Der Wunsch nach seidig glatter Haut, frei von lästigen Härchen, ist für viele Frauen und Männer ein zentrales Thema.
Das tägliche Rasieren, das schmerzhafte Waxing oder das mühsame Epilieren sind oft nur temporäre Lösungen, die zudem mit Hautirritationen, eingewachsenen Haaren oder Schmerzen verbunden sein können.
Daher ist es kein Wunder, dass die dauerhafte Haarentfernung mittels Laser oder IPL immer beliebter wird.
Dieser Artikel soll Licht ins Dunkel bringen und aufzeigen, welche Methode die richtige ist und worauf Sie bei der Anwendung achten sollten.
IPL ist eine Abkürzung und steht für Intense Pulsed Light, also intensive Lichtimpuls-Technology.
Mit diesen Lichtimpulsen werden die Haarfollikel gelähmt und die Haare fallen aus.
Ganz schmerzfrei, nur mit regelmäßigen Lichtblitzen sollen unerwünschte Körperhaare an den Beinen, den Achseln, im Gesicht und sogar in der Bikini-Zone länger glatt bleiben.
Statt Zupfen, Rupfen, Rasieren und Wachsen soll die sanfte IPL-Technologie alle haarigen Probleme lösen.
„Die IPL-Methode eignet sich besonders für den Intimbereich. Voraussetzung ist nur, dass die Haut vor der Behandlung rasiert ist, keinesfalls epiliert, gezupft oder gewachst. Man sollte nur die entstehende Wärmeentwicklung nicht unterschätzen, gerade an diesen empfindlichen Stellen", erklärt uns der Experte Dr. med. Stefan Duve aus dem Haut- und Laserzentrum an der Oper in München.
Große Verbraucherorganisation wie die Stiftung Warentest haben bisher leider noch keinen IPL-Geräte-Test durchgeführt.
Doch nicht nur wir fragen uns: Ist die IPL-Behandlung zu Hause wirklich effektiv?
Deshalb hat die COSMO Beauty-Redaktion zwei der beliebtesten IPL-Geräte in einem Praxistest über mehrere Monate ausprobiert.
Hier unser detaillierter Erfahrungsbericht zu der dauerhaften Haarentfernung mit den IPL-Haarentfernungsgeräten:
Unsere Beauty-Redakteurin hat sich für den großen COSMO-IPL-Test für Brauns Silk Expert Pro 5 entschieden.
Ihr Kurz-Fazit vorab? Nach über drei Monaten Testen war das keine schlechte Entscheidung.
Sie ist begeistert:Schon beim Öffnen der Verpackung fiel mir das zeitlose, schlichte und wunderbar einfach zu bedienende Design des IPL-Geräts von Braun auf.
Stecker in die Steckdose, den großen Knopf in der Mitte drücken und schon kann es losgehen.
Mithilfe des kleineren Knopfes kann die gewünschte Intensität des Braun Silk Expert von normal über sanft bis extra-sanft eingestellt werden.
Ich habe mich für die zweite der insgesamt drei Stufen entschieden und fahre damit nach wie vor am besten.
Es ziept nur leicht und ein brennendes Gefühl kann ich nach wie vor nicht feststellen.
Über die seitliche SensorAdapt-Anzeige kann ich zudem immer sehen, wie sich das Gerät in Bezug auf meinen Hautton verhält.
Durch den Sensor werden nämlich die Lichtimpulse perfekt auf meine Körperfarbe angepasst, damit sich die Schmerzen in Grenzen halten und die Haare bestmöglich entfernt werden.
Am liebsten behandele ich größere Körperstellen wie die Beine mit dem Gleitmodus.
Dazu halte ich den großen Knopf dauerhaft gedrückt und ziehe das IPL-Gerät langsam von meinem Knöchel bis zum Knie an der Haut hoch (so wie ich es von oder Nassrasur kenne).
Nicht erschrecken, die Lichtimpulse kommen im Sekundentakt, weshalb eine kurze Verweildauer auf der jeweiligen Beinstelle auch absolut ausreicht.
In ungefähr fünf Minuten ist die Prozedur an einem Bein beendet und ich kann mit dem nächsten weitermachen.
