wirkstoffe entwickelt. Ein bekanntes Beispiel ist der Wirkstoff Permethrin, der zu den Pyrethroiden gehört. Deswegen ist eine gründliche Kontrolle des Behandlungserfolgs an den Folgetagen wichtig.
Ein Beispiel für ein Läuseshampoo mit chemischen Insektiziden ist:
Die korrekte Anwendung von Läuseshampoo ist entscheidend für den Erfolg der Behandlung. Hier sind einige allgemeine Schritte, die Sie befolgen sollten:
Neben der Verwendung von Läuseshampoo gibt es weitere Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um Kopfläuse effektiv zu bekämpfen:
Ein Läusekamm ist ein feinzinkiger Kamm, der dazu dient, Läuse und Nissen aus dem Haar zu entfernen. Er eignet sich hervorragend zur Diagnose von Läusen und ergänzt die physikalische Methode perfekt.
Anwendung:
Auch nach der Behandlung und dem Auskämmen können abgestorbene Nissen im Haar verbleiben. Da diese Nissen tot sind, schlüpfen daraus keine Läuse mehr. Da Läuse ihre Eier fest an den Haaren verkleben, lassen sie sich oft nur schwer entfernen. Um alle Nissen zu entfernen, sollten Sie während der Behandlung den Haarschopf zwei Mal pro Woche auf Nissen prüfen.
Die gute Nachricht: Kopfläuse können weder springen noch fliegen. Eine Übertragung über gemeinsam genutzte Bürsten, Mützen oder Kopfkissen ist zwar möglich, jedoch sehr unwahrscheinlich. Als reine Vorsichtsmaßnahme sollten Sie trotzdem die am Tag der Behandlung getragene Kleidung sowie Bettwäsche und Handtücher bei den üblichen Temperaturen waschen. Haarbürsten, Kämme und Haargummis können mit Seife und heißem Wasser gereinigt werden. Matratzen, Teppiche, Polstermöbel oder Autositze müssen nicht abgesaugt werden.
Die folgende Checkliste liefert dir eine Übersicht zu den wichtigsten Maßnahmen bei Kopfläusen:
Im Internet kursieren zahlreiche Hausmittel und Gerüchte, die angeblich gegen Kopfläuse helfen sollen. Doch Vorsicht: Nicht alle Tipps sind wirksam, und manche können sogar schädlich sein. Bei vielen frei verkäuflichen Mitteln sowie Hausmitteln gegen Kopfläuse sind Wirksamkeit und Verträglichkeit nicht ausreichend untersucht und bestätigt. Daher ist es wichtig, nur Produkte zu verwenden, die in ihrer Wirkung getestet und belegt wurden - wie zum Beispiel NYDA® Läusespray.
Um sicher zu gehen, sollten Sie bei Lausverdacht bald Ihren Hausarzt, Kinderarzt oder Hautarzt aufsuchen, um den Verdacht zu klären und offene Fragen zu besprechen. Die Behandlung sollte möglichst bald beginnen, um eine weitere Verbreitung zu unterbinden. Es gibt keinen Grund, sich bei Lausbefall zu schämen. Vom Arzt erhalten Sie ein spezielles Medikament gegen die Läuse verordnet.
tags: #Läuseshampoo #Nissen #tot
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.