Sowohl eine Über- als auch eine Unterfunktion der Schilddrüse führen häufig zu diffusem Haarausfall. Die Schilddrüsenhormone regulieren den Stoffwechsel der Haarfollikel und sind für gesundes Haarwachstum unverzichtbar. Bei Störungen gerät der Haarzyklus aus dem Gleichgewicht, was zu verstärktem Haarverlust führt. Eine Blutuntersuchung klärt, ob eine Schilddrüsenfunktionsstörung vorliegt und behandelt werden muss.
Die Schilddrüsenhormone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin) beeinflussen den Stoffwechsel im menschlichen Körper. Das Haarwachstum wird in den Haarfollikeln gesteuert, die einen natürlichen Kreislauf haben. Wird dieser Kreislauf durch zu wenige oder zu viele Hormone aus der Schilddrüse gestört, kommt es zu Veränderungen im Haarwachstum bzw. einem Ausfall von Haaren.
Wenn die Haarfollikel durch zu wenige oder zu viele Hormone fehlgesteuert werden, ist ihr Wachstum fehlgeleitet. Dadurch erlangen die Haare keine ausreichende Stabilität und werden zu fein, matt und brüchig. Zudem erreichen sie nicht ihre gewohnte Länge und fallen zu früh oder direkt aus.
Unter dem Begriff “Hypothyreose” versteht man eine krankhafte Unterfunktion der Schilddrüse. Dadurch resultiert eine mangelnde Versorgung des Körpers mit den Schilddrüsenhormonen Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4). Bei Erwachsenen liegt die Ursache für eine Schilddrüsenunterfunktion in den meisten Fällen in einer chronischen Schilddrüsenentzündung.
Bei Männern ist diese Erkrankung deutlich weniger ausgeprägt als bei Frauen - häufig im mittleren Alter. Auch nach einer Entbindung kommt es bei Frauen relativ häufig zu einer temporären Unterfunktion der Schilddrüse, die sich allerdings oft von selbst wieder zurückbildet. Nach der Geburt tritt dies bei etwa vier bis zehn Frauen von 100 auf.
Entgegengesetzt zu einer Unterfunktion, können die beiden Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) auch im Überfluss produziert und ausgeschüttet werden. Dann ist von einer “Hyperthyreose” die Rede. Diese Autoimmunerkrankung kann eine Vielzahl von verschiedenen Krankheitserscheinungen hervorrufen. Eine mögliche Folge der Überproduktion an Hormonen ist unter anderem der Haarausfall. Auch eine erhöhte Zufuhr von Schilddrüsenhormonen in Form von Medikamenten (Thyreotoxicosis factitia) kann die Überfunktion verantwortlich sein.
In den meisten Fällen kann eine medikamentöse Behandlung die Schilddrüsenüberfunktion erfolgreich regulieren. In schwereren Fällen muss eine Operation durchgeführt werden. Auch die Körperhaare, wie z.B. die Kopfhaare, können betroffen sein.
Die Diagnose der Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion ist oft nicht einfach. Denn es können sehr viele Symptome zusammentreffen, die einzeln betrachtet ebenfalls auf andere Erkrankungen hinweisen können. Die Hypothyreose oder Hypothyreose kann durch Urin- und Blutuntersuchungen festgestellt und nachgewiesen werden. Störungen werden durch eine Analyse des Blutbildes aufgedeckt. Im Anschluss erfolgt normalerweise eine Überweisung zum Endokrinologen, der auf die Behandlung von Schilddrüsenkrankheiten spezialisiert ist.
Zunächst gilt es, die Ursache für die Fehlfunktion zu finden und zu beheben. Je nach Ursache ist hierfür ein medizinischer Eingriff erforderlich oder die Einnahme von Medikamenten. Oftmals setzt das Haarwachstum dann wieder von selbst ein bzw. es normalisiert sich. Falls die Erkrankung lange zurückliegt bzw. die regenerative PRP Behandlung versäumt wurde, entstehen kahle Stellen, welche mittels einer Haartransplantation behandelt werden müssen.
Die Low-Level-Lasertherapie (LLLT) wird als ergänzende Therapie zur Behandlung von Hashimoto-Thyreoiditis in Betracht gezogen. Studien deuten darauf hin, dass LLLT die Schilddrüsenfunktion verbessern und die Konzentration von TPO-Antikörpern senken kann. Der mutmaßliche Wirkmechanismus hinter der LLLT: Das Laserlicht soll auf Photoakzeptoren in der Atmungskette der Zellen einwirken, wahrscheinlich auf die Cytochrom-c-Oxidase.