Neben den klassischen Körperstellen wie Achseln, Beine oder die Bikini-Zone kann der Braun Silk Expert Pro 5 aber auch im Gesicht zum Einsatz kommen.
Für solch feine Partien ist ein spezieller Aufsatz im Lieferumfang enthalten, der Präzisionsaufsatz, der die Haarentfernung erleichtert.
Ich habe ihn zwar nicht im Gesicht genutzt, aber der Präzisionskopf ist auch super in der Bikini-Zone anwendbar und kommt an Stellen, die mit dem größeren Modell nur schwer erreichbar sind.
Hier würde ich dir klar den gleichnamigen Präzessionsmodus empfehlen, den du punktuell drücken kannst.
Schon nach gut vier Wochen und der empfohlenen wöchentlichen Anwendung konnte ich eine Wachstumsminimierung meiner Härchen feststellen.
Allerdings nur in Bereichen, in denen diese dunkler sind.
Denn: Bei hellen Haut- und Haartypen ist das IPL-Gerät nur bedingt erfolgreich.
Nach gut 12 Wochen wuchsen die Haare nur langsam nach, so wie versprochen.
Seitdem nutze ich den Silk Expert Pro 5 von Braun nur noch einmal im Monat, völlig ausreichend.
Unsere Redakteurin hat sich für den großen COSMO IPL-Test den Philips Lumea in der Ausführung Prestige BRI955 ausgesucht.
Ihre Erfahrung: "Bei mir hat es sehr gut funktioniert. Ich hatte zunächst ganz schön Respekt vor den Lichtblitzen und vor allem Angst vor Schmerzen. Aber nach der ersten Anwendung war das bereits vergessen."
Das hübsche Gerät kommt in Roségold daher und hat - je nach Ausführung - zwei bis vier Aufsätze für die verschiedenen Körperbereiche.
Wichtig zu wissen: Die IPL-Haarentfernung funktioniert vor allem bei dunkleren Haaren.
Blonde oder dunkelblonde Haare an den Beinen oder in den Achseln nehmen das Licht nicht so gut auf und die Ergebnisse fallen entsprechend schlechter aus.
Ich habe die ersten Ergebnisse bereits nach zwei Wochen gesehen. Dann beginnen die ersten kleinen Härchen auszufallen.
Ich habe im ersten Monat einmal die Woche geblitzt und dann immer weiter gestreckt auf zwei oder sogar vier Wochen.
Mein Haarwuchs ist während des Tests deutlich zurückgegangen.
Erst stellenweise, dann großflächig, sodass ich deutlich seltener rasieren musste.
Eine tolle Sache! Für die Achseln, die Bikini-Zone und die Beine habe ich circa eine Stunde gebraucht.
Man muss sehr kleinflächig und Zentimeter für Zentimeter blitzen, das dauert.
Die Haut gewöhnt sich auch daran, sodass man die IPL-Einstellung nach ein paar Anwendungen auf Stufe 4 oder sogar 5 stellen kann (die Bikini-Zone ist aber empfindlicher).
Je nach Hautton eher bei Stufe 3 bleiben.
Lässt du die Anwendung eine Zeit aus, wachsen deine Haare wie gewohnt nach.
Neben den beiden Modellen aus unserem IPL-Geräte-Test gibt es natürlich noch weitere Mitbewerber für dauerhafte Haarentfernung.
Alles, was du über diese wissen muss, sowie die wichtigsten technischen Details findest du in unserem IPL-Vergleich:
Übrigens werden IPL-Geräte oft fälschlicherweise als IPL-Laser bezeichnet.
Zwar gibt es auch die Haarentfernung via Laser, dafür wird jedoch ein anderes Gerät genutzt und eine Behandlung zu Hause ist nicht möglich.
Im Beauty-Salon und dermatologischen Praxen sind einzelne Behandlungen mit der IPL-Technologie teurer als die einmalige Anschaffung eines Geräts für zu Hause.
Die Methode ist zwar prinzipiell die gleiche, oftmals sind die Geräte im Fachbereich leistungsstärker und schneller, verrät uns Dr. Duve.
Die Heimgeräte sind in der Anschaffung trotzdem nicht günstig (zwischen 250 und 500 Euro).
Dafür ist das Verfahren vergleichsweise komfortabel.