Dadurch soll die Produktion von ATP, reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) und Stickstoffmonoxid (NO) angeregt werden und der innerzelluläre Kalziumspiegel steigen. Daraufhin sollen die Zellen mehr Wachstumsfaktoren und Zytokine produzieren, die die Gewebsreparatur fördern.
Die meisten Männer und Frauen stoßen auf der Suche nach einer langwierigen Lösung auf die dauerhafte Haarentfernung mit Laser und IPL (Intense Pulsed Light). Viele stellen sich dabei aber die Fragen: Wie effektiv ist die dauerhafte Haarentfernung?
Dauerhafte Haarentfernung bezieht sich auf Methoden, die dazu dienen, Haarfollikel dauerhaft zu zerstören oder so zu schädigen, dass sie nicht mehr in der Lage sind, Haare zu produzieren. Es gibt mehrere Methoden, die für eine dauerhafte Haarentfernung angewendet werden können:
Die Frage, ob dauerhafte Haarentfernung wirklich dauerhaft ist, kann nicht pauschal beantwortet werden, da dies von verschiedenen Faktoren abhängt, einschließlich der Methode, der Haarfarbe und -dicke, sowie der individuellen Hautbeschaffenheit. Die meisten Menschen erleben, nach einer vollständigen Behandlung mit Laser oder IPL, eine deutliche Reduktion des Haarwuchses.
Es ist wichtig zu wissen, dass in der Regel ca. 6 bis 12 Sitzungen erforderlich sind, um eine Haarreduktion von bis zu 90% zu erreichen. Der Grund dafür ist der Lebenszyklus der Haare. Dieser verläuft in drei Phasen (Wachstum, Übergangszeit und inaktive Phase). Es lassen sich immer nur die Haare entfernen, die sich in der Wachstumsphase befinden (diese sind an der Hautoberfläche sichtbar) und das sind in der Regel nur etwa ein Drittel aller Haare.
Hormonelle Veränderungen natürlichen Ursprungs können das Haarwachstum beeinflussen. Zuerst bemerken viele es vielleicht in der Pubertät, wo durch hormonelle Veränderungen Achselhaare beginnen zu wachsen und die Jungs einen Bart bekommen. Auch in der Schwangerschaft, nach der Stillzeit oder in den Wechseljahren kann sich unser Haarwachstum am Körper verändern.
Auch krankhafte Störungen wie Hirsutismus oder Erkrankungen, z.B. der Schilddrüse, können für veränderten Haarwuchs verantwortlich sein. Auf diese Hormone haben wir bei der dauerhaften Haarentfernung keinerlei Einfluss und können immer nur die, zum Zeitpunkt der Behandlung, aktiven Haarfollikel veröden. Die Dauerhafte Haarentfernung ist an diesen verödeten Haaren tatsächlich dauerhaft.
Immer mehr Menschen nutzen Geräte mit der „Intense-Pulsed-Light“ (IPL)-Technologie, um sich zu Hause die Körperbehaarung zu entfernen. Von vielen als Nachfolger der Laser-Haarentfernung angesehen, werden bei der IPL-Technologie mehrere Haarwurzeln durch die Umwandlung von Licht- in Wärmeenergie verödet. Die Haarentfernung ist damit von dauerhaftem Erfolg.
Da die Methode nur in einer bestimmten Wachstumsphase der Haare möglich ist, sind bis zu acht Anwendungen in mehrwöchigem Abstand notwendig, bis die Haare langsam ausfallen. Mediziner kritisieren, dass es bei der Nutzung der IPL-Geräte in Eigenregie nicht selten zu fehlerhaften Anwendungen kommt. Schädigungen der betreffenden Hautregionen sind nicht selten die Folge.
Es wird vor diesem Hintergrund von Überdosierungen gesprochen, die zu Verbrennungen führen. Auch bei der Behandlung von Hautarealen, die mit Muttermalen bewachsen sind, können Hautprobleme auftreten, die unter fachärztlicher Kontrolle zu verhindern gewesen wären. Auch Regionen mit Hautkrebs sollten nicht entsprechend enthaart werden. Für die Anwender ist es daher unbedingt ratsam, entsprechende Hautpartien vom Arzt vorher untersuchen zu lassen.
Wer zudem seine Körperbehaarung ohne ärztliche Betreuung dauerhaft entfernt, nimmt dem Arzt später die Möglichkeit, die eigentlichen Ursachen eines möglicherweise überhöhten Haarwuchses diagnostizieren zu können.
Du interessierst dich für eine professionelle Haar-Entfernung mit dem Laser? Gute Sache, denn diese Methode erzielt wirklich richtig gute Ergebnisse. Jede Laser-Haarentfernung arbeitet mit Lichtenergie, die in Wärme umgewandelt und vom Melanin im Haar aufgenommen wird. Entscheidend ist: Nur Haare in der aktiven Wachstumsphase (Anagenphase) reagieren zuverlässig auf die Behandlung.
Als realistische Orientierung gelten in der Praxis in der Regel 6 bis 10 Sitzungen. Ein seriöses Studio wird dir niemals versprechen, dass du nach einer Sitzung dauerhaft haarfrei bist. Bedenke außerdem: Feinere Haare oder solche, die von Hormonen beeinflusst sind, können langsamer oder nicht vollständig auf die Behandlung ansprechen.
Wie bereits oben erwähnt, durchlaufen deine Haare verschiedene Phasen. Wenn du also zu deiner Lasersitzung kommst, befindet sich nur ein Teil deiner Haare gerade in der „richtigen“ Phase. Und deswegen brauchst du mehrere Sitzungen im Abstand von jeweils ein paar Wochen, um dann den nächsten Schwung Haare zu erwischen, der sich dann in der Anagenphase befindet.
Nach einer abgeschlossenen Erstserie von ca. 6 bis 10 Sitzungen kannst du mit einer langfristigen Reduktion von bis zu 95 % der Haare in der behandelten Zone rechnen. Auffrischungs- oder Maintenance-Sitzungen - zum Beispiel einmal im Jahr - sind normal und üblich, gerade, wenn sich bei deinem Hormonhaushalt etwas verändert (Schwangerschaft, Hormontherapien, bestimmte Erkrankungen wie PCOS).
Körperbehaarung ist nicht gleich Körperbehaarung. Manche Bereiche sprechen schneller an, andere langsamer. Erfahrungsgemäß werden im Gesicht die meisten Sitzungen benötigt, während Achseln, Bikinizone und Arme eher einfach zu behandeln sind. Bei Beinen, Brust und Rücken kannst du von einer mittleren Behandlungsdauer ausgehen.
Bei kürzeren Abständen werden zu viele Haare behandelt, die noch nicht in der richtigen Wachstumsphase sind. Das ist Zeit- und Geldverschwendung. Gleichzeitig ziehen zu lange Abstände die Behandlung unnötig in die Länge.
Laser-Haarentfernung ist ein planbarer, sehr wirksamer Weg zu glatter Haut - allerdings kein Sofort-Wunder. Rechne typischerweise mit bis zu zehn Sitzungen im Abstand von 4 bis 8 Wochen - je nach Körperregion und individuellem Haut- und Haartyp.
Während der Behandlung nutzt der Laser das Melanin im Haar als Wärmeleiter und leitet die benötigte Temperatur mittels Lichtimpulsen mit einer Wellenlängen Kombination von 810/940 nm direkt in die Haarwurzel. Die einzigartige Diodentechnologie mit der höchst effizienten 360° Kühlung garantiert eine sichere Behandlung aller Hauttypen (I - VI).
Der Laserstrahl erfasst dabei nur das Melanin im Haar selbst und verödet gezielt den Haarfollikel, verschont dabei aber das umliegende Gewebe der Haut. Bei der IPL-Methode treffen Lichtimpulse großflächig auf die Haut. Es geht viel Energie verloren, da es wie ein Fächer wirkt. IPL ist schmerzhaft und weniger zielgerichtet.
Bei der IPL Methode wird das umliegende Hautareal stärker miterhitzt, dagegen nutzt der Diodenlaser ganz gezielt das Melanin des Haares, um Energie direkt in die Haarwurzel zu „übertragen“ und diese dauerhaft zu zerstören. Daher wird beim Dioden-Laser das umliegende Gewebe geschützt.
Ein weiterer wichtiger Unterschied liegt darin, dass der Laserstrahl deutlich tiefer in das Haar eindringt und dort effektiver wirken kann.
Ein Haar durchläuft im Laufe seines Lebens mehrere Phasen. Diese Phasen nennt man Haarzyklen. Sie umfassen die Zeit des Wachstums (Anagenphase), des Überganges vom Wachstum (Katagenphase) in die Ausfallphase (Telogenphase).
Beim Menschen laufen die verschiedenen Phasen des Haarwachstums nicht synchron ab, d. h. jedes Haar befindet sich in einer anderen Wachstumsphase. Bei einer Haarentfernung werden alle Haare behandelt, ohne dass es möglich wäre zu wissen, in welcher Wachstumsphase sie sich gerade befinden.