Mit dieser Tabelle findest du schnell heraus, ob sich dein Haut- und Haartyp für eine IPL-Haarentfernung eignen.
"Je pigmentierter der Teint ist, desto schlechter können die Haarfollikel erkannt werden", erläutert Dr. Duve.
Auch bei roten, sehr blonden, grauen oder weißen Haaren funktioniert diese nicht.
"Je dunkler die Haare, desto besser das Ergebnis", lautet hier die Devise.
Der Hautexperte gibt den Hinweis: "Optimal ist die Kombination aus dunklen Haaren und heller Haut."
Die wahre Wirksamkeit macht sich in der Regel erst nach etwa zwölf Wochen bemerkbar.
Dann dürfte der unterschiedliche Wachstumsrhythmus aller Haare gehemmt worden sein.
Ein paarmal anwenden und dann kommen die Haare nie wieder?
So einfach ist es leider nicht.
Auch die IPL-Methode ermöglicht keine Haarentfernung für immer.
Das Ergebnis ist von Person zu Person unterschiedlich und bewirkt in der Regel, dass sich der Haarwuchs nach regelmäßiger Anwendung verlangsamt.
Damit kannst du größere Pausen zwischen den Sitzungen machen und genießt glatte Haut für einen langen Zeitraum.
Um lästige Härchen zu entfernen, kann man auf verschiedenste Methoden zurückgreifen, die häufigsten sind Epilieren und Rasieren.
Allerdings bringen diese Methoden auch einige Nachteile mit sich: Das Ergebnis hält nicht lange an, Epilieren wird von vielen als schmerzhaft empfunden und beim Rasieren besteht zudem auch noch eine gewisse Verletzungsgefahr.
Unser Test hat gezeigt, dass man sich mit IPL-Geräten im Vergleich zu den anderen beiden Haarentfernungsmethoden tatsächlich über länger anhaltende, glatte Haut freuen kann.
Allerdings darf man IPL nicht mit der permanenten, wirklich dauerhaften Haarentfernung einer Laserbehandlung verwechseln.
Wir haben 18 IPL-Haarentfernungsgeräte mit Preisen zwischen 60 und über 600 Euro getestet, davon sind aktuell 12 Stück noch erhältlich.
Dabei waren Modelle der bekannten Hersteller Philips und Braun sowie einige günstige No-Name-Produkte.
Der Nachteil bei den günstigen IPL-Geräten: Sie können nur eine begrenzte Anzahl von Lichtimpulsen abgeben, die Lebensdauer ist daher begrenzt.
Hier eine Übersicht der Top-Empfehlungen:
Bei IPL-Geräten dringen die kurzen Lichtimpulse in die Haarfollikel ein, wo das Licht vom Pigment im Haar in Wärme umgewandelt wird.
Diese Wärme versetzt den Haarfollikel in den Ruhezustand.
Wendet man das IPL-Gerät nach dem angegebenen Behandlungsplan über mehrere Wochen hinweg an, werden so Haarwuchs und Haardichte verringert.
Die IPL-Behandlung sorgt also für ein temporäres Ergebnis, das über wiederholte Behandlungen immer wieder aufgefrischt werden muss.
Im Gegensatz dazu verwenden Lasergeräte statt intensiver Lichtblitze gebündelte Laserstrahlen.
Auch hier wird Licht über das Pigment im Haarfollikel in Wärme umgewandelt.
Aufgrund der höheren Energie des Lasers werden die Haarfollikel hier aber nicht nur in den Ruhezustand versetzt, sondern dauerhaft zerstört.
Die Laserbehandlung ermöglicht also eine permanente Haarentfernung.
Dafür wird bei der IPL-Behandlung das Licht breiter gestreut, als das bei einem Laser der Fall ist, sodass eine größere Fläche gleichzeitig behandelt werden kann.
Vor der Verwendung eines IPL-Haarentfernungsgerätes sollten die Haare an der zu behandelnden Stelle zunächst einmal rasiert werden.
Dafür liegt bei vielen Modellen gleich ein Rasierer mit bei.
Denn die Härchen müssen kurz sein, andernfalls nimmt das Haar zu viel Licht auf und kann zu heiß werden.