Das bedeutet, dass die Haare nur dauerhaft entfernt werden können, während sie sich in der Wachstumsphase (Anagenphase) befinden, da sie nur in dieser Zeit fest mit der Wurzel verbunden sind. Daher sind mehrere Behandlungen notwendig.
Es ist individuell verschieden, wie viele Sitzungen benötigt werden und abhängig von Haar- und Hauttyp sowie der genetischen Veranlagung. In der Regel sind ca. 6 bis 12 Sitzungen erforderlich, um eine Haarreduktion von bis zu 90% zu erreichen.
Da der Laser das Melanin im Haar als Wärmeleiter nutzt, reagieren alle pigmentierten Haare auf die Behandlung. Rote Haare lassen sich mittels Laser selten dauerhaft entfernen, weiße und graue Haare ist es aufgrund des Fehlens von Melanin nicht möglich.
Der Erfolg der Behandlung ist ebenso von den individuellen Faktoren (wie z.B. hormonelle Veränderungen, Schilddrüse, Hormonspirale, Einnahme bestimmter Medikamente, Nahrungsergänzung (Vitamin D in hoher Dosierung, Gerstengras, Johanniskraut etc.) abhängig.
Terminalhaare sind in ihrem Wachstum hormonabhängig (Pubertät - Geschlechtsbehaarung, Bartwuchs, Glatzenbildung). Hirsutismus ist der übermässige Haarwuchs bei Frauen, der entweder durch die vermehrte Bildung männlicher Sexualhormone (Testosteron) oder aber durch psychogene Faktoren wie sozialer Stress oder ein Angstsyndrom ausgelöst werden kann.
Der Gynäkologe oder Hormonspezialist kann in Abhängigkeit von der Ursache eine Hormonbehandlung mit sogenannten Antiandrogenen (z.B. Cyproteronacetat) anordnen, die u.a. Entstehung und Wirkung männlicher Geschlechtshormone auf das Wachstum der Haare blockiert.
Wird bei dem Patient bereits einer anderen Hormonbehandlung durchgeführt, muss vorher geklärt werden, ob das verwendete Präparat nicht auch eine männliche Hormonwirkung ausübt. Wenn das der Fall ist, sollte das Medikament gewechselt werden und ein Alternativmedikament ohne männliche Hormonwirkung verwendet werden.
Als Hypertrichose (griech. Überbehaarung) bezeichnet man das Wachstum der Haare, welches deutlich über das übliche Mass des entsprechenden Körperteils, Alters, Geschlechts oder Hauttyps hinausgeht und sowohl am ganzen Körper als auch an einzelnen Stellen auftreten kann. Dieses Wachstum der Haare geschieht unabhängig von männlichen Sexualhormonen, den sog. Androgenen.
Das wichtigste Kriterium für die Diagnose einer Hypertrichose ist deshalb die persönliche Empfindung der zu behandelnden Person, - zu viele Haare zu haben. Bei der Beurteilung, ob ein normaler oder übermässiger Haarwuchs vorliegt, spielen das soziale und das kulturelle Umfeld eine wichtige Rolle.
Die Abkürzung LASER steht für "Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation", auf deutsch: Verstärkung des Lichtes durch stimulierte Strahlungsabgabe. Auf diese Weise ist es möglich, einen Lichtstrahl mit einer bestimmten Wellenlänge mit enorm hoher Energiedichte zu generieren.
Unter Laser-Epilation versteht man die dauerhafte Haarentfernung mit Hilfe von Lasertechnik. Als Melanin bezeichnet man ein dunkles (braunes bis schwarzes) Pigment.
Es gibt sowohl positive als auch negative Erfahrungen mit der IPL-Laserbehandlung. Einige Anwender berichten von schnellen Ergebnissen und einer deutlichen Reduktion des Haarwuchses, während andere von Hautirritationen und Verbrennungen berichten.
Es ist daher wichtig, sich vor der Behandlung gründlich zu informieren und sich von einem Fachmann beraten zu lassen. Auch die Wahl des richtigen Geräts und die korrekte Anwendung spielen eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Behandlung.
Vorteile:
Nachteile:
| Merkmal | Laser-Haarentfernung | IPL-Haarentfernung |
|---|---|---|
| Technologie | Gezielter Laserstrahl | Breitbandiges Licht |
| Effektivität | Höher, besonders bei dunklen Haaren | Geringer, nicht ideal für dunkle Haut |
| Schmerz | Gering bis mittel | Mittel bis hoch |
| Sitzungen | 6-10 | 8-12 |
| Kosten | Höher | Niedriger |
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