Ein IPL-Gerät sollte nicht in der Nähe von Badewanne oder Dusche verwendet werden, da es nicht nass werden darf.
Eine Schutzbrille muss man nicht unbedingt tragen, auch wenn bei manchen Modellen eine mitgeliefert wird.
Liegt das Gerät auf der zu behandelnden Hautpartie auf, wird über die Blitztaste ein Lichtimpuls abgegeben.
Bei vielen IPL-Haarentfernungsgeräten kann man aber auch zwischen dem manuellen und dem Automatik-Modus wählen: Entweder gibt man die einzelnen Lichtimpulse selbst über wiederholtes Drücken der Taste ab oder man hält sie dauerhaft gedrückt, sodass das Gerät die Impulse von selbst in einem voreingestellten Zeitabstand aussendet.
Dieser Vorgang muss in bestimmten Abständen wiederholt werden.
Den genauen Behandlungsplan findet man in der Bedienungsanleitung.
Hier wird angegeben, wie oft und in welchem Abstand das IPL-Gerät verwendet werden muss, um den gewünschten Effekt zu erzielen.
Im Folgenden erklären wir Ihnen die essenziellen Schritte einer erfolgreichen IPL-Behandlung zuhause.
Bevor Sie mit der Behandlung loslegen, ist es wichtig, die Haut gründlich zu reinigen.
Stellen Sie sicher, dass keine Cremes, Öle oder Deos auf der Haut sind - sie könnten die Wirkung des IPL-Lichts beeinträchtigen.
Aber Achtung: Waxen oder Zupfen sollten Sie vorher vermeiden, da das Gerät auf die Haarfollikeln angewiesen ist.
Ein kleiner Tipp: Testen Sie das IPL-Gerät vorher an einer kleinen Stelle, um sicherzugehen, dass Ihre Haut keine unerwünschte Reaktion zeigt.
Sobald Sie bereit sind, können Sie das IPL-Gerät einfach auf die Haut aufsetzen und loslegen.
Beginnen Sie mit einer niedrigen Intensität und steigern Sie diese, sobald Sie sich sicherer fühlen.
Je nachdem, welche Körperpartie Sie behandeln möchten, dauert die Sitzung nur wenige Minuten.
Das Beste daran? Es tut nicht weh!
Nachdem Sie Ihre Behandlung abgeschlossen haben, gönnen Sie Ihrer Haut ein bisschen Aufmerksamkeit.
Eine sanfte Feuchtigkeitspflege hilft, die Haut zu beruhigen, besonders, wenn sie nach der Behandlung etwas gereizt oder rot ist.
Wichtig ist, dass Sie in den ersten Tagen nach der Behandlung Sonnenstrahlung meiden - also kein Sonnenbaden oder direkte Sonneneinstrahlung auf den behandelten Stellen.
Risiken gibt es nur, wenn bei der Anwendung Fehler gemacht werden.
Bei der Nutzung eines IPL-Geräts ist es wichtig, nur auf gesunder, unverletzter Haut zu arbeiten.
Hautirritationen, Ausschläge oder andere Hautprobleme sollten vor der Behandlung vollständig abgeklungen sein.
Generell darf die Anwendung nicht zu häufig erfolgen, denn zu kurze Abstände zwischen den Sitzungen können die Haut unnötig reizen und zu Nebenwirkungen führen.
Ein weiterer zentraler Punkt ist der Schutz vor Sonnenlicht: Die Haut sollte vor und nach der Behandlung keiner intensiven Sonnenexposition ausgesetzt werden, da sie durch das IPL lichtempfindlicher wird.
Personen mit bestimmten Kontraindikationen wie einer Schwangerschaft, einem Herzschrittmacher oder der Einnahme lichtsensibilisierender Medikamente sollten auf die Anwendung verzichten.
Obendrein sollten Leberflecke, Muttermale, Sommersprossen und andere Pigmentflecken bei der IPL-Anwendung unbedingt ausgespart oder abgedeckt werden.
Diese Hautbereiche enthalten eine höhere Konzentration an Melanin, das das IPL-Licht besonders stark absorbiert.
Dadurch besteht ein erhöhtes Risiko für Hautreizungen, Verbrennungen oder eine dauerhafte Pigmentveränderung.
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